F1L514/51 permanennte Getriebegeräusche

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • F1L514/51 permanennte Getriebegeräusche

      Hallo zusammmen.

      Seit kurzer Zeit macht mein Getriebe durchgehende Schleifgeräusche.
      Ich hatte es komplett restauriert und neu gelagert, und es lief die ersten Stunden ohne irgendein Geräusch. Absolut leise.
      Ich habe damals eine gebrauchte Kegellradwelle eingebaut. Bei mir war ein Zahn gebrochen. Kegelrad und Tellerrad ist ober noch original zusammengeblieben. Es ist ein F1L514 /51 Baujahr 1955 ( 5Gang )

      Nun hab ich Geräusche beim vorwärts und rückwärtsfahren.
      Zapfwelle und Mähwerk und Riemenscheibe sind ausgeschlossen. Es ist nur beim fahren.
      Das Geräusch hört sich an ,als wenn ich unter Vollast fahre, und das Getriebe richtig Druck kriegt. Es ist permanennt da und gleichmäßig. Auch in jedem einzelnem Gang. Es macht kein Unterschied, welcher Gang oder welche Geschwindigkeit oder unter Last (Anhänger)

      Bin am Wochenende jetzt noch 55 km zum Treffen gefahren mit kleinem WW und die Geräusche bleiben gleich.
      Es ist auch nicht irgendwo eine warme (heiße) Stelle gewesen,die mir Sorgen machen könnte, Bremsen, Bremsband etc. Ich kann den Trecker auch ohne Probleme über den Rasen schieben. Es läuft nicht schwer oder so

      Vielleicht könnt Ihr mir ja einen kleinen Rat geben oder wisst vielleicht was es sein könnte.

      Ich muß nun noch eine Woche auswärts, und habe dann Urlaub. Wollte dann das Getriebeöl runter lassen und nach Schleifspuren im ÖL schauen.
      Vielleicht auch noch die Zapfwelle rausziehen um reinzuschauen. Und den Trecker aufbocken und die Räder mal von Hand drehen.

      Erzählt mir doch Bitte auch von Euren Knubbel´s, ob die auch Geräusche machen

      MFG
      Reimund
      (Antworten kann ich erst wieder in 7 Tagen)
      :) Immer NEUE Homepagebilder von meinem Deutz F1L514/51 unter www.knubbeldeutz.de
    • RE: F1L514/51 permanennte Getriebegeräusche

      Hallo Reimund,

      wie wurde das Flankenspiel der Kegelverzahnung eingestellt?

      Grüßle
      Obrschwob
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Hallo. Ich habe es so gemacht
      1 die alten papierdichtungen ausgemessen
      2 die seitlichen Deckel habe ich 2mm abgefräst. An der Fläche die gegen das Kugellager drückt.
      3 habe mir Ausgleichsscheiben besorgt, die den selben Durchmesser haben wie die Kugellager.
      4 habe passende Ausgleichsscheiben zwischen Kugellager und seitendeckel gelegt,um mein normmaß wieder zu erhalten.
      5 die seitendeckel dann mit flüssigdichtung zusammengedrückt. Habe allerdings für die flüssigdichtung kein zusätzliches Maß berücksichtigt, da es ja fast auf null zusammengedrückt wird

      Es sollte eigentlich alles so wie vorher sein,nur etwas anderes aufgebaut
      Habe aber so auch nicht mit tuschierpaste kontrollieren können.

      Ich habe diese Methode gewählt,weil die papierdichtungen kaputt gegangen sind,und ich keine anderen bekommen habe

      Habe hoffentlich alles einigermaßen verständlich erklärt.
      Oder sollte man nochmal versuchen das Kegelrad ein zentel weiter wegsehen?
      Mfg reimund
      (vom Handy)
      :) Immer NEUE Homepagebilder von meinem Deutz F1L514/51 unter www.knubbeldeutz.de
    • Hallo Reimund,

      das kann man so machen, aber das Flankenspiel dürfte nicht stimmen. Hier ist Tuschierpaste grundsätzlich zu empfehlen. Was mich auch wundert - sofern ich es richtig verstanden habe - wurde die Kegelverzahnung mit 2 verschiedenen Zahnrädern gemacht, also das alte Tellerrad und das "neue" Kegelrad. Das ist nicht besonders gut, denn die muss man immer paarweise tauschen. Es kann also daher sein, dass die Geräusche genau auf diese nicht ganz auf einander eingespielte Paarung zurückzuführen sind.

      Genaugenommen wäre ein Öffnen des Getriebes mit Einstellung per Tuschierpaste und anschließender Nachstellung auf geringste Lärmentwicklung - so steht's im Handbuch - der richtige Weg, um es dauerhaft und v.a. flankenschonend zu korrigieren. Zu enges Spiel belastet auch die Lager. Udo hier im Forum hat das schön erklärt mit Bildern:

      D25.1-N Bj. 1960 Restaurierung

      Grüßle
      Obrschwob
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Hallo Obrschwob
      Erstmal danke für Deine Anteilnahme.

      Das Kegelrad und Tellerrad sind original geblieben. Ich mußte nur die Welle erneuern, die das Differenzial antreibt.

      Sehe mich wohl leider und widerwillig doch gezwungen das schöne Stück wieder auseinander zu reißen

      Du hast aber geschrieben, einstellen nach lärmentwicklung. wäre aber nur möglich mit der Sicht auf die tuschierpaste? oder auch durch einfaches ausprobieren und tauschen der zwischenringe nach Gehör?

      Hast Du denn noch eine Idee, warum ich die erste Zeit ohne Geräusche gefahren bin? Auch beim Zusammenbau damals, gab es im trockenem Einbau und testzustand keinerlei schleifgeräusche.

      Wenn ich in ein paar tagen wieder nach hause komme,würde ich jetzt wohl erstmal den Deckel am bremsrad ein kleinen schlag lösen, um zu sehen ob dann der ev. Druck weniger wird.
      Sollte sich das Geräusch ändern, muß es doch wohl auf.
      dein link wird mir dabei wohl sehr helfen.

      Mfg reimund
      (vom Handy)
      :) Immer NEUE Homepagebilder von meinem Deutz F1L514/51 unter www.knubbeldeutz.de
    • Hallo Reimund,

      nun es kann schon an der Einstellung liegen. Genaues wird sich erst zeigen, wenn man mal reinschaut. Mit viel Glück schleift die Zwischenwelle, die das Differential antreibt, sprich das große Stirnrad. Ein defekte Lager kann es aber auch sein, was ich eher nicht erwarten würde.

      Bock ihn mal hinten auf und höre, von wo der Schleifton kommt. Vielleicht lässt sich das ohne laufenden Motor besser lokalisieren. Es sollten etvl. 2 Personen dazu die Hinterräder gleichzeitig (vorwärts/rückwärts) drehen bzw. alle Variationen mal durchspielen (gegeneinader, einzeln..) Irgendwann hört man was.

      Grüßle
      Obrschwob
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Original von Obrschwob
      Hallo Reimund,

      ...und höre, von wo der Schleifton kommt... ...Irgendwann hört man was...

      Grüßle
      Obrschwob


      ...und zwar genau dann, wenn man zB einen Hammerstiel oä als Hörgerät nimmt.
      Damit kannst du fast Punktgenau ein Schleifgeräusch lokalisieren.
      Das würde ich versuchen, bevor ich etwas auf Verdacht zerlege...

      Gruß Jörg.
      F2 L 612 / 6N, Bj. 56
      Unimog 406, Bj. 76
      Honda CB 125 K5, Bj. 72


      Oldtimerfreunde Kirchdorf a.H.
    • Hallo zusammen,
      Wollte nochmal berichten, wie der Stand der Dinge ist.

      Habe mit meinem Nachbar (IHC - Mc Cormick ) eine kleine Probefahrt gemacht. Er meinte das machen seine Schlepper auch . Unter Last ist das Kegel-tellerrad bei mir auch zu hören !.
      Ich hatte die Handbremse fasst 3/4 angeschlagen, und man konnte diese Schleifgeräusche herraushören. Bei der normalen Fahrt, meinte er nichts zu hören , außer die Lose zwischen den Zahnrädern im gleichmäßigem Gang, was aber normal wäre.
      Sein Schlußwort: Alles normale Geräusche, aber da es Dir ja eh keine Ruhe lässt, mach das Getriebe wieder auf. Sonst schläfst Du eh nie ruhig.

      Haben dann auch noch auf der Straße im 1 Gang die Stangentechnik ausprobiert. Es ist nichts wirklich auffälliges zu hören.
      (Aber der Wahnsinn wenn man es an die Zylinderrippen hält, hört man jede einzelne Feder zappeln etc....)

      So gesagt getan. Schlepper in die Werkstatt und hinten aufgebockt. Räder gedreht in allen variationen und nichts ungewöhnliches dabei gehört.

      Dann vom der hinteren Getriebehälfte das Getriebeöl abgelassen und durch ein Microsieb laufen lassen. Nicht wirklich etwas zu erkennen. Keine wirklichen Rückstände und auch kein metallisches schimmern im Öl.

      Zapfwelle hinten raus und reingeleuchtet. Mit einer kleinen mini Rohrkamera (10m länge mit USB-Anschluß von ebay) bis ans Kegelrad und Tellerrad gekommen. Durch das noch glänzende Getriebeöl war schwer etwas zu erkennen, kann aber genau sagen, das es jetzt keine Bruchkanten oder fehlende Zähne gibt. Die Nahtstellen sahen eigendlich ganz gut aus.

      Neue Idee :Ist aber nicht zum weiter empfehlen
      Getriebe von innen mit Luft ausgeblasen .
      Über einen Schlauch und mit dem Kamera-Auge versucht die Tuschierpaste aufs Tellerad aufzutragen .Riesen-Geschmiere und leichter Erfolg.
      Dann die Räder ein paar mal gedreht und zum Schluß unter Handbremskraft noch 2 Umdrehungen draufgesetzt.
      Nur glänzt die Tuschierpaste wohl mit dem Gertriebeölrückständen so dolle, das nur noch zu erahnen ist wo die genaue Passung zwichen dem Kegel und Tellerrad entsteht.
      Scheiß Idee und ein wahnsinniges Geschmiere!!!!!!!!!!!

      Fazit: Ich bin nichts schlauer geworden. Habe jetzt vielleicht 100 km mit dem restauriertem Getriebe zurückgelegt, und kann im inneren nichts schlechtes finden.
      Werde morgen wieder alles zurückbauen, um das Getriebe wierder sauber zu spülen (von der ganzen Tuschierpaste)

      Dann würde ich gerne nochmal Eure Meinung dazu hören.

      Ich weiß jetzt nicht was das Richtige wäre.

      Ach ja : Ein anderer erzählte mir noch das Damals ein Kegel und Tellerrad immer zusammen geschliffen worden ist, mit der selben Maschine und Fräser( Bei der Herstellung) und das es Makierungen gibt , wie das Kegelrad zum Tellerad stehen muß. Richtiger Zahn auf passendem gegen-Zahn.
      Habe bei meinem Zusammenbau damals nicht auf solche Makierungen geachtet.
      Gibt es soetwas und könnte es dann ev. auch daran liegen ??

      Genug erzählt,freue mich auf Antworten, die mir hoffentlich in meiner Entscheidung weiter helfen.

      MFG Reimund
      :) Immer NEUE Homepagebilder von meinem Deutz F1L514/51 unter www.knubbeldeutz.de