Bügelfrei?

    • Das ist ein bestes Beispiel davon, wofür sich die BG sowas damals ausgedacht hat.
      Ich habe mal ein Video von Porsche gesehen da wurde das mit Dummis bildlich dargestellt, das war schon kriminell.

      Danke fürs einstellen
      Gruß Sebastian

      Deutz luftgekühlt, da Luft weder gefrieren noch kochen kann!
    • Hallo Werner,

      wenn die BG dafür zuständig wäre, würde sie das gewiss auch tun. So weit ich weiß kontrolliert die BG land- und forstwirtschaftliche Betriebe aber nicht jeden einzelnen mit schwarzem Kennzeichen zugelassenen Schlepper.
      Gruß
      Kurt

      "Bei 99% aller Probleme ist die umfassende Beschreibung des Problems bereits mehr als die Hälfte der Lösung desselben."
    • Moin,
      die Beiden haben alle Schutzengel gehabt, das ist echt unvorstellbar.
      Die BG kann ja nur Traktoren der Mitglieder kontrollieren, sie ist ja bei Nichtmitgliedern auch nicht schadensersatzpflichtig. Man muß sich immer vor Augen halten, das die BG eine Zwangsversicherung ist, aber eben eine Versicherung, die gewissen Bedingungen vorschreibt. Meine Haftpflicht kann ja auch meinem Nachbarn keine Vorschriften machen!
      Gruß
      Frank
    • Hallo zusammen.
      Mal davon abgesehen, dass ich gar nicht auf die Idee kommen würde ohne Bügel zu fahren und auch keine Gründe dafür kenne, hängt das wirklich an der Nummernschildfarbe?
      Ich bin ja auch BG-Mitglied, wenn ich ein paar Streuobstwiesen habe. Eine grüne Nummer hab ich aber erstmal nicht bekommen, wegen weil zu wenig Flächen.
      BG-Beitrag muss aber trotzdem gezahlt werden.
      Oder könnte ich dann theoretisch auch ohne Bügel rumfahren?

      Gruß

      Tobi
      Viele Grüße

      Tobi
    • GueldnerToledo wrote:

      Bei schwarzem Kennzeichen brauchst Du rein Versicherungstechnisch definitiv keinen Umsturzbügel.
      Hallo Werner,

      ich glaube das ist nicht korrekt. Es hängt meines Erachtens nicht von der Farbe des Kennzeichens ab, sondern ob man BG-Mitglied ist. Grün/steuerbefreit heißt ja NUR zum LOF Zweck. Wenn ich ihn aber nur teilweise LOF nutze, bekomme ich ein schwarzes Kennzeichen, bin aber dennoch an die Vorschriften der BG gebunden, also mit Bügel.
      Selbst habe ich einige Schlepper ohne Bügel, war noch nie einer dran und stehen nur rum, aber alles was ich angemeldet habe und im Einsatz sind, haben ein mit Bauernreck.

      Grüße Christoph
      Gewonnen und verloren wird zwischen den Ohren...
    • Oh Gott, da bleibt einem ja das Herz stehen, ein Glück ging die Sache glimpflich aus!
      Wie sieht die Sache aus wenn man ein Verdeck drauf hat? Da ist ja nichts mehr mit abspringen. Habe mein Verdeck grade neu gemacht, aber wenn man sowas sieht wäre es wohl schlauer es wieder ab zu bauen.
      Gruß Alex
    • Die Bügel sind nicht umsonst eingeführt worden, damals in den 70ern.
      Ich denke mit Verdeck ist es evt. sogar sicherer, da wird man vielleicht nicht vom Schutzbereich des Bügels weggeschleudert.
      Mit dem Verseck das ist schwer zu sagen, wollen wir hoffen das es keiner Erfahren muss.

      Gruß Norbert
    • Moin.

      Problem bei einem umstürzenden Schlepper (Standardschlepper wie der D30(?) aus dem Video) ist daß die sich durch den Schwung vom Umstürzen gerne auf den Kopf legen. Schmalspur Schlepper fallen eigentlich nur auf die Seite. Irgendwer hatte hier mal eine wissenschaftliche Arbeit dazu angehängt (eine Frage mit dem Kippwinkel eines Schleppers?). Das hängt vom Schwerpunkt und der Spurbreite ab.

      Beim Mähdrescher ist es so daß die sich durch die Höhe der Maschine nur auf die Seite legen. Ich kenne einige Bilder von umgekippten Mähdreschern aber keins wo der auf dem Kopf liegt.

      D.h. da keine Probleme mit unter Mähdreschern eingeklemmten Fahrern auftraten aber diverse mit Schleppern wurde der Überrollbügel auch nur für Schlepper Pflicht.

      Gruß,
      Josef
    • das schwarze Kennzeichen ist nur steuerrechtlich relevant. Grüne Nummer bekommt man nur als aktiver Landwirt.
      Die bg hat andere Grenzen von der Versicherungspflicht her.
      D.h. Verwendet der Hobbygärtner seinen mit schwarzem Kennzeichen zugelassenen Oldtimer für Arbeit der Land und Forstwirtschaft, d.h.in der die bg Zahlungspflichtig würde, besteht hier auch die Pflicht die Vorschriften der lbg einzuhalten. Also Umsturzbügel wäre Pflicht.
    • Also ich kenne selber einige Schlepperbesitzer die keine Landwirtschaft betreiben aber dennoch ein grünes Kennzeichen am Schlepper haben.

      Für den Fall das man mit einem Schlepper mit schwarzem Kennzeichen ohne Umsturzbügel aber mit Anbaugerät einen Unfall hat und einen anderen Verkehrsteilnehmer schädigt, zahlt doch aber trotzdem die normale Haftpflichtversicherung. Wenn man mit einem schwarzen Kennzeichen ohne Umsturzbügel aber mit Anbaugerät auf seinem eigenen Grundstück einen Unfall hat, ohne Beteiligung Anderer, übernimmt aber dennoch die eigene Krankenversicherung die Kosten.

      Was hat da die BG mitzureden?

      MfG Werner
    • Das es im realen Leben Beispiele gibt, die nicht den Regeln entsprechen ist ja immer so. Soll ja auch Leute geben, die sich auf Youtube mit einem Gespann mit grüner Nummer und zwei Anhängern beim privaten Holzmachen dokumentieren.

      Meines Wissens nach kann dir die Krankenversicherung gewisse Leistungen abrechnen, was dann von der BG übernommen wird (bzw. das wird direkt mit der BG abgerechnet). Was über die BG auf jeden Fall geht, sind Zahlungen über die Leistungen der Krankenversicherung hinaus (z.b. bei langer Krankheitsdauer), Pflegegeld usw. Davon wirst du natürlich wenig sehen, wenn die entsprechenden Maßnahmen wie der Überrollbügel fehlen.
      Theoretisch kann die BG jederzeit bei jedem Betrieb unangekündigte Kontrollen machen, wo es möglicherweise für mutwillig herbeigeführte Gefahrenquellen wie demontierten Bügeln Bussgelder verhängen können. Praktisch wird das Thema unproblematisch sein, bis halt was passiert.

      Stay safe,
      Clemens
    • Hallo,

      GueldnerToledo wrote:

      ......
      Was hat da die BG mitzureden?

      MfG Werner
      Da es "die BG" nicht gib, sondern mehrere Berufsgenossenschaften für verschiedene Bereiche,
      denke ich, dass es hier um die:
      SVLFG Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
      geht,
      zu der die Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften seit einigen Jahren ( 2013?) gehören.

      Und die hat immer dann was mitzureden, wenn sie (die SVLFG) bei den ausgeführten Tätigkeiten im Falle eines Unfalls zahlungspflichtig würde.
      Dabei ist es völlig egal, ob am eingesetzten Arbeitsgerät ein grünes, rotes, schwarzes, gelbes oder gar kein Nummernschild zu finden ist.
      Also auch dann, wenn der Oldtimerbesitzer mit seinem Deutz Bj. 1962 mit schwarzem Kennzeichen einem Landwirt bei der Heuernte hilft oder ein Wasserfass zur Viehweide fährt.

      Der TÜV (oder Dekra, GTÜ, KÜS usw.) hat immer dann was mitzureden, wenn es um die STVZO geht.
      Und da gibt es keine Pflicht für Umsturzbügel an alten Schleppern,
      die seinerzeit ohne Umsturzbügel mit gültiger Betriebserlaubnis ausgeliefert wurden.
      Egal welche Farbe das Nummernschild hat.
      Im Gegensatz zu z.B. dem Blinker und Warnblinker, für den es eine "Nachrüstpflicht" gab und gibt.

      Und die Polizei interessiert z.B. ob der Anhänger, auf dem das oben angesprochene Wasserfass montiert ist, zugelassen ist oder nicht.
      Fährt eben jener Oldtimerfreund das Wasserfass zur Viehweide, im Auftrag des Landwirts, braucht der Anhänger bis 25Km/h keine Zulassung.
      Möchte er damit jedoch das Planschbecken für seine Kinder / Enkelkinder mit dem Wasser füllen und befährt dabei öffentliche Straßen,
      so braucht der Anhänger eine Zulassung.
      Die SVLFG jedoch wird an diesem Anhänger interessieren, ob Ihre Vorschriften bezüglich Anhänger eingehalten werden,
      wie z.B. die Höhenarretierung der Deichsel bei Drehschemelanhängern, Aufstieg zur Ladefläche usw.
      Und zwar unabhängig davon, ob der Landwirt selbst mit seinem Schlepper, oder jener Oldtimerfreund.....
      Das Nummernschild ist denen in diesem Fall egal.

      GueldnerToledo wrote:

      Also ich kenne selber einige Schlepperbesitzer die keine Landwirtschaft betreiben aber dennoch ein grünes Kennzeichen am Schlepper haben.
      Ja, die kennt wohl jeder.
      Wer ein grünes Kennzeichen und damit eine Steuerbefreiung erhält, darüber entscheiden letztlich die Finanzbehörden.
      Auch dazu gibt es Vorschriften und Gesetze.
      Die meisten der "alten" Schlepper, die nicht in Land- oder forstwirtschaftlichen Betrieben eingesetzt werden,
      wurden zum Zeitpunkt der Zulassung sehrwohl in der Landwirtschaft eingesetzt.
      Und die Fahrzeughalter kommen Ihrer Pflicht nicht nach, den Wegfall der Gründe für die Steuerbefreiung
      den zuständigen Behörden anzuzeigen.

      https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Steuern/Verkehrsteuern/Kraftfahrzeugsteuer/Steuerverguenstigung/Land-Forstwirtschaft/land-forstwirtschaft_node.html wrote:

      Den Wegfall der Voraussetzungen für die Steuervergünstigung hat die bzw. der Steuerpflichtige unverzüglich dem für sie bzw. ihn zuständigen Hauptzollamt schriftlich anzuzeigen, § 7 Abs. 2 KraftStDV.
      Aber ob und wie viele Steuern er hinterzieht muss jeder mit sich selbst und seinem Gewissen ausmachen.

      Nur hat das keinerlei Einfluss darauf, ob man einen Umsturzbügel an seinem Schlepper montieren muss, oder nicht.

      Gruß Martin
      D6006 Bj. 1974 :love: Wer braucht schon 6 Zylinder?

      Wer im Westerwald kaan Bulldog hot, de werd im Dorf ned ernst genomme!

      "Free as in free speech, not as in free beer"
      Richard Stallman

      Post was edited 1 time, last by Oberwesterwälder ().

    • sehr gut ausgeführt @Oberwesterwälder, ich hoffe, damit hat es nun jeder der nicht aus der Landwirtschaft kommt, verstanden.

      Die grünen Nummern aus ehemaliger Landwirtschaft verschwinden aber auch von alleine Stück für Stück. Denn bei ummelden weil der altbesitzer verstorben oder neu zulassen, bekommt der keine grüne Nummer mehr
    • Das gilt dann aber nur für BG- Mitglieder? Wenn man als Privatmann beim arbeiten auf einem Acker einen Unfall hat mit einem Schlepper ohne Umsturzbügel, kann die BG ja nicht zuständig sein, weil man nicht in einer BG ist...?

      Oder muss man BG- Mitglied werden, um auf einem Acker überhaupt arbeiten zu dürfen?

      Wenn man einem BG- Mitglied auf dessen Acker hilft mit einem Schlepper ohne Umsturzbügel und es passiert etwas, wer ist dann der Gelackmeierte? Derjenige auf dessen Acker man geholfen hat oder Derjenige mit dem Schlepper ohne Umsturzbügel?

      Aber ich denke es ist nicht strafbar ohne Bügel zu fahren, obwohl man BG- Mitglied ist? Man darf dann halt nur keine Schadenersatzansprüche an die BG stellen...

      Die rechtliche Lage in Deutschland mit ihren unzähligen sinnvollen und weniger sinnvollen Versicherungen machen die Analyse bei so etwas nicht unbedingt einfach.

      MfG Werner