F2L 612/5 F2L612/5-NK Getriebe Unterschiede

Diskutiere F2L612/5-NK Getriebe Unterschiede im Forum FL 612 Baureihe im Bereich Deutz / Deutz-Fahr Schlepper - Hallo zusammen, nachdem ich mich vor einigen Tagen mal kurz vorgestellt habe (siehe hier), konnte ich in der Zwischenzeit nach viel Suchen ein...
Christopher

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Hallo zusammen,

nachdem ich mich vor einigen Tagen mal kurz vorgestellt habe (siehe hier), konnte ich in der Zwischenzeit nach viel Suchen ein neues Getriebe auftreiben, um an meinem F2l612/5-NK weiterzuarbeiten.

Dazu hätte ich einige Fragen zum alten sowie neuen Getriebe, da mir einige Unterschiede und Probleme aufgefallen sind. Ich hoffe, ihr könnt mir hier mit einigen Antworten helfen. :)

Vorweg: Ich habe die letzten Tage viel Zeit investiert, das Forum nach Infos zu allen Getriebethemen zu durchforsten und habe etliche Threads durchgelesen. Bitte verzeiht mir, sollte ich doch nach etwas fragen, was bereits diskutiert wurde, dann habe ich das wohl schlicht übersehen und wäre über einen entsprechenden Link mit einem kurzen Hinweis sehr dankbar ;)

Also zum eigentlichen Thema:
1. Beide Getriebe stammen von einem F2L612/5-NK, beide sind BJ 1857. Das "Alte" (von meinem Schlepper) gehört zu einer Schleppernummer mit 7457 am Anfang, das "Neue" zu Schleppernummer 7461. Ebenso stimmen die Nummern der Gehäusehälften nicht überein (siehe Bilder). Der einzige Unterschied, der mir bei einer kurzen Eingangsinspektion aufgefallen ist, ist auf Bild "Neu5" bzw. "Alt3" zu sehen. Das Stirnrad, welches die Eingangswelle mit dem Vorgelege verbindet hat beim alten Getriebe ein Kegelrad für den seitlichen Riementrieb. Beim neuen Getriebe ist dieses Kegelrad nicht vorhanden, dafür ein weiteres Stirnrad in der unteren Ecke der Getriebeschale. Kann mir jemand Infos dazu geben, ob noch etwas verändert wurde, oder ob die Getriebe ansonsten kompatibel sind? Mir fällt ansonsten ohne tiefere Messarbeiten erstmal absolut nichts Differentes auf.

2. Wenn ich im Leerlauf die Getriebeausgangswelle durchdrehe während die Differentialsperre gekuppelt ist, sollten nach meinem Verständnis doch beide Radnaben gleichmäßig drehen. Dies passiert nicht, sondern das Differantial erfüllt noch seine normale Funktion wenn ich eine der beiden Naben festhalte und gleichzeitig die Welle drehe. Der Betätigungshebel im Getriebeinneren ist intakt (Zugmaulplatte abgeschraubt und nachgesehen) und bewegt sich. Hat jemand zufällig Erfahrungen damit, was da kaputt sein könnte?

3. Wie würdet ihr den Zustand der Zahnräder auf den Bildern des neuen Getriebes beurteilen? Speziell geht es um den 4. Gang (Zahnflanken leicht defekt) sowie das große Differantialstirnrad (kleine Stücke ausgebrochen). Kann man das so lassen? Dadurch, dass am alten Getriebe andere Teile defekt sind, könnte ich nämlich (sofern kompatibel) die Zahnräder bzw. bei den Gängen Zahnradpaarungen tauschen sofern ihr die als zu defekt bewertet. Grund der Frage ist allerdings, dass das "neue" Getriebe vom Vorbesitzer neu gelagert und abgedichtet wurde und ich noch überlege inwiefern ich das ganze nochmal zerreißen möchte/muss.

4. Edit: Den Thread über die Riemenscheiben der F2l612 Serie habe ich gelesen. Interessant finde ich, dass mein 612/5 im alten Getriebe das Rad für die seitliche Riemenscheibe noch hat, das neue hat dieses Rad nicht (siehe Frage 1). Wurde da also evtl schonmal was getauscht oder gab es 612/5 Schlepper teilweise noch mit diesem Rad? Und noch eine Frage diesbezüglich: Das im "neuen Getriebe" hinzugekommene kleine Stirnrad treibt den Mähbalkentrieb an? Wurde der Antrieb selbst also auch verändert und ist nicht kompatibel? Im oben zitierten Thread sieht man ja teilweise auf Bildern, dass das Vorgelegestirnrad nicht mehr direkt auf den Balkentrieb geht. Das sehe ich leider im Getriebe nicht richtig.

Vielen Dank im Voraus für die Antworten!! :)

Grüße
Christopher
 

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Hallo Christopher,

ich versuche mal etwas Licht ins Dunkel zu bringen...

zu 1 bzw. 4:

Beide Schleppernummern sind /5er, das steht fest. Der 7457 ist ab November 55 gebaut worden und mit dem F2L612 als Motor ausgeliefert worden. Der 7461 kam im Dezember 56 (in Karel Vermoesens Buch steht 65, was wohl ein Zahlendreher sein muß) ebenfalls noch mit dem F2L612. Der F2L712 kam dann im Mai 57 beim 7463 erst im /5 zum Einsatz (beim 7462 im /6).

Ich hatte bzgl. der Kegelradverzahnung für den seitlichen Riementrieb Karel Vermoesen mal gefragt und er hatte gesagt, dieses Kegelrad gehöre zum /54 und sei bei den /5 nicht mehr vorhanden gewesen. Möglicherweise war es aber in sehr frühen Schleppern noch vorhanden - verifizieren kann ich das nicht. Mein /5 (7465) hat das jedenfalls nicht, wie das "neue" Getriebe bei deinem 7461.

Dieses zusätzliche Stirnrad gehört zum Mähantrieb. Zur Drehzahlerhöhung des Mähantriebes wurde nämlich der Direktantrieb von oben genanntem Vorgelegerad aufgegeben (mit der Kegelverzahnung bzw. später ohne) ein weiteres Ritzel eingeführt. Dadurch ändert sich die Drehrichtung des Mähantriebes von rechts auf links (Mähwerks-Schwungrad hat dann Rechtsgewinde, früher Linksgewinde)! Eine Nachrüstung ist nicht möglich - Unterschied der Getriebehälften!

zu 2 Differential:

Nun, wenn die Differential-Pedal-Mechanik intakt ist, dann kann es nur 3 Varianten geben: Die Differentialmuffe liegt ungenutzt im Achsrohr oder sie fehlt ganz oder sie ist rund, also beschädigt. Da hilft nur, das rechte Achsrohr abzunehmen und reinzuschauen.
Von einem inwendig defekten Differential willich mal nicht sprechen, was aber möglich wäre.

zu 3.)
Die Zähne sind so schwer zu beurteilen. Das Stirnrad im Endantrieb sieht allerdings böse aus, wenngleich es schlimmere gibt. Die Frage ist, welche Variante da verbaut ist, denn es gab aufgeschrumpfte Stirnradringe und verschraubte (Voll-)Stirnräder! Der 5.Gang ist die Muffenschaltung mit abgesetzten Zähnen das stimmt schon! Der 4. Gang sieht für mich sehr akzeptabel aus.

Gehäusehälften:

Schau Dir die Achsstutzen an! Am /54 waren die Achsrohr-Gewinde noch nicht eingegossen wie am F1L514/51, die Achsrohre waren also mit durchgehenden Schrauben UND Muttern angeschraubt. Ab /5 und /6 müßten da die Achsrohrgewinde IN der Getriebehälfte mit eingegossen sein! Der Flansch ist also deutlich massiver! Ich weiß nicht, ob alle Achsrohre auf beide Flanschtypen passen.

Die Steckachsen gab es auch in 2 Versionen bzgl. Befestigung der Achse im/zum Achslager. Einmal mit doppelter Mutter und einmal mit einfacher Mutter - jeweils mit Sicherungsblech. Inwieweit und ob die Verzahnungen der Steckachsen im Differential da auch geändert wurden, weiß ich nicht.

Griaßle
Martin
 
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Hallo Martin,
vielen Dank für die sehr hilfreichen Antworten!!

Nach den Infos bzgl. des Kegelrades kann es natürlich dann sein, dass da mal an meinem alten Getriebe etwas geschraubt/getauscht wurde und deshalb dann eine Variante mit Stirnrad verbaut ist. Der Schlepper hatte nur einen Vorbesitzer, dieser ist aber leider verstorben, also kann ich das leider nicht mehr verifizieren.

Zum Mähantrieb: Bei meinem alten Getriebe ist der Mähantrieb vorhanden, beim neuen ist dort nur ein Blinddeckel aufgeflanscht. Wenn ich nun am neuen Getriebe einen Mähantrieb anbauen möchte, muss ich also einen entsprechenden mit Rechtsgewinde am Schwungrad und (vermutlich) auch anderem Stirnrad suchen, richtig?

Ebenso ist der Blinddeckel für die Riemenscheibe ohne das Kegelrad nurnoch ein Überbleibsel und ich kann einen Riemenantrieb nur noch über die Zapfwelle betreiben, wenn ich das richtig sehe?

Bzgl. des Differential werde ich das Getriebe und den Achstrichter mal öffnen und nachsehen, was da vorliegt!

Hast du Informationen darüber, ob an den Zahnrädern dieser beiden Getriebe sonst noch etwas verändert wurde, was Passformen angeht?
Ich würde gerne die entsprechend besseren Komponenten beider Getriebe zusammenlegen. Das defekte Endantrieb-Stirnrad vom Foto ist ein verschraubtes Vollrad, das intakte ein aufgeschrumpftes. Kompatibel sollten die beiden ja aber sein?

Bzgl. der Achsstutzen werde ich nachschauen und berichten! Von aussen betrachtet sehen mal beide identisch aus, aber wenn ich auf einer Seite die Achstrichter abschraube, sollte ich ja dann entweder Gewinde in der Gehäusehälfte finden oder entsprechend Muttern am anderen Ende.

Grüße und danke für die Hilfe!
Christopher
 
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Hallo Martin,
vielen Dank für die sehr hilfreichen Antworten!!

Nach den Infos bzgl. des Kegelrades kann es natürlich dann sein, dass da mal an meinem alten Getriebe etwas geschraubt/getauscht wurde und deshalb dann eine Variante mit Stirnrad verbaut ist. Der Schlepper hatte nur einen Vorbesitzer, dieser ist aber leider verstorben, also kann ich das leider nicht mehr verifizieren.

Zum Mähantrieb: Bei meinem alten Getriebe ist der Mähantrieb vorhanden, beim neuen ist dort nur ein Blinddeckel aufgeflanscht. Wenn ich nun am neuen Getriebe einen Mähantrieb anbauen möchte, muss ich also einen entsprechenden mit Rechtsgewinde am Schwungrad und (vermutlich) auch anderem Stirnrad suchen, richtig?
Genau
Ebenso ist der Blinddeckel für die Riemenscheibe ohne das Kegelrad nurnoch ein Überbleibsel und ich kann einen Riemenantrieb nur noch über die Zapfwelle betreiben, wenn ich das richtig sehe?
Exakt
Bzgl. des Differential werde ich das Getriebe und den Achstrichter mal öffnen und nachsehen, was da vorliegt!

Hast du Informationen darüber, ob an den Zahnrädern dieser beiden Getriebe sonst noch etwas verändert wurde, was Passformen angeht?
Nicht wirklich...
Ich würde gerne die entsprechend besseren Komponenten beider Getriebe zusammenlegen. Das defekte Endantrieb-Stirnrad vom Foto ist ein verschraubtes Vollrad, das intakte ein aufgeschrumpftes. Kompatibel sollten die beiden ja aber sein?
Kann ich leider keine Zahlen o.ä. nennen, da ich die Schraubvariante habe. Man kann die Schrumpfvariante wohl laut Werkstatthandbuch umbauen (Reparaturvariante)
Bzgl. der Achsstutzen werde ich nachschauen und berichten! Von aussen betrachtet sehen mal beide identisch aus, aber wenn ich auf einer Seite die Achstrichter abschraube, sollte ich ja dann entweder Gewinde in der Gehäusehälfte finden oder entsprechend Muttern am anderen Ende.
Das sieht man schon von außen. Die durchgehenden Schrauben wären dann zu sehen, samt Mutter. Sieht man nur die Schraubenköpfe, dann ist es die neuere Ausführung nach dem /54.
Grüße und danke für die Hilfe!
Christopher
Griaßle
Martin
 
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Kann ich leider keine Zahlen o.ä. nennen, da ich die Schraubvariante habe. Man kann die Schrumpfvariante wohl laut Werkstatthandbuch umbauen (Reparaturvariante)
Okay, dann werde ich das Getriebe zerlegen, die beiden Messen und Vergleichen und dann berichten ob es 1zu1 passt!
Das sieht man schon von außen. Die durchgehenden Schrauben wären dann zu sehen, samt Mutter. Sieht man nur die Schraubenköpfe, dann ist es die neuere Ausführung nach dem /54.
Alles klar, dann sind es beides neue Ausführungen. Dann gab es entweder die Ausgangswelle mit dem Kegelrad für den Riementrieb noch in frühen Modellen des /5 oder da war schonmal jemand am Getriebe und hat eine alte Welle eingebaut.

Ich werde dann in den kommenden Tagen beide Getriebe auseinandernehmen und die Teile vermessen und sofern möglich zusammenwürfeln.

Soweit ich gelesen habe gibt es folgendes zu beachten:
- Gehäuse aufs linke Hinterrad legen und rechte Gehäusehälfte abnehmen
- Kegelrad-Tellerrad-Tragflanken beim Zusammenbau einstellen (also beim Ausbau entsprechend auf die Verteilung der Passscheiben der Kegelradwelle achten und später von dort aus mit dem Einstellen starten
- Stirnräder der Gänge nur paarweise tauschen
- Dichtmasse (Dirko HT habe ich öfter gehört) auf die Gehäusehälften vorm Zusammensetzen

Gibt es sonstige Einstellungswerte oder wichtige Positionierungen am Getriebe auf die ich beim Zerlegen/Zusammensetzen achten müsste oder ist es wirklich "nur" die Tragflankeneinstellung der Kegelradwelle?

Die Tellerradwelle (Zwischenwelle) ist ja wie ich gelesen habe auch im Zuge der Tragflankeneinstellung verschiebbar. Geschieht dies auch über Passscheiben, auf die ich beim Ausbau achten kann oder wie ist hier der Mechanismus?

Grüße!
Christopher
 
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Okay, dann werde ich das Getriebe zerlegen, die beiden Messen und Vergleichen und dann berichten ob es 1zu1 passt!

Alles klar, dann sind es beides neue Ausführungen. Dann gab es entweder die Ausgangswelle mit dem Kegelrad für den Riementrieb noch in frühen Modellen des /5 oder da war schonmal jemand am Getriebe und hat eine alte Welle eingebaut.
Gut.
Ich werde dann in den kommenden Tagen beide Getriebe auseinandernehmen und die Teile vermessen und sofern möglich zusammenwürfeln.

Soweit ich gelesen habe gibt es folgendes zu beachten:
- Gehäuse aufs linke Hinterrad legen und rechte Gehäusehälfte abnehmen
Jepp. Legt man das Getriebe auf das rechte Rad, kann das Tellerrad nicht entnommen werden...
- Kegelrad-Tellerrad-Tragflanken beim Zusammenbau einstellen (also beim Ausbau entsprechend auf die Verteilung der Passscheiben der Kegelradwelle achten und später von dort aus mit dem Einstellen starten
Bei geschlossenem Getriebe einstellen/drehen! Der Deckel muß drau, sonst rutschen die Wellen aus deren Sitz...
Kegelrad mit den 2 Halbschalen zzgl. 2er Paßringe (das 3309A ist damit positionierbar),Tellerrad/Zwischenwelle mit den Paßscheiben links und rechts, also am Bremsdeckel links und rechts am Verschlußeckel. Dichtpapier muß mit eingerechnet werden! Als vorher zurechtschneiden -0,3er reicht.
- Stirnräder der Gänge nur paarweise tauschen
- Dichtmasse (Dirko HT habe ich öfter gehört) auf die Gehäusehälften vorm Zusammensetzen
Reinzosil ist noch besser, läßt sich v.a. besser verschließen und hält sich länger ohne auszuhärten, wenn angebrochen. Dirko Ht rot habe ich benutzt. Es ist im Fahrzeugbau anerkannt. Elring ist ja Erstausrüster.
Gibt es sonstige Einstellungswerte oder wichtige Positionierungen am Getriebe auf die ich beim Zerlegen/Zusammensetzen achten müsste oder ist es wirklich "nur" die Tragflankeneinstellung der Kegelradwelle?
Da ist auf der rechten Seite noch so eine Distanzscheibe zwischen Diff und Achslager.
Die Tellerradwelle (Zwischenwelle) ist ja wie ich gelesen habe auch im Zuge der Tragflankeneinstellung verschiebbar. Geschieht dies auch über Passscheiben, auf die ich beim Ausbau achten kann oder wie ist hier der Mechanismus?
Siehe Anhänge...
Grüße!
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Bei geschlossenem Getriebe einstellen/drehen! Der Deckel muß drau, sonst rutschen die Wellen aus deren Sitz...
Kegelrad mit den 2 Halbschalen zzgl. 2er Paßringe (das 3309A ist damit positionierbar)
Alles klar! Sehe ich das im Anhang richtig, dass die zwei Passringe+Halbschalen noch nicht für einen wackelfreien Sitz sorgen und man IMMER Dichtpapier zum Einstellen nimmt?
Also entsprechend ist auch immer ein Passring rechts und einer links vom Lager und dann zwischen Schale und Passring Dichtungspapier in entsprechenden Stärken, bis das Tragbild stimmt?
Tellerrad/Zwischenwelle mit den Paßscheiben links und rechts, also am Bremsdeckel links und rechts am Verschlußeckel. Dichtpapier muß mit eingerechnet werden! Als vorher zurechtschneiden -0,3er reicht.
Okay! Also Verschieben der Passscheiben nach Tragbild ist mir klar, aber die Welle muss ja auch spielfrei sitzen (also korrekte Anzahl an Blechen pro Seite), wie kann ich das kontrollieren?
Reinzosil ist noch besser, läßt sich v.a. besser verschließen und hält sich länger ohne auszuhärten, wenn angebrochen. Dirko Ht rot habe ich benutzt. Es ist im Fahrzeugbau anerkannt. Elring ist ja Erstausrüster.

Da ist auf der rechten Seite noch so eine Distanzscheibe zwischen Diff und Achslager.
Danke und danke!

Vielen Dank für die Anhänge, sehr hilfreich!!

Grüße!
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Alles klar! Sehe ich das im Anhang richtig, dass die zwei Passringe+Halbschalen noch nicht für einen wackelfreien Sitz sorgen und man IMMER Dichtpapier zum Einstellen nimmt?
War an meinem so jedenfalls aufgefunden worden.
Also entsprechend ist auch immer ein Passring rechts und einer links vom Lager und dann zwischen Schale und Passring Dichtungspapier in entsprechenden Stärken, bis das Tragbild stimmt?
Durchaus möglich. Ich habe gefühlt 15 Versuche gebraucht, jedenfalls OFT. ;(
Okay! Also Verschieben der Passscheiben nach Tragbild ist mir klar, aber die Welle muss ja auch spielfrei sitzen (also korrekte Anzahl an Blechen pro Seite), wie kann ich das kontrollieren?
Nur über das Tragbild mit Tuschierpaste. Beim Zerlegen die Kombis merken, aufschreiben... könnte wieder so passen, muß aber nicht. Evtl. entsteht am jeweiligen Deckel ein Spalt, der zu schließen ist,erst dann sitzt die Tellerradwelle unverrückbar.
Gerne! Wer sich so nett hier bemüht, bekommt auch anständige Antworten.
Vielen Dank für die Anhänge, sehr hilfreich!!

Grüße!
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Alles klar, dann werde ich mich die Tage direkt mal dran begeben alles zu zerlegen und zu vermessen und mich hier melden wenn ich neuen interessante Erkenntnisse (oder Probleme ;)) habe.
Danke schomal!

Grüße
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So, hallo erneut,

vor einigen Tagen habe ich endlich Zeit gefunden, das neu erworbene Getriebe zu zerlegen sowie den Traktor zu trennen und das alte Getriebe ebenso zu zerlegen.
Dabei habe ich einige Erkenntnisse gewonnen, die vielleicht für einige hier ebenso interessant sein könnten, andere sind eventuell bereits bekannt und ich habe sie nur nicht gewusst ;)

Das Trennen der Getriebehälften klappte relativ gut, der Vorbesitzer hat es zwar etwas gut gemeint mit der Dichtmasse, aber mit Schraubendreher und Hammer war auch das schnell zu lösen.

Das neue Getriebe hatte einige Überraschungen bereit: Nach dem Lösen und Herausnehmen der Steckachse musste ich mich kurz am Kopf kratzen, um dann festzustellen, das die Differentialsperr-Muffe schlichtweg nicht vorhanden ist. Grund hierfür ist vermutlich, dass der feste Zahnkranz einen Zahn verloren hat (siehe Bild), den ich zusammen mit einigen Splittern und Teilen der Muffe im Achstrichter vorfinden konnte. Daraufhin wird wohl der Vorbesitzer die Muffe ausgebaut haben. Leider ist beim alten Getriebe des Schleppers auch ein Zahn aus beiden Zahnkränzen ausgebrochen, hier ist allerdings die Muffe noch vorhanden. Ich werde hier entsprechend die Muffe aus dem alten Getriebe übernehmen, alles etwas entgraten und wieder verbauen. Ich gehe davon aus, dass auch 7 von 8 Zähnen bei korrektem Umgang mit der Sperre die Belastungen des Antriebs aushalten.

Des Weiteren habe ich feststellen müssen. dass die Wellen des Getriebes wohl irgendwann durch Deutz eine Überarbeitung erfahren haben. Als erstes fällt auf, dass die Zahnung der Vorgetriebeausgangswelle des 7457 nicht mit der des 7461 übereinstimmt. Erstere hat 18 Zähne, während letztere nur 17 Zähne aufweist. Entsprechend passt das Vorgelegestirnrad nicht und die Muffe für den 5. Gang auch nicht. Der 1., 2. und 4. Gang sind ebenso anders übersetzt, hier wurde auch die Zähnezahl geändert. der dritte Gang ist nicht verändert worden. Interessanterweise scheint das Zwischenzahnrad für den R-Gang ebenso identisch zu sein. Die Getriebehälften sind von den wichtigen Maßen her identisch, ebenso die "Über alles"-Dimensionen der Wellen, also können diese entsprechend getauscht werden, sofern auch die Schiebemuffen auf der Kegelradwelle mit getauscht werden.

Das alte Getriebe des Schleppers sieht von Innen neben der defekten Kegel-/Tellerrad-Paarung noch sehr gut aus, weshalb ich aus diesem alle Gänge sowie das hintere Stirnrad mit dem Differentialeinsatz verwenden werde. Das ist sowieso notwendig, da ja sonst die Eingangswelle aus dem Vorgetriebe leider garnicht passt.

Erfreulicherweise sind die Lager des einen Getriebes wirklich komplett neu, weswegen ich diese einfach ausbauen werde und mir dann mit den neuen Lagern und zusammengewürfelten Komponenten aus beiden Getrieben ein funktionstüchtiges bauen werde. Auch erfreulich war, dass der Vorbesitzer des neu gekauften Getriebes wohl die Bremsbeläge neu gemacht hat, so habe ich mir auch diese Investition gespart und kann diese für die Restauration verwenden.

Auf einem der Bilder sieht man noch, wie ich letztendich das 3309A-Lager rausbekommen habe, welches etwas widerwillig war. Mit einer Bandschlinge an die Hebebühne, etwas angehoben, damit das Lager das Gewicht des Getriebes mit Reifen tragen muss und dann mit einer shcweren Holzlatte gegen die gespannte Bandschlinge geschlagen und so das Lager aus dem Sitz geholt.

Weiter geht es nun mit dem Sandstrahlen der Teile und dem Zusammenbau des Getriebes. Auf das Einstellen des Tellerrades bin ich wirklich voller Vorfreude.. NICHT ;)

Ich freue mich auf Meinungen und eventuelle Infos zu den unterschiedlichen Übersetzungen der Gänge (über die ich doch etwas überrascht war) sowie zu meinem Vorhaben mit der Diffsperre und allem weiteren : )

Grüße aus dem Hunsrück!
Christopher
 

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