Tellerrad vom D25S schrauben anstatt auf nieten

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our use of cookies. More details

    • Tellerrad vom D25S schrauben anstatt auf nieten

      Hallo liebe Deutzgemeinde,
      ich habe bei meinem D25S F 712L den Fehler gefunden,es ist der Kegeltrieb.
      Nun die Frage kann man das Tellerrad anstatt auf nieten auch mit Senkkopfpassschrauben befestigen.
      Hat jemand Erfahrung mit geschraubtem Tellerrad.

      Vielen Dank im Voraus für Euere Antworten

      Gruß Deutzsepp :) :)
    • Moin,

      die Frage kann man so eigentlich nur mit einem Jain beantworten. Klar kann man das schrauben, aber eine Aussage ob das dauerhaft hält, wage ich ohne das ganze nachzurechnen nicht, in positive Richtung, zu tätigen.

      Was spricht denn gegen das Nieten?

      Gruß
      Nur über längere Zeit aktive Mitglieder bekommen von mir Unterlagen (Bedienungsanleitung, Ersatzteillisten, o.ä.). Neue User nicht!
      Auf derartige Anfragen wird nicht mehr reagiert.
    • Hallo Sepp,

      kann man grundsätzlich wohl machen. Der Stirnradantrieb im selben Getriebe hat eine ähnliche Saniervariante von Deutz bekommen. Die Frage ist halt, wie man die Senkkopf-Paßschrauben bzw. die Muttern dort so hinbekommt, daß sie ganz verschwinden. Senkkopf ist kein Thema aber die Muttern. Da ist eigentlich kein Platz dafür da.

      Insofern wäre Michi's Lösung mit dem Nachnieten/-stauchen wohl die sinnvollste.

      Nieten gilt ja als unlösbare Verbindung und das ist hier wohl auch Sinn der Sache. Muttern muß man sichern, also mit Blech oder Draht oder Sicherungslack. Im Diff haben die Muttern des großen Stirnrades ca. 30-40Nm handfest Vorspannung + 60° Spannwinkel über Kreuz. Das wären wohl Anhaltspunkte, sollte man das tatsächlich mit einer Schraublösung versuchen... Ich hab das Ding auch grade offen...

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • @Kai

      Tja, nicht umsonst hatte ich ja die Nachnietung / Stauchung von Michi favorisiert. Ich schau mir das an meinem 612/5 nochmals an.

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Hallole,

      anbei die Bilder zum Tellerrad bzw. der Zwischenwelle an meinem 612/5. Da ist aus meiner Sicht kein Platz für eine Schraubvariante des Tellerrades, denn die Nähe zum Lager ist schon sehr gering. Allenfalls Flachbundmuttern wären vielleicht denkbar, aber ob die die Belastung aushalten ist fraglich.

      Griaßle
      Martin
      Images
      • tellerrad.jpg

        197.8 kB, 1,024×1,820, viewed 29 times
      • zwischenwelle.jpg

        107.31 kB, 1,024×576, viewed 26 times
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Hi. Wie gut klappt das denn mit dem Nachstauchen der Niete? Ich hab sowas ähnliches mal bei irgendeinem Bauteil gemacht und das nicht gut durchgeführt - so dass der Nietkopf bloß etwas mehr am Rand geplättet war. Das führte dazu, dass ich lediglich mit der Hand nicht mehr wackeln konnte. Aber dahinter steckte keine "Substanz" und die Kräfte beim Betrieb haben sich davon nur ganz kurz beeindrucken lassen.
      Deswegen die Überlegung, ob man den Niet nicht schlicht besser ganz neu machen kann. Ich würde persönlich lange strampeln und versuchen, eine Schraubverbindung dahin zu bekommen. Aber der Platz sieht wirklich knapp aus. Nun, zugunsten einer flachen Schraube argumentierend, das Tellerrad wird im Betrieb anscheinend gegen den Diff- Korb gedrückt und die Schrauben nicht auf Zug belastet werden. Scherung scheint mir die vorherrschende Belastung zu sein. Aber egal, denn Niete haben auch lange gehalten und die Leute von Deutz haben gewiss mehr vom Machinenbau gewusst, als ich. Also daher der Gedanke, neue Niete einzubauen. Ich habe dazu allerdings nur ganz wenig Erfahrung, ausser an Karosserieteilen. Beim Schiffbau habe ich mal gesehen, dass Niete glühend gemacht wurden, dann eingesetzt, und dann gestaucht wurden. Dabei haben die das Loch gut ausgefüllt und durch Schrumpfung beim Abkühlen ordentlich Spannung aufgebaut. Ginge sowas denn nicht?
    • Hallo Wir haben damals beim D25.1 auch nach genietet, allerdings haben wir hier einen großen Amboss und auch große Vorschlaghämmer.
      Uns schon viel Wums.
      Ob es noch fest ist kann ich nicht beurteilen, drinnen ist es auf alle Fälle noch.
      Wir haben es kalt genietet oder nach genietet.
      Ich glaube beim T25 ist das da geschraubt, was jetzt allerdings auch nicht weiterhilft.

      Berichtet mal wie Ihr das löst.

      Gruß Norbert
    • Ich werf' noch rasch die Frage in den Ring, wie sich die Haltbarkeit vergleicht: einerseits eine hochfeste Schraube, mit flachem Kopf, durch diesen vielleicht mit einer gewissen Schwäche versehen. Dagegen der Niet, sicherlich (mutmaße ich) ein viel weicheres Material, weil man es sonst nur schlecht umformen könnte ; dabei die ordentliche Deformierung des Materials im Stauchungsbereich - die Material streckt und schwächt, andererseits durch das Hämmern/Schmieden vielleicht doch nicht schwächt.
    • Norbert Spiegel wrote:


      Ich glaube beim T25 ist das da geschraubt, was jetzt allerdings auch nicht weiterhilft.
      Beim T25 sind Rad und Narbe ein Teil, sodass eine Verbindung nicht notwendig ist.
      Nur über längere Zeit aktive Mitglieder bekommen von mir Unterlagen (Bedienungsanleitung, Ersatzteillisten, o.ä.). Neue User nicht!
      Auf derartige Anfragen wird nicht mehr reagiert.
    • N' Abend Schrauber,

      also was für eine Nietverbindung spricht ist auf jeden Fall die vollständige "Ausfüllung" der Bohrungen durch das Stauchen der Niete. Bei der Schraubverbindung wird hier immer Spiel vorhanden sein, da die Schrauben sich ja sonst nur mit Kraftaufwand fügen ließen.

      Ich würde generell sagen dass eine Schraubverbindung hier sicherlich funktioniert, aber es Passschrauben sein sollten, also welche mit Zyl. Schaft, der einen genauen Durchmesser besitzt, und keine mit durchgehendem Gewinde.

      Trotzdem, auch wenn's Passschrauben sind, bleibt ein "Restspiel" zwischen Schraube und der Bohrung/ den Bohrungen.
      Das kann dann bei Lastwechseln zur Lockerung führen.

      Ich würde es im Hobbybereich riskieren, aber nicht wenn der Traktor schwer ziehen und arbeiten muss.

      Schönen Abend

      Joe
      Kommentar meiner Frau zum Intrac:
      Schaff mir bloß des hässliche Ding aus den Augen!
      Des is doch ka Bulldog, der is irgendwie verkehrt...!

      Update 11/ 2015: meine Frau steigt ohne Vomacur nicht mehr in den Intrac...
    • Moin,

      bzgl. Niete Vs. Schrauben am Differenzial würde ich einmal die Golf 4 erinnern. VW ist damit auch mal auf die Nase gefallen. Die Niete wurden später durch Passschrauben ersetzt.

      Bzgl. der Festigkeit:
      Flachrundniete werden aus Stq32 oder 37 gefertigt. Eine Passschraube in der Festigkeit 8.8 ist damit schon wesentlich stärker. Hinzu kommt, dass Schrauben so angezogen werden, dass keine Scherung möglich ist. Durch Vorspannkraft ubd Reibwert zwischen den Bauteilen kann ein gewisses Drehmoment gehalten werden. Diese Vorspannkräfte mit Nieten aufzubauen dürfte fast, wenn nicht sogar volkommen unmöglich sein.

      MfG Kai
    • Landybehr wrote:

      Scherung scheint mir die vorherrschende Belastung zu sein.

      Kai6.05 wrote:

      Flachrundniete werden aus Stq32 oder 37 gefertigt. Eine Passschraube in der Festigkeit 8.8 ist damit schon wesentlich stärker. Hinzu kommt, dass Schrauben so angezogen werden, dass keine Scherung möglich ist. Durch Vorspannkraft ubd Reibwert zwischen den Bauteilen kann ein gewisses Drehmoment gehalten werden. Diese Vorspannkräfte mit Nieten aufzubauen dürfte fast, wenn nicht sogar volkommen unmöglich sein.
      Hallo zusammen, da muss ich Kai recht geben. Die Schraube wird nur auf Scherung beansprucht wenn sie nicht festgezogen ist. Hauptaufgabe der Schraube ist an dieser Stelle durch Vorspannung eine so hohe Reibung zwischen den beiden Bauteilen zu erzeugen, dass sich diese bei Belastung nicht bewegen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Michael
    • michiwi wrote:

      Hauptaufgabe der Schraube ist an dieser Stelle durch Vorspannung eine so hohe Reibung zwischen den beiden Bauteilen zu erzeugen, dass sich diese bei Belastung nicht bewegen.
      Das geht aber nur, wenn die Oberflächen und die Flanschausführung darauf dimensioniert wurden. Ist die Zahl der Schrauben bspw. nicht ausreichend für die auftretenden Belastungen, ist die Arbeit auch für die Katz.