D 30/D 30 S Neu hier und 1.000 Fragen zum D30s

Diskutiere Neu hier und 1.000 Fragen zum D30s im Forum D-Serie im Bereich Deutz / Deutz-Fahr Schlepper - Moin, mein Name ist Dirk und ich bin seit kurzem Besitzer eines Deutz D30 S. Das gute Stück steht optisch noch ganz gut dar, hat dafür aber...
d.j.

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Moin,

mein Name ist Dirk und ich bin seit kurzem Besitzer eines Deutz D30 S. Das gute Stück steht optisch noch ganz gut dar, hat dafür aber diverse technische Macken. Da Motor räuchert extrem und es gibt vermutlich keine Dichtung, aus der nicht reichlich Öl tropft.



Da es sich um den ersten Deutz handelt, an dem ich schrauben darf, möchte ich an dieser Stelle ein Fragen loswerden und würde mich sehr über eure Unterstützung freuen.
  • Laut Typenschild ist ein 812 Motor verbaut. In den Papieren steht aber Erstzulassung 1961. Wurde der 812 Motor nicht erst ab dem Jahr 1964 verbaut?
  • Gibt es irgendwo den Teilekatalog als pdf zu erwerben. Ich arbeite in der Werkstatt lieber mit dem Tablet und nicht mit einem Buch und selber einscannen ist mir zu aufwendig.
  • Der Motor springt kalt recht gut an, räuchert aber extrem schwarz und klopft / schlägt seeehr laut. Wenn der nach ca. 500m Fahrt warm geworden ist, verliert er an Leistung und geht aus. Dabei räuchert er noch immer sehr schwarz und aus dem Kurbelwellengehäuse kommt weißlicher Qualm. Überprüft habe ich mittlerweile die Kompression (21-22bar auf beiden Zylindern) und das Ventilspiel. Die Ventile haben seitlich viel Spiel, da die Kipphebellager verschlissen sind. Ich habe aber noch keine neuen „Lager“ gefunden (habe noch keinen Teilekatalog). Die Einspritzdüsen waren zur Überprüfung beim Bosch – Dienst und sollen nach deren Aussage soweit in Ordnung sein.
  • Jetzt habe ich die Zylinderköpfe abgebaut und in beiden sind kleine Risse erkennbar (siehe Fotos). Sind die noch zu retten oder muss ich mich nach Ersatz umschauen? Kann das die Ursache für den räuchernden Motor sein?
  • Gibt es einen Trick um das Lenkrad abzubauen? Die große Mutter habe ich gelöst und dann ordentlich WD40 & Öl hinein gekippt, damit der Dreck und Rost löst. Aber das Lenkrad will nicht runter, auch nicht mit Hilfe eines Abziehers und leichten Schlägen von unten…
Weiter bin ich aktuell noch nicht, aber wenn der Motor erstmal wieder läuft und ich einen Teilekatalog habe, bin ich schon ein großes Stück weiter.

Entschuldigt bitte, falls die eine oder andere Frage hier schon einmal erörtert wurde. Ich lese hier erste seit ein paar Tagen mit und habe noch längst nicht alles durch.

Vielen Dank & Gruß aus dem LK Peine,
Dirk
 

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swd40

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Moin,

die Risse am Einschußkanal sind normal und stören nicht. Die dürfen aber nicht in die Dichtungsfläche reichen. Zwischen den Ventilen ist kein Riß, das ist gut. Der Schußkanal sieht mir nach 712er Kopf aus (41R oder älter, 612/712/812 'alt'), nicht nach 48R (812 'neu'). Besorg dir mal ein WHB zum 612/712 und 812er Motor, die gibts auch online zum runterladen. http://amoko.free.fr/Documentations/Moteurs/Deutz/

Ersatzteillisten hab ich meist nur als gedruckte Variante gesehen.

Lenkrad abbauen sollte mit guter Unterlage (32er Schlüssel wenn ich mich nicht irre ...) und Prellen funktionieren. Vielleicht auch mal unter Spannung setzen und dann abwarten ob in 'ner Stunde was kommt.

Ansonsten mal herzlichen Glückwunsch zum neuerwerb!

Gruß,

Josef
 
N

niedersasse

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Moin und herzlich willkommen.

Da hast Du dir ja eine ordentliche Baustelle zugelegt.

Die meisten Fragen sind hier im Forum schon unzählige Mal beantwortet worden.
Wenn Du die Suche bemühst, bekommst Du auch pdf Dokumentation.

Grüße

Richard
 
d.j.

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Moin,

bei meinem D30 (812 Motor) war die Ölpumpe defekt. Ich habe eine Ersatzpumpe gefunden und eingebaut. Wenn ich den Motor nun von Hand drehe, wird aus allen Lagern das Öl herausgedrückt. Nur aus der Bohrung des hinteren Pleuels kommt kein Öl. Bei der Bohrung des vorderen Pleuels kommt hingegen ein ordentlicher Strahl. Ich vermute, dass der Ölkanal zur hinteren Bohrung in der Kurbelwelle verstopft ist.

Kann mir jemand sagen, wie dieser Kanal verläuft. Aus den üblichen Darstellungen ist das leider nicht auszumachen. Kommt der Kanal vom mittleren oder vom hinteren Hauptlager? Kann man den Kanal „freilegen“ indem man das Gegengewicht abschraubt? Gibt es sonst noch Ideen, wie man die Verstopfung beseitigen kann? Mit Druckluft habe ich es schon vergebens versucht.

Vermutlich lässt es sich nicht vermeiden die Kurbelwelle auszubauen. Bei der Gelegenheit würde ich die Welle überprüfen und ggf. nachschleifen lassen. Kennt jemand einen Betrieb im Großraum Hannover, der solche Arbeiten ausführt?

Danke für eure Tipps,

Dirk
 

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swd40

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Moin,

812er WHB, Seite 107 kennst Du? Das sagt daß das Pleuellager von Zylinder 1 (der hintere) vom schwungradseitigen Kurbelwellenlager geschmiert wird.

Gruß,

Josef
 
d.j.

d.j.

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Hallo Josef,
in meinem WHB (H0199-15; Ausgabe von 1965) geht es auf Seite 107 auch um den Schmierölkreislauf. Das Zylinder 1 vom schwungradseitigen Kurbelwellenlager geschmiert wird, steht dort aber nicht. Deshalb besten Dank für den Hinweis.

Kann man den Kanal freilegen, indem man das Gegengewicht abschraubt? Ich habe leider gerade keinen 10er-Inbus, sonst hätte ich das bereits versucht.

Gruß Dirk
 
Lausbua

Lausbua

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Wenn der nach ca. 500m Fahrt warm geworden ist, verliert er an Leistung und geht aus.
Servus Dirk,

bist du schon dahintergekommen, an was das liegt?
Meine Vermutung:
Das ist ein Lagerschaden am hinteren Lager, an dem kein Öl ankommt. Kalt dreht der Motor noch, aber wenn er warm wird frisst das Lager. Daher wird es vermutlich auch nicht viel bringen, wenn du es schaffst den Ölkanal freizublasen. Der Schaden ist schon da.
Mir wäre es zu unsicher den Motor so wieder zusammenzubauen, ohne die Lager wenigstens anzusehen. Wenn du in der Lage bist die Kurbelwelle selbst auszubauen, wäre mein Rat: mach es!

Leider weiß hier (bisher) anscheinend auch niemand, wie die Bohrungen genau verlaufen bzw. wie man im eingebauten Zustand dran kommt, sonst hätte es derjenige sicher schon jemand kundgetan. Auf Seite 107 in besagtem WHB erkennt man jedenfalls anhand des Schaubildes, dass das vordere Pleullager vom vorderen KW-Lager geschmiert wird, das wiederum eine eigene Ölversorgung hat. Beim 712er war es noch umgekehrt, da wurde das hintere KW-Lager vom Pleullager über das mittlere KW-Lager mitversorgt. Das war wohl eine Schwachstelle des 712-Motors und wurde bei der Umstellung auf den 812er Motor geändert (so habe ich es im Forum schon des öfteren gelesen)

Hoffe ich konnte dir helfen. Halt uns bitte (auch mit Bildern) auf dem Laufenden.

LG Emanuel
 
krammerreini

krammerreini

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Servus miteinander,

hier mal die besagte Seite 107. Ich hab mal versucht, die Pfeile, welche die Öl-Fließrichtung anzeigen rot anzumalen:
Schmierung F2L812 rot.jpg

Auch wenn es im Text nicht explizit erwähnt wird, bin ich der Meinung, dass man schon erkennen kann, woher und wohin die Ölkanäle führen.

Grüße vom
Reini
 
S

swd40

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812er WHB, Seite 107 kennst Du? Das sagt daß das Pleuellager von Zylinder 1 (der hintere) vom schwungradseitigen Kurbelwellenlager geschmiert wird.
Hallo Josef,
in meinem WHB (H0199-15; Ausgabe von 1965) geht es auf Seite 107 auch um den Schmierölkreislauf. Das Zylinder 1 vom schwungradseitigen Kurbelwellenlager geschmiert wird, steht dort aber nicht. Deshalb besten Dank für den Hinweis.
Moin,

mit 'sagen' meinte ich das Schaubild, da kann man die Schmierölleitungen und die Bohrungen in der Kurbelwelle gut nachvollziehen.

Gruß,

Josef
 
ahomt

ahomt

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moin

man könnte von außen die Ölbohrung zum hinteren Hauptlager öffnen (die kleine Verschlussschraube am unteren Eck des Motors) u schauen , wie es da mit Öl aussieht.

letztlich wirst du nicht umhinkommen, bei diesen Problemen u dem Wissen um die defekte Ölpumpe, den Motor zu zerlegen.

zumindest das hintere Lagerschild muss mal ab, um den Zustand des Hauptlagers zu prüfen. da muss die KW noch nicht demontiert werden

VG
Andreas
 
d.j.

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Moin und besten Dank an alle für die Tipps.

Wie bereits geschrieben, ist der Trecker noch nicht sehr lange auf dem Hof und deshalb habe ich auch noch nicht sonderlich viel Erfahrung im „treckerschrauben“. Bis zum jetzigen Punkt war alles noch recht selbsterklärend, aber ich vermute, dass die KW nach hinten raus muss und ich dafür den Trecker trennen muss (habe das WHB diesbezüglich aber noch nicht studiert). Ich habe ziemlichen Respekt vor den großen Massen, die dann irgendwie sicher, ohne umzukippen auseinander und später auch wieder passgenau zusammen müssen. Das will vermutlich gut vorbereitet sein.

Trotzdem führt wahrscheinlich kein Weg daran vorbei, zumindest nicht wenn man es einmal richtig machen will, um dann hoffentlich langfristig Ruhe zu haben.

Trotzdem drängt die Zeit etwas, denn der nächste Deutz (diesmal ein D40) steht schon in der Warteschlange.

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Danke Dirk
 
motorschrauber

motorschrauber

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Wenn du die Kurbelwelle ausbauen willst fängst du am besten vorne an der Vorderachse an. Da kann dann auch nicht viel umkippen. Vorderachsbock mit Achse ab, Motor von der Kupplungsglocke trennen und dann zerlegen. Ist kein Hexenwerk wenn man sich am Werkstatthandbuch orientiert.
 
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deutzmarc

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Hallo

Es muss auch nicht unbedingt ein Kanal in der Kurbelwelle zu sein.
Es könnte auch sein, dass sich ein Hauptlager im Block verdreht hat und die Bohrungen nicht mehr fluchten. Dann bekommt die KW erst garkein Schmieröl.

LG Marc
 
Thema: Neu hier und 1.000 Fragen zum D30s

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