Lack aufpolieren

Diskutiere Lack aufpolieren im Forum Lackierung im Bereich Allgemeine technische Fragen - Hallo, Ich hab nen D-15, wo der Lack noch ziemlich gut erhalten ist. Doch man erkennt an der Tankabdeckung Abbletternder Lack und Pinselspuren ;(...
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D-15-Freak

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Hallo,
Ich hab nen D-15, wo der Lack noch ziemlich gut erhalten ist. Doch man erkennt an der Tankabdeckung Abbletternder Lack und Pinselspuren ;( 8o . Da erkannte ich, dass der komplette Traktor überstrichen wurde.(Man erkennt z.B. hinter dem Amaturenbrett org. Lack) ich wöllt mal gern wissen, ob ich den Traktor aufpolieren soll, oder direkt neu lackieren. ?(
 
Tim_Tayler2

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Das ist so 'ne Sache, ohne das Vehikel zu sehen ist da schwer einen Rat zu geben.

Wenn er komplett "überstrichen" worden ist, klingt das für mich eher nach Pfusch; bestenfalls noch Kosmetik.

Falls du eine Chance siehst den Originallack zu erhalten, würde ich das auf jeden Fall versuchen.

Selbst wenn stellenweise Rost sichtbar ist, kommt man ewentunnel mit einer Konsevierung um eine komplette Neulackierung herum.

Leinöl soll da ein recht gutes Mittel sein (trocknet nach 5-10 Tagen und ist auch noch biologisch abbaubar, wenn du damit rumsabberst), bloss kriecht es schlecht in Ritzen.

Einen gut erhaltener Originallack würde ich einer Neulackierung vorziehen.
Ist natürlich auch eine Frage der Arbeit bzw. des Zeitaufwandes und des Einsatzzwecks des Oldi's.

Das Bild ist von:
http://f14.parsimony.net/forum22057/messages/7105.htm

Beide wurden 6 Monate vor der Aufnahme mit Leinöl konserviert.
 
Altsteirer

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Der Hanomag mit der Sitzbank ist super - den hätte ich auch gern!

Meinen Deutz (D 40.2) hat ein gutmeinender Helfer mit Tunnelreiniger bearbeitet - grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr!!! Das hätte er besser bleiben lassen sollen. Jetzt ist der Lack wie abgewittert :(
 
Meiko

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@Tim_Tayler:
Ist das normales Speise-Leinöl ? oder meinst Du Leinöl-Firnis ?
Letzteres kenne ich nur als "Klarlack" bei Holz, mein alter Werkkunde-Lehrer kam aus einer Jahrhundertealten Tischler-Familie (Bei Euch heißt sowas Schreiner, weiß ich vom Pumuckel ! :D )

Hast Du das selbst schonmal von dichtem gesehen ? Klebt das nicht ? Ich möchte meinen F2L612/6-N schon irgendwomit mal konservieren, aber wenn da der ganze Staub dran klebenbleibt, dann isses das nicht, weil arbeiten muß auch noch gehen (Heuwenden)

@Altsteirer: Seeeeehr geil....ich hab jetzt auch KEINE ! Echt Super, vor allem wenn man in dieser Irren Branche arbeitet....
 
Tim_Tayler2

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Bis jetzt noch nicht selbst ausprobiert; aber bald.

Hab mir 'nen Liter normales Leinöl besorgt und möchte meine Vorderachse (D25 -> doppelte Blattfeder) damit behandeln.
Dat Teil nimmt's da übel, wenn man im Schnee rumtuckert.
Dort wo Metall übereinander liegt hab ich hässliche Streifen Rostwasser.
 
Berndt

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Leinölfirnes auf Metall???? das hab ich ja noch nie gehört. Und das soll was bringen?

@tim
versuch es mal mit Fett an der Vorderachse. Das konserviert und wäscht nicht ab. So mache ich das auch mit den Blattfedern an meinen Wagen.
Gruß Berndt
 
Tim_Tayler2

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Es soll (habs noch nicht selbst getestet) im Gegensatz zu anderen Ölen u. Fett trocknen.
Dann staubt die Kiste nich so ein.

Wenn ich meine Feder einfette, dann "sammelt" die alles ein, was ihr entgegenkommt - nicht wirklich das, was ich möchte.
Das "von aussen Fetten" kenn ich von meinem Ami-Schlitten, allerdings hatte der dann auch noch einen Kunststoffüberzug mit Klettverschlüssen drüber.
Das passt nicht wirklich zu meinem D25.

Wenn das mit dem Öl nix is, werd ich meine Blattfedern auseinander nehmen, nochmal Lackieren u. vor dem Zusammenbau an den Berührungsflächen Fetten.
 
Berndt

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ja, das mit dem Dreck sammeln ist natürlich dumm. Das ist mir bei nem Anhänger egal, aber beim Schlepper sieht das schon doof aus.
Dann wirst du die auseinander nehmen müssen, wenn dich das Rostwasser stört. Wenn du die dann noch einfettest ist das die beste Pflege, die du der Vorderachse zukommen lassen kannst.
Gruß Berndt
 
friedel

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Klar wenn der Originallack zu retten ist so ist es für jeden Oldtimerfan die erste Wahl. Aber oft ist da nichts mehr zu retten, vor allem wenn schon mehre Schichten übereinander sitzen. Wenn das dann auch noch auf den ersten Blick zu erkennen ist so war die Vorarbeit auch schlecht.
Ich würde dem Schlepper da eine neue Lackierung mit 2K Nutzfahrzeuglack spendieren, allerdings ist der Spaß auch nicht ganz billig. Und die Vorarbeiten sollten sehr gründlich sein.
Wenn ich mir die Galerien einiger Kollegen anschaue so wird hier oft hervorragende Arbeit geleistet.
 
Meiko

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@Friedel: ich will aber nich ! :D

Es muß doch hier im Forum jemanden geben, der Erfahrungen mit Konservieren hat ?

Das das Leinöl den Deutz zum Fliegenfänger macht, dachte ich mir schon.
Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit Klarlacken ? allerding müssen das ja welche sein, die den alten Original-Lack nicht angreifen...
Irgendwo hab ich auch mal was über diese "Zaubermittel" WD40 gelesen. Aber das ist auch Öl, oder ? müsste also auch zum Fliegenfänger-Effekt führen.....
Vielleicht gibt es eine Politur die auch Konserviert ? und zwar auch Flächen, auf denen gar kein Lack mehr ist (blankgescheuert). Ab besten zum sprühen....

Wenn ein Trecker in gutem Originalzustand erhalten werden kann, ist das meiner Meinung nach noch besser, als ihn neu zu Lackieren.
 
D 6206 er

D 6206 er

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Hallo an alle,

Zum Thema Konservieren mit Leinöl.

Ich habe die Konservierung mit Leinölfirnis (gibt es in jeden Baumarkt in 1 l, 5 l und 10 l Gebinden, sehr preiswert) als Tipp im Unimogforum gelesen. Dort wird empfohlen, den gesamten Unterbau damit zu konservieren, damit Salz und Rost keine Chance hat.

Ich habe nun im Oktober meinen Grubber mit dem Leinölfirnis konserviert. Der Nachteil ist, dass Leinölfirnis nicht mit einer Sprühflasche aufgebracht werden kann. Die Viskosität ist zu dickflüssig. Also habe ich den Grubber nach der Reinigung komplett mit einem Pinsel eingestrichen. Zunächst dachte ich, dass ich da einen Staubsammler habe, weil das Leinöl zunächst nicht trocknen wollte und der Grubber schön nass war. Aber nach ca. 14 Tagen war das Leinöl schön trocken und der Grubber sieht wie neu lackiert aus. Rost ist bis jetzt nicht zu erkennen, auch nicht an den blanken Scharen. Daraufhin habe ich die Pflugschare meines Pfluges nach der Herbstbestellung auch mit Leinöl konserviert - echt prima, vollig trocken und nicht klebend: bis jetzt kein Rost auf den Scharen/Streichblechen. Bisher habe ich die Pflugschare mit Schmierfett eingepinselt, zwar auch effektiv aber nicht umweltbewußt. Leinölfirnis ist biologisch abbaubar und deshalb auch diesbezüglich ideal.

Weil ich meinen Kipper auch im Winter zum Holzholen einsetze habe ich den - als Schutz vor dem Straßensalz - mit WD 40 eingenebelt. Das Mittel scheint sich aufzulösen, denn die Schutzwirkung ist echt bescheiden. Sobald es wieder etwas wärmer ist, werden meine Kipper - nach einer gründlichen Reinigung - komplett mit Leinölfirnis eingepinselt.

Da das getrocknete Leinöl keinen Fliegenfänger / Staubfänger darstellt, werde ich es weiterhin zur Konservierung einsetzen, auch am Deutz (Kotflügelunterseite, Achsen, Hydraulikgestänge). Nur am Motorblock bin ich noch unschlüssig, weil ich nicht weis, wie es sich auf heißem Metall verhält. Ich werde es zunächst an einer kleinen Stelle testen. Die Motorhaube und die Gotflügel werde ich aber weiterhin mit Wachs aus dem Autozubehör schützen.

Gruß Elmar
 
D 6206 er

D 6206 er

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Hallo Meiko,

Leinölfirnis trocknet und konserviert gut (siehe meinen vorstehenden Bericht)

Noch ein Nachtrag zum WD 40. Das trocknet auch nach ca. 1-2 Tagen und ist auch kein Fliegenfänger, nur ist das für eine Konservierung für maximal 4-6 Monate gedacht. Dann ist es so, als wäre es nicht mehr vorhanden und es ist relativ teuer, auch in einem 10 l Gebinde.

Ach ja, noch zum Fett an den Blattfedern: Fett smmelt so ziemlich jeden Sand- / Erd- /Staubkrümel. Ein Fett+Sandgemisch ist sicher ein extrem gutes Schleifmittel und Blattfederpackete arbeiten natürlich, wenn der Kipper beladen ist und auf der Straße bewegt wird. Das Fett-Sandgemisch wird dann sicher ganze Arbeit leisten. Dreckiges Fett sieht auch an einem ansonsten tadellosen Kipper auch nicht aus.

Gruß Elmar
 
Meiko

Meiko

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Hallo Elmar !

Das ist doch mal ne ausgiebige Antwort ! :D

Wie ist denn die Optik nach der Behandlung mit Leinölfirnis ? Trocknet das Matt ab oder eher glänzend ?

Warum nimmst Du das nicht für Motorhaube und Kotflügel ?

Ich habe vor, meinen F2L612/6-N damit zu Konservieren. Ich habe den vom ersten Besitzer gekauft, der damit von 1959 bis 1970 nur seine 2 ha mit bewirtschaftet hat und dann nur noch den Garten damit gepflügt hat. Der trecker ist in einem Super originalzustand. Den Lack an Haube und Kotflügeln habe ich letztes Jahr mit einer Politur für alte Lacke aufgearbeitet (Tip vom Autokosmetiker der PKW-Oldtimer behandelt), so das der Lack wieder glänzt.

Allerdings ist u.a. an der Motorhaube links der Lack abgescheuert, warscheinlich vom Absteigen (rechter Stiefel über das Lenkrad geschwungen)

Und genau diesen Zustand möchte ich so erhalten, d.h. originalen Lack incl. blankes Blech.

Ob das Damit geht ? Oder ist die Leinölfirnis so dick, das sie mit Pinselspuren aushärtet ?
Kann man die mit ´ner Schaumstoffrolle verarbeiten ? da habe ich ganz gute Erfahrungen mit, was Lackieren angeht.
 
D 6206 er

D 6206 er

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Hallo Meiko,
Leinölfirnis ist, wenn es getrtocknet ist, eher glänzend. Es unterstützt das blau meines Rabe-Grubbers.

Leinölfirnis ist nicht so dick, dass Pinselspuren sichtbar sind. Zu dick aufgetragenes Leinöl tropft in ein paar Tagen nach unten auf den Boden ab.

Auf der hellgrünen Motorhaube und den Kotflügeln habe ich es nicht aufgetragen, weil ich die schon seit Jahrzenten mit Hartwachs aus dem Autozubehör pflege. Das bin ich so gewohnt und das halte ich auch bei. So ein Deutz hat ja nicht so große Lackflächen wie ein Auto. Das dauert nach der Wäsche nur ein paar Minuten.

Ach ja, noch ein Tipp zum flüssigen Leinöl: Es ist brennbar. Man sollte also nicht einen mit Leinöl getränkten Lappen / oder Papier zusammenknüllen und in die Ecke werden. dieses leinölgetränkte Knüllpapier könnte sich dann selbstentzünden.

Gruß Elmar
 
Thema: Lack aufpolieren

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