Gibt es einen D25(Typenschild)?

Diskutiere Gibt es einen D25(Typenschild)? im Forum D-Serie im Bereich Deutz / Deutz-Fahr Schlepper - Moin, es gibt ja bestimmte F2L612, die als D25 verkauft wurden. Auf dem Typenschild hießen die aber F2L612. Dann gab es einen D25, der auf dem...
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Christian...

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Moin,

es gibt ja bestimmte F2L612, die als D25 verkauft wurden. Auf dem Typenschild hießen die aber F2L612.
Dann gab es einen D25, der auf dem Typenschild D25.1 hieß.
Gab es auch einen Deutz, der auf dem Typenschild D25 hieß (beim D40 gab es ja auch den D40, D40.1 und D40.2)?
 
Lasca34

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Ein Schlepper, der auf dem Typenschild D 25 geheißen wurde, ist mir nicht bekannt. Abba was sacht das schon. Wenn, dann müßte das einer von 1959 sein.

Gruß
Michael Bruse
 
Lars

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Ha, jetzt kann ich mal was beitragen, was Michael nicht weiss
:)

D 25 gab es als amtliche Bezeichnung und damit auch zwangsläufig auf dem Typenschild:

15 kW, 2 Zylinder, ABE-Nr. 2292, erteilt Juli 59 gelöscht erst Aug. 68.

Aber das wars schon mit meiner "Weisheit", Gewicht und Radstand entsprechen dem D 25 S (der hat allerdings 18 kW)

Gruß
Lars
 
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Christian...

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@ Lars: heißt das, daß es auch einen D25S gab?
 
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@Lars

Nu happich wieda was dazugelernt :] . Und siehe: Es ist tatsächlich Baujahr 1959. Demzufolge haben die letzten F2L 612/6 noch eine Umbenamsung erfahren in D 25. 15 kW = 20 PS, also ist offenbar dabei auch die Leistung etwas gesteigert worden. Ich vermute jetzt mal, daß es auch einen D 25 S gegeben hat und zwar mit 18 kW = 25 PS.
By the way: Gewicht und Radstand von D 25 und D 25 S (und dito F2L 612/6 und F2L 612/5, logo) unterscheiden sich ohnehin nicht oder marginal. Daraus läßt sich nix ableiten.
So oder so: Es handelt sich immer um Schlepper, die aussehen wie F2L 612/5 oder /6 mit Motorhaube mit aufgesetzten Zierleisten.
Kannst Du, der Sicherheit wegen, auch noch mal nach einer ABE für'n D 25 S gucken? Danke!

Gruß
Michael
 
Lars

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Also wegen der Sicherheit....

D 25 S 18 kW, von Juli 59 bis August 67
D 25.1 15 kW, von Mai 60 bis August 67
D 25.1 S 18 kW von Mai 60 bis August 67

Hoffe, habe jetzt nicht zur totalen Verwirrung geführt.

Gruß
Lars
 
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Christian...

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also gab es
-D25 - 20PS
-D25S - 25PS
-D25.1 - 20PS
-D25.1S - 25 PS
-D25.2 - 22 PS

Ich nehme mal an, daß die alle die D-Serien-Haube (die mit den aufgesetzten Messing-Leisten) hatten, da der F2L612 als Vorgänger ja schon diese Haube hatte.

Zweite Annahme:
F2L612/5 und /6 wurden bis 1959 gebaut, anschließend wurden diese beiden Schlepper unverändert auf dem Typenschild in D25 bzw. D25S umbenannt und hatten den F2L712er-Motor (da der Vorgänger den ja schon hatte) und wurden ein Jahr lang (bis 1960) gebaut, weil ab 1960 der D25.1 und D25.1S gebaut wurde.

Das würde alles logisch zusammenpassen, aber ich habe absolut keine Ahnung, ob das so stimmt.
 
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@Christian:

Die zweite Annahme ist ohne Zweifel richtig. Bei der ersten sehe ich das nicht so. Es gab ja nicht etwa nur eine Motorhaube mit Zierlinien und eine mit Zierleisten, sondern 1959 wurde die alte Zierlinienhaube leicht modifiziert und mit Zierleisten versehen. Die Hauben von D 25.1 und D 25,..2/D 30 sind aber nicht tauschbar mit den F2L 612-Hauben (wobei: Da gab es ja auch schon zwei, nemmich beim F2L 612/54 einerseits und beim F2L 612/6 und/5 andererseits). Ich weiß aber nicht, ob D 25.1 und D 25.2 tauschbare (oder gar gleiche) Hauben gehabt haben.

@Lars:

Jetzt fühle ich mich ganz sicher :D . Das ist in sich schlüssig und logisch. Weniger leicht zu verstehen ist, warum man die technische Bezeichnung für die paar Monate noch geändert hat, wo doch die Technik ohnehin dieselbe war. Kann das an der erhöhten Motorleistung gelegen haben?

Gruß
Michael Bruse
 
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Christian...

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@ Michael: Kannst du von den verschiedenen Haubentypen mal ein Foto posten?
Ich kenne bisher nur die mit den gelben Zierstreifen und der "gestanzten" Rosette und die mit den aufgesetzten Leisten und der aufgesetzten Rosette.
 
Lars

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@Michael,
das geht aus den Unterlagen leider nicht hervor, jedoch nachvollziehbar, da eine andere Motorleistung auch einen amtlich neuen Typ bedingte, über Nachtrag war das wohl nicht machbar oder nicht vom Hersteller gewünscht.

Gruß
Lars.
 
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@Christian:

Leider muß ich mich jetzt outen: Ob Du es glaubst oder nicht, aber sowas gibt's auch heute noch: Menschen ohne Digitalkamera, ohne Scanner und ähnliche essentials. Und ich gehöre dazu. Das ist eine harte Wahrheit, aber einstweilen nicht zu ändern. Deshalb tue ich mich schwer, "mal eben" ein paar Biller zu posten. Tut mir leid....


@Lars:

Danke für die Info. Wie so oft sorgt die Antwort vom Fachmann für Klarheit. :]

Gruß
Michael Bruse
 
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Christian...

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@ Michael: bin auch nicht so der Technik-freak (habe bis vor nem halben Jahr kein Handy gehabt 8o ). Falls du mal welche im Netz findest, kannste ja mal nen link posten.
 
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Da bin ich aber froh. Dachte schon der einzige Hinterwäldler ohne web-cam auf dem Hof zu sein.

Aber, ehrlich: Technik-Freak bin ich, glaube ich zumindest, schon. Aber ich bin kein Fan von dieser ganzen Elektronik-Gülle, die in erster Linie dazu dient, die Nervenstärke ihres Besitzers zu prüfen. Aber ohne geht's eben auch nicht so recht.

Bei der Gelegenheit: Geht Euch das auch so? Bei mir sind die meisten Störungen an den Traktoren auf die Elektrik zurückzuführen X( .

Gruß
Michael
 
Stoss30

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Nönö Michael,
da kann ich dich beruhigen. Ich hab zwar nen Scanner, dafür aber keine Digicam und kein Handy. Dafür aber ein Telefon mit AB, ein Telefon mit Fax und email, das ich täglich abfrage. Und komme sehr gut zurecht. :D

Des weiteren muss ich dir im Fall "Elektr(on)ik " ;) zustimmen. Beim zartbesaiteten, absolut runden und schnurrenden Lauf meines Knubbel-Klopfers (hüpf-hüpf-hüpf) ist in der Tat des öfteren ein blankgescheuertes Kabel oder "durchgeschüttelte" Kunststoffisolatoren in der Beleuchtung mein Hauptärgernis.
Und bis man den Fehler dann immer findet... :(
 
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Was mich erstaunt ist, daß der kultivierte Motorlauf des F1L 514/51 und ähnlicher Schlepper bei Hella und Bosch zwar durchaus bekannt war, schließlich hatte man schon seit den 30er Jahren die Bullöcher elektrisch ausgerüstet, aber man scheint nix daraus gelernt zu haben. Der ganze Elektrik-Krempel ist derart empfindlich, daß man sich fragen muß, ob die Konstrukteure eigentlich wußten, wo ihre Teile eingebaut werden sollen.

Und damit müssen wir nun fertig werden! :D

Gruß
Michael Bruse
 
Lars

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Also ich habe den Eindruck, das
- Landmaschinenwerkstätten nie besonders gute Kfz-Elektriker hatten und
- die Bauern schon gar nicht mit dem "nümodischen Elektrikrom" zurechtkamen
- da die Schlepper auch ohne die meisten Komponenten laufen, sind diese natürlich jahrelang nicht vernünftig repariert und gewartet worden.
Wenn Anlasser und Lichtmaschine nicht dann und wann mal zerlegt gereinigt und geschmiert werden, ist eben irgendwann Schluss.
Die Kabel wurden oft mal hier und da mit Lüsterklemme und Isolierband geflickt, das trägt auch nicht unbedingt zur Haltbarkeit bei.
Habe die Elektrik so manchen Schleppers neu aufgebaut, was mir da so alles an Notlösungen über den Weg gelaufen ist:
verknotete Kabel, Isolierung improvisiert mt Tesa-Film, Schalter aus Nachtischlampe für Licht (na ja immerhin Lichtschalter), Blinkerschalter betätigt mit Zimmertürschlüssel (mein D 04.1 S), Regler mit selbtsgebogenen Kontakten, viel zu geringer Querschnitt, starres NYM-Kabel usw.

Gruß
Lars
 
Lasca34

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So weit, so gut. Aber es passieren eben auch solche Dinge: Neues Blinkrelais anläßlich eines völligen Neuaufbaus des Schleppers eingebaut, aber beim Roll-out wenige Monate später geht es schon nicht mehr. Oder dito mit Warnblinkrelais, das beim ersten Gebrauch wenige Monate nach Inbetriebnahme bereits durch Kaputtigkeit glänzte - das war's, was ich oben meinte.

Gruß
Michael
 
Berndt

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Únd das alles nur bei unseren alten oldies. Aber wie sieht es dann mit den etwas moderneren Treckern aus?? Man braucht nur an die DX-Serie zu denken. Da sind auch schon board-pc's eingebaut worden. Die kann man als normal Sterblicher nicht reparieren. Wenn die hinn sind isses aus mit den Amaturen.
Und das allerschlimmste sind die neuen John Deere. Wie oft in meiner Umgebung schon ein Kabelbrant war kann ich nicht mehr an zwei Händen abzählen. Oft funktionieren die Amaturen nicht richtig oder gar nicht.
Darum freue ich micht, dass damals die Elektrik noch lange nicht so weit war, sondern das meiste noch Mechanisch ist (Traktormeter,zB).
Gruß Berndt
 
pelikan

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Hallo Michael und Christian,

bei der Suche auf meine Fragen bin ich auf diesen alten Beitrag
gestoßen und der passt hier sehr gut:

Aus euren einschlägig bekanten Literaturen geht hervor:

F2L 612/6, bis 1957 mit 612er Motor, 18 PS, ab 1957 712er
Motor auch mit 18 PS und bei beiden noch die alte Haube.
Ab 1957/58 Umzeichnung in D 25 mit 20 PS bis 1959 mit
alter und ab 1959 mit neuer Haube. Bezeichnung bei allen:
F2L 612/6.

Die Umzeichnung hat also schon zu Zeiten stattgefunden, als
noch die alte Haubenform verwendet wurde.(Geht auch aus
Prospekten von Deutz so hervor. Ob jetzt auflackierte Bezeichnungen
"D 25" oder schon gelb lackierte Messingteile verwendet wurden,
kann man auf den nachcolorierten Bildern nicht erkennen.)

Es tauchen aber immer wieder Schlepper auf, die sind von 1958 und
müssten dann ja schon D 25 heissen (tun sie aber nicht) und auch
schon 20 anstatt 18 PS (haben sie auch nicht).

Ich habe selbst noch nie einen D 25 gesehen, der noch die alte
Haube, 20 statt 18 PS und eine "D 25" Bezeichnung an der Seite
hatte.
Ist das nur ein Marketing-Gag von Deutz gewesen? Oder wurden
einige Schlepper nachträglich umgezeichnet?
Wenn dem nicht so ist, würde das ja bedeuten, dass es zeitgleich
folgende Schlepper gab:
F2L 612/6, alte Haube, 712er Motor, 18 PS, ohne "D 25"
F2L 612/6, alte Haube, 712er Motor, 20 PS, mit "D 25"

Ich frage deshalb, weil mein Nachbar seinen D 25, 20 PS, Baujahr
1959, neue Haube und D 25-N ! auf dem Typenschild eingetauscht
hat gegen einen F2L 612/6, Baujahr 1958, alte Haube und 18 PS.

Wer kann mir hierzu etwas sagen?

Gruß
Pelikan
 
C

Christian...

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Hallo,

hier mal die Unterschiede zwischen deinem letzten Beitrag und meinem aktuellen Wissensstand (der von überall her zusammengesammelt ist und nicht zwangsläufig richtig sein muss!:(

F2L 612/6, bis 1957 mit 612er Motor, 18 PS, ab 1957 712er
Motor auch mit 18 PS

F2L 612/6: 712er Motor nicht mit 18 PS wie der 612er Motor, sondern 20 PS

Ab 1957/58 Umzeichnung in D 25

Ab 1958 Verkaufsbezeichnung D25 (/6) bzw. D25 S (/5). Typenschildangabe weiterhin F2L 612/5 bzw. /6.
1959 wurde die Typenschildbezeichnung geändert: D25 statt F2L 612/6 und D25S statt F2L 612/5. Alles andere blieb gleich.


Wichtig ist in solchen Fällen immer, das Baujahr und das Datum der Erstzulassung zu unterscheiden!

Das "D25-N" beinhaltet die eigentliche Schleperbezeichnung (D25) und die Variante (N). Den D25 gabs ausschließlich in der Variante N.
 
Thema: Gibt es einen D25(Typenschild)?

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