Wasserballast

Diskutiere Wasserballast im Forum sonstige technische Teilgebiete im Bereich Allgemeine technische Fragen - Hallo ! Da ich meinen deutz des öfteren mit Fontladerarbeiten nutze hatte ich vor die Hinterreifen 16,9-14-30 mit wasser zu ballastieren...
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D6006

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Hallo !
Da ich meinen deutz des öfteren mit Fontladerarbeiten nutze hatte ich vor die Hinterreifen 16,9-14-30 mit wasser zu ballastieren, entsprechende mengen und gewichtstabellen gibts in jeder bedienungsanleitung,allerdings ist der frostschutz zusatz teuer.kann ich auch salzwasser verwenden?
Hat jemand Erfahrungen damit gemacht oder soll ich mir einfachheitshalber nen beton klotz in die hydraulik hängen 8)
gruß deutz 6006
 
Lars

Lars

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Mir scheint, eine altes Fass mit Beton gefüllt in die hintere Dreipunktaufnahme ist einfacher und auch wirksamer: Der Schwerpunkt verlagert sich weiter nach hinten als bei Rädern mit Ballast und das Fass kann schnell wieder abgenomen werden.

Gruß
Lars
 
Berndt

Berndt

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Hallo,
das mit dem Wasser würde ich nich machen. Erstens sind die Reifen fast gar nich mehr zu dirrigieren und du hast den Schwerpunkt (wie Lars bereits gesagt hat) nicht soweit hinten wie mit Gewichten.
Aber ich würde mir überlegen Hinterradgewichte reinzuhängen. Die sind nich ganz so schwer wie Wasser und sehen, wenn alles einigermaßen gut in Farbe ist, auch noch gut aus.
Für die Hydraulik würde ich mir keinen Beton-Klotz gießen, der ist unglaublich häßlich. Es macht sich hervorragend Koffergewichte von den moderneren schleppern (aus den 70ern) auf eine kurze Ackerschiene "aufzuziehen". Es sitzt alles schön fest, wiegt ordentlich was und sieht noch ganz gut aus.

Gruß Berndt
 
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D6006

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Da hast du wohl recht ein ballast im dreipunkt ist die einfache und schnelle variante,was aber den dreipunkt die achse und die radlager belastet da es vom schlepper getragen wird.
Beim wasserballast ist das nicht der fall da es nicht vom schlepper getragen werden muss und ich nach wie vor die dreipunkthydraulik zusätzlich nutzen kann.
Bei meiner bereifung komme ich auf ca 500kg mehr radgewicht welche den schlepper nicht schaden allerdings die zugkraft erhöhen ,für mehr standfestigkeit sorgen und nie im weg sind! 8)
gruß D6006
 
Lars

Lars

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Klar geht das mit dem Wasserballst, aber der Anbau von Gewichten ist viel einfach und erst recht der Abbau, lass mal das Wasser aus den Schläuchen und puste sie wieder auf, abgesehen von der Frostproblematik.

Gruß
Lars
 
Berndt

Berndt

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Ich habe mal ne andere Frage den Wasserballast betreffend: Wie stark werden die Reifen durch den Wasserballast beansprucht? Walken die Reifen stärker? gammeln sie eher? Wieviel würde es denn kosten die Reifen mit Wasser zu befüllen? Is doch bestimmt ne Menge!!
Außerdem kannst du Gewichte einfach mal eben so abbauen, wenn du einen Leichten Schlepper brauchst, was auch ziemlich oft er Fall ist!!!
Außerdem ist dir der Ballast immer dann im Weg, wenn du die reifen abbauen willst! Überleg dir mal du fährst panne und willst nen Reifen wechseln, da brauchst du schon 2 starke Männer um diese Dinger zu bewegen.
Ich würde Wasser wirklich nur dann nehmen, wenn es wirklich keine aber auch wirklich keine Alternative gibt.

Gruß Berndt
 
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D6006

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Da die reifen max. zu 2 drittel mit wasser gefüllt werden und danach mit dem vorherigen luftdruck befüllt werden,ändert sich an der walkarbeit des pneu nichts .
Gammeln kann am reifen selbst auch nichts ,das wasser wird nur in den schlauch gefüllt der empholene frstschutz (chlormagnesium)macht bei der bereifung 16,9-30 ca 180 euro aus !hab aber gelesen das mann dafür auch salz verwenden kann (wird in russland nur so gemacht)heute findet mann wasserfüllung noch oft bei forstschleppern,gelände radladern und auch bei gezogenen erntemaschienen.Mit dem entsprechenden füll und entleerventil ist auch eine reifenpanne keinproblem (dauert dann nur was länger)alles in allem ist das eine super sache ,vorallem da es den schlepper nicht zusätzlich belastet.auf bodendruck muss ich mit meinem schlepper nicht achten da er nicht als pflege schlepper verwendet wird
gruss D6006 8)
 
Lars

Lars

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Klar ist eien Reifenpanne kein Problem: da kommt dann Wasser und Luft aus dem Reifen, hilft das Loch zu finden :D

Gruß
Lars
 
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D6006

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Stimmt so hab ich das noch nicht bedacht :))
 
rainer

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kann man nicht auch alten kühlerfrostschutz verwenden
aus der entsorgung von kfz-betrieben z.bsp. denen erspart es die entsorgung und man selbst kommt günstig dran.

wäre das nicht ne alternative?
 
Lasca34

Lasca34

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Ich habe bei zwei Schleppern die Hinterreifen mit Wasser gefüllt (bzw., natürlich, mit Frostschutzlösung). In der Tat: Die Gewichtserhöhung ist enorm, der Ballast stört nicht (insbesondere ist auch die Verwendung von Zwillingsrädern möglich), und er belastet die Hinterachse nicht zusätzlich. Dennoch würde ich das nicht unbedingt wieder machen. An anderen Schleppern habe ich Radscheibengewichte verwendet. Warum? Natürlich baut man auch die nicht "mal eben" ab, wenn man einen leichten Schlepper braucht - dazu ist die Viecherei denn doch zu groß. Und dem Schlauch ist es auch egal, ob da Luft, Wasser oder Salzwasser drin ist. Aber: Im Falle einer Reifenpanne wird man die Wasserfüllung garantiert verfluchen (das dauert eben nicht nur etwas länger, bis das Wasser raus ist) und weil immer etwas Wasser (= Frostschutzlösung) heraussabbert, werden die Felgen schnell unansehnlich und rostig. Das scheinen mir die Hauptnachteile zu sein. Größter Vorteil der Wasserfüllung ist wohl ihre "Unauffälligkeit".

Übrigens ist das Chlorcalcium, was man da reinfüllen soll, nichts anderes als Streusalz. Die Preise schwanken enorm, so daß es sich lohnt, etwas länger nach einer günstigen Quelle zu suchen.

Und noch ein Aspekt am Rande: Mit Wasserfüllung wirkt der Trecker ziemlich "müde", weil nicht nur zusätzliche Masse in Bewegung gesetzt, sondern diese Masse auch noch in Rotation versetzt werden muß . Diese Auswirkung ist bei Radscheibengewichten nicht so stark, weil sich hier die Masse dichter um die Radnabe konzentriert.

Gruß
Michael Bruse
 
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Heidjer

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Michael Bruse schrieb:
Übrigens ist das Chlorcalcium, was man da reinfüllen soll, nichts anderes als Streusalz.

biste da sicher? nach meiner kenntnis ist streusalz nix anderes als normales "salz", also natriumchlorid. das müsste dann ja chlornatrium heissen und nicht chlorcalcium ?(

ich kann mich noch an zeiten erinnern, als sie zum streuen dieses "rosa viehsalz" mit schaufeln vom lkw auf die straße geworfen haben...
gab halt nix anderes :rolleyes:
 
Lasca34

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Jau, so ist das! Chlocalcium ist Calciumchlorid. Warum das als Streusalz nun als Chlorcalcium verkauft wird, weiß ich auch nicht. Aber das Entscheidende ist doch: In die Wasserfüllung gehört Streusalz. Und da ist es eben wie bei so vielen anderen Gütern, die in unfaßbar großen Mengen einerseits, aber auch andererseits für den Haushaltsbedarf gehandelt werden: Die Preisunterschiede sind enorm! Mir war das "Chlorcalcium" damals auch zu teuer, bis ich durch etwas herumtelefonieren denselben Stoff zum halben Preis bekommen habe. Das lohnt sich!

Gruß
Michael Bruse
 
Stoss30

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Hallo,
ich spiele auch mit dem Gedanken, Radgewichte an meinen 15er ranzumachen. Sofern es welche gibt. Denn ich hab auch Holz zuholen und wenn wie in den letzten Tagen Schnee liegt ist halt deutlich das relativ geringe Gewicht auf der Hinterachse zu merken. X(
Wie im nebenstehenden Bildchen erkennbar, verfüge ich über Speichenfelgen. Ist es trotzdem möglich Zusatzgewichte ranzumachen? ?(
Denn Bohrungen in manchen Speichen sind drin.
 
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jogis

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man kann schon gewichte anbringen

dan musst du die in marke eigenbau machen wenn man de ein gestell zusammenschweißt und es mit beton ausgießt könnte es klappen
 
Lasca34

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Um Gottes Willen! An Speichenrädern kann man definitiv keine Radgewichte anbringen. Die geben nämlich ohnhin schon mal gerne die Löffel ab, indem die "Speichen" einknicken. Eigentlich sind das nämlich keine echten Speichen, denn sie übertragen ja (anders als bei Fahrrad, Motorrad usw.) Biegemomente. Darum sind Speichenräder mit Aufkommen des hydraulischen Krafthebers fast schlagartig ausgestorben: Sie hielten den erhöhten Belastungen nicht stand.

Ein bißchen widersinnig wären Ballastgewichte an Speichenrädern ohnehin, denn sie wurden zur Gewichtsreduzierung (für bessere Bodenschonung) anstelle der Scheibenräder verwendet. Mein Tip: Räder 10-28 ( heutige Bezeichnung 11.2-28 ) besorgen. Möglichst Gürtelreifen verwenden ( 11.2R28 ), weil die 20 bis 30% mehr Zugkraft bieten. Wenn es dann noch nicht reicht, kann man über Wasserballast oder Radscheibengewichte nochmal nachdenken. An diesen Rädern könnte man Radgewichte auch tatsächlich montieren.

Gruß
Michael Bruse
 
Landybehr

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Und noch ein Aspekt am Rande: Mit Wasserfüllung wirkt der Trecker ziemlich "müde", weil nicht nur zusätzliche Masse in Bewegung gesetzt, sondern diese Masse auch noch in Rotation versetzt werden muß . Diese Auswirkung ist bei Radscheibengewichten nicht so stark, weil sich hier die Masse dichter um die Radnabe konzentriert.


könnte es sein, daß die "Müdigkeit" eher am Mehrgewicht einer Wasserfüllung gelegen hat ? Das Wasser kann im Schlauch ja quasi "stehenbleiben". Der Reifen wird um es herum rotieren, wie der Kaffeebecher den man mit der Hand dreht (der Kaffee mit seinem Krümel bewegt sich erstmal nicht als Gesamtheit). Natürlich muss aber auch das Gewicht mit "nach vorn" beschleunigt werden, wenn der Schlepper anfährt.
Aber anders, als bei einem fest am Rad monitertes Gewicht, das muß zusätzlich zur "nach vorn Beschleunigung" auch noch in Rotation beschleunigt werden.
 
Lasca34

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Dreh' Deine Kaffeetasse 100 Mal hintereinander, und Du wirst sehen, daß die Flüssigkeit in Rotation versetzt wird. 100 Umdrehungen entsprechen beim Reifen 11.2R28 etwa 350 Metern Wegstrecke.

Gruß
Michael
 
Landybehr

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irgendwann bewegt sich auch die Flüssigkeit mit. Aber die Reibung, die dazu beiträgt, liegt ja nur in der ganz engen Kontaktfläche zwischen der festen Wand und der Flüssigkeit. Und eben es dauert, bis sich das laminar (oder wie das heißt) immer weiter überträgt. Und dann hat das Modell noch den Haken, daß im Reifen oben Luft ist. Das Wasser wird, modellhaft besehen, nie dazu kommen, komplett mit "die Runde" zu drehen, sondern "unten" einen Wasserpegel bilden. Daß es hin und her schwappt, das wird schon etwas Kraft zusätzlich verbrauchen.
Ich dachte mehr, daß (jetzt ausgegangen vom 16.9 30) geschätzt 400-500l Wasser hineinpassen und dann immer noch 1/3 Luftvolumen geblieben ist.
Das mal zwei genommen macht dann ja bis zu 1to Gewicht aus. Bei der kleineren Radgröße natürlich weniger, aber dann kann auch das Radgewicht nur analog kleiner/leichter sein. Wieviel Radgewichte wiegen, weiß ich mangels Thementiefe nicht. Aber könnte in etwa die Hälfte sein - zu meinem Beispiel.

DAs Exempel wäre, denselben Schlepper mit gleichem Gewicht in jeweils diesen beiden Formen zu fahren und die Beschleunigung zu messen.

Ich glaube (das Wort ist mit Bedacht gewählt), daß alle beide Effekte auf die Beschleunigung da sind, aber gegenüber dem Gewicht "an sich" sehr im Hintergrund stehen. Denn die Hinterräder machen doch in keinem der Fälle hohe Drehzahlen und beim Beschleunigen dann pro Meter eben auch keine allzu bedeutsamen Drehzahlsprünge/differenzen.
 
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witzbold

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hallo,

also ich würde dir lieber raten selber ein Gewicht für die Heckhydraulik zu basteln bzw. Radgewichte zu organiesieren.

Mein 5207 C hat seit seiner Auslieferung Ende 84 Wasser in seinen Hinterrädern ( 14.9-28 ) gehabt. Alles schön und gut, für die Frontladerarbeiten und am Hang war dass auch sehr nützlich, da man trotzdem noch was in die Hydraulik hängen konnte und es nicht behinderte usw.

Aber bevor ich die Bremsen anfang Sommer gemacht habe, hatte ich festgestellt, dass sich immer wieder sporadisch Feuchtigkeit am Felgenhorn des linken Reifens gebildet hat. Also bevor ich die Bremsen mache, lass ich das Wasser ab, da es nimmer benötigt wird und dann kam die ganze Bescherung zum Vorschein.
Der Schlauch musste wohl schon seit geraumer Zeit irgendwo ein kleines Löchlein gehabt haben, weshalb nun die ganze Felge von innen mit Rost nur so übersät war.
Hat eine menge Arbeit und vorallem Zeit gekostet, die Felge wieder brauchbar zu machen. :evil:

Desweiteren kann ich nun jeden Berg bei mir mit einem Gang höher hochfahren ohne Runterschalten zu müssen, es fährt sich wesentlich spritziger und der Bremsweg hat sich ziemlich verbessert (noch bevor die neuen Bremsen reinkamen). Wenn man ihn abgestellte hat, hat man noch einige Sekungen sehen können, wie es in den Reifen nur so "arbeitet" bis das Wasser zum Stillstand kam. ;)

Deshalb werd ich sehr wahrscheinlich kein Wasser mehr in die Reifen füllen, sondern mir Felgengewichte noch einmal anschaffen, da ich diese schneller an- und abschrauben kann als die Reifen mit Wasser zu füllen und wider zu leeren.

mfg
 
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