Holzsaison 2020

    • Servus miteinander,

      heute wurde ein Teil von dem Brennholz, dass ich 2018 gespalten habe ofenfertig zurechtgesägt.
      Natürlich mit der Zapfwellenkreissäge.

      Und nach etwa 1 3/4 Stunden haben die Kühlluft-Ansauggitter so ausgesehen:Der Staub war auch an der Luftansaugöffnung vom Luftfilter zu erkennen. Da er aber organisch ist, wird er, selbst wenn er nicht 100 %ig rausgefiltert wird, wohl keinen Schaden im Motor anrichten.

      Die Späne würden sogar eventuelle Ölflecken gleich während der Arbeit wieder aufsaugen :saint:


      Der Winter kann also kommen.


      Grüße vom
      Reini
      Bevor i mi d'rüber aufreg', is's ma liaba Wurscht.
    • Guten Abend ihr Holzwürmer!

      Ich habe auch mal wieder was zum zeigen. Etliche tote Fichten über Naturverjüngung hab ich letzte Woche gemacht und bei Seite geräumt.


      Der Deutz konnte sich förmlich ausruhen, musste nur immer mal einen Baum umschieben, wenn die Keile nicht gewirkt haben.
      Die Verjüngung hab ich anschließend wieder unter dem Reißig ausgegraben. Insgesamt sind es knappe 70fm Abschnitte in 4,10 und 5,10 Meter Länge geworden.

      Ich rechne allerdings im zeitigen Frühjahr an selber Stelle nochmal mit rund 30fm Schadholz, was jetzt nicht unbedingt stört, da diese Viecher erstmal witterungsbedingt pausieren.

      Ich hoffe, dass das Wetter durchwachsen bleibt, damit die Kalamität wieder abnimmt. Hätte für nächstes Jahr eine Großbaustelle frisches Fichtenstammholz (Bestand ca. 140 Jahre alt) umzulegen. Ich möchte aber dem Besitzer nicht zumuten, das bei dem aktuellen Preis zu tun.

      Schönen Abend euch
      und morgen einen guten Start in die Woche.
      Deutz D7006 AS Forst
      Belarus MTS 820 mit Farmi Primero 9000 Rückewagen
    • Glück Auf.

      hier ist an 85€ für frisches Holz noch lange nicht zu denken. Je nachdem, an wen man gerät, gibts für eigentliches B/C-Holz zwischen D-Holz Preis und ein paar Groschen oben drauf. In Niederbayern soll woll der D-Holz Preis schon wieder auf um die 50€ angezogen haben. In Mitteldeutschland sind wir noch bei 20-30€. Sorge macht mir derzeit, dass aus dem Harz, Thüringen und der Region Franken noch einiges an „Sondermüll“ nachkommt.

      Die Bilder sind etwa 1-2 Wochen alt. Bei warmer Witterung und Windstille hört man die Viecher fleißig arbeiten...

      Beste Grüße
      Deutz D7006 AS Forst
      Belarus MTS 820 mit Farmi Primero 9000 Rückewagen
    • ...für L1 B 2b motormanuel und Vorliefern werden aktuell 25 - 28.-Euro bei uns (Unterfranken) bezahlt. Der VK liegt bei 40.-Euro frisches Käferholz (anhaftende Rinde) und 30.-Euro für älteres (bereits abgefallene Rinde).
      Der Einschlag von frischem Fichtenholz ist völlig zum erliegen gekommen.
      Derzeit kann man froh sein wenn man bei uns keinen (Fichten) Bestand sein eigen nennen kann. Die letzten Wochen habe ich 250Fm Käfer aus vier Nestern vorgeliefert, hier hat sich eine Kahlschlagfläche über die letzten zwei Jahre von 12h ergeben.
      Gruß Matthias
      Wer nichts besseres kennt, kauft Stihl und fährt Fendt!
    • Guten Morgen,

      dass durch die maschinelle Holzernte zu viel liegen bleibt. Gerade, wenn der Wald durch Stürme und Trockenheit unter Stress steht, muss alles raus! Was wird aber stattdessen gemacht? Die Kronen werden einfach ein-zwei Mal ins Reisig geschnitten und liegen gelassen. Zwiesel passen nicht durchs Aggregat, ach sch... lassen wir liegen, verrottet schon mit. Das hat nichts mehr mit Waldwirtschaft zu tun, eine Sauwirtschaft ist das. Mein Vater hat über 30 Jahre im Staatsforst gearbeitet und war seit 1998 bis Ende letzten Jahres selbstständig. Er würde am liebsten kotzen, wenn er das Trauerspiel sieht. Ein dichter Jungbestand wurde letztes Jahr beispielsweise mit einem Harvester durchforstet: die stärksten Bäume wurden da raus geschnitten. Was davon übrig geblieben war, hatte nicht mehr viel mit Wald zu tun.

      Prinzipiell habe ich nichts gegen Harvester. Die großen Schadflächen sind auch unmöglich motormanuell zu bewältigen. Was mich und viele andere aber ankotzt (verzeiht mir den Ausdruck), sind die ach so tollen Fahrer, die sich auf den Dingern wie die Axt im Walde benehmen. Ich habe auch Baustellen gesehen, wo auf den Gassen vor der Maschine ordentlich entastet wurde. Das sah derart sauber aus. Aber gerade in den Privatwäldern gehts einfach durch nach dem Motto „Rein - Raus - auf nimmer Wiedersehen“. Da zählt nur noch, dass Masse wird. Pflanzhacke oder -spaten sind bei vielen dann auch Fremdwörter.

      Was mir auch aufgefallen ist: hier in der Region gibt es sehr viele Zwieselbäume auf Grund eines Schneebruchs in den 80ern. Diese und andere Bäume mit Weichfäule (also das ganze „kranke“ Holz) wurden überwiegend befallen und dann das gesunde Holz ringsum mit befallen.

      In diesem Sinne
      Gut Holz oder so
      Deutz D7006 AS Forst
      Belarus MTS 820 mit Farmi Primero 9000 Rückewagen
    • Hallo zusammen ,

      In Grunde genommen würde doch nur noch ein
      Waldschutzgesetz das den Namen verdient helfen .

      Warum ?
      1. Dann müssten alle Waldbesitzer sich um ihren Besitz kümmern .
      Das bedeutet , das keine Monokulturen mehr entstehen .
      Das durch ständige Kontrolle keine Seuchenherde von Krankheiten
      und Schädlingsbefall mehr entstehen .
      2. Waldbesitz wegen Spekulationen uninteressant wird .
      3. Nur noch Bäume gepflanzt werden die in der Zukunft
      an den jeweiligen Standort wachsen .
      4. Spekulationenssteuer auf Waldbesitzer
      D.h den Gewinn zwischen Kauf und Verkauf mit 75 % Steuer belegen .
      So wird und muss der Nutzen des Waldes wieder im Mittelpunkt stehen .
      5. Der Wald muss so sauber sein das keine zusätzliche Waldbrandgefahr
      endstehen kann .
      6. Mischkulturen mit mindestens 5 Arten vorgeben .
      7. Ausnahme von 6 ist möglich wenn die Gepflanzten Bäume von mindestens
      5 unterschiedlichen Mutterbäumen kommen .
      Beispiel wenn eine Wallnuss oder Maronenplantage angelegt wird .
      8. BG Pflicht für Waldbesitzer , Kettensägeschein muss Pflicht sein .
      BG muss das alles Kontrollieren .

      Was würde dann passieren ?
      Es würden nur noch Mischwälder entstehen , keine Spekulationen ,
      wer sich nicht um seinen Wald kümmert muss verkaufen .
      Firmen die ein Caos im Wald hinterlassen würden zur Verantwortung gezogen .
      Die Waldbrandgefahr würde sich verringern .
      Viele Tiere kommen in den Wäldern zurück .

      Auf meinem Land ( Wald und Wiese ) sind inzwischen sogar Eichhörnchen ️
      zurück gekehrt , weil der Vorbesitzer und später ich Nussbäume am Weg dahin und
      an der Grundstücksgrenze gepflanzt haben .
      Dieverser Bienenarten leben dort auch .

      Leider ist es in der Regel ganz anders .
      Der Saat hilft mit Geld das neu anpflanzen von Wäldern die durch Sturm
      geschädigt sind . Warum ? Das sollte der Verursacher von den Kranken und Schwachen Wald .
      Sprich der Besitzer .
      Subventionen für Waldbesitzer führen nur zu Fehlsteuerungen .
      Siehe den Rest der Landwirtschaft .

      Gruß Eckard
      Meine Schlepper :
      Deutz D15 ( 712 ) , Deutz D40L / 40.2 ( 812 ) , Deutz 4005
    • Hallo Eckard,

      Zu Punkt 8, haben wir nicht BG Pflicht zumindest in Niedersachsen?
      Das ist das was mir immer gesagt wurde.

      BG Beitrag ist nur für den Wald. Das ist lt. Niedersächsischem Forstgesetz so gefordert. Falls mal jemand im Wald z.B. nach einem Sturm aufräumen muss, ist er unfallversichert.


      Grüße Tobi
    • Moin,
      @Eckhart: Gibt es verpachtenen Wald? Das ist doch so langfristig, da wird doch in generationen gedacht. Ich vermute mal, das sich Waldbesitzer und Waldeigentümer meist die selbe Person ist. Das ist ja bei landwirtschaftlicher Nutzfläche ganz anders. Und wie willst Du als Besitzer spekulieren? Ich habe auch noch keine Pachtverträge von Nutzwäldern gesehen oder davon gehört. Ich vermute aber mal, das es nicht möglich ist, im letzten Pachtjahr einen Wald komplett zu vermarkten. Somit ist die Spekulation mit Flächen, deren Eigentümer ich nicht bin, eigentlich nicht möglich.
      Gruß
      Frank
    • Hallo zusammen ,

      wenn bei uns Wald verkauft wird , wenn ein Landwirt Geld braucht oder aus
      einer Erbschaft , dann geht es in der Regel an Leuten die darauf Hoffen das der Preis
      weiter steigt . Oder an Leuten die sagen das unser Wirtschaftssystem bald zusammen bricht .
      Siehe Corona , Staatsschulden , Wirtschaftskrise und Wirtschaftskriege .
      Wald Bewirtschaftung spielt da keine Rolle und die Nachbarn haben jetzt den Borkenkäfer .
      Ein Einheimischer hat da keine Chance , oder selten .

      BG Pflicht ? Nein .
      Ich bin nicht in der BG oder zahle an der BG .
      Das müssen nur Landwirte .

      Wald verpachten gibt es , aber das sind dann Verträge mit Laufzeiten von bis zu 99 Jahren .
      Bei uns sind sogar Land und Forstwirtschaftliche Wege von der Gemeinde an Landwirten
      verpachtet worden . So konnten diese ihre Flächen zusammen legen .
      Ebenfalls auf 99 Jahren .
      Der Baumbestand wurde gerodet und muss nach Ablauf nur neu angepflanzt werden .
      Die Pacht wurde als Spende an Sportverein bezahlt .
      Also vieles ist möglich mit den richtigen Beziehungen .

      Gruß Eckard
      Meine Schlepper :
      Deutz D15 ( 712 ) , Deutz D40L / 40.2 ( 812 ) , Deutz 4005
    • Ganz so konsequent sehe ich das nicht. Verzeiht mir, wenn ich jetzt etwas weiter aushole. Was ich mir aber wünsche: der Wald ist ein wichtiger Wirtschafts- und gleichzeitiger Klimafaktor. Er muss in einem gesunden Maß verantwortungsvoll bewirtschaftet werden. Was derzeit stattfindet, ist auf der einen Seite Raubbau (Hauptsache Gewinn für die ausführenden Firmen und den Besitzer, wie es nach der Ernte weiter geht ist egal - irgendwas wird schon von alleine wachsen) und auf der anderen Seite Gleigültigkeit vieler kleinen Waldbesitzer (die sich überhaupt nicht mehr darum scheren, wie es ihrem Hab und Gut geht).

      Holz ist ein wichtiger Rohstoff - nachwachsend, weitestgehend klimaneutral. Man kann sich ja grundsätzlich einen Kopf machen, was an Stelle von Fichte mit der Trockenheit der letzten Jahre besser zurecht kommt. In der Region haben sich Douglasien gut bewährt. Man muss sich aber auch im Klaren sein, dass
      - bei fehlender Bodenfeuchte die beste Baumart nicht entwickeln kann, und
      - das Klima nie bestätig ist.

      Wir hatten schon immer besonders nasse oder besonders trockene Perioden.

      Fakt ist:
      a) Die Fichte ist hier in der Region vor vielen hundert Jahren in Monokulturen entstanden und hat sich bis vor wenigen Jahren bewährt.

      b) So ziemlich alle Baumarten haben Probleme mit Schädlingen und Trockenheit.

      Mein Vater erzählt gerne von der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg bis zur Wende 89. Nach dem Krieg hatten die Leute nichts. Meine Großeltern sind damals mit Rucksack und Handwagen in den Wald gezogen, um Äste und Wurzelstöcke aus dem Wald zu holen, damit sie im Winter eine warme Bude hatten. Die Wälder waren standen dicht und waren sauber.
      Später mussten sogenannte Fangbäume gelegt werden. Mein Vater musste den Schädlingsbefall dokumentieren. Wenn das „Maß voll“ war, wurde der Stamm auf einer Plane entrindet und alles verbrannt. Der Borkenkäfer war immer da, aber die große Kalamität nie ein Thema.

      Heute haben wir 3 Probleme:
      Kaum ein Forstarbeiter will mehr schwer arbeiten.Am liebsten rein in die Maschine, Geld verdienen und weg.

      Keiner würde den aufwändigen Einsatz beim Legen, Dokumentieren, Schälen und vernichten von Fangbäumen bezahlen!

      Keiner kommt mehr auf die Idee, den Wald „sauber“ zu halten und so den Nährboden für Schädlinge zu entziehen. Ist ja auch mittlerweile Verboten, totes Holz aus dem Wald zu holen und braucht auch keiner mehr. Öl oder Gas machen die Hütte schließlich warm, kostet zwar bisschen was, aber man hat keine Arbeit und es ist (zumindest auf dem eigenen Grundstück) sauber.
      Bis auf ganz wenige Rentner, die sich einen Sammelschein holen, um an Holz zu kommen, weil die Rente so schon nicht reicht, holt kaum noch einer was aus dem Wald. Dementsprechend sieht es jetzt dort aus.

      Richtige Hiebe gegen die Wetterrichtung mit anschließender Aufforstung sind auch schon längst nicht mehr im Bewusstsein des Waldbaus. Damals hat sich der Wald durch die stufenweise Aufforstung selbst halt gegeben, da Stürme nicht direkt angreifen konnten (ich hoffe, ihr versteht, was ich meine).

      Kurz gesagt: das Ganze Wissen über den Waldbau, was über Jahrhunderte entstanden und gewachsen ist, sowie der pflegliche Umgang mit dem Wald, sind seit Ende der 90er Jahre einfach verschwunden bzw. wurden von großen Maschinen, wachsenden Wohlstand und Gewinnabsicht verdrängt. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass sich das nicht mehr ändert.

      Zum Schluss: auch damals gab es hier und da Mischwälder. Es wurden beispielsweise auch Buchen und Eichen gepflanzt bzw. Pionierbaumarten akzeptiert. Mir ist die Natur heilig! Ich versuche immer meine Baustellen bestmöglich zu verlassen.

      Euch allen ein schönes Wochenende!
      Deutz D7006 AS Forst
      Belarus MTS 820 mit Farmi Primero 9000 Rückewagen
    • Moin

      Ich hab heute auch endlich mal wieder etwas Holz gemacht.
      Momentan nur Aufarbeitung einer runtergebrochen Eichenkrone, aber dafür schön am Hang und bei super Wetter.
      Die MS 361 die ich vor 2 Monaten gebraucht gekauft habe konnte jetzt endlich getestet werden. Bin begeistert von dem Moped. :love:
      Außerdem habe ich das zum Anlass genommen um die restlichen Sägen auch auf Sonderkraftstoff umzustellen.
      Nebenbei baue ich einen 13 tonnen Spalter der dann im Winter zum Einsatz kommt. Wir haben zu dritt 21 festmeter Buche gekauft. Er wird dann am 4506 eines Kumpels hängen.

      Gruß aus der Eifel
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      Gruß Daniel




      Kramer
      Überlegen durch Allrad.
    • Servus,

      EckardderWaldbauer wrote:

      BG Pflicht ? Nein .
      Ich bin nicht in der BG oder zahle an der BG .
      Das müssen nur Landwirte .
      ich mache es kurz: diese Aussage ist falsch. Sobald Du über 0,25 ha Wald hast besteht eine Pflichtmitgliedschaft bei de BG, es ist dabei völlig gleichgültig ob Du Privatholzer oder Unternehmer bist:
      Top 10 Fragen & Antworten zur Forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft – Wald-Prinz.de (wald-prinz.de)

      Gruß

      Ecoboost