Kauf Deutz F2L514 unrestauriert

    • F2L 514/6

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    • Hallo Ralf,

      danke für die schnelle Info.
      Hatte gedacht die Hydraulik wäre die gleiche geblieben.
      Aber ich nehme deine Maße mal als Anhaltspunkt und nehme die alten Riemen einfach mal als Muster mit.
      Dachte nur falls sich da über die Jahre mal was gelängt, abgetragen hat oder ähnliches, so habe ich nun wenigstens Bezugswerte.

      Wie gesagt, vielen Dank.
      Gruß aus dem Sauerland.

      Mark
    • Bremsbacken hinten

      Hi Bremsenbeleger und Hinterachsschrauber,

      ich steh auf der Leitung ... wie geht dass denn nun wieder zusammen?

      Also ich habe 2 lange und 2 kurze Belege. Laut Teileliste kommt der kurze Belag ans Einstellrad. Das bedeutet einmal oben und einmal unten?
      Oder kommt der kurze immer nach oben?
      Leider habe ich nur eine Seite photographiert, und da ist der kurze oben. Kann jemand helfen? Hab nirgends einen Hinweis gefunden ... ?( ?( ?(

      Warum gibt es überhaupt einen kurzen und einen langen Belag?
      Mit einem öligen Händedruck

      Ralf
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      LANZ D1616 und Deutz F2L514
    • Hallo Bruno,
      danke für die Mühe und die Bilder. Leider beantwortet es meine Frage nicht: Wo sind die kurzen Belege verbaut?
      Bei mir habe ich Bilder von links mit dem kurzen Belag oben. Bei Storki habe ich Bilder gefunden wo rechts der kurze oben ist. ?( ?( ?(

      Also kommt der kurze Belag immer nach oben? Bei Dir ist er unten ??
      Mit einem öligen Händedruck

      Ralf
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    • Hinterradbremsen

      Ob das so stimmt?

      Die Bremse ist unsymetrisch. Die beiden Backenfedern sind gleichlang. Die untere Feder hat einen viel kürzeren Weg als die obere. Da kommt man erst beim Zusammenbau drauf wenn man die untere per Hand und Zange einhängen kann, die obere aber nicht. Dafür musste ich mir mit Draht und einer Latte ein provisorisches Werkzeug bauen (Der Draht ist ein harter Draht den die Weinbauern hier im Weinberg benutzen).

      Diese Unsymetrie hat folgenden Effekt: Der untere Belag wird als erstes angepresst wenn ich nur leicht bremse. Brauche ich mehr Bremskraft und trete fester drauf kommt der obere dazu.
      Nun habe ich den kurzen Belag unten verbaut. Die etwas größere Beanspruchung hat aber der untere weil der immer zum Einsatz kommt. Also sollte doch eher der lange Belag unten sein?

      Egal, ich werde es jetzt nicht ändern, weil es eine arge Fummelei mit den Federn ist, und weil es ja nur ein Hobbytraktor wird. Sollte der untere Belag tatsächlich schneller verschleißen, was soll's da kommt man leicht dran.

      Der restliche Zusammenbau und das Einstellen ging problemlos (wie im Forum beschrieben). Ich habe 7 Zacken zurückgedreht, dann läuft die Trommel ganz frei und die Bremswirkung kommt nach ca. 3cm Padalweg.
      Muß ich später mal bei einer Probefahrt ausprobieren, aber rein gefühlsmäßig kommt die Bremse giftig, soll ja auch nach Überholung so sein.

      Mit einem öligen Händedruck

      Ralf
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    • Lenkfinger Timkenlager

      Oh je, Oh je, ein kleiner Tick und ich hatte 32 Einzelteile!
      Wie geht das denn wieder zusammen ... ?(





      Also, bei der Probefahrt ging meine Lenkung zwar, lief aber irgendwie mahlend. Zwar war reichlich Öl drin, aber auch Fett und viel Dreck (Abrieb)
      Die beiden Lagerhälften am Finger waren zu sehr angezogen und die Nase lies sich nur mit dem 19er Schlüssel drehen.
      Ich wollte die Schraube lösen und somit leichtes Laufen ermöglichen. Doch nach dem Lösen rührte ich nichts. Also weiter aufgeschraubt, leicht geklopft und damit vollständig zerlegt :S
      Da alle Teile optisch noch gut aussehen, wollte ich es wieder zusammensetzen, was mir aber gestern nicht gelang.

      Heute habe ich dann erst mal die beiden Lagerhälften gangbar gemacht, so dass sie leicht ineinanderrutschen (1000er Schmiergel)
      Dann die Rollen mit Fett in Position geklebt -- man braucht wirklich ruhige Hände dafür. Und schon beim ersten Versuch war wieder alles zusammen.
      Das Fett ist jetzt ausgewaschen und wird durch Getriebeöl ersetzt, dann wird vorsichtig eingestellt und die Mutter gesichert.
      Manchmal schraube und zerlege ich zu schnell (und mach mir unnötige Arbeit).
      Mit einem öligen Händedruck

      Ralf
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    • Vor grob einen Jahr schrieb ich: Nach Karneval und Grippe geht's weiter. Ich hoffe das wird nicht zur Gewohnheit, aber auch dieses Jahr hat mich die Erkältung erwischt.

      Das Mahlen in der Lenkung kommt von dem Lager direkt unter dem Lenkrad. Das war absolut trocken und voll Staub. Leider konnte ich es nicht ausbauen, der Haltering davor mag sich nicht lösen. Doch nach mehrmaligen Waschen mit WD40 und Bremsenreiniger und gut eingefettet ist es viel besser. Ich denke es kann so bleiben.
      Schön beim Zerlegen, dass die Kugeln am Schneckenlager in Position bleiben. Hatte schon ein Auffangwanne drunter gestellt damit es mir nicht so geht wie beim Timkenlager.
      Jetzt ist Reinigen, Auswaschen und neu abdichten angesagt, der neue Wedi liegt auch hier schon.

      Mit einem öligen Händedruck

      Ralf
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    • Das Zerlegen ging problemlos. Zwar hatte ich 2 Schrauben durch längere ersetzt, damit mir nichts ins Gesicht springt. Aber die Bedenken waren unnötig, die 9 Schrauben sind lang genug um die Federn erst zu entlasten und dann gehen die letzten Gänge raus.





      Der Reibbelag hat 5mm wenn er neu ist, zumindest konnte ich es am Rand so messen. Mein Belag ist noch 3,8mm dick und bis zu den Nieten habe ich noch 1,6mm. Außerdem ist die Mechanik etwas eingelaufen. Trotzdem habe ich alles gereinigt und dann wieder eingebaut.
      Das Zentrieren der Scheibe ging eigentlich ganz einfach: Die Auflage im Schwungrad ist 1,5 mm kleiner als der Belag. So blieb da ein Rand stehen. Durch diesen Rand konnte ich über die 4 Aussparungen die Scheibe mit den Fingern und leicht angezogenen Schrauben so hindrücken das er sich passend auf das Schwungrad setzt. Sofern mein "Fingergefühl" richtig war sollte die Scheibe so sitzen wie vorher. Hoffe ich!
      Mit einem öligen Händedruck

      Ralf
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    • 4 Baustellen

      1. Kupplung: Irgendwie waren die Schrauben weich beim Anziehen ... zuerst dachte ich die Federringe wären die Ursache, aber tatsächlich längen sich die Schrauben.
      Ob da jetzt ich oder mein Vorgänger zu kräftig waren, keine Idee. Aber ich brauche 9 neue Schrauben mit ordentlicher Härte. Drin sind 8G ... ?



      2. Lenkgetriebe
      Es ist dicht, aber wenn ich schnell drehe kommt nach mehreren Stunden in der Mitte Öl raus. Ich hab es wahrscheinlich überfüllt. Rein sollen 0,5l. Doch dann steht das obere Lager nicht im Öl.
      Da das innere Rohr doch ein ganzes Stück über das Getriebe geht, gab's halt einen Schluck mehr. Doch beim schnellen Drehen wird es irgendwie hochgedrückt. Jetzt nehme ich wieder etwas raus und probiere weiter. Gut geschmiert soll es laufen -- doch keine Sauerei veranstalten.


      3. Die Drehzahlregelung (Gaspedal) war am Motoreingang heftig ausgeschlagen, der Bolzen hat ab Werk 14mm, war aber stellenweise auf 12,5mm runter. Die Bohrung war oval und hatte innen 15,5mm, außen 14,5mm. Naja, wie schon gesagt, jahrelang nicht geschmiert. Jetzt ist die Bohrung auf 15mm aufgebohrt worden, die neue Buchse hat 14,5mm und wird eingeklebt mit Flüssigmetal. Der "Gasbolzen" hat 11mm und läuft satt in der neuen Buchse. Danke an meinen Kumpel für die Hilfe!





      4. Mein Tank hatte ein kleines Loch, ca. 1mm. Das hatte die Haubenecke eingescheuert, weil die Auflage verloren gegangen war. Auch das habe ich mit Flüssigmetal repariert. Dann geschliffen, gefillert und zuletzt mit 1000 nass feingeschliffen. Jetzt wartet er, zusammen mit dem Armaturenbrett und der Abdeckung dazu, auf mildere Temperaturen zum Lackieren.
      Mit Flüssigmetal habe ich schon öfters Tanks repariert. Wenn die Stelle metallisch blank und absolut fettfrei ist, hält es nach dem Härten gut dem Diesel stand.



      So ist halt immer was zu tun :thumbup:
      Mit einem öligen Händedruck

      Ralf
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    • Hallo Ralf
      Ich habe Deinen Beitrag gelesen. Ich bin begeistert. Ich bewundere deine Arbeit am Schlepper genau so wie die Arbeit die der Beitrag gemacht hat. Ich hätte dafür nicht die Ausdauer, abgesehen von den Fähigkeiten und der Ausstattung. Große Klasse.
      Ich habe eine Frage, Du schreibst von dem Timkenlager im Lenkgetriebe.
      Ich habe im Internet gesucht aber nur Timken als Hersteller von Lagern gefunden. Bei dem Lager auf deinen Fotos sind Walzen mit Kupferkern zu sehen. Verstehe ich das richtig, das das Lager in einem Konus bzw. Kegel liegt und als Verschleisstelle das Lenkgetriebe schützen soll und daher nachstellbar ist? Bitte berichtigt mich wenn ich falsch bin.
      Viele Grüße und Danke im Voraus
      Thomas
    • Hallo Thomas,
      vielen Dank. Aber da fragst Du sicher nicht den Richtigen -- ich habe mein Leben lang EKG Geräte entwickelt, mir Analysen dazu ausgedacht etc. Landmaschinentechnik war nicht dabei, sondern immer nur Hobby.
      Aber 12er Schrauben sind so schön übersichtlich wenn's die Augen nicht mehr so tun .. 8o 8o 8o

      Mal ernsthaft: Timkenlager habe ich es genannt, weil es so in der Teileliste steht. Gesehen hatte ich so ein Lager, also ohne Ring, Käfig, Halter, Führung noch nicht. Da laufen die Walzen dicht an dicht und werden nur vorne durch den Rand am Rausfallen gehindert. Funktioniert aber gut.
      Walzen mit Kupferkern sind es sicher nicht, das Fett war nur arg alt und man konnte das "Rot" entfernen. Mir hat es geholfen die Walzen wieder richtig einzusetzen, danach habe ich es gewaschen bis alles blank war.
      Das Lager ist auch nicht die Verschleißstelle, sondern soll den Verschleiß an der Nase verhindern. Ja, es ist nachstellbar (wie ein Radlager)
      Ich habe einen fast unerschütterlichen Glauben an die Entwickler von Deutz. Die haben sich dabei was gedacht. Manchmal erschließt es sich einem nicht, z. B. bei den Bremsen. Doch die Tage habe ich zufällig bei der Öffnung einer Bremstrommel zugeschaut, tatsächlich sind die kurzen Beläge unten (siehe weiter vorne)
      Doch dieses Lager macht Sinn. Ich habe auch schon Lenkgetriebe geöffnet, die ohne Lager leben mußten und da war nach 60 Jahren nicht an "Weiterverwenden" zu denken. Die Nase war hin.

      Der Grüne ist gut durchdacht! :thumbup: :thumbup:
      Mit einem öligen Händedruck

      Ralf
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      LANZ D1616 und Deutz F2L514
    • Hallo Ralf
      Vielen Dank für die Antwort. Die Sache mit den Augen, hat mich dann wohl gerade auch erwischt. Ich habe Wunder was gedacht, was das für ein Lager ist und was Deutz sich da gedacht hat. Für mich ist das alles Neuland, ich versuche solche Dinge zu verstehen. Hier im Forum zu lesen ist sehr interressant nur setzen hier die Schrauberprofis für mich oft zu hoch an. In meiner Ausbildung Heizung und Sanitär, ist von Lagern usw. nicht die Rede. Auf dem Bau, werden Spaltmaße auch nicht gemessen, sondern verschweißt :) .
      Ich wünsche Dir viel Freude mit dem Deutz.
      Grüße
      Thomas
    • Tja, leider gibt es Dinge die wichtiger sind als mein Deutz ... behauptet zumindest der Rest der Familie ... aber nun geht's weiter.

      Zusammenfahren: Ich hatte eine Waschtischbefestigung da liegen, die ich als einen Führungsdorn missbraucht habe. Dann sorgfältig Kran und Hubwagen ausgerichtet so dass ich oben, unten, rechts und links den gleichen Abstand hatte, und den Vielzahn der in die Kupplung muss, via Zapfwelle etwas gedreht. Klar ging's nicht beim ersten Versuch, doch nach 5 Minuten war er zusammen, ganz sanft rutschte alles an seinen Platz.
      Dann habe ich die Teile mit der Schraubzwinge zusammengehalten und die Kupplung betätigt, spätestens jetzt sollte alles wieder richtig am Platz sein.
      Das Schwungrad mit dem Montiereisen durch das Fenster durchgedreht, läuft alles leicht ohne Geräusche. Also zusammengeschraubt. Danach endlich den Palettenaufbau und den Kran abgebaut. Jetzt kann ich wieder alle Teile erreichen.

      Anpassungen:
      An der Stelle wo der Diesel aus dem Filter kommt treffen sich 3 Leitungen und ein Hebel. Deshalb erst mal alles provisorisch zusammengebaut.
      Da meine alten Leitungen zwar noch dicht, aber teilweise an einigen Stellen tief in den Gummi eingescheuert waren, gab es einen Satz neue Leitungen. Auch habe ich den Dieselfilter zerlegt und gereinigt (Patrone rückwärts durchgespült)
      Bis auf die Leitung, die vom Tank kommt und viel zu lang ist, passen allen neuen Leitungen gut.

      Leitungen:
      Die Rückleitung von den Düsen ist montiert, ebenso die Verbindung Filter - EP. Die Rücklaufleitung zum Tank ist auch ok, wartet aber auf die Tanklackierung. Und die Manumeterleitung auf das Armaturenbrett. Die Zuleitung für den Filter habe ich auf die andere Seite verlegt, so hat der Luftdeckel mehr Patz, doch jetzt muß ich die Tankleitung ändern.





      Zwar schneit's gerade bei uns, was selbst im Winter ungewöhnlich für Rheinhessen ist, aber ich hoffe auf wärmeres Wetter zum Lackieren nächste Woche.
      Mit einem öligen Händedruck

      Ralf
      _______________________
      LANZ D1616 und Deutz F2L514
    • d25s1155-00-122 schrieb:


      Ich habe eine Frage, Du schreibst von dem Timkenlager im Lenkgetriebe.
      Ich habe im Internet gesucht aber nur Timken als Hersteller von Lagern gefunden. Bei dem Lager auf deinen Fotos sind Walzen mit Kupferkern zu sehen. Verstehe ich das richtig, das das Lager in einem Konus bzw. Kegel liegt und als Verschleisstelle das Lenkgetriebe schützen soll und daher nachstellbar ist? Bitte berichtigt mich wenn ich falsch bin.
      moin Thomas,

      Timken ist ein Lagerhersteller wie SKF oder INA.

      Die oben abgebildete Lagerbauart nennt sich Kegelrollenlager. Der "Kupferkern" ist ein Messingteil und heißt "Wälzkörperkäfig" oder "Rollenkäfig", bei einem Kugellager würde man vom Kugelkäfig sprechen. Als Verschleißstelle kann man das nicht bezeichnen. Bei wachsendem Spiel in der Baugruppe lassen sich Kegelrollenlager jedoch nachstellen, das ist richtig. Sie sind an sehr vielen Stellen zu finden, in der Regel bei hohen achsialen Lasten auf das Lager, so z.B. auch an den Radnaben der Vorderachse.
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      Schöne Grüße aus der Nachbarschaft,
      GTfan