Startschwierigkeiten am Fendt Dieselroß F 24 W

Diskutiere Startschwierigkeiten am Fendt Dieselroß F 24 W im Forum Fremdfabrikate & Landmaschinen im Bereich Sonstiges - Guten Morgen Allerseits, mein Bruder hat gerade das Fendt Dieselroß F 24 W A von Baujahr 1957 eines Bekannten zur Pflege da. Wassergekühlter MWM...
buddyholly

buddyholly

Beiträge
1.086
Likes
672
Guten Morgen Allerseits,

mein Bruder hat gerade das Fendt Dieselroß F 24 W A von Baujahr 1957 eines Bekannten zur Pflege da. Wassergekühlter MWM Motor, 2 Zylinder.

Das Problem ist, das der Motor sehr schlecht startet, bzw. nur auf einem Zylinder. An der Einspritzpumpe gibt es einen Hebel, um zum Start Diesel per Hand vorzupumpen. Dann vorglühen & starten. Der Motor läuft ganz offensichtlich nur auf einem Topf, qualmt weiß, und es wird auch nur ein (das "hintere") Krümmerrohr warm. Nach ein paar Umdrehungen geht er aus. Wiederholt man das Prozedere 3-5 mal, läuft er irgendwann richtig, ohne Qualm, und hat auf der Straße scheinbar auch Leistung. Wobei wir das nur mit leerem Traktor bergauf testen konnten.

Er hat noch Wendelglühkerzen, die machen aber ihre Arbeit. Durch die ausgebaute Einspritzdüse kann man die Glühwendel sehen, die wird nach paar Sekunden rot. Auch ein durchwechseln der Kerzen zwischen den Zylindern ändert nichts am Startverhalten.
Ventilspiel wurde kontrolliert bzw. eingestellt, Dieselfilter ist neu, Zuleitung zur Pumpe auch, da läuft auch Diesel durch was die Leitung hergibt.
Einspritzdüsen sind bereits neu, auf 135 bar eingestellt. Die alten waren aber auch noch nicht soooo schlecht.
Kompression wurde auch schon gemessen, der "hintere", startwillige Zylinder hat 27 bar, der vordere schlechtstarter 25 bar. Denke der Unterschied dürfte vernachlässigbar sein?
Wenn man die Düsen am Motor bzw. Pumpe angeschlossen ins leere spritzen lässt, haben die ein optisch gutes Spritzbild, und man hört sie schnarren.

So ganz langsam sind wir mit unserem Latein am Ende woran es noch liegen könnte.

Durchwechseln der Düsen oder Glühkerzen von einem Zylinder auf den anderen ändert nichts, es startet immer der hintere zuerst. Im Ansaugkrümmer gibt es vor jedem Zylinder eine 10er Bohrung, die mit einem Korken verschlossen ist. Für was die mal gut sein sollte weiß ich auch nicht. Wenn man durch diese Bohrung mit einem Heißluftfön reinbläst, startet der Zylinder sofort. Fön weg, schon setzt er wieder aus, bis er eben irgendwann den Punkt überwunden hat wo er aus eigener Kraft offenbar warm genug ist.

Was noch auffällig ist, aus den Rücklaufleitungen bzw. den Anschlüssen dafür direkt am Düsenstock kommt so gut wie kein Kraftstoff wenn der Motor läuft. Im Leerlauf bei beiden nichts, ab Halbgas spritzen am hinteren Zylinder kleinste Tröpfchen raus. aber wirklich nur sehr wenig. Am vorderen kommt quasi nie Kraftstoff raus.

Gibt es irgendwelche Richtwerte / Anhaltswerte wie viel Kraftstoff aus den Leckölleitungen kommen sollte? Wie kann man die Fördermenge der Kraftstoffpumpe(n) sinnvoll mit Hausmitteln prüfen? Kann man die ggf. sogar einstellen?
Der Absteller ist ganz zurück, es ändert auch nichts wenn man den von Hand innerhalb seines Spiels noch weiter in Richtung "Lauf" drückt.

Hat jemand noch ne Idee was wir probieren könnten?

Wir sind jetzt fast soweit, die Pumpen auszubauen und zur Überholung zu geben. Das wird vermutlich nicht ganz billig werden, deswegen wollen wir vorab alle anderen Ursachen ausgeschlossen haben.

Ist zwar kein Deutz, aber immerhin Grün mit roten Felgen ;)

Vielen Dank schon mal an Alle!

Gruß, Holger
 
Kai6.05

Kai6.05

Moderator
Beiträge
4.046
Likes
1.022
Moin Holger,

kann man die Einspritzpumpen vertauschen, also Nr.2 auf 1 und Nr.1 auf 2?

Hast du die Kompression im kalten Zustand gemessen? Ich würde einmal in komplett kalten und einmal im warmen, also einwandfrei laufendem Zustand messen.

MfG Kai
 
kfrptr

kfrptr

Beiträge
273
Likes
139
Hallo Holger,

kannst du mal ein Bild von der Einspritzpumpe und dem Motor einstellen? Soviel ich weiß gibt es dort noch einen Startmengenknopf. Um zusagen ob dem so ist, müsste ich aber die Einspritzpumpe sehen.
Weiser Rauch deutet darauf hin, dass der Kraftstoff, der eingespritz wird nicht verbrannt wird. Ich würde auch mal einen Druckverlusttest machen, um zu überprüfen, ob vielleicht die Ventile nicht mehr richtig dicht sind.

Wenn du mit dem Hebel vorpumpst, hört man dann beide Einspritzventile schnarren?

Bezüglich der Leckkraftstoffmenge an den Einspritzventilen, je weniger da kommt, desto geringer ist der Verschleiß der Düsennadel.

Gruß Peter
 
buddyholly

buddyholly

Threadstarter
Beiträge
1.086
Likes
672
Kompression wurde nur kalt gemessen.
Einspritzpumpen vertauschen geht soweit ich das sehe nicht, zumindest nicht so einfach. Die beiden Elemente sitzen in einer gemeinsamen Grundplatte.

Bild von der Pumpe hab ich grad keins da, nach diesem Startmengenknopf haben wir auch schon gesucht aber keinen gefunden. Typenschild sagt BOSCH PFR2A60/38 UT = 95 +- 0,4, sofern ich alles richtig entziffert habe.
Du meinst, das in der Rücklaufleitung gar kein Diesel kommt bei intakter Düse?
 
QuieseL

QuieseL

Moderator
Beiträge
1.298
Likes
803
Hallo Holger,
Hier mal ein Bild wie der Knopf für mehrmenge aussehen kann:
C53E1834-14CD-4A75-BAEE-DFDE73856719.jpeg

Zudem setzt der Knopf glaube ich den einspritzeitpunkt Richtung Frühzündung (lange her das ich mich damit beschäftigt habe).
Wichtig ist, das man das handgas auf mindestens ca halbgas stellen muss damit der Knopf einrastet und auch eingerastet bleibt. Sobald der Motor läuft springt der Knopf wieder in die Ausgangslage.
Beim vorpumpen mit dem Hebel gilt es zu beachten das es nicht in jeder Stellung der KW funktioniert.

viel Erfolg!

Gruß
Matze
 
Kramer Daniel

Kramer Daniel

Moderator
Beiträge
1.123
Likes
1.243
Moin

Mein Ilo Zweitaktdiesel hat eine ähnliche Einspritzpumpe, dort muss man für die Mehrmenge das Gaspedal arretieren, damit der Knopf draußen bleibt.
Vieleicht ist das bei deinem MWM auch der Fall (wahrscheinlich über den Handgashebel)
Ansonsten wenn alles nichts hilft, mal den Förderbeginn prüfen oder ggf zwischen beiden Pumpen synchronisieren.

Gruß Daniel, der auch gerade unter die MWM Besitzer geht(D327-4 Luftgekühlt, quasi das pendant zum F4L912)
 
buddyholly

buddyholly

Threadstarter
Beiträge
1.086
Likes
672
Guten Morgen und Danke schon mal!

Hallo Matze,
also diesen Knopf gibt es bei meiner Ausführung nicht, auch nichts was ähnlich aussieht oder jemals was war.
Wir haben gestern die Fördermenge gemessen, 100x pumpen mit dem Vorpumphebel ergibt bei beiden Düsen jeweils 6 ml Kraftstoff, also auch beide gleich. Das bedeutet doch auch, das die beiden Pumpenelemente gleich gut oder schlecht sind, und nichts was das unterschiedliche Startverhalten erklären würde.

Gruß, Holger
 
kfrptr

kfrptr

Beiträge
273
Likes
139
Hallo Holger,

hast du bei deiner Fördermengenmessung die Einspritzventile angebaut gehabt? Falls nicht, dann mache diese Messung nochmal. Es könnte aber auch sein, dass die Druckventile der Einspritzpumpe undicht sind, dann bekommt ein Zylinder etwas später den Kraftstoff, was wieder zum weißen Rauch führen würde.
Das kann man prüfen in dem man die Einspritzleitung demontiert und am Druckanschluß der Einspritzpumpe direkt einen Manometer (0-400bar) anschließt, dann mit dem Vorpumphebel ca. 150 bar Druck aufbaut, dieser Druck darf innerhalb einer Minute max. um 10bar absinken. Wenn du dann nochmal 5 mal weiter pumpst, müssen min. 300 bar erreicht werden. Damit kannst du die Einspritzpumpe überprüfen.
Oder, es könnte auch sein, dass ein Nocken für die Einspritzpumpe verschlissen ist oder die Lagerung der Nockenwelle zuviel Spiel hat.
Der Startmehrmengenknopf könnte auch direkt am Motor sein, deshalb wäre ein Bild des Motors von allen Seiten gut.
Ja, wenn an den Einspritzventilen kaum Kraftstoff am Leckkraftstoffanschluß kommt ist es super, da dann die Düsennadel nicht verschlissen ist.

Gruß Peter
 
buddyholly

buddyholly

Threadstarter
Beiträge
1.086
Likes
672
Hallo Peter,

ja, die Fördermenge wurde mit angeschlossenen Düsen gemessen.

Hier mal Bilder vom Motor (das der optische Zustand unter aller Kanone ist brauchen wir nicht zu diskutieren ;( , macht aber nix, der ganze Schlepper sieht nicht viel besser aus)

Einen schwerwiegenden Fehler scheint es ja offenbar nicht zu geben, das muss irgendeine Kleinigkeit sein oder die Summe aus mehreren Kleinigkeiten die das Problem verursachen. Der Schlepper wird nicht oft genutzt, und wenn er denn mal läuft, läuft er ja auch nicht schlecht. Ich hab im Forum schon öfter mal was vom "nachglühen" gelesen, aber selbst noch nie praktiziert. Heißt doch nix anderes, als das wenn der Motor läuft, noch ne Weile Vorglühen?
Wärme hilft ja offenbar, weil er ja läuft wenn ich mit dem Fön zwangsbeatme.

Wollen wir heute mal testen, ob das was bringt.

Klar wäre damit die Ursache nicht beseitigt, aber der Besitzer will so wenig wie möglich investieren, eben weil nur selten gebraucht wird.

20200114_172549.jpg20200114_172530.jpg20200114_172720.jpg20200114_172903.jpg20200114_172800.jpg

Gruß, Holger
 
Kramer Daniel

Kramer Daniel

Moderator
Beiträge
1.123
Likes
1.243
Hallo Holger

Ja mit dem Nachglühen ist es wie du dir bereits gedacht hast.
Wenn er läuft einfach weiter glühen.
Evtl könnt ihr ja auf Schnellglühkerzen umrüsten.
Habe mit Bosch und Monark gute Erfahrungen gemacht.
Letztere sind auch nicht teuer.

Gruß Daniel
 
Kai6.05

Kai6.05

Moderator
Beiträge
4.046
Likes
1.022
Moin,

also ich fasse zusammen:

Zylinder2 qualmt weiß und läuft nicht mit. (das bedeutet der Kraftstoff wird nicht gezündet--> Einspritzzeitpunkt oder Kompression)
Bei Vorwärmung läuft er mit.

Düsen i.O.
Fördermenge i.O.
Spritzbild i.O.

Ventilspiel i.O.
Glühkerzen i.O.

Kompression:
Zylinder1: 27 bar
Zylinder2: 25 bar


Da bleibt meines Erachtens nur der Einspritzzeitpunkt oder die Kompression.

Kannst den Förderbeginn prüfen? Kannst du auch einen Druckverlusttest am Zylinder, sowie Kühler/Ausgleichsbehälter machen?

Förderbeginn?
Kompressionsprobleme Zylinder2 (Druckverlust Kühlkreislauf oder Zylinder)?

MfG Kai
 
buddyholly

buddyholly

Threadstarter
Beiträge
1.086
Likes
672
Guten Morgen,

soweit alles korrekt zusammengefasst :thumbup:

Förderbeginn prüfen oder Druckverlustprüfung hab ich erstmal keine Mittel zur Hand.
Was mittlerweile noch aufgefallen ist, das am Düsenstock des Schlechtstarters leichte Bläschen aufsteigen. Durch die ganze Panscherei steht da grad bisschen Diesel in den Furchen. Den Bereich jetzt erstmal reinigen und neue Dichtung, und dann meinen Nachglühversuch machen. Hoffe ich komme am Wochenende dazu was zu machen.

Gruß, Holger
 
Kai6.05

Kai6.05

Moderator
Beiträge
4.046
Likes
1.022
Moin Holger,

den FB (Förderbeginn) kannst du einfach prüfen:

Motor auf UT des Zylinders drehen
Dicke Platte zwischen Kipphebel und Ventil legen
Motor VORSICHTIG im Uhrzeigersinn bis Anschlag Kolben an Ventil drehen --> Riemenscheibe dünn markieren
Motor gegen den Uhrzeigersinn drehen und wieder nach Anschlag Riemenscheibe markieren
Platte entfernen

Genau in der Mitte beider Markierungen liegt OT des 1. Zylinders --> mit Stahlmaß messen und dick markieren
Das selbe für den 2. Zylinder durchführen

Einspritzleitungen entfernen
Obere Verschraubung an der ESP lösen und abnehmen (Vorsicht Feder!)
Rückschlagventil komplett entnehmen
Die Verschraubungen wieder einschrauben mit 30Nm
Einen Adapter von Druckluft auf ESP Anschluss Ringschraube bauen
Nach Wilfrieds Methode FB bestimmen.

Video von Wilfried

MfG Kai
 
Zuletzt bearbeitet:
krammerreini

krammerreini

Beiträge
1.850
Likes
2.166
Servus miteinander,

@Kai6.05, solte nicht einmal gegen den Uhrzeigersinngedreht wereden?
Bei zweimal im Uhrzeigersinn und Platte drin könnte es verdammt eng werden!

Grüße vom
Reini
 
Kai6.05

Kai6.05

Moderator
Beiträge
4.046
Likes
1.022
Moin Reini,

jup da war ich noch ned ganz wach.

MfG Kai
 
Lausbua

Lausbua

Beiträge
1.902
Likes
1.764
Servus miteinander,

also ich kann mir nicht helfen, aber für mich ist das ein Kompressionsproblem.

Die Sache mit dem Heißluftfön beim starten, der Fehler ist eindeutig einem Zylinder zuzuordnen und jetzt auch noch die Bläschen am Düsenstock, wo ja offensichtlich Kompressionsdruck entweicht...
Ich würde da weiterforschen.
 
kfrptr

kfrptr

Beiträge
273
Likes
139
Hallo Holger und Kai,

bei dieser Einspritzpumpe darf man diese Methode, um den Förderbeginn zu prüfen nicht durchführen, weil die Pumpenelemente nicht bei allen Steckpumpe durch einen Stift gegen verdrehen gesichert sind, es könnte sich also der Pumpenzylinder beim Lösen des Druckanschlusses verdrehen und die Fördermengen sind dann nicht mehr gleich. Bei diesen Einspritzpumpen muss man mit der Kapilarrohr oder Hochdruckmethode den Förderbeginn prüfen.

Kai beim festlegen des genauen OT, warst du wirklich noch nicht ganz wach. Da man dabei aufpassen muss, dass man in der richtigen Stellung des Motors beginnt.

Also zuerst den 1. in Zünd OT stellen, (Ventilüberschneidung und dann 360° weiterdrehen). Dann den Motor gegen die Drehrichtung ca. 90° zurückdrehen und ca. 8mm Innnsechskantschlüssel oder was anderes zwischen Kipphebel und Ventilfuß klemmen, jetzt den Motor in Drehrichtung vorsichtig drehen bis dieser blockiert und die Riemenscheibe mit dem Motorblock markieren. Dann den Innensechskantschlüssel wieder heraus nehmen und den Motor über den Zünd OT wieder ca. 90° nach OT in Drehrichtung drehen. Innensechskantschlüssel wieder zwischen Kipphebel und Ventilfuß klemmen und dann gegen die Drehrichtung vorsichtig zurückdrehen bis er wieder blockiert und die nächste Markierung machen. Dann so wie Kai schon geschrieben hat die Mitte der beiden Markierungen messen, das ist der genaue OT.

Wenn man den Innensechskantschlüssel zwischen Kipphebel und Ventilfuß läßt und über UT den Motor dreht, steht er in Ventilüberschneidung die Ventile bewegen sich, dann wäre die Messung falsch.

Prüfen ob die Ventile dicht sind, und wo genau die Verdichtung entweicht, kannst du auch einfach so machen. Druckverlusttest ohne Druckverlusttester.
1. Einspritzventil oder Glühkerze ausbauen. dann den Zylinder in Zünd OT stellen und über den Adapter vom Kompressionsdruck messen Druckluft über einen Druckminderer am Adapter anschließen. Motor beobachten, der darf sich beim anschließen nicht verdrehen. Dann am besten den Luftfilter demontieren und prüfen ob Luft über den Ansaugkrümmer, Auspuffendrohr, Motorentlüftung oder ob Luft über den Kühlwasserausgleichsbehälter entweicht. Dabei darf nur Luft über die Motorentlüfung entweichen sonst nirgends.


Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
G

GTfan

Beiträge
1.525
Likes
631
Servus miteinander,

also ich kann mir nicht helfen, aber für mich ist das ein Kompressionsproblem.

Die Sache mit dem Heißluftfön beim starten, der Fehler ist eindeutig einem Zylinder zuzuordnen und jetzt auch noch die Bläschen am Düsenstock, wo ja offensichtlich Kompressionsdruck entweicht...
Ich würde da weiterforschen.
Eben, mit dem Kompressionstester bist du doch sicherlich über die Düsenbohrungen gegangen, oder?

Wenn das alles dicht war, aber es am Düsenstock vorbei pustet, dann hättest du das mit deinen bisherigen Schritten nicht entdecken können.

MfG
Fabian
 
Lausbua

Lausbua

Beiträge
1.902
Likes
1.764
Ähäm @GTfan, nur um sicher zu gehen: Nicht ich, sondern Holger hat das Problem ;)
 
buddyholly

buddyholly

Threadstarter
Beiträge
1.086
Likes
672
Guten Sonntagmorgen,

die Kompressionsmessung wurde über die Glühkerzenbohrung gemacht.

Haben gestern den Versuch einer Druckverlustmessung gemacht. Adapter für die Glühkerzengewinde gebastelt, mit Autoreifenventil. Kolben auf Zünd - OT, Druck drauf. Ernüchterndes Ergebnis: Sobald ein Hauch von Luft draufgegeben wird, ist der auch schon wieder weg. Und im Kurbelgehäuse rauscht´s eindeutig bei offenem Einfülldeckel. Dazu mal ne blöde Frage, diese senkrechten Röhrchen die im Kipphebelraum rauskommen (siehe vorletztes Bild weiter oben, bin leider an nem anderen Rechner und hab das Bild nicht nochmal), ist das die Kurbelgehäuseentlüftung?
Also egal, hält absolut Null Druck. Das Ganze am funktionierenden Zylinder ausprobiert, mit demselben Ergebnis :S

Fazit: Zwei Zylinder, beide gleich alt, beide annähernd gleich verschlissen. Nur bei einem spielen die Toleranzen gut zusammen, das der eben noch tut, der andere um´s Ar***lecken schlechter, braucht mehr Zuwendung um sich zum arbeiten überreden zu lassen.
Sind wohl mindestens mal die Kolbenringe im Eimer.
Und im Kompressionstest wird der Druck so schnell aufgebaut das der kurzzeitig anliegt, Messgerät schlägt aus, und schon isser wieder weg, und der kleine Holger denkt da ist alles in Ordnung.

Laut Betriebstundenzähler um die 10.000 h, aber der Motor hat ne andere Farbe als der Rest vom Buldog, ggf. wurde der schon mal getauscht? Historie ist uns nicht wirklich bekannt.

Haben dann die Idee mit dem Nachglühen probiert. Dauert zwar bisschen, aber man kriegt ihn damit zum laufen. Zumindest bei den Außentemperaturen von gestern, also so um die 0°C. Im Sommer dürfte das besser aussehen, bei noch kälter noch schlechter.

Müssen wir jetzt mit dem Besitzer klären ob er mit dem aktuellen Zustand zurecht kommt, oder das Geld investieren will.
Weiß zufällig jemand, oder der Motor austauschbare Laufbuchsen hat?

Vielen Dank an alle, und schönen Sonntag noch!
Holger
 
Thema: Startschwierigkeiten am Fendt Dieselroß F 24 W

Ähnliche Themen

D 5505 Reinigung von Hydraulikleitungen

Wer repariert ESP des F2L 912 Motors?

HILFE! Deutz F4L1011 Problem

SDF Serie 5D 5090.4D 84PS EZL: 7/17 - Erfahrungsbericht

Schlepper-Spalter - 222 Euro Budget - Eigenbau mit Aufbaugeschichte .

Oben