Erfahrungsaustausch Fichte/Tanne Monokultur in Mischwald ändern

Diskutiere Erfahrungsaustausch Fichte/Tanne Monokultur in Mischwald ändern im Forum Ackerbauliche Fragen im Bereich die tägliche Arbeit - Ich stehe vor der Aufgabe einen Teil unseres Waldes ca 1ha. Monokultur Fichte/Tanne 25-35 Jahre alt, in einen Mischwald umzuwandeln. Nun suche ich...
Easytronic

Easytronic

Beiträge
444
Likes
105
Ich stehe vor der Aufgabe einen Teil unseres Waldes ca 1ha. Monokultur Fichte/Tanne 25-35 Jahre alt, in einen Mischwald umzuwandeln.
Nun suche ich Gleichgesinnte die das schon hinter sich haben, oder gerade dabei sind.

Dazu habe ich diverse Fragen

-Wie viel Fichte wurde aus dem Bestand entnommen,kein Kahlschlag

-Was wurde angepflanzt

-Hat jemand Erfahrungen -mindc5 Jahre mit einem Hybrid Nussbaum?

-Wie groß sind die Pflanzen gewesen

-welcher Verbissschutz wurde verwendet.


Viele Grüße
Kevin
 
Lausbua

Lausbua

Beiträge
2.220
Likes
2.347
Servus Kevin,

wir hatten bis ca. 1991 (Sturm Wiebke) auch einen 1,2ha großen reinen Fichten/Tannen Wald. Alter ca. 60-90Jahre. Die vom Sturm umgeworfenen Bäume (ca. 4000m²) wurden durch Eichen und Buchen ersetzt.
Vor ca. 15 Jahren wurde dann noch eine ca. 6000m² große Fläche geschlagen. Alles, was sich dort nicht von selbst verjüngt hat, habe ich im Frühjahr 2018 mit Eichen und Winterlinden sowie Weißtannen aufgeforstet (ca. 1500m²)

Ich habe mich dazu von unserer Försterin beraten lassen, was an meinem Standort zukunftsfähig ist (Thema Waldumbau in Zeiten des Klimawandel) und eine Förderung erhalten, wenn ich den von ihr entworfenen Plan umsetze. Die Förderung hat die Materialkosten für die Pflanzen beinhaltet. Ich habe den Zaun bezahlt. Und natürlich meine Arbeitszeit selbst getragen. Alles in allem habe ich geschätzt rund 60 Stunden verteilt auf 14Tage benötigt.

Ich empfehle dir daher auch mit deinem zuständigen Förster zu sprechen. Der berät dich kostenlos und kennt auch deinen Standort, was dort am besten wächst.

Was ich des öfteren schon gehört habe ist z. B. ein Buchenvoranbau, d. H. Der Bestand wird gründlich durchforstet und Buchen in den Fichtenbestand gesetzt, die nach weiten z. B. 35-40 Jahren dann den Platz der Fichten, die dann geschlagen werden, einnehmen. Ob das auch was für dich ist... wie gesagt, lass dich vom Förster oder auch einer Waldbauernvereinigung, wenn es sowas auch bei euch gibt, beraten.

LG Emanuel
 
T

Testfahrer1977

Beiträge
11
Likes
10
Hallo, ich kann auch nur raten den örtlichen Förster dazu nehmen.

Nach dem 2019 bei mir der Borkenkäfer in einem Waldstück gewütet hat ( 50 jähriger Bestand Fichte / Weißtanne ) hat mir der Förster empfohlen die einzelnen leeren Stellen aufgrund der trockenen Lage ( Buchen sterben da schon am Hitze Wassermangel ) Baumhasel / Eichen zu pflanzen.
Auch in anderen Beständen wo ich lücken wegen dem Eschensterben habe forste ich mit Baumhasel / Eiche auf ob das alles so passt wird die Zukunft zeigen... der Vorteil des Baumhasel ist das er am anfang recht schnell wächst. und so die Lücken schließen kann.
Bis jetzt bin Ich so zufrieden.

Nach den Stürmen Wiebke und Lothar haben wir die betroffenen Flächen ( Danke Papa ) im gegensatz zu den Nachbarn schon als Mischwald gepflanzt. und die Pflanzen im Abstand von 3 m Wenn man heutzutage die Flachen ansieht bin ich ganz froh das ich keinen solchen Stangenwald und Borkenkäferprobleme habe wie die Nachbarn.
 
J

Jan D6206

Beiträge
266
Likes
85
Hallo, wir haben auch eine gleich alte Monokultur, die wir aktuell beseitigen. Wir haben mit unserem Förster gesprochen und für uns erscheint ein Kahlschlag die einzige gute Option. Wenn da plötzlich die Tannen vereinzelt nur noch stehen sind die den Sturm so ja nicht gewohnt und dann fällt wieder alles in den neuen Bestand und man muss wieder dabei, v.a wenn dann auch eventueller neuer Zaun in Mitleidenschaft gezogen wird. So ist zumindest meine Ansicht.
Aber wie meine Vorredner schreiben, ist mit dem Förster reden wohl am sinnvollsten, auch wegen Förderung etc.

MfG Jan
 
buddyholly

buddyholly

Beiträge
1.437
Likes
1.038
Hallo, ich krame mal das Thema vor, weil meine Frage dazu passt und ich nicht extra was neues aufmachen wollte:

In einem Waldstück stirbt so langsam die letzte Fichte weg. Ringsum stehen schon paar Buchen und Erlen. Jetzt sind an den Stellen wo wir die Fichten wegmachen, schon eine schöne Anzahl junger Buchen, 20 - 50 cm hoch, die da von alleine angegangen sind. Die würde ich einfach stehen lassen, die ein oder andere ggf. auch um paar Meter versetzen.

Die Frage wäre ob es sinnvoll ist die mit Verbissschutz zu versehen? Hab mal gehört das das Wild hauptsächlich auf "fremde" Bäume scharf wäre? Google zeigt zu dem Schlagwort fast nur Nadelbäume oder Obstbäume. Ist die Buche nicht vom Verbiss gefährdet?

Und wenn schützen, wie? Komplett einzäunen will ich nicht. Rohre, Drahtgitter, Farbe, Klammern?

Danke schon mal!
Holger
 
Thema: Erfahrungsaustausch Fichte/Tanne Monokultur in Mischwald ändern
Oben