Schaltschwierigkeiten

Diskutiere Schaltschwierigkeiten im Forum D-Serie im Bereich Deutz / Deutz-Fahr Schlepper - Hallo, habe ein neues Projekt: mein vergammelter D 40.1S wird endlich (nach 2 Jahren Stillstand) aufgemöbelt. Sprang sogar gleich wieder an...
Lars

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Hallo,
habe ein neues Projekt:
mein vergammelter D 40.1S wird endlich (nach 2 Jahren Stillstand) aufgemöbelt.
Sprang sogar gleich wieder an.
Problem: Kupplung tennt, aber beim einlegen eines Ganges "kratzt" es heftig im Getriebe.
Frage mich nun, wie das passieren kann?
Wenn die Kupplung trennt, dreht sich nichts im Getriebe (zumindest im Stillstand nach dem Starten), wie kommt dann das Geräusch zustande?

Etwas ratlos

Lars
 
Lasca34

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Das Kratzen kommt daher, daß die Kupplung eben doch nicht so ganz trennt.

Wenn der Schlepper eine Einfachkupplung hat, dann kann das daran liegen, daß der Kupplungsbelag ein wenig aufgequollen ist oder daß sich die Bleche, auf die der Belag aufgebracht ist, etwas übereinander geschoben haben. Der Spalt beim Lüften der Kupplung ist enorm klein, und deshalb genügt sowas schon, damit die Kupplung zwar im wesentlichen trennt, aber doch die leeren Getriebewellen immer noch etwas mitschlürt. So oder so: Hier hilft eine neue Mitnehmerscheibe.

Häufiger ist aber dies: Der Schlepper hat Doppelkupplung, also Motorzapfwelle (das sind die mit dem F im Variantenkürzel: NF, UF usw.). Dann probier doch mal, ob es auch noch kratzt, wenn die Kupplung über beide Stufen (Fahr- und Zapfwellenkupplung) geöffnet wird. Oft ist nämlich die Lagerung zwischen Hohl- und Vollwelle etwas eingelaufen, und deshalb schlürt die Hohlwelle (für die Zapfwelle) beim Schalten über die nicht mehr taufrischen Lager die Kernwelle (für den Fahrantrieb) etwas mit. Das führt dann zu Schaltschwierigkeiten, logo. Leider ist die Reparatur nicht so einfach. Denn erstens muß dafür das ganze Getriebe aufgemacht werden, und zweitens nutzen neue Nadellager da nur wenig, denn oft ist der Verschleiß nicht an den Lagernadeln, sondern an deren Laufflächen, und das ist die Oberfläche der Kernwelle sowie die innere Oberfläche der Hohlwelle. Da ist guter Rat teuer ?( , vor allem bei letzterer.

Noch 'ne Anmerkung: Bei fast allen derartigen Triebwerken ist es genau umgekehrt: Meist ist die Kernwelle für die Zapfwelle, die Hohlwelle für den Fahrantrieb.

Gruß
Michael
 
Lars

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Der D 40.1 s hat eine Doppelkupplung, zumindest hat er am Kupplungspedal das zweite kleine Pedal und die Sperre am Block.
Auch wenn ich beide Kupplungen trenne, kratzt es.

Ach so: er hat Motor- und zusätzlich Wegzapfwelle, das ist im Typenkompass auch nicht richtig dargestellt.

Gruß
Lars
 
Lasca34

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Dann wirst Du wohl an die Kupplung heran müssen. Immer noch besser als die zweite Möglichkeit.

Ja, bei diesem Triebwerk ist immer die Getriebe- bzw. Motorzapfwelle mit einer Wegzapfwelle kombiniert. Das ist bei F2L 514/4 bzw. /6 so, beim D 40, beim D 40.1 und auch beim D 50.

Zu dem unsäglichen Typenkompass kann man eigentlich gar nichts sagen. Da bleibt einem doch die Spucke weg. Ich versuche es trotzdem, und zwar mit nur einem, willkürlich herausgegriffenen Beispiel:

Wenn jemand, wie in dem neuen, zweiten Deutz-Band, zu blöd ist zu erkennen, daß ein DX 3.90 S überhaupt nichts mit einem DX 3.90 zu tun hat ( eher schon mit einem DX 3.65 oder DX 3.80 S ), dann sollte er keine Bücher schreiben X( . Der Stuß, der in diesen Bändchen (übrigens allen, ob über Fendt, Lanz, Deutz oder sonstnochwas) abgesondert wird, geht einfach auf keine Kuhhaut. Ich weiß nicht, wie so ein Mist entsteht, aber es interessiert mich schon zu erfahren, ob die Verfasser dieser Machwerke noch in den Spiegel schauen können, ohne daß ihnen übel wird.

Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Wer arbeitet macht Fehler, das ist normal und nicht zu beanstanden. Wenn aber die Art der Fehler aufzeigt, daß man von der behandelten Materie einfach nichts versteht, dann wird es peinlich - oberpeinlich, würde ich meinen.

Gruß
Michael
 
Thema: Schaltschwierigkeiten

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