Kraftheber bleibt oben

    • D 30/D 30 S

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    • Kraftheber bleibt oben

      Hallo Leute, nun habe ich das schon oft gelesene Problem mit dem Kraftheber am Deutz D30 s auch.
      Ich habe das Regelventil überholen lassen, eingebaut und Ackerschiene ausgehoben. Die will nicht wieder runter, nur widerwillig, wenn ich mich daraufstelle. Zur Probe hab ich schon den Hydraulikölfilterbausgebaut -keine Veränderung. Habe dann die Verschraubung von der Senkdrossel locker geschraubt, da kommt mit viel Bumms das Öl raus, als wäre Restdruck drauf. Hat jemand einen Tipp oder schon das gleiche Problem gehabt?
      Das Regelventil ist ein Hy/Sr 10 von der Transfermatik. Ich werde morgen auch noch mal Knoll-Hydraulik befragen, mach mir da aber wenig Hoffnung.

      Danke schon mal

      Post was edited 1 time, last by Onkel Holger ().

    • Moin,

      Widerstand merkst du erst, wenn du die Senkdrossel bei Absenken eines Geräts geschlossen hast und dann versuchst die zu öffnen. Das ist normal.

      Besteht eine zwingende Notwendigkeit bei dir für das HL46 Öl (JD Schlepper mit nassen Bremsen auf dem Hof)? Ansonsten würde ich auf 10W40 wechseln.

      MfG Kai
    • Hallo Kai,
      Notwendigkeit besteht nicht, habe nur durch andere Fahrzeuge reichlich Hy-Öl da. Widerstand merke ich an der Senkdrossel nicht wirklich, höchstens den durch den Dichtring.
      Habe mit Knoll-Hydraulik Kontakt gehabt, ich sende das Ventil nochmal hin. Ich glaube so dünn kann Öl gar nicht sein, dass die Hydraulik freiwillig runtergeht.
      Ich lass nochmal die Pumpe gegen das DBV arbeiten, um bischen Temperatur zu bekommen, dann sollt zumindest eine Tendenz zu erkennen sein.
      Wenn ich den Kerbstift ziehe, kann ich dann den Hebel drumherum drehen? Vielleicht ist das Ding falsch herum drin und ist immer zu.
      Nervt irgenwie.
    • Danke Kai für deine Mühe, ich habe das Öl auf Temperatur gebracht und die Drossel drumherum gedreht, alles nur mit mäßigem Erfolg (man könnte sich einbilden dass die Sinkgeschwindigkeit etwas höher ist, aber insgesamt nicht brauchbar, da beim Anhängen von Zusatzgeräten doch mal hoch und runter gestellt werden muss.)

      Ich habe verschiedenste Experimente mit der Hydraulik gemacht -Lage- Kraftregelunsgestänge ab, dann einzeln probiert, da ich vermutete, dass die Schieberstellungen im Ventil jetzt etwas anders sind als vorher und die Gestängelängen nicht mehr passen und sich evtl. behindern. Auch ohne Gestänge probiert und und und.
      Ich schicke das Ventile nochmal zurück, die Drossel kann nicht i.o. sein.
      Falls phänominale Erkenntnisse ans Tageslicht kommen schreib ich das hier, vielleicht hilft es dem ein oder andern bei ähnlichen Problemen.

      Danke dir und vorab einschönes Wochenende!
    • Moin Holger,

      weißt du ob die Hydraulik Spezis eine Grundeinstellung für den Exzenter am Senkventil vorgenommen haben?

      Das könntest du nämlich noch versuchen:
      1. Motor abstellen und Hydraulik senken (bei Bedarf auf die Ackerschiene stellen)
      2. Eimer unter dem Steuergerät befestigen
      3. Verschlusschraube (M30x1,5) oben auf dem Steuergerät herausdrehen.
      4. VORSICHTIG! Federhülse hintem am Steuergerät losen und herausdrehen. Die Feder wird dir entgegen kommen!
      5. Mittels Imbusschlüssel und gekröpftem Ringschlüssel Schraube und Kontermutter lösen (hier in der Mitte vom Bild, tatsächlich jedoch direkt hinter der Feder)
      6. Mittels Schraubendreher den Exzenterstift von oben wenige Graf in Richtung Senkventil (Richtung Motor) drehen.
      7. In umgekehrter Reihenfolge alles wieder montieren. Die Federhülse zunächst ohne Feder einschrauben, um den Beginn des Gewindes festzustellen und über einen Strich an Gehäuse und Hülse markieren. Dies erleichtert den Einbau.

      Falls das Steuergerät nun in angehobenem Zustand ständig nachregelt, war die Verdrehung zu Weit und das Senkventil ist durchgehend offen.

      MfG Kai
    • Hallo Kai,
      ich glaube am Senkventil wurde gar nichts gemacht, der O-Ring 5x2 sieht eher aus wie eine konische Manschette (also abgeschliffen) und der Spannstift war garantiert auch nicht draußen. Wenn der aber drin ist, lässt sich die Verschraubung samt Senkventil nicht lösen, da das Eckmaß des Sechskant nicht am Stift vorbei kommt.
      Deine Anleitung ist für mich Gold wert.
      Als erstes schicke ich das Ventil nochmal hin, für viel Geld verlange ich auch ordentliche Arbeit.
      Wenn keine Verbesserung da ist, mache ich das garantiert, wie Du mir geschrieben hast.

      Also Danke Dir!

      Muss ich ggf. neues Thema aufmachen oder lass ich das hier auf um weiter zur Problematik schreiben zu können?
    • Moin Holger,

      hier kannst du einfach drauf antworten.

      Das Senkventil hat einen O-Ring mit der Größe 5x1,5.
      Das was du meinst ist die Senkdrossel. Diese ist dem Senkventil vorgeschaltet. Diese hat meines Erachtens, wenn sie offen steht, keinen Einfluss auf das Senken.

      MfG Kai
    • Hallo Kai,
      Das schlechte Wetter hat mit heute Freizeit verschafft, habe nach deiner Anleitung den Exzenter mehrmals weiter gedreht,
      Bin jetzt bei ca. 10 Grad.
      Auf das Senkverhalten hat es keinerlei Auswirkungen gehabt, schade, das wäre ein Erfolgserlebnis gewesen!
      Ich melde mich wieder
      Grüße Holger
    • Hallo Kai,

      nun ist mein Regelventil wieder zurück, eingebaut und sieht da die Hydraulik hebt und senkt wieder.
      Was genau los war werde ich wohl nie erfahren, da der Informationsfluss sehr zurückhaltend war.
      Vom Gefühl her würde ich meinen, dass der Hebel für die Lageregelung jetzt deutlich straffer geht, ließ sich gefühlt schwerer mit dem Gestänge einhängen als vorher.
      ...Leider keine fundamentalen Erkenntnisse für alle anderen Leser.

      Ich danke Dir und bis zum nächsten Mal
      Grüße Holger
    • Hallo Leute,

      die Instandsetzung war nötig, weil das Regelventil und das Zusatzsteuerventil vom Mähbalkenaushub ziemlich gesaut haben, und sich das Öl schön über und in der der Getriebbremse verteilt hat. Gehoben hat der Kraftheber noch richtig, sackte aber immer ab und kannte fast nur ganz oben oder ganz unten. Gleiches am Mähbalkenaushub. Eingeschickt habe ich es, weil ich mir den Luxus gegönnt habe, das Ventil nicht selbst zerlegen zu müssen. Studiert habe ich die Instandsetzungsanleitungen alle intensiv, auch Fehler und Ursachen und Fehlerbehebungen etc. sowie Zeichnungen. Was ich immer noch nicht weiß ist, ob normale O-Ringe verbaut sind oder "Spezial", da gibt es z.T. schauerliche Theorien. Standard O-Ringe machen es eigentlich. Aber: ich hatte in einer Industriesonderanlage auch schon zwei, immer wieder undicht werdende Hydraulikpumpen, wo es vom Hersteller keine schlüssige Erklärung gab. (Kunde beschwert sich dann)

      Mein Ziel ist es, den Traktor wieder durch eine Vollabnahme zu bringen, und außerdem störte mich der ständige Ölfilm auf der rechten Seite. Zu schrauben hab ich am Schlepper noch genug und im Normalfall wäre die ganze Sache in nur 3 Tagen erledigt gewesen. Den Traktor brauche ich für Heuernte und im Winter zum Holzen. (Hänger ziehen und Häcksler antreiben, also nie richtig viel Zeit dazwischen um eine Komplettzerlegung machen zu können, aber auch Respekt, dass mal ein Teil entgegengesprungen kommt, wo du nicht weißt, wo es her kam.

      Wenn neben den Dichtungen auch noch Federn ausgetauscht werden müssen wird es dann eh schwierig, schnell passenden Ersatz zu bekommen.

      Wen es interessiert, die Instandsetzung, was auch immer nun gemacht wurde, hat für beide Ventile zusammen 1000,-Euronen inclusive 19% Märchensteuer gekostet, ich habe da keine Geheimnisse. (man verbrennt soviel Geld jeden tag), aber klar tut's weh.

      Grüße Holger