Ansaat 3m breiter Blühstreifen: Welche Sämaschine bzw. -technik?

    • Ansaat 3m breiter Blühstreifen: Welche Sämaschine bzw. -technik?

      Als "Umrandung" einer ca. 2ha Streuobstwiese werde ich einen ca. 3m breiten Blühstreifen *) anlegen.
      Ob es einjährige oder mehrjährige Saatmischung wird ist noch offen und steht momentan noch nicht zur Diskussion.

      Hier geht es mir um die Ansaattechnik bzw. dazu am besten geeignete Sämaschine.

      Mir bekannte Techniken:
      1. althergebrachte Drillmaschine: Nachteil ist evtl. die streifenweise Ausbringung, Vorteil wäre das man solche Uralt-Sämaschinen gebraucht sehr günstig bekommt.
      2. pneumatische Streuer (zb. APV, o.ä.): Nachteil sind schonmal die hohen Kosten ... Vorteile: ?? vielleicht die gleichmäßige und zielgenaue Aussaat?
      3. Aufsätze für Kreiselegge oder Fräse: Nachteil: ist auch nicht gerade "billig", Vorteil: Saatbeetvorbereitung und Aussaat in einem Arbeitsgang.
      4. ... Was gibts noch außer "per Hand"?

      Die dritte Option wäre für mich soweit OK weil ich bereits eine Umkehrfräse habe. Allerdings kostet der Saatkasten-Aufsatz ca. 1500,-€ und ich kann dann nur in Verbindung mit der Fräse ansähen. Ob das auf Dauer sinnvoll ist? Vielleicht will ich ja irgendwann mal etwas ansähen ohne vorher zu fräsen...

      Noch eine Frage dazu am Rande: Ich lese immer wieder das danach gewalzt werden soll. Reichen dazu die Gitter"walzen" an den Egg- oder Fräsmaschinen, oder soll man wirklich nochmal mit einer Glattwalze drüber? Und wie schwer darf die dann sein? Meine 1,6m Wiesenwalze hat ungefüllt ca. 400kg. zu schwer oder wär die OK?

      *) Kurze Erklärung zum "Sinn" des Blühstreifens:
      Der Rand der Wiese wird abschnittsweise mit Sträuchern und Büschen bepflanzt. Dabei muss ich mind. 2m Abstand zum nächsten Feld einhalten (Vorgabe vom Naturschutzamt, Landratsamt usw.). Um diesen für die Heuernte "verlorenen" Streifen sinnvoll zu bepflanzen, wird nun ein (förderfähiger) Blühstreifen draus... und 3 statt 2m deshalb weil er sich dann mit Mulcher/Fräse und Mähwerk sinnvoller bewirtschaften lässt.
      Servus aus Bayern,
      Peter
    • Moin Peter,
      vor Jahren habe ich mal ein Video von Landwirt.com auf Youtube gesehen, wo ein Handstreuer vorgestellt wurde, den ich schon damals interessant fand: Klick. Laut Recherche bekommt man das Teil heute für 30€
      Bei 2ha hast du ja 500 - 700m Umfang, 3m sollte in einem Übergang wohl noch streubar sein. Und da das nur 1x jährlich sein muss, ist von Hand m.E. am wirtschaftlichsten.

      Oder kannst du die angedachten Geräte noch anderweitig einsetzen?
      Grade eine Drille braucht doch etwas Platz in der Halle/Scheune.

      Ich habe im Herbst auf meinem Versuchskornfeld (~1000qm) zwischen den Getreidesorten auch einen Blühstreifen zur besseren Trennung zwischengesät, alles von Hand mit Säwanne und im Anschluss mit einem Federzinkengrubber mit Nachlaufwalze eingearbeitet. Dafür hab ich die Walze nach ganz unten gedreht und den Grubber nach hinten gekippt (OL länger). Aufgekommen ist alles super und vermischt hat sich kaum was (Getreide in Blühstreifen und umgekehrt).
      Gruß
      Henning
      ___________________________
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    • Hallo,
      ich würde sagen, kann man so pauschal nicht sagen.
      Auch wenn du sagst es steht nicht zur Diskussion, was du säen willst, genau diese Information wäre nötig, um die beste Sätechnik zu ermitteln.
      Verschiedene Blühmischungen haben verschiedene Anforderungen bzgl. der Ablagetiefe etc.
      Mir stellt sich jetzt die Frage, ob bei der von dir genannten Fläche eine eigene Sätechnik lohnt, oder ob man nicht sagt man nimmt was mehrjähriges und lässt es säen. Evtl. Kennst du ja einen Landwirt der sowieso Blühstreifen sät, der dir deinen dann mitmachen kann. Das wird auf alle Fälle wohl günstiger.
      Viele Grüße

      Tobi
    • Servus Peter,

      ich habe das Blühstreifen sähe in unserer Gemeinde am Rande mitbekommen, weil es ein Bekannter gemacht hat. Ich kann mich erinnern, dass er gesagt hat, dass es auf das Saatgut ankommt, wie gesät werden muss und ganz wichtig sei eine Umkehrfräse zur optimalen Saatbeetvorbereitung. Er hat dann in einem zweiten Arbeitsgang mit seiner "normalen" Sämaschine gearbeitet. Weiter/genauer weiß ich es leider auch nicht.
      Soweit ich weiß gibt es aber am Landratsamt, Stadt, Gemeinde und auch bei den Bund Naturschutzortsgruppen Blühstreifenbeauftragte, die einem mit Rat zur Seite stehen. Evtl. können die dir auch noch gute Tipps geben.

      Viel Glück bei deinem Vorhaben

      LG Emanuel
      D30S-NFG, BJ 62 und F2L612/6-N, BJ 57
    • Moin, ich säe mit konventioneller Drillmaschine. Die Streifen sind da kein Problem.

      Walzen kann ich dir sehr empfehlen. Die Sämereien in einer Blühmischung sind sowieso wenig konkurrenzfähig und sollten möglichst schnell und gleichmäßig auflaufen. Mir ist letztes Jahr vieles vertrocknet oder gar nicht gekeimt.
      Eine Glattwalze ist dafür nicht optimal, das kann dir auch nach starkem Regen verschlämmen.
      Gruß, Harm

      John Deere 6110 MC, D4005, Allgaier R22

      Post was edited 1 time, last by Deutz45nullfuenf: falsch formuliert, Glattwalze ist nicht optimal... ().

    • Ich würde auch die Drillmaschine bei Blühstreifen nehmen. Kleinsamenstreuer und ähnliches brauchen für eine gute Querverteilung eine Überlappung und das funktioniert bei so schmalen Stücken nicht.
      Die unterschiedlichen Keimbedingungen der Komponenten wurden ja schon angesprochen. Da mus man dann je nach Arten und Bodenbedingungen den besten Kompromiss finden.
      Bedenke auch das die Hecke min. 1-2 m vom Stock noch Platz braucht.
      Gruß Eckhard
    • Hallo Peter,

      die Idee mit einer älteren Sämaschine ist nicht schlecht. Evtl. ist die für kleines Geld zu ordern.

      Beim Blühflächen- bzw. Blühstreifenanlegen mußt Du einiges beachten. Die Feinsämereien benötigen ein feinkrümeliges Saatbett, das dem von Winterraps entspricht.

      Die fertigen Saatmischungen haben oft verschiedene Planzensamen, die sehr unterschiedlich groß sind. Große Körner müssen tiefer gesäht werden als kleine körner, und sehr kleine Körner werden eigentlich nur oben auf die Erde ausgebracht (Lichtkeimer). Daher gehe ich bei der Ansaat folgendermaßen vor:

      Ich wähle zwei Saatmischungen:
      Mischung 1: ich mische von Pflanzen die Körner, die groß sind oder mittelgroß sind
      Mischung 2: ich wähle eine Saatmischung, in der kleine und sehr kleine Saatkörner enthalten sind.


      Und dann sähe ich zweimal.

      (1) die Bodenbearbeitung durchführen (Eggen o.ä.), so dass ein fertiges feinkrümeliges Saatbett entsteht.

      (2) Zuerst sähe ich die Mischung 1 mit den großen Körnern aus, auf die benötigte Saattiefe, d.h., die Schare der Sämaschine sind im Boden, aber mit entsprechend geringem Schardruck. Dann kommen die übriggebliebenen Restkörner aus der Sämaschine heraus. Nun fülle ich die zweite Saatmischung (die mit den kleinen und sehr kleinen Körnern) in die Sämaschine.

      (3) dann säe ich die Mischung 2 aus, d.h., ich säe ein zweitesmal aber wie folgt: an meiner Sämaschine kann man jedes Saatrohr einzeln hochstellen. Also stelle ich jedes Saatrohr hoch, so dass jedes Saatrohr über dem Boden schwebt. Die kleinen Körner rieseln nun auf den feinen Boden und die Lichtkeimer haben die optimale Saattiefe, nämlich gar keine.

      Dann wird angewalzt, damit die Saatkörner angedrückt werden und ein Bodenschluss erfolgt, da ist eine recht leichte Walze möglich. Dafür nehme ich meine Prismenwalze. (Wenn es nach der Saat regnet, dann lasse ich das Walzen aber auch weg).

      Ach ja, ganz wichtig, Gräser würde ich in den Mischungen nicht einsetzen, die wandern idR sowieso ein oder sind idR eh im Bodensamenvorrat enthalten. Auch sind Gräser idR sehr konkurrenzstark und unterdrücken so ziemlich alles andere, was blüht. Deshalb sind bei den Flächen der Landwirte bei mehrjährigen Blühstreifen ab dem zweiten Jahr eh nur noch Gräser zu sehen und die Randstreifen sind total nutzlos für die Natur.

      Dadurch hat jedes Saatkorn seine optimale Saattiefe (je nach Größe eben tiefer oder ganz flach).

      Je nach dem wiviel Spaß Du haben möchtest, würde ich eine eigene Sämaschine einsetzen, denn dann hast Du es in der Hand, wann du ackerst und die Saat einbringst. Auch kannst Du dann immer den optimalen Bodenzustand und Saatzeitpunkt wählen, bist nicht auf andere angewiesen, mußt nicht dann ackern und säen wenn die es wollen, Deine Traktoren haben "was um die Hand" und haben einen schönen Einsatz (artgerecht) und Du hast auch noch eine Menge Spaß und stehst nicht doof auf Deiner Wiese uns schaust nur zu, wie ein anderer ackert. Also meine Empfehlung ist da eindeutig.

      Gruß

      PS
      (1) Saatbeetbereitung und (2) - Aussaat der grobkörnigen Mischung kann natürlich auch mit einer Kreiseleggen-Sämaschinenkombination erfolgen, bei Aussaat (3) - Aussaat der ganz feinen Sämereien ist natürlich nur die Sämaschine zu benutzen (ohne Kreiselegge)

      PS
      wennDu nicht gerade auf das Gras/Heu angewiesen bistund vom Verkauf des Heus auch "keine Brötchen" kaufen must, dann Würde ich den Rand deiner Wiese folgendermaßen aufbauen:
      (1) 3 m Blühfläche (da mußt Du ja eh mit deinen Büschen von der Grenze bleiben)
      (2) dann die Buschreihe
      (3) dann nochmals 3 m Blühstreifen
      (4) und dann erst die Wiese

      Da hätten die Insekten und Kleinsäuger und Spinnen und Vögel ein sehr schönes Saumbiotop. Wenn Du dann noch einen der beiden 3 m Blühstreifen mehrjährig einsäst, den anderen einjährig, dann haben auch Erdbienen und Hummeln eine gute Brutmöglichkeit und im zweiten jährigen Blühstreifen haben sie dann immer garantiert blühende Pflanzen und Nahrung.

      PS
      bei den ausgewählten Samen darauf achten, dass Du auch Pflanzen hast, die lange bis in den Herbst hineinen blühen, da kannst Du auch - wenn Du nicht selber mischen möchtest - eine Mischung nehmen, die unter den Bereich "Honigweide" angeboten werden, z.B. von Freudenberger die Mischung "Honigpflanzen für Brachen", die gibt es einjährig oder mehrjährig.
      Hinweis: Die Saatmischungen Honigbrache von der Genossenschaft (Eigenmischung) ist nach einen Erfahrungen idR nicht brauchbar und auf billig und hohen Gewinn gemacht.

      Post was edited 1 time, last by D 6206 er ().

    • Wow 8o Jetzt bin ich erstmal baff :thumbup:
      Das nenn ich mal schnelle kompetente und hilfreiche Tipps! Ich versuche das Ganze mal zu sortieren...
      Vorab gleich die Klarstellung dass das Projekt nicht als Haupterwerb gedacht ist (dazu habe ich meinen Beruf, Grundstücks-Verpachtung, und anderes). Ich will damit einfach etwas für Umwelt und Natur tun, nicht mehr nicht weniger. :thumbsup:

      Saatmischung:
      Danke für die Hinweise dazu! Werde mich erkundigen welche Mischungen für unsere Region gebräuchlich sind. Bisher hatte ich mit dem Amt f. Naturschutz nur bzgl. der Wiesenansaat besprochen. Dafür habe ich eine genaue Auflistung. Denke sowas gibts auch für den Blühstreifen. Dann wird sich ja zeigen welche Samengrößen die Maschine zu verarbeiten haben wird.

      Saat-Maschine:
      So wie ich es herauslese, liege ich mit mit meiner urspünglichen Idee eines Seeder-Aufsatzes für die Umkehrfräse gut im Rennen, dicht gefolgt von einer "antiken" Drillmaschine.
      Vorteil der Fräs-Ansaat-Anwalz Kombi wäre dass alles in einem Arbeitsgang erledigt wäre. Mal sehen was meine Finanzministerin dazu sagt :D

      Die Tipps zur Planung des Blühstreifens muss ich erstmal in Ruhe absacken lassen. Besonders der letzte Beitrag von "D 6206 er" bringt mich da auf ganz neue Ideen.

      Damit Ihr euch ein "Bild" vom Vorhaben machen könnt hier ein paar Infos und Fotos vom Projekt "Streuobstwiese"

      Das Grundstück war in meiner Jugend eine Kuhweide, wurde dann vor ca. 35 Jahren verpachtet und damit zum Acker. Seit 2018 blieb es als Brachland unbewirtschaftet und Mitte 2020 begann ich die "Umwandlung" zur Streuobstwiese. Wegen Covid-Verzögerungen kam ich allerdings nur zum mulchen/fräsen und konnte die Senke zumindest grob ausschieben und den Wall aussen herum anlegen. Im November schaffte ich dann noch die ersten 25 Bäume zu setzen. Danach wurds zu kalt um noch die Wiese anzusäen... ;) Die Sträucher/Büsche habe ich zwar auch schon hier, sind aber vorerst nur proforma "eingeschlagen" und kommen erst nach der Wiesenansaat an ihren Platz. Die Bodensenke (Seiche) wird fertig gestellt sobald der Bodenfrost und fallender Grundwasserpegel es zulässt. Direkt danach, also Frühjahr 2021 gehts mit der Ansaat der Blumenwiese und Plannzen der Sträuche/Büsche weiter. Als Abschluss erfolgt die Umrandung mit dem Blühstreifen. So der Plan. Theoretisch ... 8)

      Die Fotos sind einfache Schnappschüsse vom laufenden Projektstand. Die Skizze zeigt die Lage der Bäume, und die grün gestrichelte Linie stellt den 3m Randstreifen dar. Die Sträucher fehlen in der Skizze, werden aber lose und unregelmäßig gruppiert entlang dieser 3m Grenze gesetzt.
      Zur Orientierung: Die Skizze ist Nord/Süd ausgerichtet, Norden ist oben ... :D

      p.s. sorry wegen der vielen Edits! Das Internet hier ist heute etwas zickig und wirft mich ständig raus.
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      • Obstbäume_Aufteilung.JPG

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      Servus aus Bayern,
      Peter

      Post was edited 8 times, last by PeKn: Diverse Textanpassungen, Fotos eingefügt. ().

    • Moin, das sieht nach einem tollen Projekt aus. Ich bin auch gerade dabei noch acht Obstbäume auf meiner Wiese nachzupflanzen.

      Ist der Schotter der "normale" Boden unter der Humusschicht?

      So wie es aussieht sind da viele Disteln, das solltest du vor der Grasaussaat noch mechanisch bekämpfen. Die sind zwar schön für ein paar Schmetterlinge aber ich mag die nicht gerade. Werden später durch regelmäßiges mähen aber auch zurück gehalten.
      Gruß, Harm

      John Deere 6110 MC, D4005, Allgaier R22
    • Servus Peter,

      jetzt wo ich den Boden seh, glaube ich mich zu erinnern, dass du grob aus der Richtung Münchner Schotterebene kommst, Erding, Flughafen so ganz grob?
      Etwas moosiger Humus und darunter bester Kies. Da würde sich doch eine Magerrasenwiese anbieten.

      LG vom Emanuel aus dem Dachauer Hinterland
      D30S-NFG, BJ 62 und F2L612/6-N, BJ 57
    • Servus Emanuel, völlig richtig: Erdinger Moos. Die (zukünftige) Wiese liegt am süd-östlichen Ortsrand von Eicherloh.
      Tja. Magerboden oder nicht? darüber habe ich auch lange mit den "Experten" diskutiert und die haben dann die Saatmischung darauf abgestimmt. Frag mich jetzt aber nicht was da so alles zusammengemixt wird. Ich sehe nur eine Liste mit über 50 "Zutaten" wovon das meiste sich nach Kräuter usw. anhört. Geplant ist dass man später Pferdeheu bekommt. Mal schau'n wie es sich entwickelt. Nachsäen kann man ja immer noch.

      Ja Harm, Humusauflage ist ca. 30-40cm danach kommt "gewachsener Kies". Etliche Distelnester haben sich schon in der Brachlagezeit angesiedelt, die sind aber schon gut raus. Habe letztes Jahr nach der ersten radikalen Mulchaktion (siehe Videolink unten) nach dem ersten Fräsdurchgang noch ein paar mal drübergemulcht. Was evtl. wie Disteln aussieht sind Löwenzahnstöcke. Die wachsen immer noch "wie die S..".

      Derzeit sind 25 Obstbäume gepflanzt, ob weitere dazu kommen muss mein Sohnemann entscheiden, der das mal übernehmen wird. Ich werds nicht mehr erleben alles in voller Pracht zu sehen.

      Bei uns schwankt der Grundwasserpegel von ca. 1,50 bis knapp zur Humusschicht, wenns mal ein paar Tage richtig schüttet. Deshalb die Idee mit der Senke die je nach Niederschlag vollläuft oder (zb. im Sommer) trocken fällt. Die "Insel" hat sich nur ergeben weil ich erst die Aussenkontur angegangen bin und dann erst innen den Rest aus schieben wollte. Weils mir aber so besser gefällt, lass ichs einfach. Ist auch weniger Kies den ich wegschaffen muss. Die Konturen werden aber noch sauberer "verputzt" und etwas natürlicher gerstaltet. Bleibt aber kiesig und sich dann selbst überlassen was da drauf wächst (oder nicht).
      Apropo: Kann jemand guten Kies gebrauchen? Ich hätte da mal ein paar Qubikmeter übrig ... :P

      Leider hat sich an ein paar lokal begrenzten Stellen auch die doofe Quecke breitgemacht. Die grünen Flächen sieht auf den Fotos gut, wenn man drauf achtet. Muss mal sehen ob ich die jungen Triebe mit der Umkehrfräse nach unten bekomme und hoffe dass sie dann ausbleiben. Oder ich versuche mit dem Grubber die Wurzelteppiche raus zu ziehen, entsorge die und zieh danach eine Schicht queckefreien Humus drüber. Oder ich lass es einfach und hoffe auf schnellen (Über)Wuchs der neuen Ansaat. Muss mich noch schlau machen was hier die beste Strategie ist.

      Hier das Video der Mulchaktion und zugleich ein kleiner Eindruck wie die Fläche nach zwei Jahren ohne Bewirtschaftung ausgesehen hat.
      Servus aus Bayern,
      Peter
    • Sinn und Zweck eines Blühstreifens ist es ja gerade, dass sich dort Insekten tummeln können als Ausgleich zu den totgespritzten Ackerflächen. Macht dann ja wenig Sinn, wenn man erst zu Spritzmitteln greift, um Gras- und Unkrautbewuchs weg zu bekommen. Wenn dann nur mechanisch bearbeiten und wenn´s geht die Disteln einfach stehen lassen. Natur Pur.

      MfG Werner
    • Werner, gespritzt wird bei mir gar nix, die paar Queckenester werde ich schon auf "mechanische" Art und Weise rauskriegen.

      Harm... cool bleiben. ;) Es bringt hier keinem was wenn nun eine Diskussion pro contra Unkrautvernichtung losgeht. Ich würd mich daher freuen wenn wir beim Thema Ansaat und dafür sinnvollen Maschinen bleiben würden.
      :thumbup:
      Servus aus Bayern,
      Peter
    • Geht klar Peter.

      Da bei mir wo ich schon mehrere Jahre einjährige Blühmischungen säe sehr viel Franzosenkraut und Gänsefuss wächst mach ich auch zwei mechanische Durchgänge vor der Saat. Das ist natürlich schlecht für die Bodenfeuchte und die Frühjahrstrockenheit der letzten Jahre hat dann echt den Feldaufgang versaut.
      Der Gänsefuss wächst immer, da kann man sicher sein.
      Gruß, Harm

      John Deere 6110 MC, D4005, Allgaier R22
    • Gänsefuss musste ich erst mal ergoogeln um dich zu verstehen. ;)
      Alles was sich da jetzt so an Unkraut im Boden tummelt hat sich während der 2 Jahre Brachlegung eingenistet. Vorher hat der Pächter hauptsächlich Mais angebaut und da kam kaum was durch, jedenfalls soweit ich das mitbekommen habe. (Obwohl das Feld quasi direkt vor meiner Haustür liegt, hab ich mich da kaum drum gekümmert. shame on me :huh: )

      Die Quecke muss sich eingeschlichen haben als mal eine leichte Bodensenke mit Humus aufgefüllt wurde. Aber sie ist zum Glück noch sehr lokal und denke das ich sie im Laufe der Zeit schon rausbekomme. Ein befreundeter Landwirt gab mir den Tipp die Quecke-Zonen vor dem Winter mit dem Grubber "auszuheben". Ein großer Teil der Wurzeln soll(t)e dann erfrieren ... leider kam der Tipp zu spät ... :/ jetzt bei 5cm Schneeauflage und Bodenfrost brauch ich da nicht mehr anfangen.

      Aber zurück zur eigentlichen Frage: Welche Sämaschine bzw. -technik ist denn sinnvoll?
      Pneumatischer Streuer (APV, o.ä.) fällt aus Kostengründen definitiv raus.
      Bleibt also die gute alte Drillmaschine, oder ein Saataufsatz für meine Umkehrfräse.

      Drillmaschine: Gäbs gebraucht teils schon unter 500,- (z.B. so eine gute alte Isaria), allerdings bekommt man kaum eine unter 2m Breite. 3m hat der Blühstreifen (OK. so ists jedenfalls geplant...), also muss ich die Säbreite mit den Schiebern verkleinern und fahr mir damit beim zweiten Streifen teilweise durchs frisch angesäte Saatgut. Ob das sinnvoll ist? Ein weiterer (wenn auch kleiner) Nachteil ist die streifenweise Ausbringung des Saatguts.

      Saataufsatz für die Umkehrfräse:
      Kostet mich runde 1500,- evtl. mit Glück ein paar "Hunnis" weniger. Vorteil: Arbeitsbreite wäre ca. 1,6m, womit sich die 3m Blühstreifen "sauber" in zwei Durchgängen bearbeiten liesen. Das Saatgut wird über die 1,6m Breite gleichmäßiger verteilt als beim Drillen. Uuund. Nicht zu vergessen: Fräsen, Säen, Anwalzen (Gitterwalze) ist damit in einem Aufwasch erledigt. Nachteil: Immer nur in Kombination mit der Fräse einsetzbar. Ausser ich bau mir einen Rahmen, Adapter oder was weiß ich, um den Saataufsatz mit zugehöriger Gitterwalze auch ohne Fräse an den Traktor ankuppeln und damit solo nutzen zu können. Wäre doch ein interessantes Bastelprojekt...

      Puh ... das Ganze wird noch eine schwere Entscheidung. Wobei. So eine gute alte Sämaschine weckt nostalgische Erinnerungen, nämlich als ich als junges Bürschlein noch hinten drauf stand und das Saatgut im Kasten verteilte und "gut aufpassen" musste das da ja nix verstopft. Tja... "Das" waren noch Zeiten ... ^^
      Der Fräsaufsatz wäre halt eher was "modernes" und "up to date"...

      Achja: Welche Mischung wird es denn?
      Bekomme nächste Woche "vom Amt" eine Liste empfohlener Mischungen für den Blühstreifen. Dann sehn wir ja was da so alles drin ist. Bei Interesse geb ich euch Bescheid wenn ich sie habe...
      Servus aus Bayern,
      Peter