Unterschiedliche Gewichtsangaben

Diskutiere Unterschiedliche Gewichtsangaben im Forum Reifen / Felgen im Bereich Allgemeine technische Fragen - Hallo zusammen, gaaaanz langsam will ich mal nach Reifen recherchieren. Irgendwo hab ich hier einen Internetanbieter "erlesen" - finde das aber...
schpunk

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Hallo zusammen,
gaaaanz langsam will ich mal nach Reifen recherchieren. Irgendwo hab ich hier einen Internetanbieter "erlesen" - finde das aber nicht mehr. Da lag ein Gummi so umme 190 Öcken?! Weiß da jemand was? Ich such aber noch weiter.
Das ist aber nicht die eigentliche Frage.
Ich habe heute mal so rauf geschaut und da ist ein Aufkleber, wo die genauen Reifenbezeichnungen drauf stehen. Aber für verschiedene Gewichte? Bedeutet das, dass ich mit der Wahl des Reifentyps die Achslast festlege? Und welchen Vorteil bringt mir ggf. eine höhere Achslast?

Gruß

Stefan
 
Lasca34

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Nee, schpunk, mit der Bereifung legst Du nicht die Achslast fest ( soooo schwer sind Reifen nun auch wieder nicht ), sondern es hängt die zulässige Achslast von der Bereifung ab: Je mehr der Reifen tragen kann, desto höher ist die zulässige Achslast. Damit die Achslast höher wird, mußt Du schon Gewichte anschrauben, schwere Geräte anbauen oder einfach selber mehr fressen.

Größere, d.h. tragfähigere Reifen haben einige Vorteile:
1. Man kann dieselbe Achslast bei weniger Luftdruck fahren
2. Bei sonst gleichen Parametern ( Achslast, Luftdruck, Geschwindigkeit ) hält der größere Reifen länger.
3. Das fahren auf einem Reifen mit viel Luftvolumen ist bequemer als auf kleinen Reifen mit wenig Luftvolumen. Große Reifen federn besser. Maßgebend ist das Luftvolumen, nicht der Durchmesser .
4. Darüberhinaus kann man bei einem größeren Luftvolumen den Luftdruck weiter absenken als bei einem kleineren. Auf dem Acker dient das Bodenschonung, auf der Straße der Fahrerschonung.

Bei all' dem solltest Du nicht vergessen: Zu jedem Trecker gibt es eine gewisse Bandbreite an "üblichen" Bereifungen. Was davon nach oben oder unten abweicht , läßt das Ding leicht mal lächerlich aussehen. Und - logo: Die Reifen müssen natürlich auf die Felgen passen.

Wegen der Preise: Da wäre es zunächst mal wichtig zu wissen, von was für Reifen überhaupt die Rede ist. Auf meinen Treckern kann ich Reifen von ca. 60,- € bis ca. 1800,- € fahren, je nach Größe und Fabrikat. Auch die Frage ob Diagonal- oder Gürtelreifen spielt dabei eine Rolle. Ich würde heute zwar keine Diagonalreifen mehr kaufen, aber andere nehmen lieber alle damit verbundenen Nachteile in Kauf, um ein paar Euronen zu sparen.

Du siehst, das ist ein weites Feld.

Gruß
Michael Bruse
 
C

Christian...

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Bei meinem Deutz stehen auf dem Schlepper-Typenschild mehrere Hinterradgrößen, die jeweils ein anderes Zulässiges Gesamtgewicht haben. Im Brief und Schien ist aber nur eine Größe eingetragen.
Falls du die Möglichkeit hast, die Eintragungen im Brief/Schein zu beeinflussen (weil da eh was neues eingetragen werden muss etc.) lass die Größe mit dem geringsten zGG eintragen. Da ein Trecker mit schwarzem Kennzeichen nach zGG besteuert wird (nicht nach Hubraum), kann das geringere zGG u.U. Geld wert sein.
 
Lasca34

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Eheu et eheu bacce! Das hängt aber auch ein bißchen davon ab, was man mit dem Treckerlein so vor hat. Ich würde z.B. nicht den Acker mit Schneidscheiben ruinieren wollen, nur damit die Steuer etwas niedriger ist. Bei grünem Kennzeichen ist die Diskussion sowieso belanglos. Also, alles in allem hängt das vom Einzelfall ab.

Gruß
Michael
 
G

Gast

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Das ist ja sehr informativ :)) .
Ich hab 12,4/11-32 drauf und kann aber laut Schild:
9,5/9-36; 11,2/10-28 und 12,4/11-28.
Gehe ich recht in der Annahme, dass die letzte Angabe die Felgengrösse ist? Denn dann werde ich mich um die kümmern, die ich schon drauf hab. 30 Euro kostet ein Wechsel (ohne Auswuchten :D ).
:))
Michael Bruse schrieb:
zulässige Achslast
Ja, hab mich falsch ausgedrückt (und meine Mutter war Deutschlehrerin :( )
Michael Bruse schrieb:
Damit die Achslast höher wird, ... einfach selber mehr fressen.
Das wäre ja nur temporär, da ich natürlich dann irgendwann meinem Vergnügen nachkomme uff'n Topp zu gehen. :]
Michael Bruse schrieb:
Du siehst, das ist ein weites Feld.
Eben, deshalb hab ich ja 'nen Trecker! :)
Aber das ist es tatsächlich. Ich hab ja keine Landwirtschaft, nur wenig Land, mach irgendwann nur ein wenig Heu und transportiere ggf. mal was. Ich werde also nicht pausenlos drauf sitzen (müssen). Meine Frau + Kinderlein können ja auch was tun.
Steuertechnisch stimmt das auch: grünes Kennzeichen ist anvisiert. Aber woran man alles so denken muss ?( .
einem guten '58er schrieb:
:( Jeht nich, probiers morgen nochmal.

Und habt wie immer vielen Dank
Gruß

Stefan
 
kohlemann

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Hallo schpunk
Ich nehme an der Gast-Beitrag war Deiner.Die Bereifung
12.4 11-32 kannst Du getrost auf dem 4006 fahren.Ist original die Wahlbereifung und bei dem Schlepper zugelassen,also brauchst Du nur ein paar neue Pellen.Conti sind natürlich Top-Reifen,aber preislich natürlich höher angesiedelt.Ich habe auch gute Erfahrungen mit BKT-Reifen gemacht,die kosten in der Größe ca.175Teuro/Reifen.Sehen auch optisch gut aus und nicht wie einige No-Name Reifen,wo man meint ein Kreissägeblatt auf dem Trecker zu haben.Ist halt Geschmacksache und eine Frage des Geldbeutels.
Gruß Ralf
 
Lasca34

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Siehste, schpunk, so unterschiedlich sind die Meinungen. Ich sage Dir: Conti ist der teuerste Billigreifen, den man kaufen kann und keinen Furz besser als Kormoran o.ä.! Das gilt nur bei Treckerreifen. Am PKW schwöre ich auf Conti, weil das aus Erfahrung mit Abstand die besten sind. Aber das sind eben auch Reifen von Continental. Die sogenannten Conti-Treckerreifen sind aber aus genauso einer Billigbude im Osten (genauer: In Tschechien) wie z.B. Taurus - nur schlechter. Conti hat das Ackerschlepper-Geschäft jahrelang links liegen lassen und es deshalb jetzt an cgs verkloppt ( deshalb auchg der von friedel angegebene Link ) . Meine Empfehlung: Nimm in diesem konkreten Fall einen 12.4R32 von Kormoran ( Stomil ) oder Taurus oder Barum - das ist bezahlbar und gut. Wenn es besser sein soll, würde ich Michelin oder Pirelli empfehlen, aber ich glaube nicht, daß unsereiner den Unterschied überhaupt bemerken kann. Den Preisunterschied bemerken manche aber auch nicht, weil sie bei Verkündung der Michelin- oder Pirelli-Preise regelmäßig stracks in Ohnmacht fallen.

Und dann: Nach meinen sehr spärlichen Lateinkenntniseen als Nichtlateiner ( mal ehrlich: Was soll man damit? ) heißt eheu et eheu bacce nichts weiter als öha, öha !

Gruß
Michael Bruse
 
kohlemann

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Mit den Conti-Reifen,wußte ich gar nicht,Michael.Barum und Taurus sind natürlich keine schlechten Reifen,haben wir auch schon oft verkauft,aber da gibt es schon mal Überraschungen mit dem Profil,sieht teilweise nicht so anprechend aus,BKT hat dieses typische Ackerprofil wie die Markenreifen,daher der Hinweis von mir.Ist natürlich nur meine persönliche Meinung,wie ich oben schon erwähnte,jeder nach seinen Prioritäten.Für mich muß der Reifen halt auch optisch passen,was noch nichts über die Qualität sagt.
Gruß Ralf
 
Lasca34

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Auch wenn bei Reifen für mich Optik erst an zweiter Stelle steht ( frühestens ) , so gebe ich Dir Recht, Ralf, daß man auf alle Fälle sich die Reifen ( oder ein Katalogfoto davon ) vor dem Kauf ansehen sollte, sonst ist die Enttäuschung nachher groß. Bei Vorderradreifen bestellt man nichtsahnend einen 5,50-16, und der Reifen, der dann kommt, hat glattes Rillenprofil. Aufgepaßt!

Ein anderes Problem ist die tatsächliche Reifengröße. 12.4R28 ist nämlich nicht gleich 12.4R28! Ich habe mal einen Barum-Reifen dieser Größe gekauft, der nun unter den Kotflügeln eines F2L 514/4-N ganz erbärmlich dürftig aussieht. Mein F2L 514/6-N hatte, als ich ihn erwarb, hinten zwei unterschiedliche Reifenfabrikate aufgezogen, aber dieselbe Größe ( klar! ). Der stand so schief, daß man hätte meinen können, der Achstrichter sei gebrochen oder es seien zwei verschiedene Reifengrößen montiert. Leider ist dieser Problemkreis einer, der sich auch mittels der Angaben in den Reifenhandbüchern nicht richtig lösen läßt. Dennoch, aus meiner Erfahrung: Wenn es darauf ankommt, daß der Reifen füllig im Kotflügel steht, dann würde ich keinen Barum mehr nehmen, so gut der mir auch sonst gefallen hat. Und: Besser waren in dieser Hinsicht Taurus und Kormoran ( Stomil ).

Gruß
Michael
 
friedel

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Hallo Leute,
mit diesem Link wollte ich keines Falls Werbung für Conti machen oder eine andere Marke. Aber auf dieser Seite gibt einen weiterführenden Link zu einem tech. Ratgeber den ich persönlich sehr gut finde, dort findet man eine Menge tech. Daten die man sicher auch auf andere Hersteller übertragen kann.
 
kohlemann

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Ist auch so angekommen,friedel.
Gruß Ralf
 
schpunk

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So, icke mal wieder. Hab mich mit Eurem (und nun auch meinem) Wissen erkundigt und hab 'nen Händler fast in der Nähe gefunden. Da werde ich im Frühjahr auch zuschlagen, weil die den natürlich auch aufziehen müssen. Der Preis liegt bei 200, der ein Barum war - den ich aber wahrscheinlich dann nicht nehmen werde.
?( Ganz klar ist mir der Unterschied zwischen radial und diagonal noch nicht. D. h. einer ist der Preis, diagonal is wohl billiger. Aber auf Abbildungen sehen sie verdammt ähnlich aus.

Und einen guten Start in die Woche :)

Stefan
 
C

Christian...

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Ich bin mir nicht sicher, aber ich meine, daß dadurch beschrieben wird, wie die einzelnen Lagen verklebt sind (halt diagonal oder nicht). Radial war früher verbreitet, heutzutage ist diagonal "up to date" und ich glaube, auch besser als radial - deshalb teurer.
 
Hans aus Hummi

Hans aus Hummi

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Hallo Christian,
also ich glaube das hast du dich vertan, früher gab es nur Diagonalreifen, beim Pkw wie beim Lkw wie auch bei
Schlepperreifen, dann ab den 70ern kamen die Radialreifen auf, die auch Gürtelreifen genannt wurden,
zuerst als Textilgürtel und dann als Stahlgürtel wobei hier Michelin der Vorreiter war.
Gürtelreifen bieten einfach eine bessere Traktion und haben eine bessere Reinigungswirkung.
Wobei ich denke, das zum Oldtimer der Diagonalreifen
auch optisch besser passt.
Gruss
Hans
----------------------------------
Ist auch eine Sache der Geschindigkeit, ab 40 km/h sind sowieso nur Gürtelreifen möglich und vorher nachsehen
was der Hersteller im Fahrzeugschein vorgibt.
 
friedel

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Hallo,
ich glaube der Hans hat Recht, der Radial-Reifen hat durch seinen Aufbau weichere Flanken. Somit kann er sich dem Boden besser anpassen und ist auf der Straße auch viel komfortabeler.
 
kohlemann

kohlemann

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Hans hat recht,früher gabs Diagonalreifen,heute Radialreifen.Die Bezeichnung kommt,wie schon gesagt, von der Lage des Gewebes.
Gruß Ralf
 
Thema: Unterschiedliche Gewichtsangaben
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