Buch: AUST "Deutz Traktoren im Einsatz"

Diskutiere Buch: AUST "Deutz Traktoren im Einsatz" im Forum Literatur, BDA, ETL, Prospekte etc. im Bereich Deutz Community - Hallo, ich habe mir letztens das Buch "DEUTZ Traktoren im Einsatz"von Oliver Aust, Podzun Verlag gekauft. Da sind ja schöne und von mir noch nicht...
omma

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Hallo, ich habe mir letztens das Buch "DEUTZ Traktoren im Einsatz"von Oliver Aust, Podzun Verlag gekauft.
Da sind ja schöne und von mir noch nicht gesehene Bilder drin! ABER DER TEXT!!! :( Fehler über Fehler!! meist nur
Flüchtigkeitsfehler , aber in der Fülle...... ?( Da wird auch schon ein Zettelmeier als Deutz beim Pflügen verkauft. NA JA.
Aber auf Seite 18 sind oben und mitte LINKS 2 Bilder von einem Mir unbekannten Schlepper abgebildet. Merkmale sind offenliegender Kühlerverschluß, keine Deutz Vorderradnaben und ein besonders langes Kupplungsgehäuse, aber mit 2 zyl. Motor. Sieht aber wegen der Schlepperlänge wie ein F3M aus.
Frage : Ist das vielleicht ein FAMO oder ein IFA Pionier??
Wer hat das Buch und kann mehr dazu sagen?
Ansonsten kann ich nicht zum Kauf des Buches raten.
Die Typenchronologie geht bis in die Neuzeit, ab der 06-Reihe hab ich aufgehört mit der Fehlerauflistung. ( mit 07 und jünger bin ich nicht so bewandert :] )
Gued Goahn
omma
 
Stoss30

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Das ist sicher wieder ein Fall für Michael Bruse.
Der lässt sich aber bis 04.10.2005 (Abwesenheitsnotiz) entschuldigen.
 
Andy.Link

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Hallo

da hat Stoss30 Recht da kennt sich Michael Bruse am besten aus!

Wie lautet den die ISBN Nummer des Buches!


Gruß Andy
 
omma

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Die Isbn Nummer lautet: 3-86133-346-5
Die von mir "beanstandeten" Fotos sind auf Seite 18!
Allerdings habe ich schon festgestellt, das der F 2 M 417 auch einen offenen Kühlerverschluß besitzt....
Aber nicht sonn langes Kupplungsgehäuse. Muß man sehen, leider sind meine Scanns aus dem Buch sehr schlecht.
 
kohlemann

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Ich habe das Buch auch.Es ist von den Bildern her eigentlich ein tolles Buch,aber der Text,besonders die Bilduntertitel sind so mit Fehlern behaftet,das es grausam ist.Ich habe auch auf Anhieb ca.12 grobe Fehler erkannt.Das geht auf Seite 11 schon los mit dem Bild vom Automobilpflug,den man als Pfluglokomotive verkaufen will,über die 514er Serie mit vielen Fehlern,bis zur DX-Serie.Entweder wurde da etwas aus dem Boden gestampft,weil der Markt nach mehr schrie und dann Flüchtigkeitsfehler gemacht,oder der Verfasser hat überhaupt keine Ahnung von Deutz.

Gruß Ralf
 
G

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Die o.g. Abbildungen zeigen den KEMNA - Dieselschlepper Typ KTU bzw. KTS.
Der Motor ist ein Deutz F2M 417, der Rest ist Eigenbau
von der Firma Julius Kemna in Breslau.
Kupplungsglocke und Schaltgetriebe sind im Gegensatz zum Deutz als Gusskonstruktion ausgeführt.
MfG CL
 
G

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Guest
Zum Kemna-Schlepper ist noch ergänzend zu sagen, dass anfangs mindestens ein F2M 317, wenn nicht sogar ein leistungsgesteigerter F2M 315 verbaut wurde.
Am wahrscheinlichsten ist nach Datenlage der F2M 317 verwendet worden, später dann der 417er Motor.
Wer weiß mehr über Kemna u./o. kennt existierende Schlepper ??
Gruß CL
 
omma

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Interessant. bis jetzt wußte ich von Kemna nur das die Firma Landmaschinen und Lokomobile fertigte.
Auf jeden Fall werde ich jetzt mal an den Podzun-Verlag schreiben, ob der vielen Ungereimheiten die das Buch enthällt.(Jetzt eine weniger :D )
 
Lasca34

Lasca34

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Nee, lassma, Omma! Das hat so oder so keinen Sinn. Sowas habe ich schon vor Jahrzehnten versucht, als die ersten schwachsinnigen Exemplare zum Thema auf den Markt kamen. Dr. Herrmann teilt einem daraufhin mit, daß das Buch von einem anerkannten Landtechnikexperten gegengelesen worden sei und ignoriert damit völlig, daß das ganze Kroppzeug, das er geschrieben hat, ja gerade der Beleg dafür ist, daß das nix genutzt hat (es handelte sich hier um "Traktoren in Deutschland von 1907 bis heute" und der Experte ist ein alter Mann, von dem ich [ durch einen anderen Autor ] weiß, daß er gesagt hat, man solle ihn bloß mit dem Zeug in Ruhe lassen ). Bei den Katastrophentaschenbüchern von Wolfgang H. Gebhardt ( "Fehlersammlung deutscher Schlepperbau" ) habe ich sogar mitwirken dürfen: Nach dem verheerend falschen ersten Band habe ich während der damals noch in Ffm stattfindenden agritechnica nachts mit ihm zusammengesessen und versucht, wenigstens die gröbsten Verwerfungen im zweiten Band zu glätten. Nach ein paar Wochen erhielt ich dann druckfrisch eben diesen zweiten Band: Katastrophal! Die Arbeit hätte ich mir sparen können. Das Buch ist sehenswert, bis heute, nicht wegen der Informationen, sondern um sich daran zu erbauen, wie dreist man sog. Bücher auf den Markt bringen kann. Aber da ist der Kollege Aust ja auch nur ein weiteres Beispiel.

A propos Aust: Nu musses raus!. Es ist ja nicht nur der als Deutz verkaufte Kemna. Er kann auch einen F3L 514 nicht vom F4L 514 untescheiden ( das können die Insassen der hiesigen Blindenanstalt ja schon besser! ), einen F2L 514 hält er für einen F1L 514/51, und daß Deutz damals hinterhältigerweise einen D 40 mit der Motorhaube ähnlich wie beim F2L 514 auf den Markt gebracht hat, überfordert ihn total. F1L 514/50 und F2L 4514/50 werden hartnäckig und nicht nur einmal als "Plantagenschlepper" angepriesen, der Motor des AgroStar 6.81 hat - jetzt bitte nicht lachen! - "einen guten Drehmoment" - nur der Autor hatte keinen lichten Moment, als er das zu Papier gebracht hat ( oder zu Bildschirm, ist auch egal ). Aber, um das nicht zu vergessen: Es sind bei Aust einige Bilder enthalten, die sind so gut getroffen, daß ich sie mir gerne groß übers Bett hängen würde. Echte Klasse! Z.B. der alte Herr mit dem DX 3.30 Vario und dreifurchigem Volldrehpflug. Sowas muß man erstmal hinkriegen. Wer selber fotografiert, weiß was ich meine.

Dafür sind die Bilder bei Bernd Ertl oft sauschlecht ( kein Wunder, wenn man in der Mittagspause eben schnell eine bei seinem Arbeitgeber [ Deutz-Händler Feick in Reinheim, man sieht's auf den Bildern] irgendwo hinten auf dem Hof herumstehende verschlissene Möhre knipst. Siehe z.B. die Fotos zum D 50.1 S ) . Mehrfach werden alte Deutz im John Deere-Look mit fiesem Grün und gelben Felgen als "sauber restauriert" hingestellt. Dafür gibt es so weise Hinweise wie den im ohnehin vor allem mit Humor zu ertragenden Kapitel "Kaufberatung" ( wie macht man eigentlich eine Deutz-Kaufberatung? Vom MTH bis zum Agrotron auf zehn Seiten? Dafür bin ich ssu dumm ssu dass! ), daß der Kolben beim Mähwerkshubzylinder einen Durchmesser von 26 mm ( oder so ) oder irgendeinen anderen ( sic! ) hat. Ja, das hilft beim Ersatzteile kaufen. Abhaken!

Und schließlich der Typenkompass. Die ganze Reihe ist von gleichbleibender Qualität, also einer so schlecht wie der andere ( zumindest betrifft das die Bände über John Deere, Fendt, Lanz und eben Deutz ). Was den Deutz-Band angeht: Wie Hummel dazu kommt, ein Deutz-Buch verfassen zu wollen, ist mir unklar, Oertle besitzt sogar selber solche Traktoren ( und diskutiert hier womöglich im Forum eifrig mit. Hallo Alexander, ich bin gleich fertig mit meiner Polemik! ), und die sind im Buch leicht zu erkennen. Es sind jene dort abgebildeten Deutz der D- oder 05-Serie, bei denen die messingfarbenen Zierleisten einfach durch gelbe Pinselstriche ersetzt worden sind. Was soll man da noch erwarten? Besonders entlarvend auch der neue zweite Band, der sich mit den jüngeren Traktoren beschäftigt: Wer nicht erkennt, daß ein DX 3.90 S überhaupt nichts mit einem DX 3.90 zu tun hat ( die Auflösung des Rätsels bringe ich hier aber nicht, das muß der Autor schon selber herausfinden ), sollte keine Bücher schreiben. Schon gar nicht über Deutz.

Sollte mir jetzt jemand Futterneid unterstellen wollen: Es steht jedem frei, sich diesen Mist ins Haus zu holen ( ich habe ihn schließlich auch gekauft ). Karel Vermoesen und ich sind jedenfalls sehr glücklich darüber, daß unser Werk offenbar allen anderen als Vorlage gedient hat ( man erkennt das so schön, weil auch unsere Fehler gleich mit abgeschrieben worden sind ). Und zur Freude aller, die sich demnächst wieder über Deutz ergießen wollen: Im Frühjahr kommt die Neubearbeitung. Da sind dann viele Fehler berichtigt und man hat wieder eine einigermaßen brauchbare Vorlage zum Abschreiben.

Und schließlich, omma: Kletar ( kleiner Tip am Rande :( Es gibt Autoren, die sind nicht beratungsresistent und nehmen fundierte Hinweise auf Fehler mit Kußhand entgegen. Das sind z.B. Michael Bach, Armin Bauer, Klaus Tietgens ( glaub ich zumindest - aber der macht ja auch so wenig Fehler ) sowie Karel und ich.

Gruß
Michael Bruse
 
schpunk

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Michael Bruse schrieb:
Mehrfach werden alte Deutz im John Deere-Look mit fiesem Grün und gelben Felgen als "sauber restauriert" hingestellt.
Geht es um das Bild? ;)

Sieht doch alles prima restauriert aus! (is aus dem aktuellen "Jungbäuerinnenkalender" Monat November - heute Thema beim Sat.1 Frühstücksfernsehen). 8)

:)) Übrigens sehr schön geschrieben diese Buchkritik. Meine Kollegen haben mich mehrfach fragend angeschaut, weil ich so vormichhin gelacht hatte! :))
 
Lasca34

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Nee, diese Bild ist es nicht. Die rechte scheußliche Hälfte will ich mal beiseite lassen, aber die linke zeigt eine Art Traktor, bei der die Felgenfarbe gelb durchaus richtig angebracht ist. Das ist wie in der Natur: Wespen, z.B. , sind auch aggressiv bemalt, damit man gleich weiß: Laß da die Finger weg!

Gruß
Michael Bruse
 
C

Christian...

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:off topic: Ich bin also nicht der einzige, der eigentlich arbeiten sollte und stattdessen im Forum unterwegs ist :D
 
C

Christian...

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Michael, was hast su gegen Jonnies?
Ich kenn das mit der Farbe nur von ICH etc.:
Rot ist ne Warnfarbe - die Dinger sind nicht umsonst rot :D
... nein, ich hab nix gegen IHC und die anderen roten.
 
Moorhorst

Moorhorst

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danke michael für die treffliche zusammenfassung der papierverschwendung dieser sogenannten experten.habe mich mal wieder köstlich amüsiert.
gruss
horst ;)
 
Lasca34

Lasca34

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@Christian:

Heute würde ich sagen: Wenn man einen Trecker kauft, muß man unbedingt darauf achten, daß er grün ist. Wenn aber etwas wirklich gutes will, dann kommt es eben auch noch auf die Felgenfarbe an.

Wenn man die letzten 50 Jahre mit einbezieht, dann würde ich das nicht so eng sehen. Aus meiner Sicht hat es auch wundervolle Güldner und Schlüter gegeben ( rot ) , Eicher sowieso, und Hanomag ist für alle, die bei Wasser im Motor keine Schmerzen kriegen, durchaus sehr attraktiv ( blau ). Aber diese Altenativfarben gibt's ja leider nicht mehr.

Deshalb mein Rat: Laßt Euch nicht von dem schönen grünen Lack blenden. Auf die Felgenfarbe muß man genauso achten! ;)

Gruß
Michael
 
Fünfeinsvier

Fünfeinsvier

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Hallo Michael,

Du meinst doch sicher diesen Dingens - ach, wie heißt der doch ?

Da gibt es z.B. Typen davon mit RAL 3003 als Felgenfarbe - rubinrot ! Die Teile wurden in den 60ern gebaut und waren damals die meistverkauften in West-Deutschland.

Wenn die Dinger laufen, kam heiße Luft seitlich vom Motor raus - da kann man sich so schön die Hände im Winter dran wärmen - manche haben deswegen auch eine Fußraumheizung als Sonderausstattung.

Wie heißen die denn jetzt ?

Ich hab auch schon welche mit silberfarbenen Felgen und ansonsten grell-grüner Farbgebung gesehen - offenbar neuere Modelle. Da gibt es seit ein paar Jahren sogar einige mit Wasser im Motor !

Viele davon haben da so einen aggressiven Dreizack vorne dran. Möglicherweise ist das das Firmenlogo ?

Die alten Modelle haben so einen markanten Motorenklang. Besonders die mit 2 Zylindern (28/30/34 PS !!) aus den 50ern - man glaubts gar nicht: für Manche soll das wie Musik in den Ohren sein.

Na ja, vielleicht fällt mir der Name dieser unglaublichen Schlepper übers Wochenende noch ein ;)

Gruß Ralf
 
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