Verdammte Einspritzpumpe

Diskutiere Verdammte Einspritzpumpe im Forum FL 612 Baureihe im Bereich Deutz / Deutz-Fahr Schlepper - Hallo, bin seit kurzem Besitzer eines 11er F1l612. Will ihn nun wieder zum Leben erwecken.Er stand ca.20 Jahre im Wald. Habe Motoröl und...
Albert 612

Albert 612

Beiträge
20
Likes
0
Hallo,
bin seit kurzem Besitzer eines 11er F1l612.
Will ihn nun wieder zum Leben erwecken.Er stand ca.20 Jahre im Wald.
Habe Motoröl und Getriebeöl getauscht.
Habe auch den alten Diesel aus dem Tank entfernt und gegen neuen ausgetauscht.
Alle Zulaufleitungen mit Diesel gespült und entlüftet.
Kriege nun keinen Diesel über die Vorpumpstange durch die Einspritzpumpe gedrückt.Kann mir einer einen Tip geben,was ich falsch mache.Hat die Einspritzpumpe irgentwo eine Enlüftung?

Gruss Fred
 

Anhänge

  • deutz612.jpg
    deutz612.jpg
    117,9 KB · Aufrufe: 11.346
Werner Peterlick

Werner Peterlick

Beiträge
279
Likes
13
Hallo,

da ich schon öfter mal den Tank leergefahren habe, musste ich den Kleinen ebenso oft entlüften. Bei mir reichte es, mit dem Vorpumphebel so lange zu pumpen, bis die Einspritzdüse ein schnarrendes Geräusch machte. wenn ich dann startete, ging er gleich wieder aus. Nachdem ich diese Prozedur einige Male wiederholt hatte, lief er dann.
Ich würde mal die Überwurfmutter der Kraftstoffleitung an der Pumpe vorsichtig lösen. Wenn kein Diesel kommt, ist vielleicht der Filter im Tank zu. Danach kannst Du die Leitung zur Düse lösen und pumpen. Kommt Sprit, ist die Düse defekt. Kommt kein Sprit, ist die Pumpe defekt.

Gruß Werner
 
R

radgewicht

Beiträge
27
Likes
0
Hallo, zu dem Thema fällt mir folgendes ein: Bei meinem F1L 612, den ich übrigens für 2 Anhänger Brennholz ´gekauft´habe, tat sich bei Betätigung der Vorpumpstange auch nichts und es stellte sich heraus dass die Pumpe beim letzten Abstellen des Motors in der´Nichtförderstellung`stehen geblieben ist. Durch jahrelanges Rumstehen gammelte und klebte die Pumpe in dieser Stellung fest, hat lange gedauert bis ich dahinter gekommen bin.Ich hab die Pumpe dann vorsichtig ausgebaut, erst die beiden Schrauben ab dann losgejackelt und mit dem Nageleisen rausgedrückt. Aber Vorsicht: Zwischen Pumpe und Gehäuse sind dünne Distanzscheiben eingebaut, die sind meines Wissens für den Förderbeginn- oder zeitpunkt wichtig und dürfen nicht beschädigt werden. Abbrechen kann im innern eigentlich nichts, es kommt der Einspritzpumpenkolben mit der Schrägschlitzsteuerung zum Vorschein.Bei mir war die Feder beim Ausbau zusammengergrückt und nach dem Reinigen mit Benzin löste sie sich. Alles wieder vorsichtig zusammenbauen und dann sollte es funktionieren. Viel Glück
 
Albert 612

Albert 612

Threadstarter
Beiträge
20
Likes
0
Jo danke,
werde es am Sonntag wissen, melde mich dann wieder.
Aber vielen,vielen Dank für den Tip.Ich denke auch das da was
Langzeitstehenfestgegammelt ist.

Gruss Fred
 
Albert 612

Albert 612

Threadstarter
Beiträge
20
Likes
0
Hallo,
habe die Pumpe heute ausgebaut.
Es ist wie schon gesagt der Pumpenkolben , der in der Buchse hängengeblieben ist und die Feder so am zurückfedern hindert.
Habe das Ganze schön in Diesel eingelegt und per Ultraschall gereinigt.
Alles wieder schön gangbar und sauber.

Das einzige was ich nicht auseinander bekam war vorne an der Pumpe das Winkelstück.Ventil sollte aber arbeiten.

Nun habe ich das ganze wieder zusammengebaut und wollte nur mal testen ob man jetzt beim Vorpumpen mehr Zug aufbringen muss (die Spritleitungen muss ich noch neu machen , da porös und leck ), und ich muss zu meiner Scham gestehen,daß ich da vor Zug gar nichts mehr vorgepumpt kriege.Wenn ich mit der Kurbel drehe kann ich aber die Vorpumpstange mit herausziehen wenn ich will.

Meine Frage nun:Ist das normal? Ist ja schließlich eine ganz schön dicke Feder an der Pumpe.
 
R

radgewicht

Beiträge
27
Likes
0
in der bedienungsanleitung für den f1l612 steht:die kurbelwelle wird in die zum vorpumpen notwendige stellung gedreht, das heisst bis der kipphebel des einlassventils von der stösselstange gerade hochgedrückt wird. in dieser stellung kann beim vorpumpen die grösste dieselmenge gefördert werden. das hab ich bei meinem deutz aber nie beachtet, das ging immer so. probiers aus...
 
Gurke

Gurke

Beiträge
134
Likes
0
Ist das sicherlich die Einspritzpumpe? Bei mir war die Drüse zu sehr verstopft und der Schlepper sprang nicht mehr an, die hatte nurt noch 30 Bar und das reichte nicht aus, da habe ich den Druck auf 100 Bar erhöht und vorgepumt wie beschrieben und dann lief er wieder! mfg jan
 
Moorhorst

Moorhorst

Beiträge
182
Likes
0
Hallo Fred
Gehört zwar nicht direkt zum Thema,aber hast du schon von uns gehört:Treckerfrünn Grasbarg un umtoo??
Wir haben immer den 2.Sonntag,also jetzt wieder am 13.5. ab 10.00 Stammtisch bei Rudi Berger in Adolphsdorf.Vielleicht schaust Du mal rein und holst Dir den ein oder anderen Tip.Sind immer reichlich Schrauber anwesend.
Gruß
Horst ;)
 
O

othmar

Beiträge
77
Likes
0
Ich habe bei meinem D30 mit 712er Motor ebenfalls das Problem, dass bei der Einspritzpumpe zu Zylinder 2 beim Vorpumpen gar kein Diesel gefördert wird. Der Motor ist ca. 1 Jahr nicht mehr gelaufen und die Leitungen waren zwecks Restaurierung entfernt. Ich habe nun alles wieder montiert und die Zuleitungen zu den Pumpen durch losdrehen der Verschraubungen entlüftet.

Bei der Pumpe von Zylinder 1 war etwas Widerstand beim Vorpumpen zu spüren und die Leitung liess sich problemlos entlüften. Bei der anderen Pumpe ist dagegen fast kein Widerstand beim Vorpumpen zu spüren und es kommt kein Diesel durch. Ich habe dann die Kurbelwelle gedreht und es in einer anderen Position der Nockenwelle weiter versucht, allerdings ohne eine Veränderung festzustellen.

Habe ich da etwas falsch gemacht beim Entlüften?
Kann es sein, dass bei mir ebenfalls etwas in der Pumpe festsitzt und ich darum fast keinen Wiederstand spüre beim Vorpumpen resp. die Pumpe darum nicht fördert?

Grüsse Othmar
 
R

radgewicht

Beiträge
27
Likes
0
es fällt auf, das dieses problem fast immer nach langen standzeiten auftritt, das kann kein zufall sein. ich kann dir nur raten, den pumpenkolben auszubauen und die feder wieder flott zu machen. viel erfolg
 
Albert 612

Albert 612

Threadstarter
Beiträge
20
Likes
0
hallo , wie radgewicht schon sagte, bau die Einspritzpumpe aus(ist echt kein Aufwand,2 Schrauben raus,losrackeln,Einstellbleche für die Federn sorgfältig wegnehmen,Pumpe ganz raus,Einweichen ung gangbar machen,zusammenbauen und dabei darauf achten das der Pumpebolzen wieder richtig in der Regelstange sitzt.Am besten die Regelstange dabei mit dem Abstellhebel mittig einstellen.Das ist total einfach und dauert max. 1/2 Stunde für ungeübte wie mich.

Das mit dem mangelnden Wiederstand beim Vorpumpen liegt meist daran das der Einspritzkolben und damit die Feder klemmt.

Danke an alle die mir bisher geholfen haben,seit heute 11.40 Uhr
läuft der Deutz wieder.Hört sich super an und räuchert kein Stück.
Nur das Getriebe mahlt ganz deutlich hörbar.Mag an den 5 Litern Wasser
liegen die dort statt Öl rausliefen.Aber er fuhr auf eigener Achse nach Ölwechsel (inkl.Getriebeöl) vorwärts und rückwärts.
Ich werd ihn weiter fertigmachen.Mein Ziel ist keine perfekte Restauration sondern eine praxisnahe Erhaltung.Das heißt man darf IHM
die Jahre der Arbeit ruhig ansehen.

Vielen Dank

Fred Bahr
 
Zuletzt bearbeitet:
güldner

güldner

Beiträge
585
Likes
3
Hallo
habe eure Berichte hier mit großem Interresse verfolgt.

Warum hat denn nun dieses Pumpenelement fest gesessen?
Wegen einer gebrochene Feder, oder warum?
Was heist den Einweichen und gangbar machen genau, bzw. was soll da eingeweicht werden?

gruß
Hermann
 
Albert 612

Albert 612

Threadstarter
Beiträge
20
Likes
0
Moin Hermann,
meist sitzt der Einspritzkolben,da er sehr auf passung gearbeitet ist ,
in der Kolbenbuchse fest.Wenn jetzt der Trecker abgestellt wird und der Einspritznocken den Kolben noch in die Buchse drückt,dann kann es bei langer Standzeit sein,das der Kolben in der Buchse hängt und die kräftige Rückstellfeder es nicht schafft die Pumpe wieder auseinanderzuziehen in Ausgangsstellung.Wenn man die Vorpumpstange von Hand ganz leicht betätigen kann und kein Diesel gefördert wird,so ist dies als Hinweis auf einen solchen Fehler zu deuten.Dann die ganze Einspritzpume ausbauen ,mit Kriechöl einweichen,und den Kolben inder Buchse wieder gangbar machen.
Als Ursache würde ich auf Verkrustungen von altem Öl und /oder verharztem Diesel tippen.

Gruss
Fred Bahr
 
Zuletzt bearbeitet:
güldner

güldner

Beiträge
585
Likes
3
Hallo Fred Bahr,
danke für dein Antwort, gleichwohl ich jetzt immer noch nicht verstanden habe warum oder besser, woran die Pumpe hängt.

Ist es verharztes ÖL...
Ist es nur Sand..
Ist es Rost

Ich verstehe einfach nicht was ihr da gangbar macht und verstehe auch nicht, das nach dieser Gangbarmachung die Pumpe danach noch richtig funktionieren soll....

gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Albert 612

Albert 612

Threadstarter
Beiträge
20
Likes
0
Moin,
es ist doch sch...egal was für Dreck die Pumpe hängen lässt.
Fakt ist , wenn die Pumpe im Förderzustand (Feder gedrückt)
hängen bleibt,dann läuft der Einspritznocken von der Nockenwelle bei
der nächsten Umdrehung ins Leere , weil die Rückstellfeder es nicht schafft den Einspritzkolben in Ausgangsposition zu drücken.Folglich wird kein Diesel gepumpt.

Gangbar machen bedeutet blockade beheben und machen das es flutscht.

Einspritzkolben gangbar = Rückstellfeder drückt Kolben wieder zurück =
Pumpe kann wieder fördern.

Hab noch ein Bild angehängt, hoffe das erklärt alles ein wenig.
 

Anhänge

  • Einspritzpumpeschnitt.jpg
    Einspritzpumpeschnitt.jpg
    21,6 KB · Aufrufe: 14.888
7

7206A

Beiträge
78
Likes
0
Hallo Albert,
also scheiss egal, wie du schreibst, ist es nun nicht.
Wenn ich Hermanns Fragen richtig interpretiere, macht er sich gedanken über das "was" weil, der Rost, den ihr da weg friemelt, der hinterlässt Kratzer und Beschädigungen am Pumpenkolben wie auch an der Kolnbenbohrung.

Ihr schreibt zwar hier, das danach alles funktioniert, doch da habe ich erhebliche und sicher auch berechtigte Zweifel.
Ein einmal festgrostetes Pumenelement ist nicht ohne weitere Schäden zu befreien und gangbar zu machen.
Hat denn mal irgend jemand sich die Mühe gemacht und gemessen ob die Pumpe noch die notwendigen Drücke produzieren kann oder ist das "danach hat es dann wieder funktioniert", nur ein subjektiver Eindruck, weil der Motor halt wieder läuft. (Er kann danach nicht mehr so laufen wie vorher,geht einfach nicht)

Jemand schrieb etwas von "auf Passung gearbeitet", ein süffisante wenngleich auch treffliche Umschreibung.
Wir reden bei diesen Pumpenelementen, auch wenn diese von ca. 1950 oder 60 sind, von Passungs- bzw. Fertigungstoleranzen bzw. von Laufspiel mit Werten von 5 bis 10/1000stel mm. Bildet sich da zwischen Rost und man macht es wieder gängig, dann ist das Bauteil praktisch zerstört.
Die Rostpartikel zerkratzen die polierte Oberfläche. Jeder Kratzer ist eine Vertiefung durch die Kraftstoff ungewollt entweichen kann.
Es mag noch sein das nach der gängigmachung Diesel damit gepumpt wird, aber sicher nicht mit den maximal Drücken wie es laut Herstellerangaben geplant war.

Übrigens, heutige moderne Hochdruckpumpen , haben etwa unvorstellbare 0,5-1/1000stel Spiel.
Größeres Spiel ist Schrott und kann für die heutigen 1000 und mehr bar hohen Einspritzdrücke nicht mehr verwendet werden.


Gruß
 
Ö

Ölhand

Guest
Hallo,
ich sehe das ganze ähnlich wie 7206A.
Wenn ein Einspritzpumpenkolben/Plunger festgerostet war hat er mit Sicherheit rostspuren nach der Gangbarmachung auch wenn er wieder fördert und Druck produziert wird mit Sicherheit zumindest ein erhöhter Leckölanteil anfallen. Dieser geht in den Motor und im schlimmsten Fall ist irgendwann zuviel Diesel im Motoröl. Deswegen würde ich in jedem Fall nach so einer Kur den Ölstand im Auge behalten. Vor allem vor jedem Start kontrollieren, da auch im Stand Diesel einlaufen kann. Sollte sich das Motoröl merklich vermehren nach solch einer Kur ist eine Pumpenkontrolle/überholung mit Sicherheit ratsam.
Gruß, Achim
 
Albert 612

Albert 612

Threadstarter
Beiträge
20
Likes
0
Moin,
stimmt,ich habe den Pumpendruck danach nicht gemessen.Das er wieder läuft, ist so.Aber ich gebe 7206A absolut recht,den was er sagt ist schlüssig.Der Leckölanteil der Pumpe wird bei mir aber in den Dieseltank zurückgefördert und nicht in den Motor gegeben.
Mein 612er nimmt alle Drehzahlen gut an und springt auch mittlerweile gut an.Aber das ist wie gesagt alles Supjektiv/Hören/Gefühl.Er räuchert auch nicht aus dem Auspuff.

Ich danke Ölhand und 7206A für die Einwände und werde irgentwann mal die Drücke am Pumpenauslauf messen.

Gruß
Fred
 
Zuletzt bearbeitet:
Ö

Ölhand

Guest
Hallo Albert,
Zitat: Der Leckölanteil der Pumpe wird bei mir aber in den Dieseltank zurückgefördert und nicht in den Motor gegeben. Zitat ende.
Das Problem tritt aber auf wenn die Abdichtung zum Motor hin durch den Rost beschädigt wurde. Deswegen sollte das nicht so ganz bagatellisiert werden. Es kann, muss aber nicht so passieren.
Gruß, Achim
 
Zuletzt bearbeitet:
Albert 612

Albert 612

Threadstarter
Beiträge
20
Likes
0
Stimmt ,ich werde das im Auge behalten.
 
Thema: Verdammte Einspritzpumpe

Ähnliche Themen

F2L 612/6 F2l612/6N springt nach Filterwechsel nicht mehr an

F3L 514/54 Einspritzpumpe

F1L514/51-Einspritzpumpe

Einspritzpumpe an Deutz F2M 414 fördert kein Diesel

Oben