Bewirtschaftung Streuobstwiese

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SimonS

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Hallo zusammen,

nach dem Pflanzen im November, dem Pflanzschnitt vor einigen Wochen ist der folgende Beitrag mehr ein "aktueller Status".

Die jungen Bäume sind hoffentlich gut angewachsen, zumindest treiben Sie ordentlich aus und habe ich neulich 1 x gegossen:

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Mehr gießen werden ich erstmal nicht, der Baum soll sich ja selbst etwas anstregen tiefe Wurzeln zu bilden und dann Wasser zu finden.

Die Bestandsbäume sind in der Blüte, mal schauen was für eine Ernte heuer raus kommt.


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Schönen Sonntag, Simon.
 
SimonS

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Hallo Zusammen,

hier mal wieder ein Zwischenbericht, was bei mir auf der Wiese los ist.

Die neuen Bäume sind alle angewachsen und treiben ordentlich. Allerdings keine Chance ohne Gießen. Heute sind es um die 35 Grad und die letzten Wochen hat's kaum geregnet.

Zum Gießen sei gesagt, langsam gießen ist der Trick. Ich gieße circa 50 Ltr. Wasser pro Baum in 12 Minuten. Treuer Helfer ist mein Deutz samt IBC-Tank. Rund 50 cm um den Stamm habe ich etwas aufgekackt, es sollten sich keine Risse in der Erde bilden, da sonst das Wasser verdunstet.

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Da ich vermutlich regelmäßig gießen muss und dazu die Wiese befahre, habe ich mich für eine Mad um die Bäume und die Fahrspur entschieden.

Gemäht habe ich mit nen 5300er Agria BM und ESM Universal Messerbalken mit 97 cm Schnittbreite. Die Schnitthöhe habe ich auf 10 cm eingestellt. Bei dieser Höhe ist es wichtig, die Mähmesser richtig einzustellen. Das Mähen mit Balkenmäher und 10 cm Schnitthöhe ist das beste für Flora & Fauna. Mulchen ist mE eine Schande auch das mähen mit Kreiselmäher hat hohe Schäden zur Folge. Das nachstehende Bild ist aus einer Wissenschaftlichen Untersuchung:

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Das schöne beim BM, der Verbrauch, circa 0,5 Ltr. für 1000qm und es ist völlig egal wie hoch das Gras steht, er geht immer durch. Bei mir war es 140 - 160 cm hoch. Hier noch ein Bild vom Mäher:

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Das Gras lass ich dann liegen, als Sonnenschutz, da sonst alles sofort verbrennt. Nach circa 6 Tagen lege ich alles mit meinem historischen Rechen auf Schwad, dann aufn Anhänger und dann auf mein Kompost.


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Ist schon recht viel Händische Arbeit, macht mit aber absolut Spaß und ist ein wunderbarer Ausgleich zum Job. Ziel ist es nach und nach der Wiese Nährstoffe zu entziehen uns eine Magerwiese mit vielen verschiedenen Kräutern und Blumen für dir Insekten zu haben und einen gesunden Boden für gesunde Bäume. Während der ganzen Arbeit habe ich viele Schmetterlinge, Grashüpfer und Eidechsen, sowie Käfer gesehen, aber fast keine Bienen - leider.

Die nächste Zeit heißts also viel Gießen und ggf. hole ich denn ein oder anderen Ast aus den alten Bäumen raus, einiges gefällt mir da nicht so. Leider habe ich auch wieder extrem die Gespinnstmotte an den Blüten, ich reiche ein Bild noch nach. Mal schauen wie sich das auf die Ernte Auswirkt.

Es Grüßt der Simon, der mehr Wasser trinken muss bei dem Wetter als Schlepper und BM zusammen verbrauchen.

PS: Eigentlich hatte ich mir einen Heuwender gekauft (Bautz Bj 1956) allerdings war die Zapfwelle defekt, weshalb ich ihn wieder abgestoßen habe. Wenn mein Kompost voll ist (Baue Kürbis dort an) gebe ich das Gras ggf. einen Pferdewirt o.ä. da es ja mE ein wertvoller Rohstoff ist.
 
K

Kobold 514

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Hallo Simon,

mach ruhig so weiter, nach meiner Einschätzung bist Du auf dem richtigen Weg. Das ist zwar Arbeit, aber auch Burn-Out-Prophylaxe.
Mulchen ist einfach, weil man nicht mehr nacharbeiten muss. Aber man hat dabei gründlich alle Kleinstlebewesen gekillt. Wenn Du Bienen vermisst, sprich mit einem Imker. Neben unserer Streuobstwiese hat jetzt ein junger Mann auch dem Nachbardorf zwei Bienenstöcke aufgestellt. Seitdem brummt und summt es bei uns stärker als bisher. Ich werde bei ihm zukünftig Honig kaufen und mich an dem Gedanken erfreuen, dass da ein gewisser Anteil von unseren Obstbäumen und Beerensträuchern drinsteckt.

Gruß Reinhard
 
100er

100er

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Hallo Simon,

Schöner Bericht, den du hier verfasst.
Zwei Fragen hätte ich dennoch:
1. Woher beziehst du das Wasser? Und
2. Hast du schonmal über einen Balken für den Deutz nachgedacht als Investition? Im Sitzen (und unter einem Verdeck im Schatten) Mähen würde bei den jetzigen Temperaturen deinen persönlichen Wasserverbrauch/hektar deutlich reduzieren ;). Die richtige Mähdrehzahl ist ja inzwischen bekannt.

Grüße
100er
 
SimonS

SimonS

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Hallo 100er,
Hallo Zsm,

wir haben im Ort drei Quellen, die zu einer Entnahmestelle zusammengeschlossen sind. Die Verwaltung erfolgt durch den Ortschaftsrat und Heimat- und Kulturverein. Aufgrund des "Wassertourismus" haben wir ein Zahlencode am Wasserhahn. Aber leider läuft es trotzdem jetzt schon schlechter als vor vier Wochen. Circa 1000 Ltr. in 5 Min.

Ja das Thema Mähwerk habe ich schon oft überlegt, bis jetzt hat mich abgehalten:
- habe keinen Hydraulischen Abgang/Steuergerät (ist nachrüstbar am K35)
- den Abtrieb vom Getriebe (bin froh das mein Deckel da unten aktuell dicht ist) neuer Deckel, würde auch neues Getriebeöl bedeuten.
- allein den ESM-Messerbalken am Agria in Schuss zu halten ist sehr, sehr aufwendig.
Aber vielleicht ist es ein neues Projekt, muss ich mir mal durch den Kopf gehen lassen.

Hier noch das Bild von meinem Schädlingsbefall. Ich habe versucht mit biologischen Leimringen etwas dagegen zu machen, leider erfolglos. Die Weibchen sind wohl im Baum und die Männchen klettern dann zu Besuch den Stamm hoch und sorgen für Nachwuchs. Ich könnte auch biologisches Spritzmittel ausbringen, aber das widerspricht meiner Grundhaltung, deshalb bleibts wies ist.

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Wenn man den Befall nur an einen Baum hat, kann man es auch einfach absaugen.

Gruß Simon
 
Wiesenblitz

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Ziel ist es nach und nach der Wiese Nährstoffe zu entziehen uns eine Magerwiese mit vielen verschiedenen Kräutern und Blumen für dir Insekten zu haben und einen gesunden Boden für gesunde Bäume.

Das sind Maßnahmen welche ich leider nicht nachvollziehen kann. Ein offsichlicht sehr gut funktionierendes Ökosystem "Wiese" in eine in unseren Breiten bis hoch nach Brandenburg völlig ungeeignete Modeerscheinung zu verwandeln.
Wir haben hier eine 6ha große Magerwiese Obstkulturpark. Hier kannst Du Dir gerne mal die "gesunden" Bäume anschauen welche vor 15 Jahren gesetzt wurden. Verhungert!
Warum lässt man nich eine Wiese eine Wiese sein, so wie es seit 100jahren prima funktioniert? Sorgt für eine stets geschlossene Grasnarbe mit trockenresistenten Gräsern, einer breiten Palette von alten Sommerblühern? Warum sind die altbestände denn so alt geworden? Weil sie seit 70 oder 80 Jahren auf einem Magerrasen stehen? Warum setzt ein gesunder Baum zwangsläufig einen Magerrasen voraus, Warum kann auf einer richtigen Wiese nicht ein richtiger Baum stehen?
Ja, ich weiß schon, weil die böse Landwirtschaft in der Nachbarschaft mit Scheibenmähwerken auf 3cm Höhe das Futter mäht, die Kühe und Pferde mögen nämlich total gerne Erdcrisp. Und da muß man mit dem anderen extrem dagegen wirken. Oder es sind die ökopunkte welche sich dann doch so verlockend in bares verwandeln lassen.

Nicht böse sein Simon, aber vielleicht überdenkst Du nochmal dein Vorhaben "Magerwiese" und behälst dein funktionierendes Ökosystem "gesunde Wiese mit starkem Baumbestand"
Gruß Matthias
 
Wiesenblitz

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...die Bäume auf dem Bild sind gesund, tragen, brauchen kein Wasser und werden wenig geschnitten. Stehen auf einer echten Wiese welche ein oder zwei mal im Jahr gemäht wird. Im August wird um den Baum mit dem As Mäher drumrum gesaust, reich der Aufwuchs nach dem ersten Schnitt nicht mehr, zB. wegen Trockenheit, bleibt er bis Ende November stehen und wird dann gemulscht für die Bodenverbesserung.
Ist der zweite Schnitt abgefahren kommt Mist drauf.
Komisch, ich hab von Grashüpfern über Blindschleichen, Eidechsen...Achtung jetzt kommts: Bienen!!!...alles was das Herz begehrt.
Gruß Matthias
 

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Wiesenblitz

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...mach doch was ganz verrücktes;
Mach doch Heu auf der Fläche!
Eine wunderschöne Arbeit, voller Samenausfall, optimaler Lückenschluß. Lass es von einem befreundetem Hof in kleine Ballen pressen und schenke es einem Pferde oder Schaaf Freund. Im Herbst holst Du mit Deinem Schlepper den Mist ab, und verteilst Ihn um die geschorten Baumscheiben, 🤷🏻‍♂️ eine Win win Situation. DU bist beschäftigt, die Wiese wächst und die Bäume gedeihen prächtig mit Pferdemist.
Gruß Matthias
 
geessen

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Hi Simon,
den "historischen Rechen" nennt man bei uns "Zugrechen". Der wurde nur zum hinterherziehen (hinter unsauber arbeitenden Schwader, Heumas, Ladewagen, Auflader etc) verwendet, nicht zum zusammenrechen auf Schwad. Da glaub ich schon daß Du da arg geschwitzt hast.
Habe heut mit meinem Bandrechen geschwadet, ist auf jeden Fall weniger Schweißtreibend
 

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Wiesenblitz

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Weißt Du Simon, wir haben jetzt gerade mal Juni, Du mähst im Juni deine ganze Fläche ab und schichtest es auf einem freien Feld, auf einem Plateau, auf einen Haufen. Wo sind jetzt Maja, Willi, Flip und Co? In den 10cm welche Du hast stehen lassen, oder in dem riesigen Haufen Gras der in zwei Jahren immer noch nicht durchgefault sein wird?
Gruß Matthias
 
SimonS

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Servus Matthias,

also im Grunde geht's dir doch exakt um das gleiche wie mir, wie mir auch, leckere Äpfel im Herbst zu ernten. Ich zeige hier meine Art & Weise auf, Du machst es, wie du es möchtest.
Meine aufgezeigten Methoden haben keinesfalls einen Anspruch auf Richtigkeit oder "die Beste" zu sein.

Allerdings hast du einige meiner Aussagen verdreht und dazu möchte ich im Folgenden Stellung nehmen:

Gießen:
Ich gieße nur die im Herbst 2021 gesetzten jungen Bäume, 12 Minuten pro Baum sind rund 50 Ltr. Wasser. Ich gieße keine Bäume im Altbestand.

Nährstoffe:
Eine Magerwiese ist für mich auch mit trockenheitsresistenten Gräser und Sommerblühern, beides habe ich halt noch nie auf einen "fetten" Wiese gesehen.
Du kannst auf deine Wiese drauf hauen was und soviel Du willst, ich mache das nicht und dabei bleibts. Solange man aber keine Baumscheiben hat ist es quasi unmöglich Nährstoffe an die Wurzeln der Obstbäume zu bekommen. Alles was an Nährstoffen von oben kommt geht ins Gras und nicht an die Bäume, außer man hat eben eine Baumscheibe.

Mähtechnik:
Was soll ich dazu sagen, du schreibst von Zeiten von vor 70 oder 90 Jahren, Zeig mir mal ein Trommelmähwerk, Schlegel- oder Sichelmucher aus dieser Zeit. Sense und Messerbalken war der Standard. Die Sense und Sichel werden schon seit vielen hundert Jahren verwendet.

Mein Vorgehen:
Ich habe nicht meine ganze Wiese gemäht, sondern um die Bäume und die Fahrspur, habe ich oben auch geschrieben, da ich mit dem Anhänger zum Gießen in die Wiese fahren muss. Auch hatte ich mir einen Heuwender gekauft, da ich das Gras einer Pferdewirtin überlassen wollte, hat aber aus technischen Gründen nicht geklappt. Den großen Teil der Wiese (noch nicht gemäht) wird das Gras später im Jahr wahrscheinlich verschenkt. Wie auch schon die Jahre davor.
Ich habe die Wiese gemäht und abgeräumt, nur das Heu auf meinen Kompost, also fast wie du es beschrieben hast.

Auch habe ich nirgends geschrieben, die böse Landwirtschaft aus der Nachbarschaft oder auch nur gedacht, ich bin ja auch selbst gerade dran Landwirt im Nebenerwerb zu werden. Mach Maschineneinsatz wundert mich zwar, aber dennoch respektiere ich es.

Alles in allem finde ich es gut, dass auch du dich für das immaterielle Kulturgut Streuobstweise interessierst und so unterschiedlich sind unsere Grundsätze gar nicht. Deshalb nochmals der Hinweis, weder meine Aussagen noch deine Aussagen haben den Anspruch auf die beste oder richtige zu sein. Solange das Ergebnis stimmt ist doch alles gut.

Viele Grüße Simon

PS: Hier noch ein Bild einer schön abgemähten Wiese, mit vielen lebenden Insekten und bald blühenden Sommerblühern.

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Deutz45nullfuenf

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Jeder macht das so, wie er es für richtig hält und jeder darf auch seine Meinung teilen.
Aber was ich nicht richtig finde, ist hier jetzt wieder das intensiv genutzte Grünland als schlecht darzustellen. Das hat genauso seine Daseinsberechtigung.
Von dem spät gemähten, harten Zeug geben die Kühe nun mal nicht so viel Milch und wenn man 4-5 Schnitte vernünftige Silage ernten will, dann sieht Grünland eben so aus.
Immerhin ersetzt eine energiereiche Silage ja auch Mais oder anderes Kraftfutter in der Ration und verringert Importe... ;)
 
SimonS

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Und genau hier liegt ja das Problem, muss eine Kuh überhaupt so viel Milch geben? Die Hochleistungs-Milchproduktion einer Kuh hat sich die letzten Jahrzehnte deutlich erhöht, aber muss das sein? Der Landwirt muss "Masse" produzieren um überhaupt überleben zu können weil ALDI, LIDL & Co nur wenige Cent je Liter bezahlen. Ich sehe hier ehr eine Gesellschaftliche Herausforderung. Genau aus diesem Grund probiere ich auf meiner Wiese auch gerne mal etwas aus, da ich keinen finanziellen Druck o.ä. habe.
Immer mehr immer intensiverer Raubbau an unserem Landschaft finde ich einfach nicht gut.

Aber um vom Off-Topic zum Thema Streuobst zurück zu kommen, jetzt warten wir gespannt wie die Früchte sich bei uns alles entwickeln und ich hoffe auf eine Reichhaltige Ernte bei allen!

Grüßle Simon
 
Deutz45nullfuenf

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Genau, es ist eine gesellschaftliche Herausforderung. Wenn alle wieder bei ihrem Nachbar die Milch für 1,5€ den Liter holen, dann kann der die Kühe auch mit Heu füttern und kommt mit 6000l Leistung klar.
Aber nicht bei 32 Cent/l. Aktuell sind es übrigens über 50 Cent.

Bei uns sieht das Steinobst soweit ganz vielversprechend aus. Äpfel sind ziemlich durchwachsen. Kaiser Wilhelm hat ausnahmsweise mal gar nicht geblüht. Ist zwar eine alternierende Sorte, aber das hatte der die letzten 15 Jahren anscheinend vergessen.

Seit zwei Wochen essen wir die Kirsche Burlat, immer wieder herrlich.
 
100er

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Ich lass das hier einfach mal ohne Kommentar liegen :whistling::D

Nagel mich aber nicht fest darauf, ob oder wie es passt, bin nur grade zufällig drübergestolpert.
 
geessen

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Alles was an Nährstoffen von oben kommt geht ins Gras und nicht an die Bäume
Hi Simon, ja das hat man früher so gedacht. Meines Wissens nach ist diese Theorie mittlerweile überholt/widerlegt. Hatte man früher z.B. die Weinberge aus diesem gedachten Grund "grasfrei" gemacht (mit Hacken oder Gift) , wird heute wieder alles begrünt. Anscheinend beeinflusst der Grasbewuchs die Bäume und Reben nicht negativ (wenn man die Tiefe der Wurzeln vergleicht ist das nachvollziehbar), eher im Gegenteil ist man großteils anscheinend der Meinung daß der Boden die Feuchtigkeit dadurch besser speichert. Gerade im Weinberg wird das Gras regelmäßig kurz gemulcht, was ja eigentlich zu mehr Wasserbedarf der Gräser führen sollte, aber anscheinend die Rebstöcke nicht beeinträchtigt.
Ansonsten finde ich Deinen Ansatz gut, gerade wenn man nicht davon leben muß kann und sollte man eine extensive Bewirtschaftung umsetzen.

Gruß
Bernhard
 
Kuhlerter Deutzer

Kuhlerter Deutzer

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Hallo Wiesenfreunde,

eine Streuobstwiese war früher eine sehr intensiv genutzte Fläche, da zum ersten Obst für die Bewirtschafter produziert wird, zum zweiten Futter für die heimischen Tiere und zum dritten, Einstreu für die Stallungen gewonnen wurde. (hat nichts mit auf der Fläche verstreuten Bäumen zu tun).
Heute werden diese Flächen eher extensiv bewirtschaftet und das abgemähte Grünzeug kann als Futter für die Bodenlebewesen ,also Regenwürmer & Co, liegen bleiben.
Damit die Obstbäume keine Nachteile durch die Begrünung haben, muss die Begrünung eigene Nährstoffvorräte vorfinden, Deswegen sind Magerflächen als Wiesengelände organisch aufzupeppeln, auch mit Mähgut. Dann freuen sich die Bäume und die Wiesenpflanzen. Auch den Insekten geht es dann besser.
Die Pflanzengesellschaft wird durch die Termine und die Häufigkeit des Mähens beeinflusst,
z.B. öfters Mähen unterstützt die Gräser, seltenes Mähen unterstützt Samenpflanzen.
Wenn es sehr trocken wird und das Gras nicht mehr wächst, wachsen Doldenblütler dicht an
dicht (Pflanzen für trockene, magere Standorte), die ich abblühen lasse..
Bei uns haben wir einige magere und trockene Standorte. Ohne Kompostgaben, Trester etc. hätten die jungen Obstbäume alle nicht überlebt. Eine ganze Reihe von Bäumen sind in den
ersten Jahren durch die Konkurrenz der vorhandenen Vegetation eingegangen.
Man sollte also immer vom Standort her überlegen, welche Strategie man mit dem Aufbau einer Obstwiese verfolgen kann.
Auch in vielen Weinbergen haben wir eine Wiesenlandschaft in den letzten 30 Jahren aufgebaut. Mit Hilfe von reichlich organischer Substanz. Hat 100 %ig geklappt. Da kann ich
Bernhard voll und ganz zustimmen. Es gibt nur noch Vorteile durch die Weinbergs-begrünung.
(Nicht ganz: die Wildschweine freuen sich über das Eiweißfutter im Boden im Winter und graben entsprechend)

Grün ist Leben.
Gruß, Philipp
 
Wiesenblitz

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...nur ein kurzer Einwurf;
Extensive Bewirtschaftung hat mit einem Magerrasen und Nährstoffentzug rein gar nichts zu tun.
Gruß Matthias
 
Thema: Bewirtschaftung Streuobstwiese

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