Grundlegene Fragen zur Entlackung und Lackung bei Restauration

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Hallo zusammen,

da ich meinen neuen D15 ab sofort baugruppenmäßig restaurieren möchte stellt sich mir die Frage, ob ich die einzelnen ausgebauten und reparierten Baugruppen (Vorderachse, Hinterachse, etc.) vor dem Einbau schon optisch schön mache, oder ob ich das hinterher in der Gesamtheit eines voll montierten und reparierten Schleppers mache?

Des Weiteren würde mich interessieren, wie genau entrostet und entlackt werden soll:
- Sandstrahlen?
- Trockeneisstrahlen?
- Sonstige abrasive Strahlverfahren?

Wie genau wird die neue Grundierung und Farbe aufgetragen?
- Spritzen?
- Pinseln?
- Oder durch das oft gehörte "Rollen"?

Wie habt Ihr das bei Euren Restaurationen gemacht?

Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe
:)

MfG
Daniel
 
Deutz45nullfuenf

Deutz45nullfuenf

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Moin, guck dir den Thread von JoeCotty an, der hat den Schlepper während der Fahrt überarbeitet... das geht.

Meine Strategie beim 4005 war ihn zu benutzen und nach und nach alle Leckstellen zu beseitigen.

Auf keinen Fall einfach lackieren ohne neu abzudichten, das rächt sich immer.
 
geessen

geessen

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Hi,
Sandstrahlen geht gut, sollte aber nur an den Blechteilen gemacht werden, am Motor/Getriebe ist immer die Gefahr daß der Sand in Lager u.dgl rein kommt. Trockeneis oder schleifen usw - je nach Lust und Laune. Beim Schleifen kommst Du halt nicht so gut in alle Ecken.

Spritzen, Pinsel oder Rolle ? was willst Du haben ? soll der Deutz danach glänzen (wie ein Affenarsch :D ) mußt Du spritzen, soll er matt sein solltest du Rollen, willst Du Pinseln wird er eine Oberfläche mit Pinselstrichen bekommen. Ich hab schon alles gemacht, mein Favorit: Originalpatina :D , alternativ rollen. Aber da hat jeder so seine Vorlieben

Gruß
und viel Spaß
Bernhard
 
Kramer Daniel

Kramer Daniel

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Moin
Bei Anbauteilen wie Motorhaube, Kotflügel, Zugmaul, Pedale etc, also alles was man abmontieren kann, bin ich ein großer Fan vom Sandstrahlen. Das ist einfach alternativlos.
Trockeneisstrahlen ist eher was für(neuere)Maschinen, um den Dreck zu entfernen und nachher überall drüber zu Spritzen(zum Beispiel optische Überholung eines Anfang 2000er Schleppers wo man nicht die 1000 Leitungen abbaut). Rost geht mit Trockeneis nicht wirklich weg, fester Lack auch kaum.

In der Heimischen Garage empfiehlt sich eine gute Flex mit gezopfter Drahtbürste. Als Topf oder Scheibenbürste.
Das ist am Motor und Getriebe sowieso besser, weil mit dem Verfahren kein Sand eindringt.
Dichtflächen lassen sich damit auch wunderbar von altem Dichtungspapier und Dichtmasse befreien. Entrosten geht, manchmal verschmiert man es aber auch nur.

Ansonsten gibt es gerade für große glatte Flächen noch den Negerkeks/Grobreinigungsscheibe für die Flex. Das geht auch recht gut.

Abbeizen ist auch eine Möglichkeit, macht aber auch eine riesen Sauerei und meistens ist noch Nacharbeit mit Flex und Bürste nötig.

Lackieren kann man übrigens gleichermaßen mit Pinsel, Rolle oder Spritzpistole.
Ob Seidenmatt oder glänzend entscheidet die gekaufte Farbe.
Auch mit annähernd gleichem Ergebnis ;)
Aber da haben wir auch schon den Grund, warum Maler und Lackierer ein Ausbildungsberuf ist… wir Laien werden wohl fast immer Pinselstriche drin haben, darum Spritze ich fast alles.

Mit der Spritzpistole geht es wohl am Elegantesten und auch recht zügig.
Man braucht einen geeigneten Kompressor mit Wasser/Ölabscheider, einen Druckminderer und eine Pistole. 1,3 bis 1,6mm Düse ist perfekt für Schlepperlack. Die Pistole immer komplett zerlegen und gründlich reinigen, sonst hat man nicht lange Freude daran.

Rollen empfiehlt sich eher für größere Flächen, oder zusammen mit dem Pinsel.
Lieber gut gerollt als schlecht gespritzt. Damit lassen sich auch sehr gute Oberflächen erzielen.

Der Pinsel ist eher für verwinkelte Ecken.
Große Flächen wie zum Beispiel die Motorhaube kann man nach dem Pinseln noch zusätzlich mit der Rolle verschlichten, damit Später keine Striche sichtbar sind.Gerade bei Motor und Getriebe bekommt man auch als Anfänger gute Ergebnisse hin.

Am Lack sollte man nicht sparen, deshalb eher nicht mit Baumarktprodukten Arbeiten.
Für daheim eignet sich 1 Komponenten Kunstharzlack am Besten.
Diesen gibt es auch speziel für Landmaschinen.
Die angebotene Härterverdünnung ist nicht unbedingt notwendig, verkürzt die Trocknungszeit aber deutlich.

Gute Marken sind da zum Beispiel Büchner Erbedol/Granit Nopolux/Mipa/Asinol(Meines Wissens ist Asinol ab Werk schon spritzfertig verdünnt, deshalb eher nicht zum Pinseln geeignet)

Gruß Daniel
 
W

Werder014

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Moin,
unser Lackierer sagt, dass er die Hauben nicht strahlt. Danach würde das Blech wellig aussehen, was man später im glänzenden Lack besonders gut sehen würde.
Stimmt auch, bei richtigem Licht und Betrachtungswinkel sieht man, dass das bestrahlten Blech wellig ist.

Man muss dazu sagen, dass er auch in einer richtigen Strahlkabine strahlt, wo auch ordentlich Wumms hinter sitzt. Er strahlt dort sonst Baumaschinen und Frachtcontainer.

Grüße
Henrik
 
Kramer Daniel

Kramer Daniel

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Moin
Naja, wenn man mit Stahlkugeln oder 2mm Sand Strahlt (Übliches Material bei Schweren Stahlteilen)und keinen Bock hat den Druck runter zu drehen, dann wird es natürlich wellig.
Das Material fließt quasi, bzw wird die Oberfläche auch etwas warm durch die Reibung vom Sand. Was soll auch bei 10bar und mehr sonst passieren.
Kenne jemanden der versucht hat in so einer Anlage Alufelgen zu strahlen. Gerüchten zu folge soll von besagten Felgen nicht mehr allzuviel übrig gewesen sein :thumbsup:

Ich strahle meine Blechteile mit bereits benutztem 1,4mm Strahlgut (das ist überwiegend 1mm bis staub) und ca 5 bar.
Gab bis jetzt keine Probleme.
 
G

GueldnerToledo

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Daniel, können wir uns auf den Ausdruck CSD- Scheibe einigen? Danke.

Noch ein Tipp wenn mit Flex und Drahtbürste gearbeitet wird. Ich verwende dazu nur noch Flex mit Drehzahleinstellung. Üblicherweise drehen Flex ohne Drehzahlregulierung um die 11000 1/min. Das machen Drahtbürsten nicht lange mit, weil durch die enorme Fliehkraft die dünnen Drähte mit Karacho davon fliegen. Das ist auch nicht ganz ungefährlich. Augenschutz, aber auch feste Arbeitskleidung und Gehörschutz ist ein muss. Hatte schon mal so ein Draht im Bein stecken. Es gibt schöneres. Wenn man aber mit 5000 bis 6000 1/min arbeitet, hält die Bürste mehr als doppelt so lange.

MfG Werner
 
Barny

Barny

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Hallo Zusammen
Hier meine Erfahrungen nach 22 Schlepperrestaurierungen.
-Blechteile mit reduziertem Druck sandstrahlen
-Anbauteile, wie Pedale, Handhebel usw. normal sandstrahlen
Motor, Getriebe mit fettlösesenden Mittel und Pinsel abwaschen, Bremsenreiniger, Verdünnung
Motor, Getriebe mit Druckluftnagler bearbeiten, dann mit der Topfbürste oder Fächerscheibe bearbeiten
2K - Nutzfahrzeuglack grundieren und lackieren ( z.B. MIPA) Hier verwende ich Schnellhärter.
Der Lack ist in 2 Stunden trocken ( keine Nasen ), die Teile können nach 8 Stunden wieder montiert werden.
Kein Kunstharzlack verwenden, viel zu aufwendig, lange Trocknungszeit, Nasen oder Läufer, Mücken usw.

viele Grüße Bernd
 
Kramer Daniel

Kramer Daniel

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@ Werner
Wäre fachlich richtig…

Mit den Bürsten handhabe ich das übrigens genau so, mit ca halber Drehzahl geht das viel besser. Weniger fliegende Drähte, die Maschine rupft nicht so und die Vibrationen sind auch erheblich weniger.
Viele Bürsten sind auch garnicht für die 11 bis 12000 U/min zugelassen.

2K Lack hat einige Vorteile, darum verwenden wir ihn auf der Arbeit ausschließlich.
Allerdings ist er für Hobbyzwecke nicht unbedingt erste Wahl.

Lack und Härter müssen zusammenpassen, also mal eben schnell den extra in Wunschfarbe angemischten Mipa Lack mit dem Rest Standox Härter aus dem Keller mischen, geht nicht. Teilweise reagiert es dann nicht richtig, manchmal vertragen sich die Komponenten aber auch nicht. Dann härtet der Lack schlimmstenfalls garnicht aus, oder wirft Blasen.

Wenn der 2K Lack einmal mit dem Härter angemischt wurde, kann man ihn nicht mehr in die Dose zurück schütten. Wer nicht viel Lackiert, oder die benötigte Menge überschätzt, der hat unter Umständen viel (teuren) Abfall.

Man benötigt Messbecher, oder Stäbe mit Skala um die richtige Menge Härter und bei manchen Systemen (selemix) auch noch Aktivator beizumischen.

Manche 2K Lacke lassen sich nur schlecht Pinseln oder Rollen. Je nach Härter ist die Offenzeit/Topfzeit nicht lang genug, da zieht der Lack im Mischbecher schon an, bevor man auch nur annähernd den halben Schlepperrumpf gepinselt hat.

2K Kann/darf/soll nicht über 1K Lacke drüber Lackiert werden…er löst Altlacke an und bildet Orangenhaut.


Vorteile von 2K Lack:
-Viel Schnellere Trocknung.
-Bei 70grad in der Kabine teilweise nach unter einer Stunde Griff/Montagefest.
-Der sehr hohe Glanz bleibt auch über Jahre erhalten.
-2K Lacke sind Lösemittel/Kraftstoffbeständiger als 1K.
-Kratzfester

Nachteile:
-Teurer
-Schwieriger zu verarbeiten
-Höhere Verluste, da man ihn nicht zurückschütten kann.
-Zum Pinseln/Rollen teilweise nicht besonders geeignet
-Höherer Aufwand wegen Bechern, Härter, Aktivator, Messstab
-Man kann bei der Verarbeitung mehr falsch machen.


1K Kunstharzlack (speziell Schlepperlacke)

Vorteile:
-Relativ einfach zu verarbeiten.
-Kann eigentlich immer gespritzt,gerollt und gepinselt werden.(Asinol schreibt, das der Lack ab Werk Spritzfertig eingestellt ist)
-Härter nicht nötig, eine Härterverdünnung verkürzt die Trocknungszeit aber erheblich.
-Der Lack ist günstiger
-Wurde ab Werk verwendet(wer es unbedingt Orschinoool haben will ^^ )
-gibt es bereits fertig gemischt in vielen Schlepperfarben.
-Keine Zeitprobleme beim Lackieren, da das Zeug ewig zum Trocknen braucht.
-Kratzer können später leichter ausgebessert werden.
-Bekommt nach wenigen Jahren wieder eine Patina(Hauptgrund warum ich 1K verwende)
-Reste können einfach wieder zurück in die Dose geschüttet werden.

Nachteile:
-Braucht lange zum Trocknen.
Endfest nach 2 bis 3 Wochen, braucht bei normaler Witterung und ohne Härter gerne mal 24 Stunden um zu trocknen.
(Habe aber auch schon bei über 30 grad und mit Härterverdünnung lackiert, da konnte ich nach 8 Stunden schon montieren.)
-Nicht so Kratzfest wie 2K (Erbedol ist Hornhart)
-Nicht so Chemikalien und Kraftstoffbeständig wie 2K, allerdings bis jetzt keine Probleme bei Diesel oder Motoröl festgestellt.
-Nicht für dauerhafte Hochglanzlackierungen geeignet, der anfängliche Glanz ist recht schnell weg.
-Zu dick aufgetragen bilden sich schneller Läufer als bei 2K, weil 1K nicht so schnell Trocknet.

Darf gerne ergänzt oder verbessert werden :)

Gruß Daniel
 
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ahomt

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Hallo Barny

was ist denn ein Schnellhärter?

VG
 
Kramer Daniel

Kramer Daniel

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Von Mipa gibt es ,,Härter kurz“ und ,,Härter lang“
Bernd meint glaube den HS10 der sehr schnell zieht.
Den hatte ich mal zum Lackieren einiger Hundert Pflugschaare.
150 Stück Lackiert, zwei Stunden gewartet, raus aus dem Lackraum, 150 neue aufgehängt und wieder Lackiert.
Also ideal in der Industrie, wo immer alles schnell gehen muss…
 
ahomt

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Hallo

Härter kurz od lang beschreibt eigentlich die "offene Zeit" des frischen Lackes. die Grifffestigkeit liegt bei beiden nach ca. 2h vor.

den kurzen Härter kann man bei Kleinteilen verwenden. lackiert man größere Flächen, nimmt man eigentlich den Normalen.

VG
 
Barny

Barny

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Hallo
Ich verwende ausschließlich Mipa 2-K Nutzfahrzeuglack
Früher Lack von Spiess & Hecker
Ich mische nur soviel Lack an, wie ich in der kurzen Zeit verarbeiten kann und habe keine Verluste.
Erfahrung !
Gruß Bernd
 
D

DeutzPowerForever

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kurze Frage von meiner Seite,

Lasst ihr Strahlen oder Strahlt ihr selbst? Bezüglich eingesetzten Equipment (Kompressor, Strahl Gerät, Kabine)?
 
W

Werder014

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Moin,
was in unsere Strahlbox passt strahle ich selbst, größere Teile geben wir zum Strahlen weg oder entlacken mit der Maschinen-Drahtbürste.

Grüße
Henrik
 
Kramer Daniel

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Moin
Ich strahle selber.
Habe ein kleines ,,Mobiles Sandstrahlgerät“ (120€ Chinateil)und für größere Aktionen einen 60 Liter Strahlkessel von Radler&Ruf.
Komplett mit Fernschaltung und verschiedenen Düsen. Mit sowas wird normalerweise in der Industrie und auf der Baustelle gearbeitet.
Als Kompressor benutze ich einen Atlas Copco XAS 120 mit Deutz F4L912.
Man ist Zeitlich flexibel und kann auch empfindliche Teile entsprechend bearbeiten.
Finanziell hat es zumindest mit meiner Ausrüstung kaum Vorteile.
Zum nächsten Sandstrahlbetrieb sind es 13Km.
Was bezahlt ihr so beim Strahlbetrieb.
(Strahlgut,Diesel,Scheiben für den Helm und natürlich auch Verschleiß, da kommt auf Dauer was zusammen)
Mit einer Strahlkabine kann man auch schnell mal Kleinteile reinigen. Sowas will ich mir auch mal zulegen.

Gruß Daniel
 

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Onkels Deutz

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Hallo zusammen,
zum Thema "Entrosten" hätte ich noch eine Ergänzung.
Insbesondere im Bereich vom Getriebe- bzw. Kupplungsgehäuse kommst Du irgendwann mit Flex / Zopfbürste nicht in die Ecken der angegossenen Versteifungsrippen. Ich habe mir dann irgendwann (nachdem ich das Rumprökeln mit Drahtbürste und Schraubendreher oder Meißel leid war) einen druckluftbetriebenen Nadel-Entroster zugelegt. Sehr effektiv und kommt auch diese schwer zugänglichen Ecken.

Empfehlenswert allerdings die Verwendung eines doppelten Gehörschutzes - und nicht gerade dann damit arbeiten, wenn der Nachbar sein Bier auf der Terrasse genießen möchte...

Gruß aus Ostfriesland, Detlef
 
Heischniggl

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Hallo zusammen,

habe auch schon einiges ausprobiert. Blechteile hab ich zum Sandstrahlen gegeben, er hat es wirklich gekonnt und auch die z.T. löchrigen Hauben waren danach noch so in Form wie vorher.
Den Rumpf habe ich mit Drahtbürste, Flex und Co. abgeschliffen und alle Ecken rausgekratzt mit Stemmeisen, Schraubenzieher und Schleifpapier, bis alles blitzeblank war. Dann grundiert und mit KH und auch mit 2-K ausprobiert. Mit den schon genannten Vor- und Nachteilen.
Bin dann aber mittlerweile übergegangen, die Blech Anbauteile wie gewohnt abbauen und zum Sandstrahlen, aber den Rest ordentlich mit dem Dampfstrahler zu reinigen. Mit richtig Temperatur und Druck. Dann noch bisschen mit dem Schleifpapier drüber. Weil warum soll ich mühsam Farbe runterarbeiten, die 50 oder 70 Jahre bombenfest drauf ist? Bei den Gußteilen gibt es ja eh eine relativ raue Oberfläche, was also absolut nicht auffällt.
Eine Sperrschicht vorspritzen und dann mit dem Lack drübergehen, fertig.
Blechteile wie gewohnt nach dem Strahlen grundieren, füllern, schleifen und lackieren. alles gespritzt.

Ist aber vermutlich eine Glaubensfrage....10 gefragt...12 verschiedene Antworten :D

Grüße Christoph
 
Thema: Grundlegene Fragen zur Entlackung und Lackung bei Restauration

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