Bewirtschaftung Streuobstwiese

Diskutiere Bewirtschaftung Streuobstwiese im Forum Ackerbauliche Fragen im Bereich die tĂ€gliche Arbeit - Hallo & Guten Abend, in diesem Bereich, des einfach absolut genialen Deutz-Forum, möchte ich vorstellen, warum ich mir ĂŒberhaupt einen Deutz 3006...
Manni

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Unsere gesamte Ernte von zwei KirschbĂ€umen (ca. 15 Jahre alt) waren 11 Kirschen. Ohne Worte. 😱😱😱
 
SimonS

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Guten Tag,

heute war der Start in die Streuobstsaison 2022. NatĂŒrlich mit dabei mein 15er samt Wolfangel.

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Wir haben uns heute dem Grafensteiner gewidmet: klein, bab sĂŒĂŸ und nicht lagerfĂ€hig - aber lecker und gut fĂŒr Brei, Kuchen, Saft und Gelee. So frĂŒh haben wir glaube ich noch nie angefangen.


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Da der Baum sehr hoch ist, habe ich geschĂŒttelt. HierfĂŒr nehme ich einen Rundstab mit Hacken und dann per Muskelkraft schĂŒtteln.

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Bei den frischen BĂ€umen bin ich immernoch regelmĂ€ĂŸig am Gießen. Mittlerweile freut sich auch das Gras rundherum.

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Gruß Simon

PS: Ich habe mich neulich spontan auf der Arbeit fĂŒr eine Story im GeschĂ€ftsbericht 2021 gemeldet. Gestern bekam ich einen Abdruck. Ganz schön aufgepimt alles:saint:

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Deutz45nullfuenf

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Hmm, du GlĂŒckspilz.
Unser Gravensteiner hat zwar Äpfel gehabt, aber alle abgeworfen.
Kaiser Wilhelm trÀgt nicht, GoldparmÀne auch nicht... das wird etwas mau mit der Obsternte.

DafĂŒr ernten wir gerade Renekloden, Eierpflaumen, Mirabellen und Zwetschgen gehen auch schon los.
 
SimonS

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HalliHallo,

die Ernte geht unter neuen Bedingungen weiter. Seit Ende August ist mein Streuobstbetrieb EU-Bio-Zertifiziert.

Die Kontrolle erfolgt durch ein Institut aus Straubing. Es wurden Blatt- und Boden-Proben entnommen und das Umfeld analysiert. Bspw. die Ortsrandlage und mein Misthaufen.

Ich bin nun offiziell Teil einer GbR aus rund 150 Streuobstbetrieben. Wir verkaufen gemeinsam unser Obst. Ernteziel sind heuer 200 Tonnen. Ich bekomme 20€ pro 100 Kilo (doppel Zentner). Unser Obst geht an den Bodensse und es wird Saft daraus gemacht. Dort scheint es nicht genĂŒgend zu geben...

Unser Obst ist dieses Jahr sehr sĂŒĂŸ, rund 60 bis 65 Grad Öchsle, weshalb wir das Obst bspw. in der Garage abreifen lassen sollen.

Ihr merkt die ganze Sache ist hoch professionell geworden, auch der Ernteablauf ist klasse. Wir können uns die GrĂŒnen Boxen (siehe Bild) holen und fĂŒllen. Es gehen rund 600 kg Obst rein, wird per Stapler entladen und mit einer Drehvorrichtung, ebenfalls am Stapler entleert.

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Ich habe vergangenen Samstag meinen Gravensteiner final abgeerntet. Ganz klassisch mit einem langen Stab und Hacken dran geschĂŒttelt, hab ich ja schonmal gezeigt.

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In zwei Wochen wollen wir den Rest der Äpfel ernten, auch die spĂ€ten Sorten wie Boskop sind dieses Jahr schon sehr weit. Ich halte dich auf dem laufenden.

Apfelige GrĂŒĂŸe Simon

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SimonS

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Guten Abend,

dieses Wochenende habe ich die Apfelernte 2022 abgeschlossen.

Eigentlich wollte ich einige der mehligen LagerĂ€pfel brechen (bei uns das Wort fĂŒr "pflĂŒcken") und in Kisten einlagern. Leider waren 8 von 10 verwurmt. Ich breche fast immer per Hand oder einer langen Stange mit Fangkorb. Mit den Äpfeln muss Ă€ußerst vorsichtig umgegangen werden, da Druck und Stoßstellen schneller zum faulen neigen.

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An dieser Stelle möchte ich auch RĂŒckmelden, dass jetzt knapp ein Jahr meines Berichts vergangen ist. Einiges wird sich wiederholen, dennoch wĂŒrde ich weiter berichten.

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Noch ein kleiner Ausblick:
Unser Landkreis fördert wieder mit einem Zuschuss von 30€ pro neu gesetzten Baum, weshalb ich 10 ApfelbĂ€ume bestellt habe. Da ich ja Bio-Landwirt bin, musste ich staunen als ich erfahren habe, dass die Bio-Baum Setzlinge aus Metz kommen.

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Äpflige GrĂŒĂŸe vom Simon
 
A

agp8x

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Ich habe heute nach unseren ApfelbĂ€umen geschaut, die relativ spĂ€te Sorten sind. Zu meiner Überraschung war am Feldrand einer komplett abgeleert. Die Spuren von PKW und AnhĂ€nger waren im Gras noch zu sehen. Vater-Sohn-AusflĂŒge mit dem Kescher am Samstagnachmittag kennt man ja, aber gleich alles mitnehmen ist richtig dreist.

Aber es freut mich, wenn es bei dir besser lĂ€uft. Schöner Bericht, danke fĂŒrs mitnehmen!

GrĂŒĂŸe,
Clemens
 
Norbert Spiegel

Norbert Spiegel

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Ein langes Leben und die ewige Scheisserei wĂŒnsche ich dem Genießer.
Da macht man sich die Arbeit und dann sowas.
Habe heute auch angefangen mit der eigenen Ernte.

Gruß Norbert
 
SimonS

SimonS

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Guten Morgen,

ja das mit der "Sche....ei" ist das Stichwort. Leider sind einige Hundebesitzer unfÀhig den Beutel zu benutzen. Das ist bei mir wirklich nervig, zumal ich eine empfindliche Nase habe.

Diebstahl/Mundraub hÀlt sich bei uns sehr in Grenzen, im Gegenteil. Auch diesen Herbst sehe ich viele BÀume die nicht abgeerntet werden und eine einzige Obst-Matsche unter dem Baum zu sehen ist.
Es gibt auch die "Bunten BĂ€nder" am Baum, die anzeigen, hier kann das Obst mitgenommen werden, allerdings findet es bei uns kaum anklang.

Wenn ich so drĂŒber nachdenke, ist das eigentlich eine Idee fĂŒr eine App. Per Geo-Punkt den Standort markieren und dann könnten z.B. die StĂ€dter aufs Land kommen und Obst ernten.

FG Simon
 
W

Werder014

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Wenn ich so drĂŒber nachdenke, ist das eigentlich eine Idee fĂŒr eine App. Per Geo-Punkt den Standort markieren und dann könnten z.B. die StĂ€dter aufs Land kommen und Obst ernten.
Moin Simon,
soetwas in der Art gibt es unter mundraub.org, anscheinend auch als App.

GrĂŒĂŸe
Henrik
 
F

FahrM66Tfan

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Die Idee mit der Kenntlichmachung von ObstbÀumen finde ich gut. Vielleicht trÀgt das dazu bei das nicht so viel Obst umkommt. Damit das mit einer App funktioniert sollte das dann aber Bundesweit einheitlich sein.
 
SimonS

SimonS

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Gutn Abend,

ich habe wie angekĂŒndigt 10 weitere BĂ€ume bestellt und mir heute die Verteilung auf der FlĂ€che durch den Kopf gehen lassen.

Aber eines nach dem andern, bestellt habe ich:
  • Goldparmäne
  • Rubinola (2)
  • Santana
  • Topaz (2)
  • Brettacher (2)
  • Winterrambur (2)
Sind alles Bio-Hochstamm-ApfelbÀume auf Frankreich. Warum habe ich 10 Bestellt? Da ich ein 1000 Liter Wasserfass habe und pro Woche mit 100 Litern Wasser pro Baume rechne, somit spare ich mir hÀufiges Fahren. 2 IBC Tanks will ich meinem 15er nicht zumuten:saint:.

Nun zur Verteilung auf der Wiese, lt. meinem Gartenbau-Handbuch betrÀgt der optimale Abstand bei Hochstamm-BÀumen 10 Meter, bei Halbstamm-BÀumen 5 Meter. Da 2021 fast nur Halbstamm gepflanzt habe, habe ich einen Mittelweg mit 7 Metern Abstand gefunden.

Der Trick ist mir auch erst vor wenigen Tagen ĂŒber den Weg gelaufen, eigentlich sehr simpel, allerdings musste ich eine Abwandlung vornehmen.

Grundansatz ist immer in gleichseitigen Dreiecken aus drei BĂ€umen/Pflanzen an den Spitzen des Dreiecks zu pflanzen. Da ich etwas beschrĂ€nkte PlatzverhĂ€ltnisse habe und 2021 nicht 100% richtig vorgearbeitet habe, ist die Regel fĂŒr mich:
  • Immer in gleichschenkligen Dreiecken pflanzen.
Im Bestand habe ich aktuell 10 Meter Abstand von Baum zu Baum. Dies entspricht im gleichschenkligen Dreieck den beiden Katheten. Die Hypotenuse ist also circa 14 Meter lang (Richtig wÀren hier 10 Meter). Da ich beim Baum immer nur die HÀlfte des Abstands nutzen kann ergibt sich ein Abstand von 7 und 10 Metern von Baum zu Baum. Ich habe das nachstehend mal skizziert und hoffe es ist so verstÀndlicher:

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Der Fehler bei der Pflanzung 2021 war, dass ich in der Hypotenuse auf 14 Meter und nicht 10 Meter gepflanzt habe und somit wertvollen Platz verschenkt habe. Seis drum, nĂ€chste Woche wird vorbereitet, ich halte euch aufm Laufenden. Ziel ist es bis 2023 30 BĂ€ume auf meinem StĂŒckle zu haben.

GrĂŒĂŸ Simon

PS: Der Herbst bringt allmÀhlich bunte BlÀtter.

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SimonS

SimonS

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Sodele, nun habe ich meine Theorie in die Praxis umgesetzt, zumindest teilweise.

Ich habe mich dazu entschieden, dass vorbereiten der Pflanzlöcher und das Stellen der PfÀhle vom Pflanzen der BÀume zu trennen.

Warum? Es ist mir alles auf einmal zu anstrengend. Ich habe mir fĂŒr die 10 Pflanzlöcher und PfĂ€hle 3 Tage Zeit genommen. Aber nun alles Schritt fĂŒr Schritt.

ZunĂ€chst habe ich mit Hilfe eines Seiles und Maßband die Postition mit Nadeln abgesteckt. Gibt, wie im vorherigen Beitrag beschrieben nur zwei Maße zu beachten, 7 und 10 Meter.

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Anschließend habe ich um die neuen Standorte auf der tiefsten Stufe des RasenmĂ€hers abgemĂ€ht.

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Dann habe ich die Grasnarbe abgetragen und auf meinen Misthaufen gebracht, das Pflanzloch circa 40 - 50 cm Durchmesser und 30 cm tief ausgehoben, den Pfahl gesetzt, sowie einen Schubkarren Kompost zur Bodenaufbesserung bereitgestellt.

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Das setzten der PfĂ€hle ist die Hölle fĂŒr einen Drehstuhlpilot wie mich. Den Pfahl habe ich zunĂ€chst mit etwas Panzertape umbunden, dann mim Schlegel soweit wie möglich eingehauen, dann mit der Pfahlramme weiter eingetrieben. In Summe ist der Pfahl dann circa 75 cm tief im Erdreich. Alles immer 10 Mal...

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Da wir ja das Deutz und Technik Forum sind, soll mein treuer Helfer an dieser Stelle nicht zu kurz kommen. Hat mich in dieser Urlaubswoche und tĂ€glichen Einsatz auf der Streuobstwiese nicht einmal im Stich gelassen. Auch mein AnhĂ€nger ist "Gold" Wert fĂŒr mich. Genau die richtige Ladekante, GrĂ¶ĂŸe, Handling, egal ob als "Werkbank" oder zum Kompost Transport. Auch mim RĂŒckwĂ€rtsfahren mim AnhĂ€nger klappt immer besser, allerdings hĂ€nge ich immer vorne an.

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Jetzt warte ich auf meine 10 Apfel-BĂ€ume dann geht das Setzten recht schnell. Da Wurzelnackt muss das ja schnell gehen.

Solange wĂŒnsche ich alle eine Gute Zeit...

Simon

PS:Hier beim Kompost holen fĂŒr die BĂ€ume von Paparazzi abgelichtet worden.

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D

Dr. Pepper

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Schneidest du die Wurzeln vor dem Kauf etwas an?
So verbessert man das anwachsen, grundsÀtzlich ist es gar nicht so verkehrt den Kompost zu verwenden.
Aber durch zu guten Kompost wÀchst der Baum schlechter an da er ja seine NÀhrstoffe schon in der NÀhe hat.
 
SimonS

SimonS

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Guten Morgen,

letztes Jahr waren die BĂ€ume von einer Baumschule aus der Region, die haben das mit dem Schneiden der Wurzeln fĂŒr mich erledigt (Ich war damals sehr ĂŒberrascht, da die Wurzeln wirklich sehr kurz waren). Da ich dieses Jahr Bio-BĂ€ume aus Frankreich bekommen, will ich abwarten, aber ja ggf. mĂŒssen die Wurzeln eingekĂŒrzt werden, dann wachsen die Besser an.

Das mit dem Kompost ist auch richtig, ich weis aber auch, dass unser Kompost vom Kompostplatz "mild" ist. Ziel ist es, dass der Baum sich MĂŒhe geben muss lange Wurzeln zu bilden um NĂ€hrstoffe und Wasser aus tieferen Bodenschichten, bzw. im Umkreis des Baumes zu finden.

Gruß Simon
 
Tobi_92

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Hallo Simon,
ein interessantes Thema hast du hier.
Es ist schön zu sehen, was du da treibst.
Wir bewirtschaften auch mehrere Streuobstwiesen. HauptsÀchlich haben wir ApfelhochstÀmme, aber auch Birne, Zwetschge, Nuss und Kirsche und zwei drei weitere Arten sind vertreten.
Einige der alten HochstĂ€mme sind sicher schon ĂŒber 60-70 Jahre und verlieren an Ertragskraft. Dennoch werden die natĂŒrlich aufgrund ihres Wertes fĂŒr die Natur weiter so gut es geht gepflegt.
FĂŒr dieses Jahr habe ich noch zwei neue HochstĂ€mme bestellt, wenn ich es richtig im Kopf habe einen Brettacher und einmal GewĂŒrzluiken.
Bei einigen der alten BĂ€ume im Bestand kenne ich leider die Sorten nicht.
Insgesamt gilt bei mir, ich mache es sicher weniger professionell als du, ich versuche die BĂ€ume nach bestem Wissen und Gewissen zu schneiden. Gelesen habe ich zu dem Thema schon viel, aber irgendwie entwickelt man ja im Laufe der Zeit seine eigene „Schnitttechnik“. Mir geht’s auch gar nicht primĂ€r um den Ertrag, sondern viel mehr darum, dass ich hoffe mit den Streuobstwiesen was fĂŒr die Natur tun zu können.
GemÀht wird das meiste von Landwirten zum Heu machen, den Rest mÀhe ich mit einem AS MÀher und teilweise mit dem Mulcher. Doppelmesserbalken wÀre sicher die schönere Variante, aber das lÀsst sich wirtschaftlich nicht abbilden, da der AS MÀher auch auf einigen SteilhÀngen im Einsatz ist und eh gebraucht wird. Ich versuche das nicht so gute MÀhverfahren durch spÀte Schnittzeitpunkte und seltenes MÀhen auszugleichen.
Dieses Jahr haben wir bisher gut 20 Zentner zum Keltern geliefert, wenn es das Wetter zulÀsst, wird das aber noch mehr.
In guten Jahren liegt der Ertrag, der in die Kelterei geht bei ĂŒber 80 Zentnern. Dieses Jahr werden wir die Marke aber sicher nicht erreichen, dazu war es einfach zu trocken und die BĂ€ume werden auch zu alt.

Gruß

Tobi
 
Tobi_92

Tobi_92

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Heute haben wir die Apfelernte 2022 abgeschlossen. Insgesamt gingen gut 33 Zentner zum Keltern und auch der ein oder andere Apfel wurde eingelagert.
Was mich mal noch interessieren wĂŒrde, gibt es hier jemand, der bei der Bestimmung von Apfelsorten helfen kann? Ich habe ja nach wie vor das Problem, dass ich ein paar BĂ€ume ĂŒbernommen habe, bei denen ich nicht so genau weiß, was es ist.
Bis auf zwei habe ich sie glaube ich alle identifiziert, aber bei denen komme ich nicht ganz weiter.

Gruß

Tobi
 
W

Werder014

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Moin,
gerade letzten Sonntag haben wir einen Apfelbaum anhand der Äpfel und der BlĂ€tter hier im Kreismuseum bestimmen lassen. Dort waren die Autoren des Buches "Apfelsorten in Deutschland" anwesend und haben die Sorte(n) der mitgebrachten Äpfel bestimmt.
Vielleicht findet sich ja in deiner NĂ€he ebenfalls ein guter Pomologe, der die unbekannten Sorten bestimmen kann.
Ansonsten kannst du natĂŒrlich auch die Autoren des Buches kontaktieren, vielleicht kennen die jemanden in deiner Gegend.

GrĂŒĂŸe
Henrik
 
K

Kobold 514

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Hallo,

ich wĂŒrde da beim NABU fragen, die kennen garantiert einen Pomologen aus der nĂ€heren Umgebung.

Gruß Reinhard
 
SimonS

SimonS

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Guten Morgen,

ich tue mich da selbst auch noch schwer bei der Sortenbestimmung. Drei BÀume sind noch nicht final bestimmt. Meine Erfahrungen möchte ich in zwei Anekdoten vortragen.

Smartphone App: Mittels kĂŒnstlicher Intelligenz und dem scheinbar unbegrenzten Wissen des Internets habe ich mit einer Smartphone App versucht anhand von Bilder der BlĂŒte, des Stamms und den BlĂ€ttern, sowie der Frucht die Sorte zu bestimmen. Zu meinem Erstaunen kamen auch Ergebnisse und ich war begeistert. Schon beim ersten Baum kam eine unaussprechbare Bezeichnung. Ich dachte das muss es sein und habe die Sorte sofort gegoogelt um es zu verifizieren. Kurzum die App hat einfach nur auf Lateinisch "Apfelbaum" ausgespuckt. Auch andere Apps und BĂ€ume kamen immer zum gleichen Ergebnis: "Apfelbaum auf Lateinisch".

Das andere war die Geschichte meiner lieben Tante. "Sie wisse alle Sorten von frĂŒher und ich soll ihr den Apfel zeigen und dann bestimmt sie die Sorte." Gesagt getan: "Simon, das sind Wald- und WiesenĂ€pfel" :thumbsup:

Wirklich helfen können mE nur Experten und die gilts zu finden, z.B. ĂŒber Naturschutzgruppen, BauernmĂ€rkten oder Zeitschriften.

Gruß Simon

PS. Vielleicht gibts ja auch ein Obstbaumforum oder wir machen hier ein Thema auf und versuchen die Schwarmintelligenz des Deutzforums anzuzapfen.
 
Deutz45nullfuenf

Deutz45nullfuenf

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Moin, im Landtreff gibt es dafĂŒr ein Unterforum und da sind auch einige Obstbauern, die doch schon den ein oder anderen Apfel identifiziert haben. DafĂŒr sind aber wirklich Fotos von BlĂŒte, Frucht von außen und innen, Reifezeitpunkt etc. nötig.
Sonst ist es eben ein Apfel...malus domestica
 
Thema: Bewirtschaftung Streuobstwiese

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