F2M417 kleine Vorstellung

    • F2M 417
    • F2M417 kleine Vorstellung

      Hallo in die Runde,
      ich wollte mich auch ein mal kurz vorstellen, wie versprochen. Ich heiße Marvin und komme aus Petershagen und habe normaler Weise eher Augen für Normag Trecker. Ich habe schon länger einen NG 16 C und einen NG 22. Jetzt ist mir durch Zufall ein F2M417 vor die Linse gelaufen. Da ich die auch schon immer gut fand und der Preis durch Zufall stimmte habe ich doch zugeschlagen, obwohl ich eigentlich garnichts mehr kaufen wollte, naja wie das manchmal so ist :D
      Dieser ist Baujahr 1949 und ist vor 10 Jahren das letzte mal gelaufen. Der Vorbesitzer hatte ihn damals "restauriert", das bedeutet in diesem Fall aber technisch das nötigste und ansonsten alles grün übergesprüht. Es ist nichts wirklich kaputt, aber wirklich gut auch nicht. Kotflügel (großer Glühkopf), Ackerschiene und Sitzgestell sind nicht original und lagen vermutlich damals so in seinem Geschmack :rolleyes:
      Ich habe eigentlich auch nicht vor da groß was dran zu machen, da mir auch die Zeit dafür fehlt und so weit geht ja auch erst mal alles. Besser als wenn ich hier eine Restauration verspreche und mich denn nie wieder melde...
      Über eure Gedanken und Anregungen bin ich trotzdem gespannt ;)

      Ansonsten habe ich bestimmt auch immer mal wieder kleine Fragen. Jetzt wollte ich zum Beispiel das Getriebeöl kontrollieren, bin mir aber unsicher. Ich habe an der linken Seite und hinten recht weit unten große Verschlussschrauben gefunden. Sind das Überlaufschrauben? Also so lange voll füllen bis da an der stelle was raus kommt?

    • Ja da hast du völlig Recht. Der dicke Normag hat in der Restauration 7 Jahre gebraucht und lag die Zeit in der Gegend rum, das soll mir nicht noch mal passieren.
      Die Kotflügel finden einige garnicht so schlecht, das habe ich jetzt schon öfter gehört. Mir wären die originalen zwar deutlich lieber, aber so schlecht finde ich die langen auch nicht. So einfach das umzusetzen ist das auch eh nicht, da die Streben dazu auch abgeschnitten wurden :rolleyes: Erst mal bleibt es so.

      Ich werde damit erst mal viel fahren und beobachten. Vielleicht taucht auch was auf was gemacht werden muss, wenn nicht, wird gefahren ;)
    • Naja bedingt vergleichbar, ob ein2-Zylinder nicht zur Geltung kommt oder ein 12-Zylinder :D
      Ich finde im Stand hört sich der Deutz eigentlich schon ganz ordentlich an, aber beim Beschleunigen hört der sich irgendwie eingeschnürt an. Also nur das Geräusch, beschleunigung tut er zügig und hat auch Leistung hört sich aber halt fast nach nichts an. Ich bin vor Jahren schon mal einen Baugleichen gefahren, der hat sich bis in die hohe Drehzahl nach was Gewaltigem angehört. Naja vermutlich am Ende nur der Auspuff oder so, gibt andere Sachen um die man sich Sorgen machen kann ;)
    • Ich melde mich mal wieder zu Wort.
      Ich habe wie angekündigt nicht viel da dran gemacht, wie auch vermutet. Aber Erkenntnisse kommen mit der Zeit natürlich neue. Ich habe jetzt erst realisiert, dass die Lanksäule auch alles umgebastelt wurde. Die originale ist oberhalb des Getriebes und an der Seite abgeschnitten worden. Denn eine neue Lanksäule (vermutlich Hanomag) aufgesattelt. Funktioniert aber gut. Dementsprechend haben wohl Batteriehalterung und Amaturentafel wohl nicht mehr gepasst und sind neu gebaut worden. Naja ist so, aber funktioniert alles.

      Die Elektrik habe ich erneuert da da nichts mehr ging. Jetzt fehlt mir zum TÜV nur noch die Bremsen. Ich habe es noch nicht genau untersucht, aber rechts bremst er zu schlecht und links zu stark. Ich weiß nicht was da los ist, aber so bald ich das Pedal antippe blockiert das linke Rad. Als Randinfo, das ist die Ausführung ohne Einzelradbremse.
      Die Handbremse wirkt zwar zu weit, aber rumpelt fürchterlich. Ich habe die Befürchtung dass da an der Zwischenwelle schlimmeres im Argen ist.

      Ich will mal in nächster Zeit die Hinterräder abnehmen und alles genauer untersuchen. Dabei möchte ich das Getriebe eigentlich auch mal auf machen das Öl wechseln und säubern. Das wird in den letzten 50 Jahren keiner gemacht haben. Es ist auch recht laut beim fahren. Mal sehen was die Zeit zeigt.
    • Ah OK, auf das Radlager wäre ich so jetzt erst mal nicht gekommen auf Anhieb. Das den Tüv das freut denke ich mir ;) aber im normalen Betrieb ist das schon etwas doof, gerade wenn man etwas sensibler fahren will, mit großem Anhänger, Berg ab, Kurve, was auch immer.
      Wie gesagt, eigentlich freue ich mich darauf die Sache zu untersuchen, ich hoffe in 2 oder 3 Wochen komme ich dazu.
      Ich hoffe ich denke auch daran hier wieder zu berichten.
    • Guten Morgen zusammen,
      es ist jetzt schon einige Zeit her und folgendes ist passiert: Bremstrommeln und Handbremse genauer angesehen und festgestellt, dass alles ölig ist. Trecker aufgebockt und bisschen an den Rädern gedreht und gewackelt, so dass zu merken war, dass hier wohl auch die Lager kaputt sind. Ach und das Getriebe war eh so laut und Schnicki Schnacki, da habe ich mir überlegt doch lieber alles zu zerlegen.

      Die ganze Kiste ist schon geteilt und auf Paletten verteilt. Wenn man an den einzelnen Wellen dreht bekommt man das Grausen. Die Lager rumpeln teilweise echt stark, also war die große Operation doch auf jeden Fall die richtige Entscheidung.
      In der hinteren Kiste ist jetzt nur noch die Zwischenwelle drin, da hatte ich erst Schwierigkeiten zu verstehen wie die Lagerung ausgelegt ist und zu welcher Seite die raus geht. Das Lager Handbremsseitig sitzt scheinbar fest auf der Welle, das andere nicht. Sobald man da die Mutter losgeschraubt hat verbleibt das im Gehäuse beim Demontieren in Richtung Handbremse. Korrigiert mich wenn ich falsch liege aber momentan sieht es ganz gut aus, auch wenn die Welle noch nicht ganz raus ist.
      Beim Schaltgetriebe habe ich bisher die Nebenantriebswelle samt Zubehör raus. Bei der Antriebswelle und Getriebeausgangswelle komme ich gerade noch nicht weiter. Bei der Ausgangwelle (Kegelrad) habe ich die Sicherungsschrauben los, aber ich habe so keinen „Anpack“ sie raus zutreiben. Also sollte erst die Eingangswelle raus. Die Schrauben vom Flansch habe ich raus, aber den Flansch bekomme ich nicht nach vorne raus, was mache ich da wohl noch falsch?

      Bilder nehme ich mir vor nachzuliefern, ich hoffe ich denke da dran. Wer bei facebook etwas aktiver ist wird sie da schon gesehen haben.

      Im Übrigen noch eine interessante Sache zu der Farbe. Der Vorbesitzer hatte den Deutz ja Anfang der 90er „restauriert“, da hatte man ja noch eine andere Denkweise als heute. Ich will ihm nichts unterstellen, aber ich traue im eine „ein Deutz gehört grün“ Denkweise von damals zu. In der einschlägigen Literatur liest man ja immer wieder unterschiedliches. Mal wird von einer Farbumstellung um ca. 1945 gesprochen und mal wird auch vermutet, dass die ersten F2M417/49 auch noch grau waren. Lange Rede: Beim Getriebe hat er damals nicht gut sauber gemacht vor dem Lackieren, jetzt beim Demontieren kommen immer wieder graue stellen zum Vorschein. Erst dachte ich vielleicht Grundierung, aber der Vorbesitzer hat rot-braun genommen. Ich habe das noch nicht genau untersucht, aber aktuell würde ich schätzen, dass das die graue originale Farbe ist.
      Ich stelle jetzt mal eine aktuell haltlose Behauptung auf: Der erste Nummernkreis des F2M417/49 war 7600 und wurde nur bis zur Nummer 300 gefüllt. Danach wurde auf 7601 gewechselt, die dann hoch aufgefüllt wurden. Bei dem Wechsel gab es auch einige kleinere Änderungen, was aus den Teilenummernlisten hervor geht. Vielleicht wurde an der Stelle auch von grau auf grün gewechselt …
    • masterpiece wrote:

      Anfang der 90er „restauriert“, da hatte man ja noch eine andere Denkweise als heute.
      Hallo, ja auch ich komme aus dieser Zeit, es musste alles wie neu aussehen,was nicht gut war. Aber anders herum, eine künstliche Rostpatina zu erzeugen ist genauso Mist. Man muss den Restaurateuren vor 30 Jahren auch zu gute halten, es gab kaum Informationen, über den Werksauslieferungszustand. Die vielen Bücher und das Internet kamen ja später. Selbst KHD wusste nicht die Ral Numme für den kleinen Deutz und prompt die falsche angegeben :O(
      Bis bald
      Marcus
      Die F1M414 Homepage
    • Hi zusammen,
      Marcus ich wollte das auf keinen Fall ins generell negative ziehen. Zu der Zeit haben viele gute Arbeit gemacht, inklusive dem Vorbesitzer. Er hatte damals einen hervorragende Lanz Eiler und einen echt guten Hanomag ATK, beide super fertig gemacht. Aber bei dem Deutz ging ihm offensichtlich wohl die Lust aus. Hier ist bis auf die neue Farbe fast nichts neu gekommen.

      Die Zwischenwelle habe ich heute auch raus bekommen, damit ist die hintere Kiste leer. Mit der Getriebeeingangswelle bin ich leider nicht viel weiter gekommen. Ein bisschen hebeln und mit Keilen hochtreiben hat ein wenig was gebracht, aber es fehlt noch eine Menge bis der Flansch wirklich weit genug raus ist. Ich frage mich nach wie vor ob das der richtige Weg ist.

      Hier liefer ich noch die Bilder nach: