Intrac 2005+2006

Diskutiere Intrac 2005+2006 im Forum INTRAC im Bereich Deutz / Deutz-Fahr Schlepper - Hallo, weiß jemand wo vielleicht mal ein Intrac 2005 oder ein Intrac 2006 6.30 gelaufen sind. Ich finde die Dinger total faszinierend. Vielleicht...
Berndt

Berndt

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Hallo,
weiß jemand wo vielleicht mal ein Intrac 2005 oder ein Intrac 2006 6.30 gelaufen sind. Ich finde die Dinger total faszinierend.
Vielleicht hat ja jemand noch so ein Ding oder hat ein paar Fotos wo Sie mal im Einsatz waren.
Ich find es echt schade, dass der MB-Trac dem Intrac den Markt geklaut hat. Es wäre bestimmt ein großer Erfolg geworden.
Ein Nachbar von mir hat einen Intrac 2003. Es ist ein herrlicher Schlepper mit den Vorteilen eines großen und kleinen Schleppers (wendig, stark, Allrad, relativ komfortabel,...).

Gruß Berndt
 
friedel

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Hi,
ich freue mich über jeden Intrac-Fan den ich über dieses Forum ansprechen kann.
Nun aber zu den Intracs:
Der 2006 ist nie in Serie gegangen, die Maschine war mit einem 5-Zylinder und einem Hydrostatischemfahr-
antrieb ausgestattet. Ebenso gab es als Prototype einen
6.05 ist auch nie in Serie gegangen.
Gebaut wurden die Typen 2002, 2003, 2004, 6.30, und
6.60!
Beim Schwungrad-Versant git es ein Buch "Intrac und die
Unbekannten von Deutz", da kannst Du die Intracgeschichte nachlesen.
Wenn Du vom Forum auf die Homepage wechselst findes
Du unter Links den Schwungrad-Versant, dann Bücher>
Firmenspez. Bücher> Intrac und die Unbekannten von Deutz.

Gruß aus Borchen
friedel
 
Berndt

Berndt

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@ Friedel,
tut mir leid, aber da muss ich dir wiedersprechen.
Der Intrac 6.30 war mit einer 6 Zylinder Maschiene ausgestattet, typ F6l912, wenn ich mich nicht irre.
Außerdem ist der Intrac 2005 in Serie gegangen.
Bei dem 2006er bin ich mir nicht sicher, aber ich glaub er war auch zumindest über den Prototy status hinweg.

Gruß Berndt
 
friedel

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Hallo Berndt,
ich habe es noch mal nachgelesen und kann jetzt hoffentlich etwas Licht ins Dunkele bringen.Deutz ist unter Projektnamen ULM (Universallandmaschine) 1970 die Entwicklung der Intracs angegangen.
Am Anfang stand der 2005 (Motor F5L 912 / 80 PS) und der ja bekannte 2002. Vom 2005 wurden 5 Maschinen gebaut, da man bei Deutz mit der Motorleistung nach Feldversuchen nicht zufrieden war gab es eine Weiterentwicklung den 2006 (Motor F6L 913 / 116 PS) . Von diesem Typ gab es eine Nullserie die 20 Maschinen umfasste. Aus mir nicht bekannten Gründen wurde der 2006 aber von Deutz eingestampft. Der 2002 hingegen blieb in Serie und wurde weiterentwickelt über die Typen 2003 und 2004. Von diesen 3 Typen wurden bis mitte der 80er Jahre ingesamt ca. 5000 Stk. gebaut.
Dann kam Deutz mit einem ganz neuem Trackschlepper auf den Markt, der 6.XX Baureihe (neue Geschichte)
Gruß friedel
 
B

Bernidson

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Bin kein Intrac Experte. Aber soweit ich es einschätzen kann, war der Intrac nicht so sehr als Zugmaschine konzipiert. Jedenfalls die Kleinen, sondern mehr als Grünfutterernte Maschine. Also für den Grünlandbetrieb.
Technisch war der Sitz über der Vorderachse wohl auch recht unkomfortabel jedenfalls bei 2002/03. Der MB trac ist da eine ganz andere Maschine. Er ist eher für den Acker geeignet. Und mit der gefederten Vorderachse auf jeden Fall viel komfortabler. (und schneller) Die 2005/06 haben durch den Hydromaten zuviel an Leistung verloren. Zur selben Zeit gab es einen 6006 mit Hydromaten. Der ca. 60 PS leistende Schlepper hat nach dem alles durch das Getriebe gespult war nur noch ca. 40 PS auf den Boden gebracht. Das ist ein viel zu kleiner Wirkungsgrad. Es hat wohl noch über 25 Jahre gedauert bis Fendt mit seinen Varios das Feld nochmal neu und serienreif beackert hat. Trotzdem hätte Deutz besser beim 16006 weitergemacht. Das war ein Schlepper (trac) mit gleich großen Rädern. Wie tauglich die 6er In Tracs waren weiß ich allerdings überhaupt nicht. Gab ja auch nur wenige von denen. Auf jeden Fall waren sie sehr hoch. Weiß nicht ob die auf jeden Hof gepasst hätten.
Wer weiß denn noch mehr über die 6er In Tracs. Schade ist, dass aus der Kooperation mit MB nicht ein neuer Trac entstanden ist. Insgesamt scheinen die Trac- Episoden nun so langsam dem Ende entgegen zu gehen. Nachdem es Schlüter nicht mehr gibt und der Fendt Xylon meines wissens nicht mehr produziert wird.
In Amerika sind die viel verbreiteter. (aber auch größer)
Interessant war auch der Kramer 1014 und 1214. Habe mir mal einen angesehen, der zum Kauf anstand. War schon eine interessante Maschine mit Allradlenkung und Hundegang. War wohl technisch der interessanteste Trac.
 
deutz5206

deutz5206

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Hallo, wollte auch noch meinen Senf dazu geben. Habe mich selber lange Zeit mit den 6.xx Intracs beschäftigt und wollte eine solche Rarität erstehen. Diese sind mit einem F6L 913 Motor ausgestattet und entsprechen vom Motor und Getriebe her, im technischen, einem DX 6.51.
Diese Intracs sind von Deutz und Mercedes in einer eigens dafür gegründeten Firma gebaut worden (daher auch teilweise die MB-Trac ähnliche Lackierung in Gelb) und trugen im Gegensatz zu den anderen Modellen (2003,2004) auch nicht den Namen "Intrac", sondern hießen "IN-Trac".
Gescheitert ist die ganze Sache laut einem Deutz-Buch am Preis, das schreibt, daß der 6.30 ohne FH und Powermatic,etc. einen Basispreis von ca. 130.000,- DM +MwSt. hatte.) Vollausstattung +MwSt. = 150.000,- DM
Stolzer Preis für einen Traktor, der bei 40 Km/h, durch die Anordnung des Sitzes über der ungefederten Vorderachse, einen Fahrkomfort wie eine Seifenkiste hat.

Ich habe vom Kauf abgesehen, da:
1. Die Preise total überteuert sind.
2. Die Maschinen aufgrund ihrer Leistung, nicht gerade als Pflegeschlepper eingesetzt wurden und dementsprechend eine hohe Laufleistung und Verschleiß aufweisen.
3. Die Elektronik (Digitaler Tacho etc.) meistens schon defekt sind und Ersatz kaum zu bekommen ist.
4. Die verbaute Powermatik bei einem Defekt schon mal die Kasse um 10.000 € erleichtern könnte.
usw.
 
Lasca34

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Ohne Zweifel ist Bernidson kein Intrac-Experte. Vielleicht sollte er sich mal damit beschäftigen und echte Vergleiche mit der rasenden Telefonzelle mit Stern anstellen, dann würde er nicht nur Experte sondern möglicherweise sogar Fan.
Zunächst: Ein Trac ist ein Schlepper mit zusätzlichem Anbauraum (meist "dritter Anbauraum" [nach vorn und hinten] genannt). Das hat mit der Größe der Räder nichts zu tun - zumal beim MBtrac von Radgröße ja auch nur sehr bedingt gesprochen werden kann. Demzufolge wäre korrekterweise eigentlich auch ein Fendt-GT ein Trac, nicht aber der sog. Super-Trac von Schlüter, denn der hatte keinen dritten Anbauraum.
Dann: Der Intrac war eigentlich für den Ackerbau konzipiert worden, und so wurde er auch damals präsentiert. Daß die Bauern dann sehr schnell gemerkt haben, daß mähen vorne und laden hinten im Grünlandbetrieb eine wunderbare Sache ist, hat auch Deutz etwas überrascht. Jedenfalls hatte man in den ersten Jahren den Nutzen des INtrac-Systems im Ackerbau gesehen. Nur hat dann die Praxis eben die Theorie überholt.
Ferner: Ohne Zweifel war einer der Hauptmängel der kleinen Intracs die zu kleine Vorderradbereifung. Bzgl. der Bodenfreiheit wurden die gröbsten Mängel erst mit der Einführung der Portalachse beim Intrac 2004 (optional) bereinigt - allerdings hat Deutz es möglichst geheim gehalten, daß so eine Achse lieferbar war - warum auch immer. Die Vorderräder blieben trotzdem zu klein. Andererseits zieht auch ein Trac noch immer meistens hinten. Und da gab es beim Intrac richtige Räder. Der Xylon von Fendt zeigt doch sehr schön, daß Räder nicht gleich , sondern groß sein müssen.
Und damit komme ich zur Ackertauglichkeit des MBtrac. Vier gleich kleine Räder sind schon mal nicht optimal. Durch das spezielle Konzept der Vorderachsfederung hat Mercedes die Nutzung der Regelhydraulik gründlich vereitelt - zwei Probleme, die schon der Unimog mit sich herumschleppt. Und dann die Gewichtsverteilung (von Mercedes immer "die ideale" genannt:( Natürlich liegen beim MBtrac im Ruhezustand etwa 60% des Gewichts auf der Vorderachse. Aber diese 60% sind als Gegengewicht zu z.B. einem schweren Pflug nicht zu gebrauchen, weil durch die Federung das Gewicht der Vorderachse weitgehend entkoppelt ist (oder anders ausgedrückt: erst zum Tragen kommt, wenn der Schlepper die Nase schon gewaltig weit in der Luft hat). Folgerichtig habe ich auch noch nie andere Schlepper gesehen, die vorne dermaßen stark ballastiert zum Pflügen fahren, wie die MBtrac mit der "idealen" Gewichtsverteilung. Im Grünland ist die Kopflastigkeit auch nicht die reine Freude: Mit Frontmähwerk (noch mehr Gewicht vorne) und Ladewagen (der schiebt dann gut nach) sollte man zumindest hoffen, daß es nicht anfängt zu regnen, oder daß der Weg aus anderen Gründen etwas glatt wird. Ruck-zuck knickt die Fuhre ein oder liegt gar auf der Seite.
Und dann die Trac-Eignung. Wenn man den Aufbauraum tatsächlich nutzen will, dann kann man wohl schlecht die Kabine dahin setzen. Und tatsächlich: Bei allen Schleppern mit Mittelkabine liegt der Schwerpunkt des Aufbautanks hinter der Hinterachse und sorgt also für die Entlastung der Vorderachse. Nur bei Intrac und GT taugt der zusätzliche Anbauraum auch etwas. Die haben ja auch nicht die Kabine mitten in den Weg gestellt. Natürlich haben auch diese Lösungen ihre Nachteile, aber warum sollte man einen Trac kaufen, wenn der Aufbauraum ohnhin nur schlecht zu nutzen ist? Es fällt schon auf, daß die meisten MBtrac mit konventionellen (am Heck angebauten) Anbauspritzen unterwegs sind. Das tut ein Standardschlepper auch - mit richtiger Bereifung, besserer Wendigkeit und sogar regelhydrauliktauglich.
Ich hätte mir einen Trac mit dem Grundaufbau des Schlüter Euro-Trac bzw. Fendt Xylon, natürlich mit Kabine vorne, großer (nicht notwendigerweise gleicher) Bereifung und Vorderachsfederung nach heutigem Konzept gewünscht. Schade, daß das Thema einstweilen vom Tisch ist.
Der MBtrac hingegen wäre wohl kaum zu verkaufen gewesen, wenn da z.B. Steyr oder Same draufgestanden hätte. Wir wollen froh sein, daß dieser nette Scherz für gute Freunde und Bekannte in die ewigen Jagdgründe entschwunden ist.

Gruß
Michael Bruse
 
Lasca34

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deutz5206 schrieb:
Diese Intracs sind von Deutz und Mercedes in einer eigens dafür gegründeten Firma gebaut worden ...............
Gescheitert ist die ganze Sache laut einem Deutz-Buch am Preis, das schreibt, daß der 6.30 ohne FH und Powermatic,etc. einen Basispreis von ca. 130.000,- DM +MwSt. hatte.) Vollausstattung +MwSt. = 150.000,- DM
Stolzer Preis für einen Traktor, der bei 40 Km/h, durch die Anordnung des Sitzes über der ungefederten Vorderachse, einen Fahrkomfort wie eine Seifenkiste hat.

Hallo Deutz5206,

hier ist noch etwas Senf von mir zu Deinem Senf:
1. Gebaut wurde die großen Intrac in Lauingen. Eigens gegründet wurde für die Tracs nur die Trac Technik Vertriebs-Gesellschaft (Mercedes-gesteuert) und die Trac-Technik Entwicklungs-Gesellschaft (Deutz-gesteuert).
2. In der Zeit, als die großen Intrac verkauft wurden, waren 40 Km/h und ungefederte Vorderachsen Stand der Technik. Die genannten Preise erscheinen allein im Vergleich zu Deutz-Standardtraktoren als hoch. Neben dem, was Mercedes und Fendt kassieren wollten, waren die Preise durchaus attraktiv, zumindest nicht zu hoch. Solange diese beiden Hersteller noch Schlepper verkaufen konnten, kann der Preis wohl schlecht als Ursache für die geringe Stückzahl der großen Intrac herhalten.
3. Wo ist der Unterschied, ob eine Kabine über der ungefederten Vorderachse (Intrac) oder der ungefederten Hinterachse (Rest der Welt) sitzt? Bei den kleinen Intrac ist das Problem klar: Solche kleinen Reifen federn ja kaum noch. Aber beim großen Intrac waren auch große Reifen montiert. Mag ja sein, daß der einen Fahrkomfort wie eine Seifenkiste hatte, aber zumindest war der nicht schlechter als bei allen anderen Schleppern (der damaligen Zeit) auch - zumal Fahrkomfort mehr ist als nur der Federungskomfort.
4. Ich spendiere mal 'ne andere Theorie für den dürftigen Erfolg der großen Intrac: Was würde wohl passieren, wenn ab morgen die Case-Verkäufer nebenher auch noch John Deere verkaufen sollten? Innerhalb von zwei Jahren wäre John Deere weg vom Fenster. Und genau so war es beim Intrac: Durch die aus der MBtrac-Verkaufsorganisation hervorgegegangene Trac Technik Vertriebsgesellschaft hat man den Bock zum Gärtner gemacht. Die Mercedes- Verkäufer sollten nun "nebenher" auch noch den von ihnen als Konkurrenz empfundenen Intrac verkaufen. Und das taten sie nicht. Die meisten großen Intrac dürften (trotz der Klötze, die man ihnen zwischen die Beine geworfen hatte) von engagierten Deutz-Händlern verkauft worden sein. Ich kann mich an mehr als einen MBtrac-Verkäufer erinnern, der sich öffentlich damit gebrüstet hat, daß er nie einen Intrac anbieten, geschweige denn verkaufen würde. Die Deutz-Händler hingegen, die sich für den Intrac eingesetzt haben, durften nach erfolgreichem Abschluß beim nächsten (also eigentlich konkurrierenden) Mercedes Händler artig Bitte-Bitte sagen, damit der ihnen das Fahrzeug vom Werk beschafft. Ist das eine Basis für Verkaufserfolge?

Gruß
Michael Bruse
 
D 6206 er

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MB-Trac ist so eine Sache.
Das Gut bei uns im Ort mußte natürlich einen der letzten Stern-MB-Trac 180 Intercooler haben. Der sogenannte dritte Anbauraum ist jedoch nie als solcher genutzt worden. Nur als Ablagefläche für Werkzeug. Auch der dort eingesetzte MB-Trac 1000 hat nie eine Nutzung des dritten Anbauraumes erfahren - ach ja doch, als Ablagefläche für eine Motorsäge im Wald. Ein MB-Trac 1000 mit Pflegebereifung als Zugschlepper für eine Anhängespritze ist schon gewagt.

Ein MB-Trac 180 mit 5-Schar Pflug ist schon ein merkwürdiger Anblick. Die Motorhaube ähnelt dann einer Abschußrampe für Mondraketen. Straßenfahrten waren jedoch nur sehr selten notwendig (Feldscheune mitten im großen Acker). Jedenfalls sind beide MB-Trac's durch Schlepper mit richtiger Hinterradbereifung ersetzt worden.
 
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Nachdem das Thema nun noch mal aufgewärmt worden ist, hier etwas Weises, daß ich neulich irgendwo im Internet gesehen habe:

Suchst Du Spielzeug für die Kinder?
Kauf MBtrac Vierzylinder!


Ich wünsche reichlich Geschenke unterm Weihnachtsbaum!

Gruß
Michael
 
Thema: Intrac 2005+2006

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