F1L 514/51 Einschätzung F1L 514/51

Diskutiere Einschätzung F1L 514/51 im Forum FL 514 Baureihe im Bereich Deutz / Deutz-Fahr Schlepper - Hallo Deutzgemeinde, vor knapp einem Jahr habe ich einen 3006 angeschafft, Heuwender und Hänger dazu gerichtet und jetzt das, ein Kumpel sein...
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Werder014

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Moin,
das Knubbel-Getriebe ist unsynchronisiert, da bin ich mir ganz sicher.
Richtige Synchrongstriebe kamen bei den 06ern (als Sonderausstattung?).

Grüße
Henrik
 
Kramer Daniel

Kramer Daniel

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Naja, ich halte es für sinnvoll oder sogar nötig seinen Schlepper halbwegs sicher schalten zu können. Mag zwar beim reinen spazieren Fahren nicht unbedingt nötig sein, aber wenn man mal einen Anhänger dahinter hat und plötzlich immer schneller wird, ist es einfach nur gefährlich für sich und andere. Die ersten kleinen 06er (zum Beispiel 4006)hatten meines Wissens auch noch das Unsynchronisierte T bzw TW35 Getriebe aus dem alten D40.2 mit dem kleinen S-L Hebel seitlich am Getriebedeckel. Die neueren haben auf jeden Fall ein Synchronisiertes Getriebe mit zwei richtigen Schalthebeln für Gruppe und Gang.
Der 45 und 6006 mit dem ich öfters gefahren bin, war eigentlich sehr gut zu schalten. Besonders der 45er:love:
Wurde durch einen 7207ca ersetzt.
Der Lässt sich auch gut fahren, da zickt die Gruppenschaltung aber gerne mal wenn das Öl warm ist.
Mein F2L612/6 lässt sich auch super schalten und Fahren. Obwohl er Theoretisch das selbe Getriebe wie der F1L514/51 hat, liegen allein wegen dem Drehfreudigeren Motor schon Welten dazwischen. Mit 28PS Pumpenplatte muss man leer aber auch nur selten Schalten:D

Gruß Daniel
 
SimonS

SimonS

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Guten Morgen Zusammen,

ganz klar und steht meine ich auch sogar in der Straßenverkehrsordnung, dass man sich vor Fahrtantritt mit den technischen Gegebenheiten des Fahrzeug als Fahrzeugführer vertraut machen muss.

ABER: Letztendlich soll und muss jeder so fahren wie er sich wohl und vor allem sicher fühlt!

Ein F1L514/51 mit einem 06er zu vergleichen... Aus meiner Sicht wäre es eine Schande für die Kölner wenn der alte besser wäre. Die 06er gab es ab der mittleren Motorisierung auch mit synchronisierte Getrieben, sonst hatten die 06er alle Teil-Synchronisierte Getriebe. Was übrigens viele ältere Deutz auch haben. Der Unterschied liegt hierbei im Aufbau des Getriebes. Das schwerste zum Schalten ist ein Schubradgetriebe. Einfacher wird es mit Bolzen- oder KIauenschaltung, am einfachsten mit Synchronringen.
Damals an meinem 3006 war das Hoch und Runter Schalten in allen Lebenslagen, mit etwas Übung sehr einfach möglich, beim Knubbel packe ich es nicht.
Ich glaube es liegt an den vielen Details, die Kupplungsbetätigung, der Einzylinder, die Schaltkulisse und und und.

Vielleicht liegt es aber auch am Mut. Beim 06er gibts gut Ersatzteile und beim Knubbel bin ich vorsichtiger. Mein 15er ist jetzt 70 Jahre jung, auf einen Getriebeschaden habe ich keine Lust, da ich sehr zufrieden bin so wie es jetzt ist.

Wenn ich irgendwann meinen Schäferwagen zum Übernachten habe und nach Tannhausen komme müssen wir das bei einem Bier fertig diskutieren und ggf. einen Feldversuch machen.

Ach ja: Mein Deutzle ist aktuell dicht, die wenigen Tropfen vom Getriebe habe ich mit der Abdichtung des Schaltdeckels oben auf dem Getriebe in den Griff bekommen. Ein kleines Start-Video habe ich auch gedreht, dass will ich dann bald mal einstellen.

Gruß Simon
 
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krammerreini

krammerreini

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Servus Simon,

das hast du sehr schön zusammengefasst, vor allem der Punkt mit dem Bier in Thannhausen gefällt mir gut:thumbsup:🍻.
Aber ganz ehrlich, ich glaub dir fehlt nur etwas der Mut. Wenn das Getriebe allein durch Schaltübungen zerstört wird, dann hat es bereits vorher eine Macke weg. Die sind so massiv gebaut, die stecken da ganz schön was weg. Man muss ja davon ausgehen, dass so ein kleiner Deutz damals oft der allererste Kontakt der Besitzer mit einer solch komplexen Technik war. Und die Erstbesitzer haben da mit ziemlicher Sicherheit auch erst üben und den Umgang mit dem Schalthebel lernen müssen. Die Getriebekonstrukteure haben diese Tatsache vermutlich schon mit einkalkuliert und entsprechend Masiv gebaut. Sonst hätten die Dinger auch nicht so lange überlebt.
Probiers aus, mit etwas Gefühl bekommst du das hin. Wenn die Zähne mahlen musst du ja nicht mit voller Kraft weiter am Schalthebel ziehen.
Falls es noch nicht erwähnt wurde: bei kaltem Getrieböl klappts nur ganz schwer, aber schon nach wenigen Kilometern ist das Öl gut durchgerührt und dann funzt es.
Wenns gar nicht klappt, liegt es ermutlich am Verschleiß in der Schaltmimik.
Das hatten wir auch bei @MartinD25.1 , sein Deutz war auch für mich absolut unschaltbar. Er hat dann die Kulisse und den Schalthebel überarbeitet und jetzt flutscht es.

Also, viel Mut und Spaß beim üben wünscht dir
der Reini
 
Marcus Göbel

Marcus Göbel

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Hallo, wie steht so schön in der Ba: man sollte in der Steigung nicht kuppeln und schalten.
Bis bald
Marcus
 
100er

100er

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Hallo, wie steht so schön in der Ba: man sollte in der Steigung nicht kuppeln und schalten.
So die Theorie...
Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es auf dieser Welt keinen Knubbel oder sonstigen Deutz gibt, mit dem nicht in seinem Arbeitsleben am Berg geschalten wurde.

@SimonS mit genügend Übung wird das schon. Jeder Traktor hat da seine Eigenheiten, mit denen man erst klar kommen muss. Bei meinem Lanz 2416 (auch Langhuber Eintopf) muss ich z.B. ebenfalls fast bis auf Standgas runter zum zurückschalten, sonst gibt's eine Rückmeldung.

Weils grad so schön zum Thema passt hier die Herangehensweise aus der Lanz BA :)

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Grüße und schönes Wochenende
100er
 
SimonS

SimonS

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Guten Morgen,

also ich muss jetzt mal wieder berichten, was ich verpfuscht habe und was läuft...

Gestern habe ich mich meiner Pritsche angenommen. Warum? Oft muss ich nur drei Eimer vom Streuobst hin und her bekommen. Jedes Mal mim Wolfangel ist mir zu aufwändig. Tatsächlich habe ich mir auch ein Lasten-E-Bike als Jobrad überlegt, aber das ist schon recht teuer. Denn nur ein hohes Brutto sichert die Rente:thumbsup:.

Also hab ich aus Restholz was gebastelt... recht simpel aber tut sie Zweck, aber seht selbst:
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Ich habe ja nich die Originale Ackerschine mit Blech, wiegt allerdings gute 50 kg und ist mir zu schwer, da beides im Anhängerbetrieb weggenommen werden muss.

Ich habe dann noch mein Eigentum gekennzeichnet. Im Übermut wollte ich noch ein Schild zum Thema Wartung erstellen, habe mich aber leider verschrieben, weshalb ich das Schild nicht an mein 15er schraube.

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Gruß und auch ein schönes Wochenende!

Simon

PS: Letztes Bild ist der Wolfangel...
 
SimonS

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Guten Abend,

heute habe wir einen Anhänger Holz für den Küchenherd meiner Oma gesägt. Transportmittel meiner Wahl ist natürlich der Deutz samt Wolfangel...

Der Deutz hat eine richtig gute Zugleistung gezeigt. Ich habe das Gefühl je mehr Zugarbeit, je besser und kräftiger ist der Durchzug des F1L 514. 5. Gang geht gut, auch bei leichten Steigungen. Es ist ein geniales Gefühl und bringt mir richtig Grinsen ins Gesicht, wenn der Deutz Bergab vom Schubbetrieb in der Talsole der Motor dann wieder etwas zu hören ist und dann bei beim Anstieg das Klopfen anfängt. Mit Gewicht auf dem Anhänger wird der Effekt nochmals verstärkt.

Gruß Simon

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PS: Wer genau hinschaut, sieht ich habe die Vorderreifen getauscht. Der Vorbesitzer hatte ja 6.00 - 16 drauf, ich habe jetzt wieder die originalen 5.00 - 16, Schläuche habe sind auch neu.
 
SimonS

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Moin Zusammen,

am 3. Oktober 2022 habe mein Kumpel und ich den freien Tag und den Sonnenschein für eine Ausfahrt im Sinne der Deutz-Einheit genutzt.

Zweimal F1L 514/51:

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Wir sind vom Otter- übern Gickel- zum Messhof gefahren - Aktion pur.

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Auch einen Bachlauf musste durchquert werden, zuvor haben weiter aber Steine umräumen müssen.


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Den Ausklang haben wir am Holzlagerplatz am Ortsrand gemacht.

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Ein spannendes technisches Detail, war die Wasserversorgung der ehemaligen Gehöfte. Die rund 90 Meter Höhenunterschied würde mittels einem hydraulischen Widder das Wasser hoch gefördert. Habe ich vorher noch nie etwas davon gehört und ganz verstanden habe ich das Funktionsprinzip noch nicht.
Letztendlich, war meine Erkenntnis mal wieder, dass damals im 18. Jahrhundert die Menschen auch schon was in Kopf gehabt haben.

Schönen Abend Simon
 
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SimonS

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Guten Abend,

ach ja, bei dem vielen Regen war es jetzt einfach mal Zeit für die vorderen Kotflügel.
Ausgangsmaterial war ein Kunstoff Kotflügel, den mein Kumpel besorgt hat.

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Den Kotflügel habe ich geteilt und anschließend aus einem Flachmaterial Streben gebogen.

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Vor eh und je habe ich mir mal eine Kantbank für den Schraubstock gebaut, da funktioniert das ganz gut mit dem Biegen.

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Anschließend alles gebohrt, denn immer erst biegen, dann bohren.

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Mein Kumpel hat mir dann noch Spritzlappen besorgt und jetzt kann die Nässe und Matsch kommen, ich bin gewappnet.

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Ich weis, ist alles nicht original, aber tut sein zweck. Schönen Abend,

Simon.
 
Obrschwob

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Hi Simon,
nett gemacht, aber ich hätte den Trägerbügel gekröpft und dahin montiert, wo er eigentlich hingehört, nämlich unter den jeweiligen Lenkanschlag anstatt der dort verbauten Distanzscheiben. Momentan hast du den auf den Lenkanschlag montiert. Kunststoff rostet jedenfalls nicht. ;)

Griaßle
Martin
 
SimonS

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Hallo Martin,

ich geb dir komplett recht. Wirklich gelungen ist was anderes, aber für mich war wichtig, billig und schnell zu bauen. Habe ich heute in 1,5 Stunden aus Resten hin gebastelt. Zweckmäßig und gut - mal schauen was alle Zukunft noch so bringt, villt finde ich irgendwann noch originale.

Gruß Simon
 
SimonS

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Hallo,

heute habe ich, da alle halbe Jahr vorgesehen Öldienst gemacht.
Wie immer üblich habe den Deutz ordentlich warm gefahren, Schraube zum ablasen auf und raus mit der Schwarzen Brühe. Ab in einen Kanister und dann entsorge ich das Altöl im Geschäft. Neues Öl rein, rund 4 Ltr. 15w40 - fertig.

Seit einiger Zeit ist mir mein an den Verschraubungen undichter Deckel des Kurbelgehäuses ein Dorn im Auge.

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Ich habe den Deckel/Auspuff abgeschraubt und zwei mögliche Ursachen identifiziert. Zum einen gehört glaube ich ein Dichtring/Dichtmasse an die Verschraubung, zum anderen hat irgendeiner den Deckel zu fest angezogen und am den Bohrungen verbogen.

Zum richten des Deckels habe ich mir aus einem Stahlprofil einen Mini-Ambos gebaut. Wichtig, die Kanten öffentlich rund feilen.

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Dan Deckel habe ich dann vorsichtig mit den Hammer gerichtet. Ich hoffe man sieht es auf den Bildern.

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Anschließend habe ich an die Schrauben etwas Dichtmasse und zusammen mit einer neuen Korkdichtung montiert.

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In den 50er Jahren und früher gab es ja nur "schlechtere" Öle als heute, weshalb der Deckel zum auswaschen des Ölschlamms erforderlich war. Da ich 15w40er fahre brauch ich das nicht mehr. Theoretisch hätte ich es auch mit Kupferringen versuchen können, habe mich aber für Silikon entschieden.

Ventilspiel habe ich auch kontrolliert, 0,2 mm bei Ein- und Auslassventil, hat alles gepasst. Bin ja einiges gefahren, auch Holz mim Anhänger hab ich neulich gefahren - keine Späne im Öl, kein Ölschlamm, gefühlt macht alles einen guten Eindruck - Klopf auf Holz:thumbsup:

Gruß Simon
 
Deutz D25.2_1961

Deutz D25.2_1961

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habe mich aber für Silikon entschieden.
Hallo Simon,
der Mini-Amboss ist eine schöne Idee! Ich finde es prima, wenn man die Maschine nach und nach durch solche kleinen Arbeiten immer weiter optimieren kann und z.B. Undichtigkeiten beseitigt. Aber wie bist du auf Silikon gekommen? Ich hätte Bedenken wegen der Temperaturen am Motor und dann eher die übliche Dichmasse genommen. Oder eben doch den klassischen Kupferring...
Viele Grüße
Bert
 
SimonS

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Hallo Bert,

danke für deine Rückmeldung und das Lob. :thumbup:

Habe mich mal wieder ungenau ausgedrückt, habe eine KFZ-Dichtmasse (Dirko) auf Silikon-Basis genommen. Hatte ich vom Getriebedeckel des 3006 abdichten übrig. Lt. Beschreibung vom -60 bis + 315 Grad Celsius geeignet.

Gruß Simon
 
Kramer Daniel

Kramer Daniel

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Moin
Jetzt weiß ich, was ich noch am Knubbel machen wollte. Egal, ist ja jetzt weg🙈

Mit der Dichtmasse funktioniert einwandfrei.
Haben wir am Knubbel vom Kumpel vor zwei Jahren auch so gemacht.
Die Korkdichtung war nie 100% dicht.

Gruß Daniel
 
SimonS

SimonS

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Ich wohn doch aufm Ort, da gibts nur den Dorfplatz, aber hast natürlich recht die Autokorrektur beim "Swipen" aufm iPhone hat mal wieder ganze Arbeit geleistet.
 
Thema: Einschätzung F1L 514/51
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