F1L 514/50 Achstrichter undicht

Diskutiere Achstrichter undicht im Forum FL 514 Baureihe im Bereich Deutz / Deutz-Fahr Schlepper - Hallo zusammen, nach Reinigung, Sandstrahlung und Lackierung (und vieler anderer Dinge) meines kürzlich erworbenen F1L514/50 steht aktuell der...
Knatterfritze

Knatterfritze

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Hallo zusammen,

nach Reinigung, Sandstrahlung und Lackierung (und vieler anderer Dinge) meines kürzlich erworbenen F1L514/50 steht aktuell der Wiederaufbau an.
Dieser ist bereits recht weit fortgeschritten und ich habe nun auch die Öle gewechselt.

Leider verliert mein Knubbel am linken Achstrichter an der mittleren Flansch (siehe Anhang) etwas Öl.
Es läuft nicht literweise raus, aber es sind mehr als 1-2 Tropfen in der Woche.
Durch Anziehen und Ergänzen der Verschraubung (eine fehlte gänzlich) konnte ich das Problem minimieren, aber nicht beheben.

Ich gehe erst einmal davon aus, dass das Getriebeöl nicht nur bis dahin laufen darf, sondern explizit soll, oder?
Wie bekomme ich die Stelle nun bitte dicht? Eine Dichtung als fertigen Zuschnitt konnte ich nicht finden und ist auch nicht in der ETL aufgeführt. Die Bremsen sind übrigens schön trocken und nicht ölig.

Die Suche ergab zwar Einiges zum Abdichten von Achstrichtern, aber es war nichts Gescheites für mein Problem dabei.

Oder sollte ich die Bolzen einfach noch stärker anziehen?
Die 12er halten schließlich ein paar Nm aus.

Ich freue mich auf euren Input.
Vielen Dank im Voraus und beste Grüße

Knatterfritze / André
 

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Pumpe

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Hallo Andre,

da dürfte eine dünne Schicht einer pastösen Flächendichtung genügen .
Es gibt verschiedene Fabrikate.....mir fällt spontan "Hylomar" ein.

Hylomar® M (1l/156,25€) Tube Universaldichtung 80ml

Bei der Montage ist natürlich auf Sauberkeit zu achten.

Von Loctite u.a. wirst du davon auch für alle Anwendungen zugeschmissen.....

Gruss Andreas
 
Knatterfritze

Knatterfritze

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Hallo Andreas,

vielen Dank für den Tipp, ich hatte es fast befürchtet, dass dieser Schritt sein muss.
Ich habe jetzt noch nicht ins Handbuch gesehen, aber kann ich den Trichter überhaupt direkt an dieser Stelle trennen?

Als erstes muss sicher das (neue) Getriebeöl komplett raus.
Dann muss der Reifen runter und der Schlepper wird aufgebockt.
Muss dann zwangsweise die Achse raus?
Wenn ja, muss ich direkt hinter der Bremse oder genau dort wo es undicht ist trennen/öffnen? Zur Info: 4-Gang Version ohne Differenzialsperre

Ja, ich werde auch das Werkstatthandbuch lesen, aber mir ist das oft zu umständlich geschrieben. Das kann doch jeder Normalbürger in 3-4 Sätzen besser wiedergeben :).

Eine Paste von außen aufbringen wäre eine sehr unschöne Lösung, die von dem Vorbesitzer oft genug praktiziert wurde und ich schon an vielen Stellen zurückgebaut und richtig abgedichtet habe.

Vielen Dank im Voraus
Knatterfritze / André
 
Kai6.05

Kai6.05

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Moin André,

der Schnittzeichnung nach zu urteilen, kannst du den Achstrichter an der undichten Stelle einfach abschrauben und mitsamt Achse haerausziehen. Das Differential ist separat gelagert und nur über eine Verzahnung mit der Achswelle verbunden.

Das Getriebeöl wirst du vorher ablassen müssen.

MfG Kai
 
Knatterfritze

Knatterfritze

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Besten Dank, so werde ich es machen.
Trotz Auffangwanne ja leider ganz schön lästig diese 12,5L aufzufangen aufgrund des hohen Drucks :). Ist aber wohl die einzig ordentliche Lösung.

Viele Grüße
Knatterfritze / André
 
O

Oberwesterwälder

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Hallo André,

wo ist da ein hoher Druck bei dem Getriebeöl?

Gruß Martin
 
Knatterfritze

Knatterfritze

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Hallo Martin,
ich habe mich etwas unklar ausgedrückt.
Es geht um das Ablassen, wenn 12 L "rausschießen". Natürlich geht es hier nur um den Druck, den eben 12L am Boden des Gehäuses ausüben, ich habe halt keine professionelle Werkstatt und nur eine kleine Auffangwanne.

Alles im grünen Bereich :)

Grüße, André
 
ahomt

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Moin

steht da überhaupt Öl im Achstrichter? bei den neueren Typen geht das ohne Ölablassen.

VG
 
Knatterfritze

Knatterfritze

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Ich hoffe doch sehr, dass dort auch Öl stehen SOLL/MUSS.
Es war eine meiner Grundannahmen, die ich zu Beginn geäußert habe, kann da jemand was zu sagen? Dass dort aber Öl ist, steht außer Frage, denn es läuft genau dort heraus.

Hin und wieder nutze ich für solche Wechsel eine ausgediente Wäschewanne (oder auch Wäschebütt, wie man hier im Rheinland sagt :) ).
Trotzdem fange ich es sonst lieber "ordentlich" mit dafür vorgesehen Sammel-Behältern auf.

Viele Grüße
Knatterfritze / André
 
ahomt

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natürlich wird im Achstrichter durch Öl geschmiert. aber es steht nicht wie im Ölsumpf da drin. schau dir doch mal das Ölstandsniveau im Getriebe an. zumindest wirst du es nicht komplett ablassen müssen. das sind aber nur meine Erfahrungen bei der D u. 05er Serie
 
krammerreini

krammerreini

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Servus André,

auch ich bin der Meinung, dass das Öl drin bleiben kann. Im Achstrichter selber ist ja nichts drin, was geschmiert werden müsste. Das innere Lager, welches das Differential trägt, wird vom Getriebe her geschmiert. Da tröpfeln sicher auch ein paar Tropfen in den Achstrichter, das sollte aber größtenteils durch eine Art Überlaufbohrung wieder zurück fließen. Wenn beim pflügen das rechte Rad in der Furche läuft wirds wohl ein bißchen mehr Öl sein als ein paar Tropfen, aber selbst diese Menge läuft wieder zurück.
Und das äußere Lager sollte einen Schmiernippel haben.
Ich sehe also keinen Grund, weshalb hier Öl stehen sollte. Zur Sicherheit kann man ja rechts ein wenig hochbocken, so wie es Reinhard beschreibt.

Ermittle doch mal mittels Meterstab (Zollstock), Maßband o.ä. an der Einfüllöffnung, wie hoch das Öl über dem Erdboden steht. Und dann mach mit einem Edding hinten am Achsflansch einen Strich in gleicher Höhe. Und da sollte es dann zu erkennen sein, wo der Pegel liegt. Kannst dann gern ein Bild von hinten machen, wo der Pegelstandsstrich erkennbar ist. Interessiert sicher noch mehr Leute.

Grüße vom
Reini
 
Pumpe

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Hallo Andre,
Ich meinte natürlich NICHT das du die Dichtpaste von aussen draufschmieren sollst. Ich war der Meinung das die Trichter auseinander sind...und du eine geeignete Dichtvariante suchst^^
Meine Ölen auch marginal...

Gruß Andreas
 
Knatterfritze

Knatterfritze

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Erst einmal danke für den ganzen Input von euch.
Leider komme ich erst in wenigen Tagen dazu, die Sache richtig anzugehen.
Ein "schnell schnell" soll es nämlich nicht werden.

@Pumpe Alles gut, ich habe dich auch so verstanden. Ich meinte nur, das der Vorbesitzer es eben so erldigt hat. Alles was nicht passte => Dick Paste drauf.

@krammerreini Ich habe wie im Handbuch beschrieben 12,5L Getriebeöl reingefüllt. Trotzdem werde ich es nach deiner Variante prüfen, danke für den Tipp. Den Messstäben ist ja wohl nicht zu trauen, weil hier ja nicht unbedingt der richtige/originale drauf sitzen muss... Ich habe halt schon etwas sorge, dass mir die Suppe entgegenläuft, wenn ich die Achse öffne. Daher gehe ich vermutlich lieber auf Nummer sicher :).

Es sei hier aber noch zu erwähnen, dass das Öl aus dem Trichter tropft ohne, dass der Schlepper bewegt wurde. Er ist noch nicht fahrtauglich und steht in der Garage. Nur ein paar Meter vor und zurück ging es bisher von Hand. Kann also ggf. zu viel Öl drin sein, auch wenn 12.5 L in Handbuch stehen (/50 mit 4Gang Getriebe)?

Viele GRüße
Knatterfritze / André
 
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williebor

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Hallo André!

Kann also ggf. zu viel Öl drin sein, auch wenn 12.5 L in Handbuch stehen?
Ja, natürlich kann zu viel Öl drin sein. Insbesondere dann, wenn noch ein Rest altes Öl im Getriebe verblieben ist. Oder wenn das Öl durch einen Menschen eingefüllt wurde, weil Menschen auch mal Fehler machen können.

Entscheidend sollte immer der Peilstab bzw. die Peilschraube (oder sonstige vorgesehene Peileinrichtung - was steht in der Bedienungsanleitung?) sein.
Irgendwelche Mengenangaben dienen eigentlich nur als Einkaufszettel.

Den Messstäben ist ja wohl nicht zu trauen, weil hier ja nicht unbedingt der richtige/originale drauf sitzen muss
Was lässt dich glauben, dass "die Messstäbe" nicht richtig/original sein könnten? Warum gleich mehrere?
 
Knatterfritze

Knatterfritze

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Hallo williebor,

ich habe immer wieder Diskussionen hier verfolgt in denen davor gewarnt wurde, dem Peilstab allzu große Bedeutung zukommen zu lassen. Insbesondere auch beim Motoröl sei dies ein großes bekanntes Problem und in meiner kurzen Zeit hier habe ich es bestimmt 5x gelesen. Nach 70 Jahren weiß eben niemand (vor allem wenn kein Vergleich zu Verfügung steht), ob noch der korrekte Stab verbaut ist. Einen konkreten Anlass dies zu glauben, habe ich aber nicht.

Das Getriebeöl habe ich selbst abgelassen und hatte dazu den Traktor leicht vorne aufgebockt. Auch habe ich der Sache viel Zeit gegeben sodass ich nicht glauben mag, dass noch irgendwo 2 Liter schlummern, der Haushalt ist ja unten schön plan.
Auch kann ich sicher sagen, dass ich exakt 12,5L hereingefüllt habe, wie es in der Betriebsanleitung steht. Wenn das ein Fehler ist, mag das sein, ich wüsste dann nur bitte gerne warum!?

Viele Grüße
 
krammerreini

krammerreini

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Servus André,

ich hab jetzt mal eine Seite aus der ET-Liste vom F2L612/54 eingescannt und den geschätzten Normal-Ölpegel als grüne Linie und den maximal möglichen Pegel als rote Linie eingezeichnet (quasi Oberkante Unterlippe). Bei diesem Getriebe läuft definitiv nichts aus dem Achstrichter-Flansch!
Halbschale rechts ÖLSTAND.jpg

Aaaber: der F1L514/50 hat die Achstrichter zumindest in meiner Erinnerung (hab leider keinen, an dem ich das prüfen könnte😢) deutlich tiefer angegossen. Das heißt, dort kann es ganz anders aussehen!
Offenbar bist du ja im Bestiz einer ET-Liste deines Schleppers (das schließe ich aus dem Bild in Beitrag 1). Schlag einfach die Seite mit der rechten Getriebehälfte auf und leg ein Lineal so hin, wie ich die Striche in meinem Bild gezogen habe. Optimalerweise machst du davon auch einen Scan oder ein Foto und stellst ihn hier der Allgemeinheit zur Verfügung. Das wär doch gelacht, wenn wir da keine finale Aussage zum Ölpegel treffen könnten.

Zum Thema falscher Peilstab: nachdem der seitliche Bakelitdeckel (gefühlt) an allen Varianten des Halbschalengetriebes offenbar an der selben Stelle sitzt und auch gleich aussieht, gehe ich davon aus, dass es nur eine Variante des Peilstabs gibt.

Grüße vom
Reini
 
krammerreini

krammerreini

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Nochmal ich,

hier mal ein Link zum Thema Getriebeölpeilstab. Es geht zwar wieder um ein 612er Modell, aber, wie ich bereits erwähnt habe, dürfte der Peilstab beim /50 der gleiche sein.

Grüße vom
Reini, der gleich noch weitersucht im 514er Bereich
 
Knatterfritze

Knatterfritze

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Hallo Krammerreini,

vielen Dank für deine Mühe, ganz stark.
Ich habe unten mal einen Auszug aus der ETL vom Getriebe und auch die Nennung von den 12,5 L aus dem gleichen gedruckten Buch. Übrigens definitiv für den /50 und es ist auch ein 4 Gang Getriebe.

Zusätzlich habe ich auch ein paar Bilder von der Situation von außen betrachtet hinzugepackt. Hilft wenig, aber man mag ja auch mal was zu schauen haben :)

Zuletzt der Peilstab, der anzeigt, dass deutlich zu viel Öl drin ist. Min und Max ist an den Kerben zu erkennen, rot ist in etwa der IST FÜllstand. Ich versteh es nicht, ich habe exakt 12,5L reingegossen und habe ihn ewig leerlaufen lassen und ihn sogar leicht aufgebockt.
Bitte steinigt mich nicht für diese simple Erkenntnis, ich habe mich eben sehr an die Literatur gehalten und dem ersten Messwert nach Füllung hatte ich damals nicht vertraut.

Das ganz banale Ablesen des Peilstabs zeigt also: deutlich zu viel Öl und daher wohl stetig Öl im Achstrichter, das dort eigentlich gar nicht stehen - sondern wie hier oftmals vermutet - direkt wieder rauslaufen sollte.

Darf ich dann davon ausgehen, dass nach Ablassen auf das Normalniveau das Getriebeöl nicht mehr derart raustropfen sollte?

Betrachtet man aber in der Zeichnung nur die Stellung von Einfüllöffnung und Achstrichter zueinander, so kann man aus meiner Sicht deutlich weniger daraus lesen, als beim F2L612/54.


PS: Ich habe mir auch vor kurzem einen F2L612/54 zugelegt, ein echter Scheunenfund und stand mindestens und nachweislich 23 Jahre trocken im Schuppen. Wird mein nächstes Projekt und steht natürlich bis dahin auch trocken.

Viele Grüße
Knatterfritze / André
 

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