F3L912: Heftige Inkontinenz

    • F3L912: Heftige Inkontinenz

      Hallo erfahrene Wissensträger,
      dass mein Kramer KL450 schon seit Jahren hin und wieder mit schwarzen Tröpfchen sein Revier markiert, hat mich nicht weiter gestört. Leider wurde aus Tropfen plötzlich eine Pfütze.
      Hüllrohrdichtungen und KW-Wedi sind fällig, soweit, so klar. Was mich stutzig macht: Die Kühlrippen aller drei Zylinder sind völlig eingesaut, während die Köpfe relativ sauber sind.
      Auch das Gebläsegehäuse und das Spiralrohr samt Anschlüssen sind trocken.
      Meine Frage: Kann es sein, dass sich der Ölnebel aus den Hüllrohren gegen den Kühlluftstrom über die Zylinder verteilt? (Unlogisch, aber die Wege des Ölnebels sind ja bekanntlich manchmal sonderbar.) Das abgeschleuderte Öl von der Riemenscheibe würde ja nur den 3. Zylinder treffen. Muss ich die Zylinderfuß- und Kopfdichtungen erneuern oder besteht die Chance, dass mir dieser bittere Weg erspart bleibt.
      Noch eine Frage: Das Rohr der Kurbelgehäuseentlüftung ist auffällig trocken. Ist da irgendwo ein Rückschlagventil verbaut, was möglicherweise festgegammelt ist und zu einer Druckerhöhung im Kurbelraum geführt haben könnte?
      Ich flehe um Hilfe und danke schon mal für eure hilfreichen Antworten.
      Herzliche Grüße aus der Pfalz
      Anton
    • Danke, Michael, für die Antwort. Ja, im Bereich der Kühlluftzuführung, Ölkühler, Luftleitbleche ist alles trocken. Bisher habe ich nur alle Bleche, Ölkühler, Krümmer und Einspritzleitungen abgebaut. Ich scheue mich noch, die Köpfe abzunehmen und die Zylinder zu ziehen, weil der Motor einwandfei läuft und durch zerlegen und wieder zusammenbauen wahrscheinlich nicht besser wird. Never touch a running system. Am liebsten wäre mir die Lösung: Hüllrohre abdichten, Wedi wechseln und gut ist. Zum Glück hab ich's nicht eilig. Ich warte noch ein bisschen auf neue Erkenntnisse, Einsichten, Ratschläge.

      Herzliche Grüße aus der Pfalz
      Anton