Intrac-Umbau zum Mobilkran

Diskutiere Intrac-Umbau zum Mobilkran im Forum INTRAC im Bereich Deutz / Deutz-Fahr Schlepper - hallo Deutz-Gemeinde, Intrac-Fans jetzt hab ich den 2003A doch gekauft. War nicht billig, aber so ist es halt, wenn man unbedingt etwas haben...
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hallo Deutz-Gemeinde, Intrac-Fans

jetzt hab ich den 2003A doch gekauft. War nicht billig, aber so ist es halt, wenn man unbedingt etwas haben will, dann zahlt man halt auch.

So, jetzt zu meinem Vorhaben mit diesem armen Traktor:

Umbau vom Kran von meinem UTB TIH auf den Intrac
Einbau Load-Sensing-Hydraulik für den Kran
Einbau einer Rückfahreinrichtung
dadurch auch eine Hydrostatische Lenkung
Hydraulischer Fahrantrieb bei Sitz rückwärts

Bevor ihr jetzt mit dem Kopf schüttelt und mir den selbigen runter reisst, meine Gründe dafür:

Der TIH ist nicht ganz einfach zu fahren auf der Strasse, Kran vor dem Gesicht, am Berg in den 1. Gang zurückschalten ist ein Abenteuer, meist kommst du zum stehen, die Handbremse ist eine Zumutung etc und vor allem: es ist kein Deutz!!
Meine Buben sollten die Karre auch fahren können, aber die Fahrpraxis ist halt nicht mehr so da, ich bin noch auf einer Landwirtschaft gross geworden mit Traktoren, die auch nicht immer so toll gebremst etc haben. Die Erfahrung fehlt dem Nachwuchs. Deshalb war ich schon eine Zeitlang auf der Suche nach einem Basisfahrzeug, das besser zu fahren ist. Beim Intrac ist dann der Kran auf der Strasse hinten. Die Sicherheitsaspekte haben den Ausschlag auch bei meiner Frau gegeben. Ich hab mich mit meinen 2 Nachwuchsmitarbeitern unterhalten, ob wir das riskieren sollen: Die Antwort war: "Endlich wieder ein Projekt!" Also dann voran!

Brauchen tun wir die Maschine zur Bestückung von unsrem Sägewerk, Mist laden und mit dem Arbeitskorb zur Streuobstpflege und was man halt sonst noch so tut mit einem Kran, die Landjugend beim Maibaumstellen unterstützen, mit dem Arbeitskorb machen wir dann die Handwerkstafeln fest usw.

Der Zustand ist äusserlich einigermassen, der Schwabe sagt: ´s duets scho
Die 1. Ernüchterung kam, als ich den Kraftheber abgebaut habe: Der Endantrieb ist Sch..., ist bei der Probefahrt nicht zu hören gewesen. Jetzt mach ich mich auf die Suche nach Zwischenwelle und Endantriebsrad für das TW50.4 .

Im Moment bin ich am Erstellen von einer CAD-Zeichnung für den Aufbau und so weiter. Den Sommer durch brauchen wir den TIH noch, es werden alle vorbereiteten Massnahmen getroffen, Teile gefertigt und die Grund-Maschine hergerichtet. Über den Winter wollen wir dann den Kran umbauen, damit wir im Frühling dann wieder Startklar sind.

Wenn seuch interessiert, werde ich in regelmässigen Abständen darüber berichten.

So, jetzt ist´s raus, hab mich fast nicht getraut, über diesen Blödsinn zu schreiben.

Wünsch euch allen noch einen schönen Sonntag
 
Kai6.05

Kai6.05

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Moin,

das klingt nach einem interessanten Projekt. Und allemal besser als wenn der Intrac in einer Scheune oder sogar draussen in einem Brennnesselhaufen vergammelt.
Wie willst du das mit dem Hydraulischen Antrieb realisieren? Gibt es da fertige Systeme oder kannst du sowas sogar selbst zusammenstellen?

MfG Kai
 
Oberschwoab

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hallo Kai

es gibt dafür nix fertiges. Ich will das über das grosse Endantriebsrad machen. Den Kraftheber brauche ich nicht mehr. Dann kommt auf die Fläche oben ein Lagergehäuse mit einem Antriebsrad, das sich einschieben lässt. Ich bin froh, dass das Getriebe einen gerade verzahnten Endantrieb hat, damit geht es einfacher. Somit dreht der hydraulische Antrieb auf der Strasse nicht mit, das wär mir zu kritisch. Angetrieben wird das Ganze dann über die Axialkolbenpumpe, die ich eh für den Kran brauche und über einen Radantriebsmotor von einer Baumaschine. Somit kann dann mit einer ausreichenden Zugkraft ca 0-4km/h gefahren werden, was für Rangierfahrten bei der Kranarbeit vollkommen ausreichend ist.
Zumindest mal in Theorie:)
Ich bin bei einem Forstmaschinenhersteller beschäftigt und für die Hydraulik zuständig. Somit fliesst eh mehr Öl als Blut in den Adern.

Diese Arbeiten werden im Sommer durch angefangen, ich halte euch auf dem Laufenden.
 
Oberschwoab

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ob es da dem orangenen schon bewusst ist, dass er bald vom grünen gefressen wird?:D IMG_4688.JPG
 
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F3L912er

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Hallo Wolfgang,
das ist mal ein Projekt! bin sehr gespannt darauf. Verwendest du eine Axialkolbenpumpe mit Schwenkscheibe für ein closed Center Load Sensing Hydrauliksystem, oder eine Konstantpumpe für Open Center Load Sensing?
Gruß
Gerhard
 
Oberschwoab

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hallo Gerhard
Ich verwende die closed-center-LS Hydraulik, die ich schon in den TIH eingebaut habe. Es ist eine Rexroth A10VO45DFR Pumpe. Antreiben werde ich sie mit der Zapfwelle vor dem Reduziergetriebe, also mit Motordrehzahl. Steuerblock ist ebenfalls ein Rexroth M4-12. Auch die kmpl. Elektronik zur Steuerung vom Steuerblock wird wieder vom TIH umgebaut.
 
Kramer Daniel

Kramer Daniel

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Moin

Hut ab wenn du das durchziehst, da gehört schon einiges dazu.
Versorg uns bitte mit Bildern.
Hoch interessantes Projekt =O:thumbup:

Mal ganz blöd gefragt, warum wird es eigentlich kein richtiger Forstkran/Rückekran von Oehler/Dorntec und wie sie alle heißen auf dem Intrac. Die Sicht dürfte um einiges besser sein, der TIH bleibt erhalten und könnte nach dem Umbau des Intrac verkauft werden.
Technisch gesehen ist dein Intrac Umbau wohl um Welten besser als das Technisch Interessante Hubmobil mit 445 Fehlern:D
Zum Rangieren gibt es nichts besseres als einen Hydraulischen Antrieb.

Gruß Daniel der sehr gespannt auf die Umsetzung ist.
 
Oberschwoab

Oberschwoab

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Guten Morgen Daniel, äh mittlerweile ist es doch Mittag, musste den Bericht abbrechen, weil der Chef in´s Büro geschlappt ist ;)

das ist eben so, dass nach dem Umbau der TIH keinerlei Hydraulik mehr hat, da ich, egal welchen Kran ich auf den Intrac baue, die Axialkolbenpumpe und die Steuerblöcke mit um baue. Ich hatte damals beim TIH die kmpl. Hydraulik ausgebaut, es waren 3 Zahnradpumpen in unbekanntem Zustand im ganzen Fahrzeug herum verbaut, beide Steuerblöcke incl. Lenkung undicht, dazu die 6-hebel-Klaviersteuerung, mit der ich nicht fahren kann. Darum habe ich Kahlschlag gemacht, eine Axialkolbenpumpe, Load-Sensing Steuerblock mit Danfoss-Joysticks sowie ein Lenkorbitrol eingebaut. Das muss jetzt alles mit. Dadurch spielt es keine Rolle, ob ich auch noch den Kran mit umbaue. Der ist eigentlich nicht schlecht, der hatte damals statt dem Steckausleger einen hydr.Teleskop-Ausschub bekommen.
Du siehst also, es bleibt eh keine fahrbereite Maschine übrig. Ich versuche dann, Motor, Getriebe etc so zu verkaufen.

Gruß Wolfgang, der mindestens so gespannt ist, wie du
 
Oberschwoab

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hallo zusammen

jetzt hab ich eine schlechte und eine gute Botschaft.
zuerst die schlechte: die Zwischenwelle hat Karies und das Endantriebsrad sieht auch nicht so gut aus. War bei der Probefahrt absolut nicht zu hören, tja, ein Griff in´s Klo.
Die gute Nachricht: ich hab ein Werkstatthandbuch fürs Getriebe gekauft, ist ein Nachdruck, aber mit sehr guter Bildqualität. Ist mir einfach lieber, als ständig auf dem Laptop hin und her zu fummeln. Am Wochenende werde ich eine Ausdrückvorrichtung für die Zwischenwelle bauen und das Zeug herausnehmen. Die Suche nach Ersatz hab ich schon begonnen.
IMG_5092.JPG
Noch bin ich frohen Mutes.

Bis dann und eine gute Zeit euch
 
Oberschwoab

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hallo zusammen

hab jetzt den Endantrieb ausgebaut, mit dem Abzieher, (ist auch gleichzeitig das Einstellwerkzeug 292140) ist das gut gegangen. Das einzige Problem war, dass ich das halbe Rohr, das im WHB als Gegenhalter für das Tellerrad beschrieben ist, nicht rein gebracht habe. Ich konnte die Welle nicht weit genug Richtung Allrad drücken, das Tellerrad ist an einer Gussnase angestanden. Zu guter Letzt hab ich die Hälfte nochmal durchgeschnitten und beide Viertel gingen dann rein. Kabelbinder haben die beiden Teile gesichert. Dann wars kein Problem mehr. Jetzt frag ich mal rum, ob ich die Teile auftreiben kann.
IMG_5152.JPGIMG_5160.JPG
 

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hallo alle miteinander

mittlerweile hab ich alle Teile beisammen, das Getriebe ist fast wieder beieinander. Bilder kommen, wenn´s ganz ist. Allerdings findet die Reparatur unter dem Nussbaum statt, ich fürchte, dass sieht nicht sehr professionell aus.;(
Für die Intrac-Besitzer:
Die Kugelführungsbüchsen im Schaltdeckel der Gruppenschaltung hatten keine Kugeln mehr und ich konnt die nicht mehr auftreiben.
Ich hab bei Igus Kunststoffbuchsen "Iglidur J" in der Abmessung 20x26x32 bestellt. Die kosten fast nichts, sind phänomenal und passen perfekt. Ich hab die schon mehrmals eingesetzt, super Sache.
Igus-Büchse.JPG
Dichtringe waren problemlos zu bekommen.

Nebenher haben wir mit den Teilen für den Fahrantrieb angefangen, da sind wir auch ziemlich weit. Meine 2 Jungs sind wirklich motiviert bis in die Haarspitzen, einer zerspant und der andere schweisst. Ich komm fast nicht hinterher, die Arbeit zu planen.:thumbup:
Die Bilder kommen auch bald. Hab jetzt Urlaub, da sollte schon was gehen.
Bis dahin bleibt gesund.
 
Oberschwoab

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hallo Deutzler

so, das Getriebe ist soweit wieder beieinander. Die Einstellscheiben haben natürlich nicht mehr gepasst (neue Zwischenwelle, neue Lager).
Mit den Scheiben aus dem Schlachtgetriebe hab ich jeweils Übermaß-Kombinationen gefunden.
Zum Spannen auf der Drehbank haben wir auf einem Stück Rundmaterial einen Bund angedreht und die Scheibe mit 4 Schweisspunkten angeheftet. So war die Bearbeitung auf das jeweilige Maß kein Problem.
Hier noch Bilder:
IMG_5532.JPGIMG_5535.JPGIMG_5536.JPG

Aktuell werden grad die letzten Komponenten für den Fahrantrieb gefertigt. Wenn das komplett ist, kommen weitere Infos.
In Kleinanzeigen hab ich grad ein sau günstiges hydraulisches Fahrpedal erstanden. Glück gehabt.
Bis demnächst
 
Oberschwoab

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So, liebe Deutz-Enthusiasten

jetzt möchte ich den mechanischen Teil vom hydr. Fahrantrieb vorstellen.

Über ein zusätzliches Rad, das in den Endantrieb eingreift, soll das hydraulische Fahren stattfinden.
IMG_5537.JPG
Damit der Zusatzantrieb auf der Strasse nicht mitläuft, wird er mechanisch ausgerückt.
So sieht die Komplette Lagerung von unten aus:
Eingerückt:
Zusammenbau_3.JPG
ausgerückt:
Zusammenbau_4.JPG

So, und nun der Weg dahin:

Zuerst die Ritzelwelle mit Verzahnungswelle (von Dauner Antriebtechnik), bearbeitet von einem Profi wegen der Passung für das Ritzel, Kegelrollenlager, Distanzhülse, Ritzel mit Passfeder (nicht zu sehen)
Ritzelwelle_1.JPG

und nun montiert: (Ritzel warm aufgezogen)
Ritzelwelle_2.JPG

Das verschiebbare Rohr mit Lagerung:
Das Rohr haben wir komplett selbst bearbeitet, innen wie aussen.
Lagergehäuse_1.JPG
Lagergehäuse_3.JPG

zum verschweissen:
Lagergehäuse_4.JPG
Lagergehäuse_5.JPG

Einstechen der Nuten (mit dem Abstechstahl) für die Führungsbänder, verwendet haben wir Meterware von einem Kolbenführungsband für Hydraulikzylinder als Führung für die Verschiebung.
lagergehäuse_6.JPG

Lagergehäuse_7.JPG

Als Aussenrohr ein Hydraulikzylinderrohr Innen DM 120mm, zu Test mal drüber geschoben--passts?
Lagergehäuse_8.JPG
ja, perfekt^^

dann noch den Ausschnitt fürs Endantriebsrad rein schneiden
Lagergehäuse_9.JPG

und montieren, schon komplett zusammen gesteckt, ich konnt´s nicht erwarten:D
Lagergehäuse_11.JPG

im nächsten Beitrag dann die Fertigung vom Aussengehäuse.
 
Oberschwoab

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Fortsetzung
Aussenrohr: (Hydraulikzylinderrohr Dm 120x10)

hier schon mit aufgeschweisstem Enddeckel mit Durchführung der Betätigungsstange.
Aussenrohr_1.JPG

irgendwie hab ich das fotografieren vergessen. Nut für O-Ring und Seegerring sowie der Ausschnitt für das Endantriebsrad sind schon drin.

Als nächstes habe ich das Rohr auf dem Getriebe ausgerichtet und fixiert zum heften der Halter. Sieht halt schon ein wenig Vogelwild aus. ;)
Aussenrohr_5.JPG
Aussenrohr_6.JPG

auf eine Platte geheftet nach dem Schweissen zum abkühlen.
Aussenrohr_8.JPG

und hier die Flächen schon überfräst, auch um den Korrekten Achsabstand zum Getriebe zu erreichen.
Aussenrohr_9.JPG

Zusammengebaut sieht das so aus:
Zusammenbau_3.JPG

es fehlt noch der verschlussring mit O,Ring aussen, Wellendichtring und Seegerring:
verschlussring_1.JPG
Zusammenbau_6.JPG

und mit verschiebbarem Flansch für die Gelenkwelle:
Zusammenbau_8.JPG

Hier die Zwischenplatte aufs Getriebe:
Zusammenbau_1.JPG

und die Lagerung mal drauf gesetzt:
Zusammenbau_9.JPG

An die Gelenkwelle wird dann der Antriebmotor angeschlossen.

Es kommen dann noch diverse Sicherungseinrichtungen, damit das Zeug nicht aus versehen bei voller Fahrt einrückt, daran möchte ich nicht denken. Aber dazu später, die sind noch nicht realisiert.

So, jetzt mal Pause, mal sehen, ob ich die Anpassung am Ölmotor noch heute einstelle.

Auf alle Fälle euch alles Gute
 
F

F3L912er

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Hallo Wolfgang,
tolles Projekt, sehr spannend! Gut dass der Endantrieb geradverzahnt ist.
Weiter viel Erfolg.
Gruß
Gerhard
 
HerryM

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Auf der einen Seite, frag ich mich, warum man sich so etwas „antut“

Auf der anderen Seite: Hut ab

Schick weiterhin Bilder 👍😎
 
Deutz45nullfuenf

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Weil man es kann...;)
Ich ziehe auch meinen Hut wenn man von der Idee bis zur Umsetzung und Benutzung eines solchen Unikats alles selbst macht.
 
Oberschwoab

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hallo Deutz-Gemeinde, wir haben noch nicht aufgegeben^^, ich versuche, die Berichte themenmässig zu schreiben, aber es geschieht grad einiges gleichzeitig. Es ist also nicht chronologisch.
Zur Anmerkung von HenryM, warum man sich das antut: Der Grund dafür steht im 1. Beitrag, die Sicherheit auf der Strasse geht vor, der Intrac hat auch Allrad und es ist halt ein Deutz! Dass wir etwas verrückt sind, ist im Dorf schon bekannt, da wundert sich jetzt keiner.
Zuerst beschreibe ich die Anpassung des Fahrmotors. Es ist ein Poclain-Radmotor mit 1248cm³ Schluckvolumen. den hab ich sehr zufällig total günstig kaufen können von einer Baumaschinenfirma, die das geplante Projekt nicht verwirklicht hatten und den ungebraucht zu ca 10% vom Neupreis verkauft haben. 3 liegen noch dort, wenn jemand den Antrieb nachbauen will, bekommt er die Adresse;)
Die Welle musste am Flansch nachgearbeitet werden für die Gelenkwelle, das geht halt nur nach ausbauen. Hier sind die Radialkolbenmotoren recht simpel aufgebaut. das grösste Problem war der Sicherungsring, der die Lager zusammen hält. Mein lieber Mann, waren die vorgespannt, muss auch ein Rad tragen können. da ist die Presse von meinem Spezl schon ans Limit gekommen.
hier ein Bild vom Oberteil mit dem Rotor, in dem die Kolben sitzen
Poclain_6.JPG
Die Welle habe ich mit einem Abzieher ausgedrückt. Die beiden Adapter hatte ich mal angefertigt, um am F1M414 das Schwungrad runter zu ziehen. Man darf halt nix wegwerfen.
Poclain_1.JPG
Die Abdichtung der Welle ist so klug konstruiert, dass sie den Ausbau der Welle überlebt.
Poclain Welle_0.JPG
zuerst mal das grobe mit dem Plasma weggeschnitten
Poclain Welle_2.JPG
Ab damit auf die Drehbank, das Lager in eine Plastiktüte verpackt.
Poclain Welle_4.JPG
die fertige Flanschfläche für die Gelenkwelle
Poclain Welle_5.JPG
Nun fehlen noch die Gewinde für die Gelenkwelle. da wir keinen Teilapparat haben, haben wir die Welle als Muster genommen und abgekörnt. Da ich nicht gerade dran gekommen bin, musste eine Lösung her. Zuerst eine 12.9-Schraube vorne spitz gedreht und einen kräftigen Flachstahl angeschweisst.
Ankörnwerkzeug_1.JPGAnkörnwerkzeug_4.JPG
hier der probeweise Einbau in den Rahmen:
IMG_5964.JPGIMG_5968.JPG

im nächsten Beitrag kommt dann die mechanische Schaltung vom Antrieb dran. Den Rahmen möchte ich dann auch noch vorstellen, ist fast fertig. Demnächst ist dann auch die Lackierung vom Hinterteil dran.

Vielleicht habe ich heut noch Lust dazu. Ansonsten eine gute Restwoche
 
Oberschwoab

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ich mach doch noch etwas weiter.

Da ich für die Bedienung des Krans eine Rückfahreinrichtung mit Drehsitz benötige, ist die Allradschaltung im Weg, die Haxen brauchen den Platz beim Sitzdrehen. Zapfwellenschaltung wird nicht mehr benötigt, deshalb habe ich die Hebelei nach rechts an den Platz der ausgebauten Steuergeräte gesetzt. Allrad halt über eine Hebelwelle auf die rechte Seite versetzt. Die ehemalige Schaltung der Zapfwellengeschwindigleit ist ummutiert zur Einrückung vom Fahrantrieb.
Eine schwere Geburt war das Gestänge zum hinteren Gaspedal. Da hab ich fast einen Vogel gekriegt, bis da alle Biegungen so waren, dass es nirgends angestanden ist und der Hebelweg gepasst hat. Da hab ich doch einige Wörter mit mehr Kraft gebraucht.?(
Gasgestänge.JPG
Die Kabine sieht noch nicht so toll aus, das gibt auch noch Arbeit, aber der Reihe nach.IMG_5951.JPG
der linke Hebel für den Allrad, rechts für das Fahren.

hier die Umlenkung am hinteren Kabinenträger
IMG_5911.JPGIMG_5903.JPG
das Material für Hebel und Gestänge hab ich aus übrigen Intrac-Teilen sowie aus dem Schlachtgetriebe passend gemacht.
IMG_5915.JPG

auf den kommenden Bildern ist die Einrückung der Ritzelwelle zu sehen. Der Winkelhebel besteht aus 2 Teilen: Der eigentliche Winkelhebel hängt am Gestänge und besitzt einen Keil, mit dem er zuerst die Sperrklinke aushebt und erst dann über einen Anschlag den Betätigungshebel mitnimmt und das Ritzel einspurt. Dadurch möchte ich maximale Sicherheit gegen unbeabsichtigtes Einrücken durch Verlust eines Bolzens etc erreichen. Der Hebel in der Kabine wird so gesichert, dass er nur nach dem öffnen einer Sperre bewusst geschaltet werden kann.
IMG_5944.JPGIMG_5941.JPGIMG_5947.JPG

In die Mutter, die am Ende des Rundstahls an der Sperrklinke sitz, wird die Feder eines Bremslichtschalters eingehängt, der in Reihe mit den Anlassperrschalter eine Warnlampe schaltet. Die Lampe leuchtet also, wenn das Ritzel eingerückt ist und die Gruppenschaltung gleichzeitig geschaltet ist. Vielleicht klingt das Ganze sehr nach Paranoia, aber da sollte nix schief gehen.

Jetzt ist Feierabend, als nächstes sollen die Laschen für die Stützen und deren Zylinder angeschweisst werden, aber die warten im Geschäft noch, bis sie gebohrt werden. Mit dem 30er Material war unser Plasma-Schneider total an der Grenze, aber es hat geklappt.

ich grüsse euch alle, bleibet gsund
 
Oberschwoab

Oberschwoab

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Guten Morgen euch allen

hier mal ein paar Bilder vom Bau des Rahmens. Wir haben Rechteckrohr 120*80*8 verwendet. Der Rahmen nimmt das Schwenkwerk, die Abstützung sowie das Zugmaul auf. Abgestützt wird er vorne auf dem Träger vom bisherigen Hilfsrahmen, auf den Achstrichtern, an den Gewinden der Lochschienen vom Zugmaul und an den Befestigungen der Spannketten am Achstrichter.
Am Kabinenträger, das Riffelblech nimmt dann das Fahrpedal sowie das hintere Gaspedal auf:

IMG_5627.JPG

auf den Achstrichtern unter Verwendung der Gewinde der Kotflügel sowie die Verbolzung mit der Spannkettenhalterung:

IMG_5962.JPG

Vom Stützblech hinten am Getriebe habe ich tatsächlich kein Foto, deshalb ein Screenshot der Zeichnung:
Stützblech Getriebe.png
Hier die Fertigung:
IMG_5636.JPG

es wurde sichergestellt, dass während der Arbeit nicht zu viel Bier getrunken wurde:D
IMG_5752.JPG
hier werden die Laschen der Stützen angeschweisst, vorgespannt gegen Verzug. das hat tatsächlich sehr gut geklappt.
IMG_6120.JPG

und hier zur Probe mal die Kotflügel montiert und die Hinterräder auf die nötige Spurweite eingestellt

IMG_6122.JPGIMG_6123.JPG

Mittlerweile ist Farbe dran.
IMG_6159.JPG

Im Moment wird grad die Schwenkwerksplatte zu gerichtet, die haben wir aus dem Rahmen vom TIH rausgebrannt. Der war furchtbar verschachtelt aufgebaut. Da wurde wohl immer wieder eine weitere Verstärkung eingeschweisst, trotz allem doch an vielen Stellen gerissen. Der hatte wohl in seiner ursprünglichen Anwendung kein schönes Leben. Das war ein Horror, hier in alle Ecken zu kommen mit dem Schneidbrenner.

hier noch ein paar Impressionen von der Demontage vom TIH:
IMG_6281.JPGIMG_6286.JPGIMG_6289.JPGIMG_6292.JPGIMG_6304.JPG
Ich wünsch euch allen einen friedlichen 1. Advent. Bei uns hat es jetzt so 30cm Schnee und Frost. Leider ist grad die Sonne im Hochnebel verschwunden. Das hält aber sicher nicht bis Weihnachten, schade.

Wolfgang
 
Thema: Intrac-Umbau zum Mobilkran
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