Schlepperhistorie meines D30

    • Schlepperhistorie meines D30

      Hallo Zusammen,

      ich Versuche Gerade etwas Licht ins Dunkel der Geschichte meines D30 zubringen.
      Die Schlepper-Nr. ist: 7478/1850
      Erstzulassung 01.03.1962
      Leider ist der Originale Fahrzeugbrief verloren gegangen, bzw. laut Aussage des Vorbesitzers gab es keinen da die Schlepper nur mit BE ausgeliefert worden.
      Ich bin aber der Meinung das alle Schlepper dieser Baujahre mit einem Brief ausgeliefert worden.

      Im Letzten Brief ist vermerkt, dass eine neu Ausstellung des Fahrzeugbriefs im August 1991 in Zell (Mosel) erfolgt ist.
      Die Jahre ab 1991 kann ich lückenlos nachvollziehen.
      Gibt es eine Möglichkeit mehr über die Jahre davor zu erfahren?

      Wann wurde der Schlepper gebaut? ggf. an wen wurde er ausgeliefert etc.
      Wisst ihr ob der TÜV zugriff auf die alten Gutachten hat und wenn ob er die Daten rausgibt?

      Vielen Dank schon mal für eure Unterstützung
    • Hallo,

      der TÜV oder andere Prüforganisationen können i.d.R. zumindest das letzte Gutachten als Zweitschrift herausgeben.
      Kann mir gut vorstellen dass auch ältere Prüfberichte gespeichert bleiben. Aber ob dir die jemand gibt bezweifle ich fast. Dank Datenschutz etc. wir das denke nicht möglich sein. Zudem werden die älteren Berichte sicher nicht Digital vorliegen.

      Beim Brief sieht es denke ähnlich aus. Bei der Ummeldung etc. werden aber zumindest hier in BW sämtliche Dokumente gescannt. Vor 91 wird das aber sicher anders gehandhabt werden.

      Bleibt dir also nur der Anruf bei der letzten Behörde ob hier Einsicht auf die Akten genommen werden darf.

      MfG
    • Fahrzeugbriefe gab es schon weit vorher, die sog. "Pappbriefe" liefen schon zumindest in den 50er Jahren, wie lange davor weiß ich nicht.
      Ab Januar 1955 wurden die "neuen" deutschen Kennzeichen (schwarze Schrift auf weißem Grund) ausgegeben, aber das änderte auch nichts an den Fahrzeugpapieren.
      Auslieferung ohne Brief im Geltungsbereich der deutschen (damaligen) StVZO (heute zusammen mit der FZV) ist Quatsch.

      Altbestände wurden aber meist nicht mehr digitalisiert, also stehen die Chancen wirklich schlecht.
      Wenn ein Fahrzeug lange genug abgmeldet war, wurde auch der komplette Datenbestand des Fahrzeuges beim Kraftfahrtbundesamt gelöscht

      Gruß, Uwe
    • ackerschiene wrote:

      Fahrzeugbriefe gab es schon weit vorher, die sog. "Pappbriefe" liefen schon zumindest in den 50er Jahren, wie lange davor weiß ich nicht.
      Auch in den 1930ern gab es die schon.

      ackerschiene wrote:


      Altbestände wurden aber meist nicht mehr digitalisiert, also stehen die Chancen wirklich schlecht.
      Wenn ein Fahrzeug lange genug abgmeldet war, wurde auch der komplette Datenbestand des Fahrzeuges beim Kraftfahrtbundesamt gelöscht
      Die Speicherzeit beträgt zehn Jahre.
    • Moin zusammen,

      nach den diversen Rückmeldungen habe ich mal erkundigt. Der TÜV hat aus der Zeit wohl keine Unterlagen mehr aus dieser Zeit und wenn dürfte er sie aus gründen des Datenschutz nicht rausgeben.
      Das Kraftfahrtbundeamt speichert nur die letzten Jahre/Besitzer und nicht die Komplette Historie, hierzu hätten ja auch tausende alte Unterlagen in Papierform digitalisiert werden müssen.
      Daher komme ich leider nicht weiter.
      Bleibt mir nur zu hoffen das ich von @Karel Vermoesen noch weitere Infos bzgl. der Herstellung bekommen kann.
    • Moin
      Könntest bei den Lamas in der Nähe um Zell nachhören,ob sie die Maschine kennen somit auch die Vorbesitzer.
      Auf Anhieb fällt mir
      Fa Buß in Pünderich
      Fa Mais in Reil
      Fa Georg in Enkirch
      aber D30 gab's da unten wie Sand am Meer.
      dürfte also nicht so leicht werden.
      gruss nobi
      Mit Windows arbeiten ist wie U Boot fahren!
      Kaum macht Mann ein Fenster auf gehen die Probleme los.
    • Habe gerade noch eine Idee um zumindest das Baujahr herauszufinden:

      Ist der Motor noch original? Falls ja, schau mal auf der Pumpenplatte über dem Öleinfüllstutzen. Soweit ich hier gelesen habe steht dort das Datum des Gusses der Platte, was durchaus Rückschlüsse auf das Baujahr des Motors und damit auch des Schleppers zulassen müsste, wenn ich richtig liege.
      Auch am Zylinderkopf auf der Seite zum Auspuff sind Zahlen eingegossen. Habe auch darüber gelesen, dass es das Datum des Gusses sei...
      Wenn es stimmt, wäre auch das ein Anhaltspunkt.

      Wäre gut, wenn das jemand bestätigen oder widerlegen könnte.
      LG

      Emanuel



      D30S-NFG, BJ 62 und F2L612/6-N, BJ 57
    • Natürlich kann man anhand der sog. "Gießuhr" das Bj. des entsprechenden Teiles ablesen, oft sogar unverschlüsselt.
      Auch am Getriebe, halt an allen gegossenen Teilen. Manchmal steht da ein Datum wie "11.04.55", manchmal auch die Kalenderwoche und Jahr wie etwa "26 53"
      Bei häufiger ersetzten Teilen wie einem Zylinderkopf würde ich da nach 50+x Jahren natürlich nicht mehr drauf wetten.
      Der TE in diesem Fall kennt das Baujahr seines Schleppers und hat einen Brief, er wollte nur gerne die Historie vor dem neuen Brief erforschen. Leider geht das heute nicht mehr so einfach, wir haben schließlich Digitalisierung ;)

      Gruß, Uwe

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