Einfüllschraube ESP sitzt fest

    • Einfüllschraube ESP sitzt fest

      Hallo,

      ich habe die Tage mal den Kraftstoff aus dem ESP-Gehäuse abgelassen und wollt dann Öl auffüllen. Die Einfüllschraube sitzt aber komplett fest. Kriechöl und Wärme haben bisher nichts ausgerichtet. Ist die Schraube noch irgendwie gesichert? Ich will da ungern was abreißen oder rund drehen.
    • Moin!

      Also soweit ich das weiß, ist das Reglergehäuse aus Aluguss.
      Da wäre ich mit dem Aufschweißen einer andern Schraube vorsichtig, da ich denke, dass der Aluguss nicht soviel Hitze aushält wie die (Stahl)Schrauben.

      Ich hab übrigends rundgedrehte Inbusschrauben schon oft durch einschlagen von (guten)TORX Einsätzen für die Ratsche in leichter Übergröße lösen können.
      Ein Versuch ist´s allemal wert, wenn die Schraube sowieso schon vermurkst ist.
      D6006 Bj. 1974 :love:
      Wer braucht schon 6 Zylinder?
    • Morgen.

      Ja nun, die sitzen gerne mal fest.
      Vorher einen nicht zu festen Schlag darauf wirkt Wunder.
      Und dann mit gutem Werkzeug lösen.

      Wenn das Profil nun Rund ist, besser eine Mutter Aufschweißen.
      Die darf dann aber auch ruhig größer sein als M 10. M20 oder noch größer.
      Die Schraube muss dann eh neu.

      Gruß Friedhelm
    • Hallo,

      nach Martin seinem Text handelt es sich eine Werkstoffpaarung von Aluminium und Stahl.
      Es kann davon ausgegangen werden, dass das Gewinde gefressen hat und beschädigt ist.
      Dieses ist im Regelfall schon ein Montagefehler.

      Um einen größeren Schaden zu verhindern, halte ich es für sinnvoll die Schraube auszubohren.
      So, dass nur eine Hülse vom Gewinde stehen bleibt. Der Rest kann dann leicht entfernt werden.

      Ob das Gewinde noch zu retten ist, kann dann erst festgestellt werden.

      PM


      P.S. Werden Stahlschrauben in Aluminiumgehäuse eingedreht, sind diese mit Silikonpaste
      einzustreichen.

      Werden Schrauben im Wärmebereich (z.B. Auspuff) eingesetzt, sind diese mit Graphit einzustreichen.

      Damit wird verhindert, dass die Gewinde fressen und zerstört werden.
    • Hallo Pm.

      Nein, nicht bohren.

      Die sind immer fest.
      Wenn die leicht zu lösen sind, dann würde ich mich wundern.

      Wundert mich pm, du hast die jedesmal ausgebohrt und ne neue mit Silikonpaste wieder eingesetzt?

      Oder hast du diese Arbeiten womöglich noch gar nicht ausgeführt und wolltest uns nur etwas zur Materialkunde sagen?

      Gruß Friedhelm
    • Hallo Friedhelm,

      hier handelt es sich nicht um Materialkunde, sondern um Fertigungstechnik.

      Eine Schraubenverbindung gehört zum Bereich lösbare Verbindungen.
      Dieses bedeutet, dass solch eine Verbindung mit Werkzeug wieder gelöst
      werden kann, ohne das Gewinde zu beschädigen.

      PM

      P.S. Wer alte Schrauben anzieht, ist nicht immer ein Modeschöpfer.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von passer montanus ()

    • Hallo nochmal.

      Wie auch immer.

      Wenn da überhaupt mit nem Bohrer bei gegangen wird, dann nur scharf links angeschliffen und mit einem Bohrer der 5mm kleiner als der Bund ist. Niedrige Drehzahl und viel Druck.
      Dann hofft man, das er anfängt zu klemmen.
      Allerdings hat man dann nur einen Versuch.

      Ganz schlecht!

      Schweißt man hingegen eine Mutter auf, hat man viele Versuche.

      Gruß Friedhelm
    • Hi @ all,

      also bohren wäre der Supergau.
      Gerade an der ESP späne zu erzeugen, würde mir im Traum nicht einfallen... :S
      Wenn dann müsste der Deckel mit der Verschlusschraube ab und auf der Werkbank bearbeitet werden.

      Der Verschlussstopfen an der ESP mit Innensechskant Sw10 verträgt schon zwei drei kurze Schweißpunkte um eine Mutter dranzubraten.
      Da würde ich mir weniger Sorgen machen als beim Bohren.

      Großartig "behandeln" wie Passer das schreibt, tu ich den Stopfen nicht am Intrac.
      Ist sowieso 1-2 mal pro Jahr dass der geöffnet wird und dann ist auch immer Öl im Spiel.
      Also in dieser Konstellation "frisst" der Stopfen glaube ich nicht.
      Wenn dieser jedoch ewig nicht geöffnet wird kann gut sein, dass diese Materialpaarung anfällig wird/ Probleme macht.

      Wobei Passer natürlich schon Recht hat, wenn man um die schlechte Lösbarkeit weiß, sollte das Gewinde angesehen und evtl mit entsprechenden Mitteln eingestrichen werden.


      So was soll Horst nun tun?

      Ich würde mein Erfi Turbo Mig 800 anwerfen und eine Mutter dranschweißen.
      2-3 kurze Schweißstellen, Mutter mit Sw 13/ 17 je nach Platz.
      Dann gleich den Ringschlüssel ansetzen und mit nem Hämmerchen gegen den Schlüssel klopfen.

      Ich glaub dann gehts auch auf.

      Wer sich das nicht traut, könnte auch versuchen im Innensechskant etwas "beizulegen".
      Ich hab schon ein paar mal nen alten flachen Schlitzschraubendrehen "mitreingezwängt" und so manchen Sechskant-Schraubenkopf fixiert, bzw Muttern gelöst.
      Evtl geht das hier auch?

      Lass hören was Du erreicht hast.

      Grüße

      Joe
      Kommentar meiner Frau zum Intrac:
      Schaff mir bloß des hässliche Ding aus den Augen!
      Des is doch ka Bulldog, der is irgendwie verkehrt...!

      Update 11/ 2015: meine Frau steigt ohne Vomacur nicht mehr in den Intrac...
    • Hallo Frank,

      bisher wurden nur praktische Beispiele beschrieben, so dass ein auseinanderdriften
      nicht zu erkennen ist.

      Bei einem Filtergehäuse meines Treckers ließ sich eine Verschlussschraube mit
      herkömmlichen Mitteln nicht lösen und wurde ausgebohrt. Anschließend
      habe ich das Gewinde mit einem Recoil-Einsatz repariert.

      Die Kernlochbohrung (Recoil) hatte zur Dichtungsfläche einen Winkelversatz welches
      eine Leckage verursachte. Dieses wurde dann mit einem Tuschiervorgang der
      Dichtungsfläche beseitigt.

      Gruß PM
      Bilder
      • Kraftstoff Filtergehäuse.JPG

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    • Hallo, aber in der Praxis sieht es doch so aus, das zuerst einmal der einfachste Weg gesucht wird ( Mutter anheften).
      Im Hobbybereich mag das vielleicht anders aussehen, aber wenn ein Kunde in die Werkstatt kommt und möchte die Schraube gelöst haben,probiere ich erst mal diese Methode aus, bevor ich stundenlang den Reglerdeckel ausbaue,versuche den gescheit zu spannen das winkelig gebohrt werden kann.
      Dazu kommt noch die penible Reinigung der Regelmechanik.
      Neue Dichtungen sind fällig .....
      Dann ist evtl noch ein Frontlader angebaut wer da schon mal einen Regler abgebaut hat weiß wovon ich rede ;)
      Das ganze natürlich zum werkstatttarif.
      Rechtfertigt zumindest einen Versuch.

      Rechne Doch mal bitte alle Kosten für die Instandsetzung deines Filtergehäuses zusammen ( Zeit für Recherche/ Fahrten, Werkzeug und Material.

      Gruß Frank
      Mit DEUTZ und FAHR durchs ganze Jahr.
    • Hallo Frank,

      Du hast das Bedürfnis jede Situation in eine Notoperation stilisieren.
      Natürlich ist in der Reparatur und Wartung von Anlagen häufig eine Improvisation nötig.
      Wobei eine sachgerechte Reparatur im Endeffekt den Vorrang hat.
      In meiner 45 jährigen Berufstätigkeit musste ich häufig improvisieren, wobei
      es dann auch schon mal auf Minuten ankam.
      Als Maschinenbaumeister bin ich auch mit der Kostenrechnung vertraut.

      Gruß PM


      P.S. Der Beitragseinsteller hat keine Notsituation zu erkennen gegeben.