Ölverlust D25

Diskutiere Ölverlust D25 im Forum Motor im Bereich Allgemeine technische Fragen - Hallo, bin wieder mal dran am Trekker. Mein kleiner hat auf der rechten Seite des Motors leichten Ölverlust. Angeblich hat der Vorbesitzer...
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uni.stefan

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Hallo,

bin wieder mal dran am Trekker. Mein kleiner hat auf der rechten Seite des Motors leichten Ölverlust. Angeblich hat der Vorbesitzer regelmässig Biodiesel getankt. Nun ist er irgendwie nicht mehr dicht.
Auf der rechten Seite des Motors sind so "Stangen" die unten auf ner Feder sitzen. Sozusagen überhalb des Ölfilters.
Wie ihr seht kann ich es recht präzise beschreiben. Anfänger halt.

Meine Frage ist, kann man das wieder abdichten, und mit wieviel Aufwand ist das Verbunden??
 
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11er

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keine Panik! so wie du das schilderst ist es die Kompression und zwar oberhalb des Öleinfüllstutzens. Das ist relativ normal bei den alten Treckern, es wird ja nicht wie wild da rauslaufen sondern einfach nur etwas schmieren. Evtl kannst du auf etwas zäheres Öl umsteigen, aber ich würde mir deshalb keine Gedanken machen, es sei denn der Verlust ist so stark, deß du regelmäßig nachschütten mußt.
Gruß 11er
 
Moorhorst

Moorhorst

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hallo
so wie er es beschreibt,sind es die stößelrohre.bei denen sitzen unten auf dem motorblock kleine dichtringe.kann man auch ohne grossen aufwand tauschen,federn zusammenziehen mit draht und dann rohre ein stück hochschieben,neuen dichtring sollte man vorher besorgt haben.mit dickerem öl kann das wohl nicht funktionieren,so nen quatsch hab ich noch nie gehört.
hab das bei meinem d25 bj 60 erfolgreich gemacht,schau dir auch gleich die dieselleitungen dabei an,meine waren auch undicht.
gruss
horst ;)
 
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11er

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@Moorhorst: das mit dem Öl habe ich mittlerweile so oft gehört, daß wohl was dran sein wird, schütte selber aber auch immer "Baumarktplörre" rein, die ist immer noch besser als das Öl vor 50 Jahren
Gruß 11er
 
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11er

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so ich nochmal; mir läßt das ja keine Ruhe, daß ich hier Quatsch erzählt haben soll, darum habe ich gerade mit einer Firma telefoniert, die Öle und Schmierstoffe herstellt. Mir leuchtete das nämlich schon ein, geben die Zahlen doch Auskunft über die Viskosität, also darüber, ob das Öl dick- oder dünnflüssig ist. Darüber hinaus ist auch die Veränderung des Aggregatzustandes in Abhängigkeit von der Temperatur eine leicht verständliche physikalische Gesetzmäßigkeit. Warum soll sich also nicht ein dünnflüssiges Öl, das bei Erhitzung noch dünner wird, einfacher durch irgendwelche "Ritzen" drücken, als ein dickeres, das bei Erwärmung zwar auch dünner wird, aber dann evtl. die Viskosität des Dünnen im kälteren Zustand erreicht. Dies habe ich dann auch so geschildert und man hat mit recht gegeben. Mein Gesprächspartner meinte, es sei durchaus möglich, dann ein 40er Öl zu verwenden, allerdings muß man sich vorher überlegen, wann man dieses einsetzt. Bei einem reinen Sommerfahrzeug hielt er es für unproblematisch, im Winter jedoch für zu zäh, das erschwert den Startvorgang und gewähleistet nicht, daß das Öl sofort überall da ist, wo es sein soll. Darüber hinaus muß man sich ansehen, wie das Fahrzeug genutzt wird. Für kurze Spazierfahrten, also mal zu nen Treffen oder so, ist das ok, im Dauereinsatz, also von morgens bis abends auf dem Acker, wird sich der Motor ebenfalls so weit erhitzen, daß das Öl entsprechend dünner wird und sich durch die Ritzen drückt. Deshalb folgte die Empfehlung, Ölschmier, also keinen Verlust im Sinne von ständigem Tropfen und entsprechendem Nachfüllen, einfach mit einem Lappen wegzuwischen. Logisch, da steht eine Reparatur mit Tausch irgendwelcher Dichtungen ja in keinem Verhältnis.
Und wo ich gerade dabei war, habe ich auch gleich nach dem oft diskutierten Thema von Getriebeöl zur Verringerung von Geräuschen gefragt. Meinem Gesprächspartner war bekannt, daß viele Oltimerfahrer, nicht nur von Traktoren, sich ihr Öl quasi selber mischen, sprich Fett zugeben. Modellbauer mischen auch mit Rizinusöl o.ä. Ich hielt entgegen, daß ein Geräusch auch immer eine Ursache haben muß, die man doch besser findet, als nur die Symptome zu behandeln (wir sind ja keine Ärzte). Er erzählte mir dann aber von den ersten Schnellganggetrieben der Auto Union und daß Audi da wohl auch Probleme mit hatte. Er empfiehlt in solchen Fällen ein synthetisches 75W90, das den Kontakt von Metall zu Metall unterbindet. Soll aber nicht billig sein. Fett hielt er auch nicht für die beste Lösung, das Zeug läßt sich halt nicht einfach durch Ölablassen entfernen, sondern bleibt kleben.
Also, hoffe den Nebel um die verschiedensten Öl-Theorien mal etwas beseitigt zu haben.
Gruß 11er
 
U

uni.stefan

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Danke für die vielen und ausführlichen Antworten.
 
Lasca34

Lasca34

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Hallo 11er,

da hast Du Dir ja richtig Mühe gegeben! Dennoch wäre ich etwas vorsichtig mit der Verwendung dickflüssigeren Öls um Undichtigkeiten zu beseitigen ( oder weniger vornehm ausgedrückt: Ich rate davon dringend ab ). Warum?

1. Kann sein, daß die Undichtigkeit eine Zeit lang nicht mehr so auffällt (wegen der höheren Viskosität, da hasse Recht), kann aber auch sein, daß die Undichtigkeit bald keinen mehr interessiert, weil irgendeine Stelle nicht genug von dem dicken Saft bekommen hat und nun der Motor ruiniert ist.
2. Kann sein, daß die Undichtigkeit eine Zeit lang nicht mehr so auffällt , aber spätestens wenn der Motor mal richtig warm wird, sabbert es doch wieder.

Gruß
Michael Bruse
 
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11er

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ich zitier mich mal selbst:
"...und gewähleistet nicht, daß das Öl sofort überall da ist, wo es sein soll. Darüber hinaus muß man sich ansehen, wie das Fahrzeug genutzt wird. Für kurze Spazierfahrten, also mal zu nen Treffen oder so, ist das ok, im Dauereinsatz, also von morgens bis abends auf dem Acker, wird sich der Motor ebenfalls so weit erhitzen, daß das Öl entsprechend dünner wird und sich durch die Ritzen drückt."
Meiner Meinung nach entspricht das deinen Punkten 1 und 2, aber es kann ja nicht schaden, das nochmal kurz und knapp zu sagen ;)
Gruß 11er
 
Lasca34

Lasca34

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Ja, da hasse Recht! Nur bezweifle ich eben, daß ein Trecker nur bei voller Belastung der korrekten Schmierung bedarf. Ich habe schon Bullöcher im Leerlauf festgehen sehen. Okay, es stellt sich die Frage, ob man bei richtigen Treckern auch damit rechnen muß :D , aber ich würde das nicht mit meinen eigenen Schleppern probieren wollen. 8)

Gruß
Michael Bruse
 
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11er

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ok, ich streiche das "sofort", damit müsste der Satz seinen Sinn so verändern, daß wir einer Meinung sind :D
Gruß 11er
 
Thema: Ölverlust D25
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