SAE 30 Öl im Winter??

Diskutiere SAE 30 Öl im Winter?? im Forum Motor im Bereich Allgemeine technische Fragen - Hallo, und gleich noch eine Frage, darf man den Schlepper auch mit Einbereichsöl HD 30 im Winter fahren, wenn man ihn vorsichtig im Standgas...
D

deutz13006as

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Hallo,

und gleich noch eine Frage,

darf man den Schlepper auch mit Einbereichsöl HD 30 im Winter fahren, wenn man ihn vorsichtig im Standgas warmlaufen läßt??

Grüße

Thomas
 
D 6206 er

D 6206 er

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Hallo deutz13006as

Entscheident bei dem einzusetzenden Öl ist immer die Temperatur zum Startzeitpunkt des Schleppers. Ist dort -15 Grad, dann sollte ein Öl genommen werden, welches auch dann noch schmierfähig ist. Winteröle sind durch ein W gekennzeichnet. 30er ist ein Sommeröl. Bei einem Mehrbereichsöl z.B. 15 W 40 oder 10 W 30 gibt die kleinere Zahl die Viskosität bei kalten Temperaturen (Winter) an. Die große Zahl gibt die Viskosität bei hohen Temperaturen (Sommer) an. Ein Mehrbereichsöl 10 W 30 verhält sich im Winter wie ein 10er Einbereichsöl und im Sommer wie ein 30er Einbereichsöl. Das W gibt an, dass es auch im Winter eingesetzt werden kann.

Genaue Auskunft gibt aber Deine Bedienungsanleitung. Bei den Einbereichsölen mit einer niedrigen Zahl ist meistens lt. Bedienungsanleitung die Motor-Höchstbelastung eingeschränkt.

Aber heute werden meistens doch Mehrbereichsöle eingesetzt. Diese sind kaum teurer bzw. sogar preiswerter als Einbereichsöle. Mein Deutz benötigt 20W20 Motoröl für die Hydraulik. Dieses Öl ist scheinbar schwer zu bekommen und es war teurer als das 15 W 40 Öl, welches ich im Motor einsetze.

Also meiner Meinung nach ist 30 er Öl im Winter so eine Sache. Starte den Deutz besser erst bei positiven Temperaturen.

Gruß Elmar.
 
güldner

güldner

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Hallo,
um welchen Motor geht es hier eigentlich ??

Sicher ist die Ölthematik hier schon irgendwo beschrieben, aber ich will es einfach nochmal erwähnen.

Wenn dieser alte Motor nicht mit einem guten Papierölfilter, vorzugsweise dieser Motor sogar mit einer modernen Einweg-Schraubfilterpatrone nachgerüstet wurde, sollte man von der Verwendung der Mehrbereichsölen in alten Motoren tunlichst absehen.


Mehrbereichsöl haben die positive Eigenschaft die durch Abrieb und durch Verbrennungsrückstande entstehnden Schwebstoffe erheblich besser in sich zu binden und somit diese Schwebstoffe über ein modernes Filter entfernbar sind.
Die erwähnten Einbereichsöle, ob nun SAE30 oder SAE10, machen das nicht. Die Schwebstoffe sinken erheblich scheller auf den Grund des Motors und bleiben dort fast für immer liegen.

Diese zuvor erwähnte Einschränkung "fast", betrifft den Fall wo jemand es besonders gut mit seinem Motor meint, und ihn ohne eine vorherige Reinigung nun plötzlich mit Mehrbereichsöl betreiben will.

Dieses Mehrbereichsöl löst nun Teile dieser alten Ablagerungen wieder auf, welches aber bei fehlendem Microfilter und nicht erheblich verkürzten ÖLwechsel Intervallen zwangsläufig zum vorzeitigen Motorkollaps führt.

Eine vorherige Reinigung mit einer 50:50 Mischung von Öl u. Diesel (habt ihr sicher alle schon einmal von gehört) ist dabei aber auf keinen Fall ausreichend.
Zumindest sollte die Ölwanne und weitere ev. vorhandene Deckel demontiert werden und dann alle zugänglichen Stellen manuell gereinigt werden.


@D 6206 er
Verstehe ich das richtig das du dieses 20W20 nach wie vor für deine Hydraulik verwenden möchtest?

Warum nimmst du nich ein ganz gewöhnliches HLP46?
Machen wir schon seit ewigen Jahren so.
 
D

deutz13006as

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Hallo,

danke für eure Auskünfte.

Es handelt sich hier um einen 3 Zylinder Hanomag Motor der mit einer Ölfilter-Schraubpatrone betrieben wird.
In Zukunft kommt schon SAE 20 W 20 rein aber ich habe erst im Herbst Ölwechsel gemacht ( mit HD 30 ), und nun soll er in der Kalten Jahreszeit vor meinem Holzspalter laufen. Deshalb auch meine Frage.

Grüße
Thomas
 
D 6206 er

D 6206 er

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Hallo,

"um welchen Motor geht es hier eigentlich ?? "

da seht Ihr mal was passiert, wenn ein geschriebener Text interpretiert wird. Ich dachte natürlich, deutz13006as fragt bzgl. (s)eines D 13006 an. So kann man sich täuschen.

@ Güldner

Das 20W20 steht in der Bedienungsanleitung und hinsichtlich des von Deutz eingesetzten Filters habe ich natürlich ein 20W20 im Einsatz.

Ein Hydrauliköl HLP 46 setze ich nicht ein. Die Hydraulik entlüftet zum Getriebe hin (Schnüffelventil). Sollte dort einmal Öl in das Getriebe laufen, dann wäre ja HLP 46 Hydrauliköl im Getrieböl. Es kann auch einmal 20W20 überlaufen, da 20W20 aber auch als Getriebeöl eingesetzt werden kann (normalerweise 90er), ist das dann sicherlich nicht so tragisch. Soweit meine Überlegungen zum Hydrauliköl.

Kann evtl auch ein Motoren-Mehrbereichsöl (15W40) in der Hydraulik der Deutz 06er Serie eingesetzt werden?

Ich setze im Motorenbereich 15W40 ein (D4005, D6206). Keine Einbereichsöle.

Gruß Elmar
 
güldner

güldner

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Hallo,
bei welchen Schleppertypen soll das so sein, das der Krafheberblock ins Getriebe entlüftet?

Ich habe mir noch nie Gedanken über die Entlüftung gemacht und höre das heute das erste mal.

Wenn dem wirklich so ist, dann bist du auch wirklich der Meinung das eine doch relevante Menge ÖL ins Getriebe gelangt ??

Ehrlich gesagt, das kann ich mir jetzt nun überhaupt nicht mehr vorstellen, das dort mehr wie ein Sektglasglas innerhalb von 5 Jahren ins Getriebe kommt. Was soll als Beimischung schlechter an HLP46 sein als an 20W20
beides ist zu dünn für das Getriebe und dafür absolut ungeeignet.

Ich kann mich auch Erinnern das früher 20w20 in die Hydraulik kam, aber heute, heute nur noch HLP46

Übrigens, ich habe mal etwas im www. gestöbert und etwas sehr interessantes gefunden.

Mehrbereichs-Motorenöle SAE 10W40 und SAE 15W40 sind entwickelt für den Einsatz als Motorenöl.
In Hydraulikanlagen verhalten sie sich nicht optimal. -> Begründung

Mehrbereichs-Motorenöle verhalten sich in Hydrauliksystemen eher negativ.
Sie enthalten einen einen Additiv-Anteil von bis zu 25 % zur Verbesserung der Mehrbereichscharakteristik und
der motorischen Eigenschaften. Beim Einsatz in einer Hydraulik stimmt zunächst die Viskosität,
aber nach relativ kurzer Betriebszeit von weinger als 1.000 Bh sind die VI-Verbesserer so zerstört,
dass der ursprügliche Mehrbereichs-Charakter des Öls nicht mehr vorhanden ist.
Die Bruchstücke der zerscherten Moleküle verstärken den Prozess der Alterung, v
erursachen klebrige Rückstände und verschlechtern das Luftabgabevermögen.
Das Öl kann innerhalb kurzer Zeit eine schwarze Farbe annehmen.
Es drohen Schäden durch Kavitation.


Einbereichs-Motorenöle schneiden, besonders wenn sie als Erstfüllöle konzipiert sind,
deutlich besser ab als die Mehrbereichs-Motorenöle. -> Begründung

Einbereichs-Motorenöle verhalten sich ähnlich wie detergierende HLPD-Hydrauliköle.
Sie enthalten ein für Motorenöle entwickeltes Additivpaket. Der hohe Anteil von Reinigungs-
und Schmutztragewirkstoffen wird für Hydrauliken nicht benötigt. Problematisch werden diese Öle,
weil die Zusätze das Luftabgabeverhalten bereits nach kurzer Zeit so beeinträchtigen,
dass das Risiko für Kavitationsschäden erheblich ansteigt und Dichtungsprobleme
durch den Dieseleffekt vergrößert werden.

HLP- und HVLP-Hydrauliköle wurden vornehmlich für Industriehydrauliken mit Ölwechselzeiten
von mehr als 5.000 Bh entworfen. Sie lassen sich länger problemlos einsetzen als Motorenöle. -> Begründung

HLP-Industriehydrauliköle sind für den Langzeiteinsatz in Hydrauliken konzipiert.
Sie enthalten genau das richtige Grundöl und einen ausgewählten Additiv-Cocktail.
Es wird aber davon abgeraten, moderne zinkfreie Hydrauliköle HLP zu verwenden,
weil diese umweltschonenderen Flüssigkeiten meist nicht mit dem zinkhaltigen Erstfüllöl
oder auch nicht mit zinkhaltigen HLP-Ölen verträglich sind. Schlammartige Ausfällungen
der Zinkhaltigen Reaktionsprodukte verlegen oft Filter oder sind Ursache für Kavitation.

Synthetische Bioöle auf Basis gesättigter Ester verhalten sich, nicht zuletzt aufgrund der
für diese teuren Öle verbesserte Ölpflege, am besten, wenn bei der Umölung der Rest-Mineralölanteil
von weniger als 2 % erreicht wird. -> Begründung

Die beste Performance in Baumaschinen zeigen Bio-Hydrauliköle auf der Basis gesättigter Ester.
Durch ein natürliches EP-Verfahren werden nur wenig Additive (meist auf Schwefel-Phosphor-Basis)
benötigt. Durch polare Eigenschaften tritt weniger Ruckgleiten und Quietschen auf.
Die Dicht- und Führungsringe in den Zylindern bleiben länger elastisch. Durch die feinere Filtration,
die sich in einer besseren Reinheitsklasse zeigt, und den größeren Pflegeaufwand, der betrieben wird,
weil Bioöle relativ teuer sind, können sie oft bis zu 10.000 Bh als Lebensdauerfüllung eingesetzt werden.
 
kohlemann

kohlemann

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@Elmar
Du kannst getrost 15W40er Motoröl in Deine Hydraulik vom 06er einfüllen.
Gruß Ralf
 
Ö

Ölhand

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Hallo,
also in die Deutz Hydrauliken gehört Motoröl, heute vorzugsweise Mehrbereichsöl wie etwa 15 W 40. Hydrauliköl in Deutz Hydrauliken ist eher schädlich, da ich schon höheren Verschleiß der Hydraulikpumpen bei manchen Kunden beobachten konnte. Und was die Beimischung betrifft, die ist schon etwas mehr als ein Sektglas in 5 Jahren. Wenn man die Hydraulik regelmäßig nutzt, kann es schon sein, das 1-2 Liter im Jahr ins Getriebe laufen.
@ Deutz13006AS
Warum willst du denn 20 W 20 einfüllen?
Nimm lieber 15 W 40 oder ähnliches, was du auch im 130 06 fährst.
@ Güldner
ab 06er Serie entlüften die Deutz alle ins Getriebe. Was davor war weiß ich jetzt nicht genau.
Gruß, Achim
 
D 6206 er

D 6206 er

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Danke Ölhand.


Hallo Güldner,
5 Jahre mit denselben Öl? Ist weder im Getriebe noch im Hydraulikbereich zu empfehlen.

Die Hydraulik entlüftet dürch ein "Rohr", welches oben mit einem Schnüffelventil versehen ist, vom Hydraulikblock nach unten zum Getriebe. Das Getriebe entlüftet durch ein kleines rundes Loch in der Manschette (=der Faltenbalk unten am Schalthebel) der zwei Getriebeschalthebel. Wenn z.B. der Frontlader von der obersten Position abgesenkt wird, dann läuft ja das Hydrauliköl in den Hydraulikbock zurück. Die Luft, die im Hydraulikbock ist, entweicht dann über das Schnüffelventil zum Getriebe, von dort über das kleine Loch im Faltenbalk der Gangschalthebel zwischen die Füße des Treckerfahrers; der Treckerfahrer nimmt dann - wenn er nicht gerade total verschnupft ist - einen gewissen Ölgeruch war, d.h., es schnüffel etwas nach Öl.
Etwas anders ist die Entlüftung bei der 07er Serie mit der C-Kabine: diese hat eine Seitenschaltung, dort ist ein Entlüftungsventil.

Hat der Schlepper aber einen Zusatzölbehälter, dann ist das Schnüffelventil im Hydraulikblock mit einer Gummikappe verschlossen (diese ist wie ein Kondom, nur kleiner und das Gummi ist dicker), weil der Hydraulikbock ja voller Öl ist. Dann entlüftet die 06er Serie über ein Entlüftungsventil am Zusatzölbehälter. Die DX 3 er Vario Kab haben aber am Zusatrölbehälter eine zweite Leitung. Wohin die Entlüften kann ein Leser bitte bei meiner Frage beantworten, die ich in der Rubrik DX gestellt habe - das wohin weiß ich leider nicht !!!

Gruß Elmar
 
D 6206 er

D 6206 er

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Hallo Achim,

schon wieder habe ich gerade Ölhand geschrieben (aber Dein Nickname ist so einprägsam).
Würdest Du bitte mal in der Rubrik DX und neuer schauen, ich habe dort eine Frage zum Zusatzölbehälter bei einem DX 3.60 Vario KAb gestellt. Einen solchen habe ich mir gekauft, nagelneu und mit allen Anbauteilen. Dieser soll an meinen D 6206. Aber die Entlüftung ist mir noch unbekannt. Wenn Du mir darauf eine Antwort geben könntest.

Gruß Elmar
 
Thema: SAE 30 Öl im Winter??

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