Hydraulikproblem nach Stillstand / Kälte beim Deutz 5006A

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    • Hallo Gerd,
      ich kann dir aus eigener Erfahrung berichten: ich habe mindestens schon 5 kreischende Pumpen repariert/ausgetauscht. Es war immer der Wellendichtring. Gerade bei Öl hoher Viskosität (zähflüssig) wird im Ansaugstrang ein hoher Unterdruck generiert. Das führt dazu, dass durch den Wellendichtung der Pumpe Luft eingesaugt wird. Vor Allem wenn der Dichtring eingelaufen/spröd oder verschlissen ist.

      Falls es jemand interessiert: es gibt hier ggf. sogar einen "Dieseleffekt". Das heißt der Luftsauerstoff reagiert mit dem Hydrauliköl und zündet. Das Öl wird durch die Verbrennungsrückstände schwarz wie Motorenöl.
      Das passiert aber eher bei warmem, dünnen Öl und entsprechend hohen Temperaturen und entsprechender Verdichtung.

      Gruß
      Gerhard
    • Hallo,

      der Hersteller wird seine Gründe haben wenn er in der Hydraulik ein Motorenöl verwendet.
      Ein HLP-Öl hat darin eigentlich nichts zu suchen.

      Wie hast Du den Ölstand denn geprüft?
      Frontlader und Hydraulik hinten unten oder oben?
      Man kann ruhig auch etwas mehr Öl einfüllen, da passiert nichts selbst wenn die Max. Markierung um 2 cm überschritten wird.
      Auf jeden Fall solltest Du falls noch nicht durchgeführt den Hydraulikölfilter erneuern und das Öl tauschen.
      Prüfen wie viel Druck die Pumpe noch bringt, z.B. hiermit:
      ebay.de/itm/Hydraulik-Prufansc…11a571:g:x9kAAOSwEppURpcR

      Geräusche an der Pumpe insbesondere in der kalten Jahreszeit sind nichts ungewöhnliches, die sollten aber innerhalb ein paar Sekunden nach und nach verschwinden.

      Gruß

      Ecoboost
    • Ecoboost schrieb:

      Hallo,

      der Hersteller wird seine Gründe haben wenn er in der Hydraulik ein Motorenöl verwendet.
      Ein HLP-Öl hat darin eigentlich nichts zu suchen.


      Gruß

      Ecoboost
      Genau, und diese Gründe müssen absolut nicht technischen Ursprungs gewesen sein, sondern wirtschaftlicher Art,
      z.B. das man mit möglichst wenigen verschiedenen Betriebsstoffen, den Schlepper betreiben wollte.

      Warum gibts überhaupt Hydrauliköle wie HLP32 od. HLP46 von sovielen anderen Schlepper- und Baumaschinenhersteller als Empfehlung und
      nur bei Deutz schrieben sie damals ins Handbuch, nimm 15W40.

      Alle Schlepperhersteller haben die gleichen Zahnradpumpen, die gleichen Steuergeräte und den gleichen technisch identischem Aufbau von Hubwerkskolben nebst gleicher Abdichtung zum Zylinder verbaut, doch nur bei Deutz soll das mit 15W40 Motorenöl das beste sein ?

      Motorenöl ist optimal für den Motor und Hydrauliköl ist optimal für die Hydraulikanlage abgestimmt. Selbst die heute erhältlichen UTTO Misch-Öle sind gegenüber den zweckgebunden Ölen nur ein Behelf.
      Güldner A4MS www.gueldner-forum.de
      Güldner G30
      Deutz D5006
      Deutz D7206A

      Schlüter SF3400 (S450)

    • Hallo nur Mal so nebenbei. HALO Öl ist nichts besonderes. Jedes Motorenöl übertrifft die Norm. Ein 46er ist nur wesentlich dünnflüssiger als ein 15W40. Auch ändert es seine Viskosität viel stärker bei Temperaturänderung als das Motoröl.

      Und das macht schon einen Unterschied ob man zb ein 68er oder ein 32er hlp in eine Maschine kippt.
      Mit freundlichen Grüßen
      Michael
    • Hallo zusammen,

      meine Meinung erstmal vorweg. Mechanische Probleme beseitigt man nicht durch den Umstieg auf Hydrauliköl wie HLP 32 oder 46.

      Das früher generell das gleiche Öl in der Hydraulik verwendet wurde, wie im Motor, wird wirtschaftliche Gründe gehabt haben. Die von Deutz zugekauften Hydraulikkomponenten kamen ja baugleich in anderen Schlepperfabrikaten zum Einsatz und dort liefen die mit HLP, da hat Hermann völlig recht.

      Das kaltes Motoröl zähflüssiger ist, als warmes, erklärt sich fast von selbst, nur ist damit ein interessanter Effekt verbunden. Hebt die Hydraulik im Sommer scheinbar fehlerfrei, kann sie bei Minusgraden streiken, denn durch das zähflüssigere Öl offenbart sich plötzlich der Verschleißgrad der Pumpe.

      Schaumiges Öl ist ein Zeichen von Luft im System, welche mehrere Ursachen haben kann, von einer Undichten Verschraubung, defekten Simmering an der Hydraulikpumpe bis zum Haarriss in einem Hydraulikrohr. Zu kreischenden Pumpen wurde hier im Forum schon einige Beiträge geschrieben, fast immer war das Problem gelöst, wenn die Pumpe ausgetauscht wurde.

      Bevor man aus Aktionismus das Öl tauscht, sollte man erstmal den Systemdruck der Hydraulikanlage messen. Das geht ja ganz fix über den Kipperanschluss mit einem Manometer, das man sich bei seinem Lama leihen kann. Der angezeigte Druck sollte bei Leerlauf und bei Vollgas weitestgehend konstant sein. Ist er das nicht, darf man sich mit der Hydraulikpumpe befassen.

      Gruß
      Jürgen
      -----------------------------------------------------------------------
      Opa, Oma freuts, auf dem Hof da fährt ein Deutz
      Wer Durchfall hat und trotzdem furzt, dem muss man nicht erzählen, was alles in die Hose gehen kann.
    • Hallo,

      güldner schrieb:

      Ecoboost schrieb:

      Hallo,

      der Hersteller wird seine Gründe haben wenn er in der Hydraulik ein Motorenöl verwendet.
      Ein HLP-Öl hat darin eigentlich nichts zu suchen.


      Gruß

      Ecoboost
      Genau, und diese Gründe müssen absolut nicht technischen Ursprungs gewesen sein, sondern wirtschaftlicher Art,z.B. das man mit möglichst wenigen verschiedenen Betriebsstoffen, den Schlepper betreiben wollte.

      Warum gibts überhaupt Hydrauliköle wie HLP32 od. HLP46 von sovielen anderen Schlepper- und Baumaschinenhersteller als Empfehlung und
      nur bei Deutz schrieben sie damals ins Handbuch, nimm 15W40.

      Alle Schlepperhersteller haben die gleichen Zahnradpumpen, die gleichen Steuergeräte und den gleichen technisch identischem Aufbau von Hubwerkskolben nebst gleicher Abdichtung zum Zylinder verbaut, doch nur bei Deutz soll das mit 15W40 Motorenöl das beste sein ?

      Motorenöl ist optimal für den Motor und Hydrauliköl ist optimal für die Hydraulikanlage abgestimmt. Selbst die heute erhältlichen UTTO Misch-Öle sind gegenüber den zweckgebunden Ölen nur ein Behelf.
      Hallo,

      wenn Du der Meinung bist dort Hydrauliköl auffüllen zu müssen dann mach es halt.
      Spätestens wenn der Dichtring der Hydraulikpumpe schadhaft ist wird dann das
      Hydrauliköl schön in den Motorölhaushalt gedrückt.
      Das kann eine Zeit lang gut gehen, muss es jedoch nicht unbedingt.

      Gruß

      Ecoboost
    • Hallo,
      Tractoren mit ein gemeinsamen Ölinhalt für Getriebe und Hydraulik, können
      nur ein Mehrbereichsöl (Motoröl) fahren.
      Wo beim D8006 bis D13006 der Ölinhalt von getrennt auf gemeinsam umgestellt wurde,
      hat Deutz die Vorschriften vereinheidlicht und für alle Tractoren Mehrbreichsöl vorgeschrieben.
      Viel Kunden hatten mehrere Traktoren, teilweise mit getrennten Ölinhalt, teilweise mit
      gemeinsamen Ölinhalt. Wenn ein Traktor mit Motoröl im Hydraulikanlage fährt, und der
      Andere mit Hydrauliköl, gibt es Problemen beim Austauch von Hydraulisch angetriebene
      Geräten und besonders beim Austauch von Kipper.
      Darum war es für den Kunde einfacher überal Mehrbereichsöl (Motoröl) im Hydraulikanlagen zu verwenden.
      Wir haben wo möglich, und besonders bei schwer belastete Hydraulik Anlagen, dort das
      Hydraulik HLP46 vorgeschrieben. Mit besten Erfahrungen.
      Mehrbereichsöle sind ein Kompromis, was man heute nicht mehr umgehen kann,
      Es gibt im einem Agregat zb Getriebe soviel Komponenten mit untreschiedliche Anförderungen
      am Öl. Ein Beispiel sind nasse Bremsen, sollen geschmiert werden müssen aber auch bremsen,
      oder Lamellen Sperdifferentiale im Vorderachsen, sollen bremsen aber nicht Rupfen.
      Wo möglich ist ein Motoröl im Motor, ein Hydrauliköl im Hydraulikanlage und ein Getiebeöl
      im Getriebe noch immer das Beste.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Karel Vermoesen,
    • Ecoboost schrieb:

      Hallo,

      wenn Du der Meinung bist dort Hydrauliköl auffüllen zu müssen dann mach es halt.
      Spätestens wenn der Dichtring der Hydraulikpumpe schadhaft ist wird dann das
      Hydrauliköl schön in den Motorölhaushalt gedrückt.
      Das kann eine Zeit lang gut gehen, muss es jedoch nicht unbedingt.

      Gruß

      Ecoboost
      Hallo,
      also beim besten Willen, aber so einen Unsinn habe ich noch nie gehört.
      Hat eine Hydraulikpumpe aus einem IHC oder einem Fendt einen anderen Wellendichtring wie eine Hydraulikpumpe aus einem Deutz?
      Das man da bei den Wellendichtringen unterscheidet, gibt es mit Sicherheit, aber im Landtechnikbereich wohl eher nicht.
      Ich halte das genau wie güldner.
      Die Verbauten Hydraulikkomponenten wurden in vielen Schlepperfabrikaten auch verbaut und mit Hydrauliköl betrieben.
      Und das ohne Probleme.
      Das man keine defekte Pumpe mit dem Wechsel des Öles überbrücken kann ist klar. Aber im Winterbetrieb ist es auch für eine neue Hydraulikpumpe deutlich einfacher ein Dünnflüssiges Hydrauliköl zu Pumpen als ein doch relativ zähflüssiges 15W40 Motorenöl.
    • RobinD4506-S schrieb:

      Ecoboost schrieb:

      Hallo,

      wenn Du der Meinung bist dort Hydrauliköl auffüllen zu müssen dann mach es halt.
      Spätestens wenn der Dichtring der Hydraulikpumpe schadhaft ist wird dann das
      Hydrauliköl schön in den Motorölhaushalt gedrückt.
      Das kann eine Zeit lang gut gehen, muss es jedoch nicht unbedingt.

      Gruß

      Ecoboost
      Hallo,also beim besten Willen, aber so einen Unsinn habe ich noch nie gehört.
      Hat eine Hydraulikpumpe aus einem IHC oder einem Fendt einen anderen Wellendichtring wie eine Hydraulikpumpe aus einem Deutz?
      Das man da bei den Wellendichtringen unterscheidet, gibt es mit Sicherheit, aber im Landtechnikbereich wohl eher nicht.
      Das hat doch mit Dichtring nichts zu tun. Die Hydraulikpumpe wird von Stirnradantrieb des Motors angetrieben und da die Pumpe direkt am Kurbelgehäuse angeflanscht ist wird das Hydrauliköl unter Umständen bei einem defekten Dichtring an der Pumpe dann mit dem Motoröl vermischt.
      Weis auch nicht wo das Problem jetzt liegt in der Hydraulik weiterhin mit 15w40 weiter zu fahren so wie es der Hersteller schon seit fast 4 Jahrzehnten vorgibt!? Es laufen zig Schlepper mit dem 15w40 Öl in der Hydraulik und das schon seit Jahren.
      Meinetwegen kippt ein 10w40 Öl rein, alles andere halte ich bei so einem alten Schlepper wo durchaus schon etwas Verschleiß an den Hydraulikkomponenten vorhanden ist für totalen Unfug und für alles andere als notwendig.
      Zudem beseitigt eine Umstellung auf Hydrauliköl mit Sicherheit nicht die Ursache für das Problem mit dem zeitweiligen trägen Ansprechverhalten der Hydraulik.
      Des weiteren begünstigt ein dünnflüssiges Öl das Nachregelverhalten der Hydraulik gerade bei sommerlichen Temperaturen.
      Ich gehe davon aus, dass die Hydraulikpumpe verschlissen und somit die Fördermenge insbesondere bei kalten Temperaturen unzureichend ist.
      Aufschluss darüber gibt letztendlich nur eine Druckprüfung des Hydrauliksystems und eine Messung der Fördermenge.

      Gruß

      Ecoboost

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ecoboost ()

    • Update...

      sorry daß ich mich die letzte Zeit nicht melden konnte....habe inzwischen das Hydrauliköl komplett gewechselt, HLP 46 drin, die Lenkung noch mal bei langsam laufendem Motor entlüftet.

      Bei den letzten Schneefällen hat Alles perfekt funktioniert, ganz am Anfang waren noch geringe Kavitationsgeräusche, die sind aber nach gut 5 min Betrieb auch verschwunden. auch nach 2 Tagen Stillstand, dann Betrieb bei ca - 2°C keine Probleme mehr. Ich bin eigentlich sehr froh, da mir momentan auch die Zeit fehlt für eine weitere intensive Fehlersuche.

      Habe auch noch mal auf Martins Hinweis hin die Rücklaufleitung untersucht, mit der gezopften Drahtbürste ganz balnk gemacht, da wäre sicher Metall weggeflogen, wenn es zu dünn oder marode gewesen wäre, dann mit der Lupe gesucht, aber keine Risse o.ä. gefunden. Ein Bekannter hatte noch die Idee, falls doch wieder Luft ins system käme, die fragliche Leitung einfach probeweise mit Silikon einzuschmieren, wenn dann keine Luft mehr angesagt wird, wäre die Undichtigkeit bewiesen.

      Na wie auch immer, ich bin sehr froh, daß im Moment alles problemlos funktioniert. Vielen Dank an Alle!!
      Bin ganz stolzer Neu- Besitzer eines Deutz 5006A BJ 1973 und momentan an allen Informatinen über die Maschine interessiert, Schaltpläne, Wartungspläne, Erfahrungen, welche Betriebsmittel für Motor, Getriebe, Hydraulik am Besten geeignet sind.... worauf ich besonders achten muß...kenne mich ein bischen mit PKW´s aus, aber der Schlepper ist absolutes Neuland...

      Dank schon mal für jeden guten Tipp!
    • Hallo Thomas!

      Mir ging es mit der Silikon- Idee nur darum, um herauszufinden, ob es an der Stelle eine Undichtigkeit gibt. Momentan sieht es eher nicht danach aus, das absolut blank geschliffene Rohr hätte ja zumindest nach einiger Zeit Stillstand ein wenig ölfeucht werden müssen, denn ich habe das Geäuse des Krafthebers randvoll mit dem (dünneren) HLP 46, der Ölstand liegt bestimmt 10-12 cm über dem fraglichen Rohr.

      Mit Klebeband wird das sicher ohne das ganze Rohr auszubauen nix, da komme ich nicht rundherum.

      Falls sich der doch eine Undichtigkeit zeigt, weiß ich ja, wo der Schweißbrenner anzusetzen ist....aber bis jetzt ist Alles staub- trocken und funktioniert....ich hoffe es bleibt so...werde berichten!

      Danke noch mal an Alle für die guten Hinweise!

      Gerd
      Bin ganz stolzer Neu- Besitzer eines Deutz 5006A BJ 1973 und momentan an allen Informatinen über die Maschine interessiert, Schaltpläne, Wartungspläne, Erfahrungen, welche Betriebsmittel für Motor, Getriebe, Hydraulik am Besten geeignet sind.... worauf ich besonders achten muß...kenne mich ein bischen mit PKW´s aus, aber der Schlepper ist absolutes Neuland...

      Dank schon mal für jeden guten Tipp!