Ölaustritt am Motor und plötzlicher Leistungsverlsut bei F16L612

    • F1L 612/53
    • @ Richard,
      du hast natürlich Recht, Schwachstellen ist an der Stelle der falsche Begriff.Böse bin ich nicht, hast ja vollkommen Recht. Kritikfähig sollte man schon sein, sonts am besten nix schreiben. Aus der Konstruktionsichtweise sind die Anlasser wie ich finde sehr zuverlässig. Ich hoffe trotz der falschen Wortwahl die Mitleser wissen was ich meine, Problemstelle wäre da vielleicht ein Begriff der besser ist.

      @nik,
      an meinem Traktor war das Startverhalten im warmen Zustand soweit ok, aber im kalten Zustand, selbst wenn es draußen sommerlich warm war, bescheiden. Ich habe dann den Anlasser demontiert und zerlegt. Alles gereinigt und wo nötig überarbeitet ( zum Beispiel die Kontaktflächen wo die Kohlen laufen ). Alles wieder remontiert und sofort ein deutlich besseres Starten, egal welche Temperatur wo herrscht. Bei mir war im übrigen das Kabel ( ich meine das hat 16qmm) welches direkt zum Anlasser geht im Inneren oxidiert, habe ich danach auch noch getauscht als ich es mir mal genauer angesehen habe. Anlasser sind im übrigen wie ich festgestellt habe kein Hexenwerk, also keine Angst davor. Bitte trotzdem die Ratschläge die von z.B. Daniel, Martin etc. geschrieben wurden erst sorgfältig schrittweise abarbeiten.

      Gruß Bastian
    • Hallo Nik,

      vielleicht kennst du Schwendi...

      Also es sind in der Tat Wendelkerzen - allem Anschein und der Verkabelung nach. Dreh sie, wie Daniel schon sagte, raus und schau sie an. Ein Vorwiderstand müßte da verbaut sein. Am Deutz sitzt er unter dem Tank auf der linken Schlepperseite, aber am Eicher? Irgendwo hatte ich mal die Vorglühsysteme hier im Forum zusammengestellt.

      Den Luftkasten würde ich mal abnehmen. Wundere Dich aber nicht, welcher Aufwand das ist... Da muß fast alles weg drumrum... Nicht selten ist dahinter dann ein "Vogelnest" o.ä. zu finden, sprich haufenweise Fasern, Öl und Dreckrückstände, die die Kühlrippen zusetzen.

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Richard,

      ich hatte das schon gemerkt, aber Du warst schneller, bis ich das korrigiert hatte.

      Naja, die Änderungen gegenüber Deutzschleppern waren an Kramer und Eicher sicher vorhanden. Insofern bezog sich nur halb auf die Frage von Nikl. Reiner Denk- und Tippfehler.
      Danke!

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
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      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Ich hab glaub auch den Vorwiederstand unter dem Tank rechts, geh später gleich mal gucken. Wenn ich es in Deiner Verlinkung richtig gelesen habe, dann hast Du nur folgenden Teile neu bestellt:

      Ich habe mich -wie oben geschildert- entschieden die 11V Stabglühkerzen von Bosch (Nr. 0 250 200 055) und den dazugehörigen Glühwendel/Glühdraht mit 1,1 V von Bosch (Nr. 2 254 500 050) einzubauen.

      Die beiden Teile dann anschließen, das Massekabel am 2.Zylinder weglassen und den Vorwiederstand unter dem Tank gegen den Glühwendel tauschen dann sollte es klappen mit dem starten. Im zuge des Tausches kann ich dann auch gleich die Kompression testen. Sollte ja auch noch mit den alten Wendelkerzen funktionieren. Bei autodoc hab ich die Stabglühkerzen ebenfalls gefunden, laut Teilenr. sollten das die gleichen sein, dann kann ich dass sogar übers Geschäft abrechnen, Treckergarage ist da leider nicht so neutral :) Hoffe ich kann das die Tage machen.

      Grüße Nik
    • swd40 wrote:

      Moin,

      http://amoko.free.fr/Documentations/Moteurs/Deutz/ hier gibts unter anderem auch das WHB für die 812er Motoren. Vielleicht findet sich ja auf der Seite irgendwas zum Eicher-Fahrwerk.

      Gruß,

      Josef
      Danke für den Link Josef, hab was zum 612er Motor was gefunden aber zum Motor auseinandernehmen für mich nicht weiter Hilfreich, außer ich hab was beim überfliegen übersehen? War das ein Tipfehler mit 812er? Hab dazu leider nichts auch nichts gefunden. Aber wahnsinn wie viele Anleitungen es da gibt, echt genial!

      Grüße Nik
    • Nik,

      siehe Konversation.


      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • EckardderWaldbauer wrote:

      Hallo zusammen ,
      hallo Nik

      meine Vorredner ( Schreiber ) haben schon vieles angesprochen .

      Mache bitte alles systematisch oder auf Deutsch : Schritt für Schritt .
      Rechts oben ist die Suche . Hier einfach mal einige Suchbegriffe eingeben .
      Dann kannst du zu jeden Punkt wichtige Informationen finden .

      Zu den Motorenhandbuch : Das 612 / 712 ist ein nicht so ganz einfaches Buch .
      Für Anfänger ist das Buch zum 812 / 812S das bessere .
      Es hat zu allen Bebilderte Schrittanleitungen . Ich habe beide Bücher .

      Im ersten Schritt ist es wichtig alles von Außen gründlich zu reinigen .
      Nur so findet man die Ursachen für Ölaustritt .
      Die Mehl Methode kann helfen .

      Alles was du zerlegen willst oder musst würde ich mit Caramba gut einweichen lassen .
      Ruhig 1 oder 2 Tage lang .
      WD40 ist nicht dafür geeignet .

      Wie schon geschrieben worden ist ( von Daniel ) die Düsenstöcke prüfen lassen .
      Wenn diese Defekt sind , tauschen lassen und neu einstellen lassen .
      Original sind 211 Düsen verbaut . Besser sind die 261 .

      Zur Vorglühanlage hat Martin alles geschrieben .
      Kleiner Tip : An den Gewinde der Glühkerzen ein Hauch von Kupferpaste .
      Gilt auch beim Düsenstock .

      Kompression testen ist wichtig .
      Dabei sollten beide Zylinder einen ähnlichen Druck haben .

      Wie sieht das Ventilspiel aus ?
      Bitte prüfen . Am besten mehrmals den Motor mit der Hand durchdrehen .
      Hier kann man dann prüfen ob das Ventilspiel gleich bleibt .
      Das ist wichtig ! . Wert : 0,15

      Wie sieht das Motorenöl aus ?
      Hattest du den Motor von innen gereinigt ?
      Es ist so , wenn Motoren lange stehen setzt sich alles ab ,
      nur das Öl tauschen ist keine Lösung . Der Dreck bleibt drin ( Ölschlamm ) .

      Zum Weißen Rauch :
      Um zu prüfen ob beide Zylinder betroffen sind oder nur einer ,
      hilft es den Abgaskrümmer ab zu bauen .
      Gleichzeitig kannst du prüfen ob Ölkohle sich abgesetzt hat
      und ob die Ventilschäfte verölt sind .

      Gruß Eckard
      Ist der 812er dem 612er Motor so ähnlich das man wenn man nen 612er hat auch in dem 812er Buch alles nachschauen kann?

      Gruß Daniel
    • Moin,

      der 812er ist nur eine Überarbeitung des 712. Die letzten Zylinderköpfe der 712er wurden auch beim 812 verbaut. D.h. ja, man kann sehr viel mit dem 812er Buch am 712 und damit auch 612 schrauben. In Details unterscheiden sie sich aber mal, also immer mal im 612/712 querlesen.

      Der 812d ist die Vorstufe zu den 912er Direkteinspritzern.

      Gruß,
      Josef
    • Servus Nick,


      quiknik wrote:

      ... den Vorwiederstand unter dem Tank gegen den Glühwendel tauschen dann sollte es klappen mit dem starten.

      Den Vorwiderstand unter dem Tank oder wo auch immer er beim Eicher sitzt überbrücken oder ganz wegbauen und den passenden Glühüberwacher (1,1V 20A) im Armaturenbrett einbauen oder wie ich nur die Glühwendel im Überwacher tauschen wenn es geht. So muss es richtig heißen.

      Kompressionstest bei dieser Gelegenheit schadet nicht, das stimmt.

      LG Emanuel
      D30S-NFG, BJ 62 und F2L612/6-N, BJ 57
    • Hallo ,

      wenn ich am einen 612 er
      Schrauben würde dann ist
      es kein Problem mit dem WHB
      vom 812 zu arbeiten .
      Ganz besonders bei den 1 und 2
      Zylindern .
      Unterschied : Länge Pleuel ,
      Bauform Kolben , Tassenstößel und
      Anlaufscheibe Haubtlager .
      Bei 3 Zylindern und größer sind
      die Unterschiede größer .
      Wie ESP und Hydraulikpumpe .

      Gruß Eckard
      Meine Schlepper :
      Deutz D15 ( 712 ) , Deutz D40L / 40.2 ( 812 ) , Deutz 4005