Unterschied zwischen Grundierung u. Füller

Diskutiere Unterschied zwischen Grundierung u. Füller im Forum Lackierung im Bereich Allgemeine technische Fragen - Hi zusammen, kann mir jemand den Unterschied zwischen Grundierung u. Füller nennen? Was sind die Vor u. Nachteile von Füller bzw. Grundierung...
Pumpe

Pumpe

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Hi zusammen,

kann mir jemand den Unterschied zwischen Grundierung u. Füller nennen?
Was sind die Vor u. Nachteile von Füller bzw. Grundierung.
Mir sagte jemand, da bestände ein Unterschied.

Wer kennt sich aus???


Gruss

Pumpe
 
M

mike

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Eine Grundierung hat die Aufgabe, eine gute Haftung des Lackes mit dem Untergrund herzustellen.

Ein Füller "füllt" wie der Name schon sagt, das heist er lässt sich dick auftragen ohne dass er läuft und trocknet dabei schnell und gut durch, auch lässt sich ein Füller staubend schleifen und schmiert dabei nicht. Somit setzt man ein Füller ein, um einen gute Untergrund für eine hochwertige Lackierung zu erhalten . Beim Schleifen von Füller werden feinste Unebenheiten egalisiert und ausgeglichen. (Haube oder Radverkleidungen)

Es gibt auch Grundierfüller welche beide Eigenschaften vereinigen.

Manche Grundierungen z.B. Primer darf man nur sehr dünn, lasierend dh. durchscheinend einsetzen.
Immer Technisches Merkblatt lesen. !

Für einen Traktor empfehlen sich Epoxidharz aktiv Primer(EP). Diese bestehen aus zwei Komponenten, Stammlack und Härter, sind hervoragend rostschützend haben eine ausgezeichnete Haftung auf Metall, Altlackierungen und manchen Kunststoffen, haben auch die Eigenschaften eines Füllers (hohe Schichtdicke gute schleifbarkeit.) Man sollte EP eigentlich nur spritzlackieren. Zu beachten ist bei EP, dass sie sehr hart werden und bald überarbeitet werden sollten (wenige Tage) . Weiterhin sind sie ohne Decklack UV Lichtempfindlich, d.H. man sollte den, ich nenne es mal hier Vorlack, nicht ohne Decklack lange dem Sonnenlicht aussetzen.

Bleimennige und Zinkcromate sind als Grundierung heute verboten.

Für einfachere Lackierungen gibt es auch Allprimer
diese sind Universalgrundierungen für die meisten Untergründe. Sie sind lufttrockenend also ohne Härter, haben einen einfachen Rostschutz. Geeignet wenn man mit Alcydharz Lackfarbe (Kunstharz) lackieren möchte.
Man kann hier auch rollen oder streichen.

Material ist auch eine Preisfrage !

Gruss Mike
 
Pumpe

Pumpe

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Hi Mike,
erstmal DANKE für die erschöpfend gute Auskunft :)

Ich habe nun Grundierung auf Kunstharzbasis.
Ich hab meinen F1L514 am Getriebeteil abgeschliffen und entfettet.

Kann ich diese Grundierung benutzen wenn ich später das Grün ( 2K-Lack) verarbeite ??

Gruss
Pumpe
 
M

mike

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Die Frage kann ich nicht beantworten. Es gibt 1K Grundierungen (1K= 1 komponentig also ohne Härter zu verarbeiten) welche sich mit 2K Lack überarbeiten lassen. Die Grundierung kann aber auch anlösen und hochziehen. Am besten das technische Merkblatt der Grundierung besorgen, da steht drin mit was überlackiert werden darf. Vom Grundsatz ist es am besten alles in Kunstharz (1K) oder in 2K lackieren.

Gruss Mike
 
IHC D-320

IHC D-320

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Nein, das kanst du nicht, der 2k Lack vertägt sich nicht so gut, der würde dann Blasen bilden und das wäre zu ärgerlich. Ich weiß nicht welche Marke du verwendest, aber ich würde auf Nummer sicher gehen und wie mike schon sagt alles in einer Sorte machen, am besten 2k, das wird schöner un glatter, zumindest der von RELIUS
 
remeiti

remeiti

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Hallo Pumpe,
spät, aber vielleicht auch für andere interessant. Das es grundsätzlich nicht geht, kann ich nicht behaupten, aber es ist nicht „praxisgerecht“. Habe eine Zeit lang zum Reste aufbrauchen in beiden Richtungen gearbeitet, also 2K Lack auf 1K Grund und 1K Lack auf 2K Grund. Das ganze mit verschiedenen Herstellern. Allerdings habe ich auf ein möglichst vollständiges Aushärten der Grundierung beachtet (teilweise bis zum ½ Jahr) und da keinerlei Probleme gehabt. Sonst müsste man ja ach jeden Lackfitzel am Rumpf entfernen, da man ja nicht weiß, ob früher 1 oder 2K verwendet wurde.
Das ganze ist natürlich nicht praxisgerecht, da man ja teilweise sogar am gleichen Tag noch nach antrocknen der Grundierung die Farbe aufträgt.
Ich habe früher nur in 2K lackiert, habe dann aber auf 1K gewechselt. Das hatte folgende Gründe:
- 2K Lack st erheblich teurer inkl. des zusätzlichen Härters und anderer Verdünnung
- 2K Lack härtet meiner Meinung nach stärker aus und ist stoßempfindlicher
- angerührte Farbmengen müssen immer aufgebraucht werden; ein zurückgießen ist nicht drin. Man schafft es selten, die passende Menge anzurühren und „verschwendet“ so einiges an Farbe. Wenn alles am Stück lackiert wird, nicht so das Problem, ich habe die Sprühpistole etliche Male in der Hand
- ein Ausbessern ist daher auch doof zu handhaben (anrühren)

Als ich gewechselt habe, war ich angenehm überrascht von der Handhabung mit 1K Lack. Der von mir verwendete Lack ist preislich O.K., deckt gut und zieht beim Verarbeiten gut an. Meine Lackierergebnisse sind auf keinem Fall schlechter geworden. Viel entscheidender ist eine qualitativ hochwertige Lackierpistole mit entsprechendem Sprühbild. Ich bin aber auch kein Fachmann sondern nur Freiluft - und Garagenlackierer. Ich würde dir auch wie Mike empfehlen, alles in einer Sorte zu verarbeiten, also entweder alles in 1K oder alles in 2K. Gruß
Andre
 
Thema: Unterschied zwischen Grundierung u. Füller

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