Verzwickte Lenkung

Diskutiere Verzwickte Lenkung im Forum FL 514 Baureihe im Bereich Deutz / Deutz-Fahr Schlepper - Hallo. Wollte mal Fragen wo eigendlich das Problem mit der Lenkung beim 11 Bauernschlepper oder beim F1L 514 liegt. Habe selber einen 11 und schon...
Gertman

Gertman

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Hallo.
Wollte mal Fragen wo eigendlich das Problem mit der Lenkung beim 11 Bauernschlepper oder beim F1L 514 liegt.
Habe selber einen 11 und schon zwei 15er gehabt wo bei jeden die Lenkung zwickt vorallen beim lings einlenken und von bekannten habe ich das Problem auch schon gehört.
Und derweil hat Deutz eh ein großes Lenkgetriebe verbaut. Andere Schleppertüpen zb Eicher haben ein viel kleineres Lenkgetriebe das nicht oder fast nie zwickt und auch kaum spiel haben.
Habe auch schon versucht das Lenkspiel mit den exzenter auszugleichen aber leider mit nicht viel erfolg. vieleicht kann mir ja jemand mit den Problem weiterhelfen.
 
Stoss30

Stoss30

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Hi Gertman,

auch bei meinem 15er ist eine Schwergängigkeit im Linkseinschlag festzustellen.
Auch vom rechten Volleinschlag wieder zurücklenken in den Geradeauslauf ist ein höherer Kraftaufwand nötig als vom Volleinschlag links nach Geradeauslauf.
Habe ebenfalls das Lenkradspiel nachgestellt, alles gereinigt (so gut es ging) und wieder Fett rangemacht.
Geändert hat sich eigentlich nix. X(
 
Lasca34

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Die Lenkungen der alten wassergekühlten Deutz, des F1L 514/50 sowie /51 und des F2L 612/54 sind Schneckenlenkungen. Und Schnecken haben nun mal selbsthemmende Eigenschaften. Da kann man nichts machen.

In den jüngeren Typen (z.B. F2L 612/5 und /6) sind Fingerlenkungen eingebaut (wie übrigens z.B. auch bei Eicher). Die kann man auf vernünftiges Spiel einstellen und trotzdem noch gut damit fahren. Noch besser sind Schneckenrollenlenkungen, bei denen statt des Fingers eine Schneckenrolle in die Schnecke auf der Lenksäule greift. Die gehen geradezu wundervoll leicht (z.B. in sehr späten F2L 514/4 und /6, so ab 1959). Aber was will man machen? Korrigieren kann man die Technikgeschichte nicht mehr. Man kann sich nur darüber freuen, daß Deutz beim F1L 612 zum letzten Mal ein eigenes Lenkgetriebe entwickelt hat (das hat übrigens auch nix getaugt und wurde deshalb schon bald durch eine ZF-Lenkung ersetzt. Oft wurden bei diesem Typ auch die Deutz-Lenkungen nachträglich gegen ZF-Lenkungen getauscht) und es dann endlich aufgegeben hat.

Gruß
Michael Bruse
 
K

kalle

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Michael Bruse schrieb:
Die Lenkungen der alten wassergekühlten Deutz, des F1L 514/50 sowie /51 und des F2L 612/54 sind Schneckenlenkungen. Und Schnecken haben nun mal selbsthemmende Eigenschaften. Da kann man nichts machen.

In den jüngeren Typen (z.B. F2L 612/5 und /6) sind Fingerlenkungen eingebaut (wie übrigens z.B. auch bei Eicher). Die kann man auf vernünftiges Spiel einstellen und trotzdem noch gut damit fahren. Noch besser sind Schneckenrollenlenkungen, bei denen statt des Fingers eine Schneckenrolle in die Schnecke auf der Lenksäule greift. Die gehen geradezu wundervoll leicht (z.B. in sehr späten F2L 514/4 und /6, so ab 1959). Aber was will man machen? Korrigieren kann man die Technikgeschichte nicht mehr. Man kann sich nur darüber freuen, daß Deutz beim F1L 612 zum letzten Mal ein eigenes Lenkgetriebe entwickelt hat (das hat übrigens auch nix getaugt und wurde deshalb schon bald durch eine ZF-Lenkung ersetzt. Oft wurden bei diesem Typ auch die Deutz-Lenkungen nachträglich gegen ZF-Lenkungen getauscht) und es dann endlich aufgegeben hat.

Gruß
Michael Bruse

Das mit der Schneckenrolle interresiert mir, gibt es davon ein Bild?
Ich stelle mir die Frage ob es wohl möglich ist den Lenkfinger durch eine Schneckenrolle zu ersetzen?
Oder ist mit Schneckenrolle ein Lenkfinger gemeint der an sich in einem Kegelrollenlager sitzt?
Ärgere mich gerade mit der Lenkung an meinem F2L514er rum, ist es diese Lenkung die so wunderbar leicht gehen solle?
Über eine Antwort würd ich mich sehr freuen.

Gruß Kalle
 
Thema: Verzwickte Lenkung

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