Tankanzeige nachrüsten

    • Tankanzeige nachrüsten

      Hi!
      Mein LaMa Techniker sagt, bei meinem D50.1S lässt sich keine Tankanzeige realisieren, weil dafür ein anderer Tank benötigt würde.
      Jetzt ist meine Frage, ob ich das selbst hinbekomme.
      Was müsste ich denn für einen Tank kaufen? Ist dieser hier richtig? ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeig…tank/1578628813-276-18473
      Dank euch :P
    • Servus Micha,

      für eine Füllstandsanzeige muss in den Tank ein Füllstandsgeber eingebaut werden. In den mir bekannten Fällen haben die Tanks dazu an der Oberseite eine zweite Öffnung zusätzlich zu der normalen Befüllöffnung.
      Der Tank im Link hat das offenbar nicht.
      Wenn er aber von der Form her passt (das können andere User besser beurteilen als ich) könntest du ihn trotzdem kaufen und versuchen eine entsprechende Öffnung nachträglich ein zu bauen.
      Wenn ich mich nicht täusche hat das jemand vor gar nicht all zu langer Zeit sogar hier im Forum beschrieben.
      Vor dem Anlegen einer neuen Öffnung sollte aber ein passender Füllstandsgeber und ein dazu passendes Anschlussteil besorgt werden. Die meisten mir bekannten Geber haben einen Bajonettverschluß, es gibt aber mit Sicherheit auch andere Befestigungsvarianten (geschraubt, gebördelt, ge-was-weiß-wast).

      Grüße vom
      Reini
      Bevor i mi d'rüber aufreg', is's ma liaba Wurscht.
    • Moin,

      de.wikibooks.org/wiki/Traktorenlexikon:_Deutz_D_5505

      Der ab Oktober 1965 gefertigte D 5505 löste den D 50 S und den F3L 514/7 als Schlepper in der 50 PS-Leistungsklasse ab. Trotz seiner vergleichsweise kurzen Bauzeit verkaufte er sich sehr gut, da Mitte der 60er Jahre der Bedarf an stärkeren Traktoren angestiegen war. Er behielt das ZF-Getriebe und war, bis auf den Motor, baugleich mit seinem Vorgänger.

      d.h. der 5505 ist quasi der gleiche Schlepper wie der D50.1S, damit wohl den gleichen Tank. Und ja, beide ohne Tankanzeige.

      Gruß,

      Josef
    • Hallo Micha,

      von Deutz gab es die Tankanzeige in Schleppern erst ab der 06er Serie.
      Du wirst also keinen Tank finden, in dem der Stutzen für den Einbau des Tankgebers serienmäßig eingebaut ist.

      Aber was ich mich frage ist:
      Wofür braucht man das?

      Der Tankstutzen ist groß genug und gut erreich- und einsehbar.
      Vor der Fahrt ein kurzer Blick, und du weißt was Sache ist.

      Wenn du es noch genauer wissen willst, hilft dieser universelle Anzeiger:



      Gruß Martin

      Post was edited 2 times, last by Oberwesterwälder ().

    • Moin,

      viel anders war das damals am Claas Matador Gigant / Senator auch nicht. Irgendwo im unteren Bereich des Tanks ein Winkel, der ging in einen durchsichtigen Schlauch, im oberen Bereich dann wieder ein Winkel in den Tank. Aber richtig, das war nicht am Bodenventil sondern mit eigenen Anschlüssen.

      Gruß,

      Josef
    • Hi Martin,
      also ich habe eine Tankuhr nachgerüstet, weil es bequemer ist.
      Dadurch, daß ich den Trecker verschieden lange nutze und verschieden lang dazwischen stehen lasse, verliere ich das Gespür dafür, wieviel Diesel verbraucht wurde. Und ich setze den Deutz auch so verschieden ein, daß der Verbrauch vermutlich pro Stunde dasselbe ist. DA ich andererseits nicht so besonders viele Stunden damit mache, bekomme ich auch wiederum dafür kein Gespür.
      Jetzt vor jeder Fahrt den Holzstab zu nehmen, ist mir zu umständlich. Außerdem, der Stab liegt dann zuhause. Liegt im Carport rum, zieht Staub an .. achja, wo ist denn der saubere Lappen, also nochmal rumlaufen und einen holen ..). Kleinigkeiten. Und sowieso, einmal hab ich ihn trockengefahren. Natürlich in Regenwetter. Zum Glück war es nicht ewig weit weg von zuhause. Trotzdem ein Fußmarsch, auf den ich nicht scharf war.
      Und nun ist das kleine Instrument da, und alles ist einfach. Zwar war es Arbeit, einen Tank neu zu kanten und schweißen, aber wenn ich sowas nur einmal machen muss, bedeutet das noch Spaß statt Arbeit. Das wollte ich ja sowieso machen. Das tut nun eigentlich nichts zum Thema. Ich schreibe es dazu, weil dadurch klar ist, daß eine Vorsehung für einen Tankgeber locker zu realisieren war.

      Sag mal, hattest Du nicht schonmal letztens hier dazu gefragt im Forum ? Oder war´s wer anderes ? Egal. Alles ist möglich. Und auch, oben auf den Tank einen Flansch anzubringen, auf den man einen Tankgeber schrauben kann. Ich würde einen vielleicht 8mm dicken Metallring in passendem (dabei reichlich großzügig gewähltem Außen-) Durchmesser nehmen, dem Tank oben ein Loch verpassen, den Ring etwas tief (maximal oberflächenbündig) einschweißen (logisch, daß der Diesel erst gründlich raus muss, dazu steht im Netz genug) und dann ist es praktisch schon fertig. Wo ist Problem :)
      Ein Steigrohr ist doch unpraktisch, weil der Tank innen im Karosserieteil liegt.
      Am besten ist ein Tauchrohrgeber, finde ich. Guck da: VDO Klick . In den Daten steht bestimmt, wie weit der nach oben aufträgt. Viel ist das nicht.
    • Oberwesterwälder wrote:

      von Deutz gab es die Tankanzeige in Schleppern erst ab der 06er Serie.
      Du wirst also keinen Tank finden, in dem der Stutzen für den Einbau des Tankgebers serienmäßig eingebaut ist.
      Ich glaube, damit bin ich raus. Bin kein Schrauber und dieses würde nichts werden. Ich kenne mich. Ich mache dann so viel rum und so viel kaputt, dass der Spaß aufhört.
      Danke für alle Mitschreiber und -leser ;)
    • Hallo Micha,

      ich mache es bei meinem D30 seit Jahren auch mit der "reinguck-Methode", und spätestens wenn der Filter schon fast ausm Diesel ragt wird nachgetankt. Da man ja sowieso auch täglich den Ölstand prüfen soll, ist es kein Mehraufwand, auch ehm den Tankdeckel abzunehmen.
      Bei meinem Johny war der Geber kaputt, die Tanköffnung klein (man sieht nix) und mit nem Stock arbeiten war mir zu fummelig (Gründe hat Hendrik gut beschrieben). Wär der Tank ähnlich gut einsehbar, wie die vom Deutz, dann hätt ich mir den neuen Geber wahrscheinlich erstmal gespart (und einmal Trockenfahren mit aufwendigem Entlüften auch). Bei Nachbars 6806, den ich auch öfters nutze, spinnt die Anzeige auch, aber da kann man prima in den Tank gucken, weshalb er die noch nicht repariert hat.

      Was ich damit sagen will: Bei Deutz-Tanks aus der Zeit braucht man keine Anzeige, ist eher ein "nice-to-have".
      Gruß
      Henning
      ___________________________
      Hier geht's zu meinem Schlepper
    • Eigentlich schade, dass die ganzen alten Schlepper ohne Tankanzeige keinen Reservehahn haben. Wenn dann der Motor anfängt und will stehenbleiben könnte man auf Reserve schalten. Spätestens dann sollte man die nächste Tankstelle aufsuchen oder den mitgenommenen Kraftstoff nachfüllen.

      MfG Werner
    • Moin,
      wenn der Dieselmotor keinen Kraftstoff mehr bekommt ist mindestens das Kraftstofffiltergiltergehäuse und ein Großteil der Leitungen leer. Gefördert wird ja durch die Einspritzpumpe, alles davor wird also (unbemerkt) leergenuckelt. Und das entlüftet sich nicht so schnell, währenddessen der Motor den letzten Schluck Diesel eingespritzt bekommt.
      Das mit dem Reservehahn funktioniert halt bei Benzinern viel besser. Da merkt man wenn der Kraftstoffstand im Vergaser absinkt und der Motor anders läuft. Schnell auf Reserve umgeschaltet und es steht wieder Kraftstoff-"Druck" zur Verfügung um in den Vergaser zu fließen. Luft im System stört hier meistens nicht da die Schwimmerkammern eine Ent- / Belüftung haben.

      Am Diesel hab ich auch noch keinen Reservehahn zu Gesicht bekommen...

      Bei einigen Treckern gibt es solche Reserveschalter. Das ist ein elektrisches Bauteil (fragt mich nicht mehr wie das funktionierte) welches eine Lampe im Armaturenbrett einschaltet wenn es nicht mehr komplett im Diesel, sondern teilweise von Luft umgeben wird.
      Sinkt der Kraftstoffstand also zu weit ab geht eine Lampe an und man sollte bald nachtanken. Unser Porsche (Bj. 1959) und unser Güldner G40 (Bj. 1964) haben sowas z.B. verbaut.

      Gruß
      Henrik

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