Erfahrung Akku Kettensäge

    • Erfahrung Akku Kettensäge

      Hallo liebe Holzwürmer,
      ich überlege mir eine Akku Kettensäge von Makita zu kaufen.
      Ich benötige diese nur gelegentlich für vieleicht 2-3m³ Brennholz im Jahr und gelegentliche Arbeiten mit Holz.
      Ich selbst bin Tischler und habe schon ein paar Werkzeuge und Akkus von Makitas 18V System.

      Gibt es hier Jemanden der damit schon mal gearbeitet hat?

      Was sind eurer Meinung nach die Vorteile, was sind die Nachteile?

      Ich freue mich auf Antworten!

      Grüße von der Weser!
      Bin ich ölig, bin ich fröhlich!
    • Hallo, ich hab mit die Stihl MSA 200 gekauft. Bin top zufrieden. Wobei ich im Nachhinein die 220er hätte kaufen sollen. Dazu noch den FSA 65.

      Ich weiß nur dass die DeWalt sägen zu nix zu gebrauchen sind. Wie es bei Makita aussieht entzieht sich meiner Kenntnis.
      Mit freundlichen Grüßen
      Michael
    • Hallo,
      wir haben die DUC353Z seit jetzt ca. 2 Jahren.
      Zu der Zeit als wir sie gekauft haben, war leider gerade nur das 40er Schwert zu bekommen, das macht die Säge in meinen Augen etwas unhandlicher. Die Leistung um das 40er Schwert voll zu nutzen hat die Säge natürlich nicht, aber das wir diese Konfiguration fahren, kann man ja dem System nicht als Nachteil auslegen.
      Vorteile:
      - Akku rein und die Säge läuft, die Benziner springen zwar mittlerweile auch gut an, aber mit der Akku Säge geht es einfach schneller
      - gerade bei Arbeiten, wo man immer mal wieder einen Schnitt macht und nicht dauerhaft am Sägen ist, ist das System Akku super. Man muss nicht immer wieder die Säge anziehen oder dauerhaft laufen lassen.
      - die Säge kann auch im Innenraum betrieben werden (keine Abgase)
      - rein subjektiv finde ich die gröbere Kette auf der Makita besser als die Picco Kette auf der Stihl MSA 200 mit der ich regelmäßig arbeite
      - ich hatte vor dem Kauf eben jene MSA 200 eine Husqvarna, deren Bezeichnung ich nicht mehr weiß (gleiche Leistungsklasse wie die Stihl) zum Testen, gefühlt kann die Makita mit denen ganz gut mithalten von der Schnittleistung

      Nachteile
      - wenn es mal in stärkere Verastungen geht, kommt die Säge recht schnell an ihre Grenzen. Dann macht es kein Spaß mehr, dauernd klemmt sie, weil sie es nicht schafft oder der Akku überhitzt und sie schaltet erstmal ein paar Minuten ab
      - wir fahren 5Ah Akkus, damit ist die Laufzeit nicht gerade berauschend, das gefällt mir bei der Stihl besser, ist aber auch ein Stück weit Äpfel mit Birnen vergleichen
      - für meinen Geschmack wirkt die Makita etwas weniger hochwertig, als die beiden anderen, ist aber Geschmacksache
      - was mich nervt ist, du musst die Säge erst aktivieren, dann kannst du „Gas“ geben. Für meinen Geschmack zu schnell geht dann die Sperre wieder rein
      - manchmal wäre es schön, wenn man einfach nachtanken könnte und nicht erst Akkus laden muss

      Alles in Allem bin ich mit der Säge aber zufrieden. Man muss halt rausfinden, was damit geht und was nicht. Bei uns läuft die neben einer Stihl 271 und einer 231. Vor allem beim Arbeiten um Haus und Hof kommt eigentlich nur noch die Akku Säge zum Einsatz. Auch die Grundstücks- und Baumpflege kommt überwiegend die Makita zum Einsatz. Zum Fällen und „richtig“ Holzmachen bevorzuge ich nach wie vor die Benzin Alternativen.
      Zum Kauf habe ich mich letzten Endes entschieden, weil die Kombi aus Rasenmäher und Kettensäge bei Makita für uns am Besten zu den Bedürfnissen gepasst hat. Auch die Tatsache, das man diverse andere Maschinen mit den Makita Akkus betreiben kann und wir eh noch ein 18V Akku System gesucht haben hat dazu beigetragen.
      Bereit habe ich den Kauf bisher nicht.

      Gruß
      Tobi
      Viele Grüße

      Tobi
    • Moin zusammen!

      Ich habe mir auch eine Makita Akku Säge angeschafft.
      Eine Makita ist es geworden, weil die Akkus bereits da waren und für gut befunden sind. Ich nutze die 18V 4Ah Akkus, die bei mir jetzt bereits 6 Jahre alt sind, und noch gefühlt volle Kapazität haben.

      Ich hatte die Säge vorm Kauf ordentlich beäugelt, sie macht qualitativ einen wertigen und robusten Eindruck, wie man es vom Hersteller gewohnt ist. Auf dem Typenschild steht „Made in Germany“, ohne es zu wissen vermute ich, sie könnte in Hamburg endmontiert werden.
      Schiene und Kette scheinen vom Zulieferer Oregon zu kommen. Es ist eine 1,1mm 3/8 Hobby Teilung verbaut, wer will kann hier auch passend auf die Garnituren aus Waiblingen umstellen. Für meinen Geschmack sägen die etwas besser, und sind auch günstiger zu haben als wenn man im Baumarkt das originale Zubehör bestellt.

      Die Kettenschnellspannung der Säge funktioniert und wirkt nicht brüchig. Vergleicht man jedoch mit den Marktführern händelt sich diese doch etwas fummelig, allerdings trotzdem funktionell und bei weitem nicht schlecht.

      Wenn man sie startet und eintaucht, ist man erstmal überrascht wieviel Leistung da kommt. Sie zieht tatsächlich erstmal kräftig los und lässt sich vom Gegendruck nicht beeindrucken. Die Freude bleibt leider nur bei dünnem Holz. Wenn man sie in einen dicken Stamm taucht dann macht sie auch schnell dicke Backen. Sobald man dann noch etwas drückt geht ihr die Puste aus.
      Also fürs Stammholz sägen eignet sie sich wie ein Einzylinder zum Pflügen. 10cm Stammholz entsprechen dabei einem Schar. Wer Quält nen Knubbel mit nem 3 Schar? 30cm Dickes Holz macht sie zwar, man muss ihr aber sehr viel Zeit geben und darf auf keinen Fall drücken.

      Ein klarer Vorteil ist, dass es kein Aufwand ist sie schnell herauszuholen und zu benutzen.
      Man braucht nicht erst 5 Mal ziehen und warm laufen lassen. Auspacken, einschalten, sägen. Wenn man fertig ist kann man sie auch wieder in den Kofferraum packen, ohne Angst haben zu müssen dass der heiße Auspuff den Benzinkanister in Brand setzt.

      Der Nachteil mit dem Wiedereinschalten nach ein paar Sekunden Sägepause wurde ja bereits genannt.

      Sauber machen nach Einsatz lässt sie sich sehr gut. Akkus runter und abpusten hat bei mir immer gereicht, und ich pflege meine Sägen.

      Mein Fazit: Ich würde sie wieder kaufen! Nicht weil sie eine Benzinsäge ersetzt, das tut sie bei mir definitiv nicht, sondern weil sie für Kleinigkeiten eine echte Erleichterung ist. Mal eine Latte oder einen Ast absägen, einen alten Balken oder eine Einwegpalette zerkleinern - dafür taugt sie hervorragend. Im Wald zum Fällen oder kleinschneiden ist sie für meinen Geschmack leider deutlich zu untermotorisiert.

      Gruß, Marc
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    • [Marc] wrote:

      Also fürs Stammholz sägen eignet sie sich wie ein Einzylinder zum Pflügen. 10cm Stammholz entsprechen dabei einem Schar. Wer Quält nen Knubbel mit nem 3 Schar?
      Das ist doch mal ein Vergleich den hier die meisten verstehen! ;)
      Ich habe neulich einen ca. 20 cm Wildkirschenbaum bei uns im Garten gefällt, weil der die Solarzellen des Nachbarn beschattet hatte. Hatte nur eine Handsäge und eine Axt, außerdem war Sonntag... ;)

      Zum Zerteilen der Stämme hatte ich eine Bosch mit Kabel von einem Kollegen geliehen. Die hatte zudem eine relativ stumpfe Kette und das Kabelgezerre durch den Garten hat mich genervt.
      Die Meterstücke schneide ich dann nach dem Spalten mit der Kreissäge klein.

      Da ich nicht viel an Brennholz zu schneiden habe, denke ich würde mir nach euren Beschreibungen die Säge reichen.
      Vorallem das man die als Tischler auch mal wunderbar zum Grobzuschnitt von Brettern und Bohlen verwenden kann und den Kabelkram, Benzin,... "nur mal kurz" ist dann also gut möglich.

      Wenn ich von meiner Regierung grünes Licht bekomme, werde ich mir die Säge denke ich kaufen. Und die Akkus sind ja eh schon vorhanden.

      Vielen Dank!
      Bin ich ölig, bin ich fröhlich!