Aufarbeitung AgroStar 6.81

Diskutiere Aufarbeitung AgroStar 6.81 im Forum AgroStar, AgroXtra und AgroPrima im Bereich Deutz / Deutz-Fahr Schlepper - Hallo Leute, ich hab jetzt auch einen 6.81. 4 blanke Pellen und Kopfdichtung durch. Aber sonst gut. Leider keine FH, aber volles Gesicht,sieht...
Nightingale

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Jeb, so suche ich mir auch KFZ- Teile heraus.

Corteco ist übrigens bei diversen Autoherstellern Zulieferer für manche Abdichtungen, die Qualität stimmt da also.
 
Tammo95

Tammo95

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Hallo Tammo,

im Fall des AgroStar 6.81 muß man dazu aber wissen, daß der 226 L-Motor von MWM weder bei Renault noch bei Fendt verwendet worden ist. Der Teufel steckt im Detail. Es ist klar, daß man um so mehr Möglichkeiten zur Ersatzteilbeschaffung hat, je tiefer man in die Materie eingedrungen ist.

Gruß
Michael
Hallo

Natürlich muss man, wenn man bei anderen Herstellern guckt, genauestens vergleichen ob das Teil passt.
Aber oft sind viele Teile baugleich, weil es für den Hersteller auch billiger ist wenige verschiedende Teile herzustellen.
Das mit dem MWM Motor war nur ein Besipiel was mir gerade eingefallen ist, und ich habe bewusst Deutz nicht dazu geschrieben.
Das gleiche würde im zweiten Beispiel Fendt betreffen.

MFG
 
Wilfried

Wilfried

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hallo erst mal, da bei mir die nächste Investition ansteht, neue Hinterreifen, habe ich eine Frage an Karel Vermoesen.

Der Schlepper hat bei uns jetzt etwas an Arbeit geleistet und so langsam ist man ja vertraut mit dem Teil, aber etwas stört uns (meine Jungs) und mich ganz gewaltig. Der erste Schnellgang H1 ist ja mit 9,9 Kmh angegeben . Im L9 läuft er 10,9 Kmh. Wenn man nun aus der kleinen Gruppe in die große schalten will, muss der Schlepper stehen. Dann mit schwerer Last anfahren, ist nur möglich, indem man den Motor auf mindestens 1800 Umdrehungen beschleunigt und dann anfährt. Wenn man in einer Ortschaft vor einer Fussgängerampel anhalten muss und dann wieder bergaufwärts anfahren muss, ist das fast nicht möglich, es sei denn man kriecht in der L Gruppe mit 10 Kmh aus der Ortschaft. Unser DX145 wird mit der gleichen Last spielend fertig und ich kann dort auch im 1. Straßengang anfahren ohne ihn abzuwürgen.

Gibt es da irgendwelche Änderungen hinsichtlich dieser Geschichte ( Soft oder Hardwaremäßig )
2 Kartoffelwagen damit im Straßenverkehr zu fahren ist unmöglich mit dem Teil.
Wenn sich das nicht ändern läst, wird es der erste Deutz sein, der meinen Hof wieder verlassen wird , so unzufrieden bin ich mit dieser Eigenschaft.
Im Moment lösen wir im Gelände das Problem mit dem Anfahren mit durchdrehen Rädern zu starten und dann erst den Allrad einzuschalten um ihn nicht abzuwürgen. Wie ich erfahren habe ist das beim Agrotron 200 anders , dort kann ich elektrisch die Gruppe wechseln.

Hätte man den ersten Gang niedriger übersetzt, wäre es der perfekte Schlepper. ( das bestätigt wieder meine negative Meinung über manche Ingenieure)
Durch neue Hinterreifen wird dieses Problem jetzt noch verstärkt , da sie im Gelände nicht mehr so " gut" durchdrehen werden.
Ich bin gespannt auf die Antwort. Sie wird über Leben und Tod des Schleppers auf meinem Betrieb entscheiden.
Bei arbeiten auf dem Acker mit einer 6 m Scheibenegge ist das katastrophal , wenn man im Bereich um 10 Kmh arbeiten möchte. Entweder bleibt man unter 10 Kmh oder über 10 Kmh. Bei Hanglagen eine Sache ,die nicht zu akzeptieren ist.

Noch etwas zur Sache mit dem undichtwerden des Motors. Meiner ist nach wie vor dicht. Aber nach Rücksprache mit meiner Deutzvertretung hat es da tatsächlich mehrere Fälle von sich " längenden" Motoren gegeben bei angebauter Fronthydraulik. Ein Gespräch mit Herrn J.L. in Melle bei Osnabrück ( Henkelhausen) bestägtigte dieser mir , das sie auch Motoren seitlich verstärkt haben( 10.000,- € Kosten ,auch weil sie Garantie geben mussten) Vermutlich zurrückzuführen auf überbelastete Fronthydrauliken. Also ist es doch nicht so harmlos, wie zu Anfang gedacht. Aus diesem Grund werde ich keine Fronthydraulik mehr anbauen.

hier ein Video vom letzten Samstag .
 
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06bismk3

06bismk3

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ich kenne das Getriebe vom Lamborghini Champion. Genau deshalb ist das Getriebe ein Graus. Mit dem entsprechenden Same-Motor wie in diesem Fall noch davor, macht es das Dilemma perfekt.

Zurück zur Frage. Das Getriebe ist dort, wie auch im AT, vom mechanischen Aufbau genauso wie deines. Du musst an der Stelle zwar keinen Hebel umlegen, jedoch macht die Elektronik nichts anderes. Es wird versucht mittels Sensoren, die andere Gruppe bei ähnlicher Drehzahl einzukuppeln. Sprich den unsynchronisierten Gruppenwechsel durch Elektronik zu synchronisieren.

Jedoch kannst du dir vorstellen was dort passiert. Man steht des Öfteren mal auf der Straße weil die andere Gruppe auch elektronisch erst bei Stillstand rein geht, oder man hat Zahnkaries-Getriebegeräusche vom feinsten, so dass man dann schnell auf die Kupplung geht, um noch größere Schäden zu vermeiden.
Lange rede, kurzer Sinn, entweder man schafft es eine Steigung zu überzwingen mit dem 10-kmh-Gang oder man wechselt, zuvor schon in die kleine Gruppe. (weiß man natürlich erst wenn man die Stelle schon mit seiner momentanen Beladung kennt) Der Schlepper ist einfach nichts für Straßenfahrten. Außerdem wird auf Straßenfahrten das Getriebeöl zu heiß.
 
K

Karel Vermoesen

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Gibt es da irgendwelche Änderungen hinsichtlich dieser Geschichte ( Soft oder Hardwaremäßig )
Hallo Wilfried,
Es betrifft ein mechanisches Übersetzungs-Problem und ist leider nicht zu änderern.
Auch die Nachfolger, Agrotron 175 und Agrotron 200 haben unter dieses Problem gelitten.
Das Gefühl, den Entwicklungsingenieure gegenüber kenne ich auch, aber setze zehn Kunden aus
verschiedene Länder zusammen, alle haben andere Wünschen und Förderungen.
Im Ackerbau auf Großbetriebe, hatten wir Kunden die vom Same-Lastschalt-Getriebe begeistert waren.
Lohnunternehmer die viel Transportaufgaben machten, konnte man nicht für den Traktor gewinnen.
Erst beim Agrotron L710 und L730 war das Getriebe überarbeitet, und konnte vom Feld- in Straßengruppe
Elektro-Hydraulisch durchgeschaltet werden. Die Überarbeitung ist aber zu spät gekommen da
inschwischen die Lastschaltgetriebe und Vario Getriebe von ZF das System überhohlt hatten.
Mit freundlichen Grüßen,
Karel Vermoesen
 
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Hansen-Tuning

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Mein 6.81 kommt im 1. H Gang von der Stelle ob nun mit nem Güllewagen, einen Vollbeladenen Muldenkipper oder auch 24to mit Weizen hinten dran. Er schaltet den Gang sehr weich ein so das er so auch losfahren kann. Dazu ist der weich/hart Schalter
 
Hansen-Tuning

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Du musst aber mal drauf achten ob er immer genügend Strom hat das hat bei mir schon viele Probleme gesorgt. Und auch ob er genug Öl hat. Dann läuft es gleich geschmeidiger alles.
 
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So ich habe meinen 6.81 heute morgen schon einmal bewegt und habe mal dadrauf geachtet wie ich anfahre um geschmeidig loszufahren.
Ich lege den Gang ein und gebe dabei ein zwei gasstöße so das er wenn er den Gang rein bekommt grade die Drehzahl wieder verliehrt und so fährt er immer sehr sanft an. Und wie ich schon sagte aber ich denke das wirst du ja auch wissen Bein zug und Feldarbeiten sollte man den weich/hart Schalter Eindrücken. Wenn du dauerhaft mit Vollgas los fährst ist das nicht so gut für das Getriebe oder eher gesagt den lamellenkupplungen. Ist genau wie beim schalten Gas weg dabei und dann wieder wenn er den Gang drin hat Vollgas geben.
Aber trotzdem ist die Übersetzung nicht optimal da gebe ich dir vollkommen recht. Wenn es Berg hoch geht und du voll beladen bist und anfahren sollst kann man nur in L starten den Berg hochfahren und sobald die Steigung weg ist kann man endlich in H gehen.
Die H Gruppe hätte bei 6 oder 8 km/h anfangen müssen.
 
wauzzz

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ich kenne das Getriebe vom Lamborghini Champion. Genau deshalb ist das Getriebe ein Graus. Mit dem entsprechenden Same-Motor wie in diesem Fall noch davor, macht es das Dilemma perfekt.
Ich kenne das Getriebe aus dem Same Rubin, den wir vor ewigen Jahren als Aushilfsschlepper hatte.
Es ist tatsächlich ein Graus... :thumbdown:
Wollte einfach mal meinen Senf dazu geben.
MfG Sven/wauzzz
 
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Hallo Wilfried

Hast du nun eine Lösung gefunden oder musste der Agrostar den Hut ziehen?

Mit freundlichen Grüßen
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Hallo Wilfried,

was ist denn aus deinem 6.81 geworden?
Mit freundlichen Grüßen
Christian
 
Wilfried

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Hallo, der Schlepper ist bei uns und bleibt bei uns und ist nach der Kalibrierung wesentlich besser anzufahren. Er läuft einwandfrei.
 
Wilfried

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ich werde aber keine neuen Themen verfassen .
 
06bismk3

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braucht man doch auch nicht. Gibt genug bestehende Themen und private Nachrichten ;)
 
Thema: Aufarbeitung AgroStar 6.81
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