Ein seltener 514er

    • unbek. (514)

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    • Servus Andreas,

      keiner hat was von einfach gesagt. :D

      Ich bin auch gespannt, was mich bei dem guten Stück noch so erwartet. Der Deutz hat mit Sicherheit noch die ein oder andere Überraschung auf Lager, würde mich wundern, wenn es mit ein paar Kleinigkeiten (ESP-Abdichten, Motoröl und Getriebespülung/neues Öl) erledigt wäre. Was ich bisher gesehen habe, ist der Krümmer direkt vor dem Flansch vom Schalldämpfer bzw. dem aktuellen Rohr nach oben schon mal geschweißt worden und wieder gerissen. Aber das verbuche ich mal noch unter "Kleinigkeiten".
      Die Kolben vom Bagger sehen auf den ersten Blick jedenfalls noch gut aus. Was die Verbindungselemente und Schläuche anbelangt, kann ich noch nicht beurteilen, hatte ich mir bis jetzt nicht im Detail angesehen.
      Wie es um Motor, Kupplung und Getriebe steht, kann ich bisher überhaupt nicht beurteilen, nur dass die Komponenten soweit trocken sind.

      Dokumente haben wir letztes Jahr beim Ausraümen vom Haus des Opas jedenfalls nicht gefunden. Waren nur vom F2L612, DX110 (mittlerweile verkauft) und noch paar andere alte Dinger rum gelegen. Entweder hat der Nachbar noch welche oder tatsächlich neu beschaffen.

      Grüße

      Andreas
    • Hallo Andreas,

      wenn dich nichts treibt, kannst du dir ja zeit lassen und Stück für Stück erst mal die technische Seit in schuss bringen bzw. erstmal in augenschein nehmen. Bissel rum baggern und gucken, wie er läuft und wo vielleicht noch Undichtigkeiten entstehen. So lange er nicht weiter vor sich hin gammeln kann, ist das schon ein super Schritt in die richtige Richtung.

      Ging mir bei meinem D30S so. Ich habe erstmal nur, ohne groß ihn zu nutzen, abgedichtet und einige Dinge erneuert. Nach den ersten Betriebsstunden zeigen sich nun noch weitere undichtigkeiten und muss einige sachen ein 2. mal angehen.

      Viel Glück und vorallem viel Spaß mit dem Schlepper. Ich hoffe noch mehr Bilder und Berichte hier zu lesen, wie es mit ihm weiter geht.

      Martin
    • Servus Martin,

      so sieht es aus. Das gute Stück läuft mir nicht davon und wenn der aktuelle Zustand konserviert wird, rostet er auch nicht (all zu schnell) weg.

      Und mein Plan sah genauso aus, wie du es sagtest. Überblick verschaffen, technisch in Schuss bringen und dann über die Optik Gedanken machen. Auf der anderen Seite wäre es natürlich passend, wenn man ihn (teil-)zerlegt hat, auch gleich zu lackieren. Aber bei dem Schritt bin ich ja bei weitem nicht.

      Ich berichte dann vom Wochenende, wie es mit dem Nachbarn lief.

      Grüße

      Andreas

      Edit: Wie es weiter geht, werde ich auf jeden Fall berichten. Und sollte es zu einer Restaurierung durch meine Hand kommen, so versuche ich es ordentlich mit Bildern zu dokumentieren.
    • Schlepper läuft noch und der Nachbar lädt damit nach wie vor seinen Mist auf. Das steht natürlich einer etwaigen Restaurierung im Weg, abgesehen davon muss der Besitzanspruch noch geklärt werden. Wenn einer der aktuell noch drei Besitzern das Gerät noch braucht, ist ein zerrupfen natürlich nicht möglich. Mal sehen, ob wir das Teil wenigstens für die Zeit der Nichtnutzung untergestellt bekommen.

      Grüße

      Andreas
    • Wie gesagt, ich spreche da nochmal mit dem Nachbarn, der den Mist lädt. Der dritte Besitzer ist dieses Jahr verstorben und ich vermute, dass seine Witwe sowie deren Kinder nicht mal wissen, dass der Schlepper zu einem Drittel noch in deren Besitz ist. Werde sie mal darauf ansprechen, aber ich denke die haben da wenig bis überhaupt kein Interesse dran.

      Wegen dem Mist laden: Leider klappt es aufgrund der Mistgrube nicht, diesen mit dem vorhandenen Radlader zu entsorgen. Aber das kläre ich nochmal im Detail.

      Wenn der Schlepper die nächsten paar Jahre noch ab und an fürs Mist laden benutzt wird, dann ist das eben so. Aktuell habe ich eh überhaupt keine Zeit für so ein Projekt. Aber bis dahin sollte er wenigstens für die Zeit der Nichtbenutzung trocken stehen, damit sich der Zustand nicht weiter verschlechtert.

      Mal eine Frage am Rande: Wie könnte man so ein Teil preislich einordnen? Anhand des Alteisenwertes? Also irgendwas um die 4000 - 4500 kg Alteisen? Weil ganz ohne (finanziellen) Aufwand bekommt man das Teil auch nicht wieder hübsch. Hübsche F4L514 stehen zwar für 20. bis 25.000 € im Netz, aber ich wage mal zu bezweifeln, dass das dann auch der Verkaufspreis ist. Geschweige denn, dass ich weiß, wie lange die auf einen neuen Besitzer warten.

      Grüße

      Andreas
    • Moin Andreas,

      die Preisfrage ist immer so eine Sache... Da gibt es das was sich der Verkäufer vorstellt (viell. 20.000) und was der Käufer in der Tasche hat (viell. 10.000). Dementsprechend wird gehandelt und verhandelt. Einen gewissen Maßstab können Preislisten geben, wenn ich heute Abend noch dazu komme und ich die beim Umzug mitgenommen habe, dann gucke ich da mal rein.

      Mir Persönlich wäre die Kombination etwa 8000€ wert, aufgrund des Zustandes, des zusätzlichen Baggers und gewissermaßen Seltenheitswert des F4L514.

      MfG Kai
    • Natürlich ist die Preisfrage nicht einfach zu beantworten. Gibt auch wenig bis keine vergleichbare Modelle.

      Den einzigen F4L514, den ich so auf die Schnelle finden konnte ist folgender für über 8000 aus Holland. Auch in restaurationsbedürftigem, aber doch besserem, Zustand: oldtimerplus.de/inserate/traktoren/deutz/71527

      Bei dem ist übrigens die ESP ähnlich/gleich verändert, wie bei dem von mir gezeigten.

      Und den Atlas 512 findet man in ebay Kleinanzeigen in jeglichem Zustand recht häufig für 500 - x000 €.

      Also ob das Gespann dann in Summe wirklich 8000 € wert ist finde ich etwas fraglich. Aber klar, wir reden über einen doch eher seltenen Schlepper, keine Frage. Jedoch ist an den Bildern auch klar ersichtlich, dass es mit ein paar Dosen Lack definitiv nicht getan ist. Alle Kotflügel müssen neu beschafft werden, die Reifen sind fertig, ESP muss überholt werden, evtl. auch der Motor, Flüssigkeiten tauschen. Da kommt sicherlich eine ganz gute vierstellige Summe zusammen. Hab letzt mal nach tauglichen Reifen geschaut... War mir klar, dass die nicht günstig sein werden, aber da ich mich nie damit beschäftigt habe, war ich dann doch etwas baff. :D

      Beste Grüße und danke für die rege Teilnahmen an dem Thread.

      Andreas
    • Heute lief der Deutz mal als ich zufällig vorbei gefahren bin.

      Leerlauf und Last klangen soweit sauber, letzteres dank fehlendem Schalldämpfer akustisch auch gut wahrnehmbar. Und die Besitzfrage ist auch geklärt: Als mal eine größere Rechnung kam, haben sich alle Besitzer von dem Schlepper getrennt. Somit ist er jetzt im Besitz von meinem Nachbarn.

      Besser für meine Freizeit und auch mein Konto. :D
      Wobei ich mir ein zweites Motorrad zum Umbauen angelacht habe, also irgendwie werde ich die dunklen Wintermonate schon verbringen. :D

      Sollte sich noch mal was am Stadium ändern, werde ich berichten.

      Und wer besitzt hier in der Würzburger Gegend gleich zwei Intrac 6.60 Turbo? Es standen doch glatt zwei beim örtlichen Deutz-Händler.