F1L514/51 Probleme mit dem Ausbau der Hinterachse

Diskutiere F1L514/51 Probleme mit dem Ausbau der Hinterachse im Forum FL 514 Baureihe im Bereich Deutz / Deutz-Fahr Schlepper - Hallo zusammen, bin neu im Forum und habe gleich ein Problem, bei dem ich kompetenten Rat brauche... Ich habe einen alten 15er, den ich zur Zeit...
Knuffi

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Hallo zusammen,

bin neu im Forum und habe gleich ein Problem, bei dem ich kompetenten Rat brauche...

Ich habe einen alten 15er, den ich zur Zeit zerlege. Im Moment steht der Getriebeblock aufgebockt in der Garage. Ich will die Bremsen demontieren um das Hebelwerk, insbesondere die Welle im Flanschlager wieder gängig zu machen.

Nachdem ich mein schlaues Werkstatt-Buch gelesen hatte, dachte ich - nichts leichter als das. Angeblich geht die Demontage der Hinterachse recht einfach. Schrauben hinter der Bremsplatte lösen, Bremsgestänge mit Hebel von der Welle abschrauben und abnehmen, Feder herausnehmen und Bremse mitsamt der ganzen Hinterachshälfte aus dem Tragrohr herausziehen.

Ich habe mich gleich ans Werk gemacht und war recht guter Dinge, bis....... Man konnte auch was ziehen, aber nur ca 5 cm, dann war Schluss. Jetzt geht nix mehr, keine Hinterachse raus, aber auch nicht mehr rein. Sch...... X(
Irgendwie habe ich den Eindruck, als würde das ganze Problem mit der Differentialsperre zusammenhängen, denn beim Herausziehen der Achse geht der Fußhebel nach oben, beim Hineinschieben nach unten. Dann scheint aber irgendwas zu klemmen.

Kann mir vielleicht jemand helfen?

MfG
Knuffi
 
Stoss30

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Hi Knuffi,
ich denke, du sprichst von der rechten Achsseite, wenn du das Differenzial benennst.
Hast du bevor du die Aschse herausgezogen hast, die Differenzialsperre eingerastet und das Pedal gegen das Zurückfedern gesichert? Wenn nicht, hat sich die Klaue von der Differentialsperre verklemmt. Das ist nur ein Ring, der lose auf der Achse sitzt, der auf Pedaldruck gegen das Differenzialgeriebe gedrückt wird und irgendwann einrastet und dann beide Hinterräder gleichmässig angetrieben werden.

Kannst versuchen, durch das Schraubenloch oben auf dem Achstrichter rechts vom Sitz, die Klaue mit einem Schraubenzieher so zu bewegen, dass die Achse wieder reingeht, dann das Pedal mit einem Draht auf Zug nach unten fixieren, sodass die Klaue vom Pedal im Differenzial gehalten wird, um dann wieder die Achse rauszuziehen und weiterzuarbeiten.
Wenn du die Achse nun weiterrausziehst, kann sein, dass die Klaue in den Getriebekasten runterfällt. Dann musste den Kasten ganz zerlegen.
 
Knuffi

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Hallo Stoss30,

vielen Dank für den Hinweis! Ich habe nochmal im Buch gestöbert und ca 30 seiten weiter vorne einen kurzen Vermerk über das Einrasten der Differentialsperre vor dem Ausbau der Hinterachse gefunden.

Tja, is wohl´n Anfängerfehler. Hoffentlich ist noch nichts zu spät, denn wenn ich den ganzen Kasten zerlegen muss.....

Die Schraube, die du ansprichst, ist das die Schraube, unter der sich die Feder für das Pedal befindet?
Und die Klaue? Ich habe das Teil noch nie gesehen, daher ist´s etwas schwierig. Ist das die Muffe, die auf dem Bild mit Nr. 12506 bezeichnet ist?

Ich dachte, vielleicht kommt man evtl. auch von hinten, nachdem man die Befestigung für das Anhängemaul abmontiert hat durch die obere Öffnung an die Stelle um was zu richten.

Ich versuch´s erst mal mit der Schraube.

Gruß
Knuffi
 
Stoss30

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Hi Knuffi,
genau das ist das Teil mit der Nummer 12506.
Da ich meist aus dem Gedächtnis antworte, war mir der genaue Aufbau des Differenzialpedal nicht geläufig. Wie es aussieht, kommt man da durch das Schraubenloch für die feder des Pedals gar nicht ran an die Muffe oder Klaue oder Teil-Nr. 12506.
Ob man von hinten ran kann, mit dem Abbau der Anhängevorr. kann ich dir nicht sagen. Ich wurde auch aus dem Forum darauf aufmerksam gemacht, dass es rechts nicht so ohne weiteres geht.

Vorab kann ich dir sagen: die linke Achsseite kannst du ohne irgendetwas zu beachten, ausbauen.
 
Knuffi

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Hi,

irgendwie klappt es nicht. Ich habe die Schraube mit der Feder rausgedreht ... da sieht man nichts.

Dann habe ich das Getriebe hinten geöffnet. Durch die obere Öffnung kommt man auch nicht dran. Man sieht aber, dass die Muffe eigentlich nicht in den Getriebekasten fallen kann, da das Gehäuse dort zu ist, bzw noch ein Lager dazwischen sitzt.

Ich weiß nun nicht weiter.
Soll ich vielleicht den Hebel von der Differentialsperre ausbauen. Das ist im Handbuch beschrieben. Jedoch ist mir nicht klar, ob dann die Antriebswelle raus geht.

Oder soll ich das ganze Tragrohr am Getriebe abschrauben?

Guter Rat ist teuer... ?(

MfG
Knuffi
 
Stoss30

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Hi Knuffi,
kannst dich mal Stück für Stück ranarbeiten. Zuerst mal das Pedal wegmachen, dann wieder durch wackeln oder so versuchen, die Achse reinzubekommen. Auch die Achse beim reinmachen versuchen zu drehen, damit die verzahnung greifen kann. Wenn das nicht geht, machste mal den Achstrichter lose, vielleicht kannst du dann den entscheidenden Handgriff an der Muffe machen.
Dein Ziel sollte vorwiegend wieder zuerst das reinmachen sein. Dann haste kein Gefummel mit der Muffe. Oder rigoros die Achstrichter auch wegmachen und alles dann wieder Stück für Stück zusammenpfriemeln. Dann wäre aber besser, wenn du noch einen Kollegen hast, der dir hilft, die Achse halten und reinzuschieben während du die Muffe und die Achstrichter führst.
 
Stoss30

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Hab ein Bild von einer Differentialmuffe eines F1L612 bei ebay gefunden. Nur zur Ansicht.
 
Knuffi

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Hallo Gemeinde,

.... habe inzwischen Fortschritte gemacht. :]

Zumächst einmal Herzlichen Dank an Stoss30 für das Bild aus ebay und den Hinweis. Ich hatte inzwischen Kontakt mit dem Ebayer und dadurch weitere Hinweise bekommen. Er restauriert ebenfalls gerade einen 15er.

Nach dem Abschrauben der hinteren Getriebeabdeckung (Halterung für Anhängemaul) wurde hinten rechts oben ein Stopfen mit Schlitz sichtbar. Da der Schlitz für einen normalen Schraubendreher zu groß ist, habe ich mir einen Meißel zurecht geschliffen, der da genau reinpasst und anschließend den Stopfen rausgeschraubt.
Das Pedal der Differentialsperre habe ich an seinem Sitz auf der Welle gut mit Caramba eingesprüht, die Halteschraube entfernt und anschließend das Pedal auf der Welle bewegt.
Hinten durch das geöffnete Loch habe ich dann einen 10er Gewindestab mit Scheiben und Muttern durchgeführt, in die Pedalwelle (vorhandenes Loch) eingeschraubt und dann mit Hilfe der Muttern gegen die Scheiben und damit gegen das Gehäuse die Welle aus dem Pedal und dem Hebel, der die Differentialmuffe bewegt, gezogen.
Man muss da ein bißchen klopfen und drehen, bis alles rutscht.
Die Welle kann man dann im Getriebe von der Gewindestange abschrauben (nicht fallen lassen!) und durch die hintere obere Getriebeöffnung raushehmen. Das Pedal ist damit demontiert und auch der Hebel für die Diff-Muffe lässt sich entnehmen.

Und siehe da....... die Hinterachse geht raus!

Doch wie soll es anders sein, nächstes Problem..... ?(
Die Differentialmuffe klemmt auf der Steckachse und lässt sich nicht runterschieben, weshalb auch die Achse nicht rausging.

Ich habe sanfte Gewalt angewendet...... nix passiert.
Ich hab sie warm gemacht und geklopft...... nix passiert.

Zur Radseite lässt sie sich schieben, bis zum Konus, aber sie muss auf der anderen Seite runter, da ist sie ja schließlich auch mal aufgeschoben worden.

Soll ich den "Dicken Hammer" holen???

Gruß
Knuffi
 
Stoss30

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Kann sein, dass sich das Ding mittlerweile richtig verkantet hat oder sogar schon irgendwo ein Grat hochgeschoben hat.
Eigentlich muss die Muffe auf der Achse hin und herpendeln können -> Funktion mit Diff.-Pedal.
Ruhig mit etwas Herz an die Sache ran gehen.
Das Ding muss runter, egal wie.
 
Knuffi

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Hallo,

habe das Problem mit der Differentialmuffe zunächst einmal zurückgestellt. Im Bedarfsfall kann ich die Steckachse so wieder einbauen. wie ich sie herausgenommen habe, da sich die Muffe noch schalten ließ.

Ein anderes Teil macht mir nun Sorgen.
Einer meiner Vorgänger-Besitzer muss irgend etwas mit dem Bremsgestänge (Welle) veranstaltet haben. Die Welle ist in dem Lagerflansch der Bremsplatte (Differentialseite) total fest. Ich dachte zuerst ... festgefressen - Rost - ist zu machen. Aber nach viel Caramba und Hitze und reichlich Bewegungsübungen ist einfach kein Fortschritt in Sicht.

Nach genauerem Betrachten ist zu erkennen, dass da jemand den Lagerflansch der Welle in der Bremse also zwischen Hebel und Platte derart mit einem Meißel bearbeitet haben muss, dass die Welle selbst Schaden genommen hat und sich in dem Flansch nicht mehr drehen kann. Da hilft wahrscheinlich bestes Zureden nichts mehr, - das Teil ist Schrott.

Jetzt die Frage: Wo bekommt man noch eine Welle mit Hebel und einen Lagerflansch her?
Für Hinweise oder ein evtl. Angebot wäre ich sehr dankbar.

Gruß
Knuffi
 
Knuffi

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...
hier der vermurkste Lagerflansch...
 
Thema: F1L514/51 Probleme mit dem Ausbau der Hinterachse
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