F2L712 Motor qualmt auf einem Zylinder

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    • F2L712 Motor qualmt auf einem Zylinder

      Hallo
      Ich habe folgendes Problem:
      Mein Motor qualmt auf Zylinder 1 bläulich und auf Zylinder 2 garnicht ( so wie es eigentlich sein soll) Der Motor hat neue Zylinder, Kolben, überarbeitete Köpfe, neue Düsen und braucht kein Öl
      Desweiteren wird der Kopf auf Zylinder 1 schneller warm und ist später auch heißer als der von Zylinder 2.
      Beim laufen lassen ohne Krümmer ist mir aufgefallen das beim Vollgas geben viel mehr Flammen aus Zylinder 1 als aus Zylinder 2 kommen.
      Daher habe ich den Fehler auf die Einspritzung geschoben da die Einspritzleitung von Zyl. 1 viel härter pulsiert als die von Zyl. 2 . Beim tauschen der Pumpen wandert der Fehler aber nicht mit.
      Wo könnte das Problem jetzt noch liegen?

      Vielleicht hat ja jemand eine Lösung parat oder zumindest einen Ansatz.

      Vielen Dank im Voraus

      Gruß Lorenz
    • F2L712 Motor qualmt auf einem Zylinder

      Hallo,

      schau mal [HIER]. Vielleicht ist etwas brauchbares für die Reparatur & Wartung dabei!

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    • Hallo Lorenz

      Bläuliches Qualmen deutet auf Öl.

      Du schreibst das Zylinder, Kolben , Köpfe und Einspritzdüsen erneuert worden, ist das Qualmen seit dieser Reparatur?

      Ist das Spaltmaß, Kompression, Düsendruck und Förderbeginn überprüft bzw. eingestellt worden?

      Viele Grüße
      Thomas
    • Hallo Thomas,

      vielen Dank für deine schnelle Antwort!

      Das Spaltmaß ist genau auf Mittelmaß ( wenn man es so nennen kann) eingestellt, die Kompression wurde nicht geprüft ist aber so hoch das man den Motor von Hand auf keinen Fall über OT gedreht bekommt und der Motor springt auch ohne glühen direkt auf beiden Zylindern an. Die Düsen wurden von einer Bosch Werkstatt eingebaut und eingestellt.
      Den Förderbeginn habe ich bisher noch nicht geprüft. Da gebe ich mich jetzt demnächst mal dran.
      Das qualmen war vor der Reparatur so weit ich mich erinnern kann nicht bzw. weniger. Allerdings hatte er vorher aber auch auf beiden Köpfen abgeblasen daher lief der Motor sowieso nicht so toll.

      Wobei ich mir das mit dem Öl nicht so vorstellen kann. Denn er braucht ja kein Öl ( maximal die Menge die laut Bedienungsanleitung als normal gilt )
      Denn bei der qualmenentwicklung müsste er ja Unmengen an Öl verbrennen. Hatte mal ein Auto das sehr viel Öl gebraucht hat und selbst das hat nicht so gequalmt.

      Gruß

      Lorenz
    • Hallo Lorenz

      Ich bin kein Motoren Profi aber du solltest den Spezis hier schon einige Daten zur Verfügung stellen.

      Um welchen Schlepper handelt es sich, welche Motorleistung hat der?

      Mit Qualmt etwas oder mehr als mein Auto kann hier keiner was anfangen.

      Mittelmaß, als Angabe für das Kolben Spaltmaß ist auch schwammig.

      Gib bitte die Einstellwerte und Messwerte die du zur Verfügung hast an, nicht das sich da ein Fehler eingeschlichen hat.

      Viele Grüße
      Thomas
    • Danke für eure Antworten Thomas und Rudi,

      Es handelt sich um einen Kramer KL300 mit Deutz F2L712 Motor und 28 Ps bei 2300 u/min.

      Das Spaltmaß soll bei den neuen Kolben zwischen 1,4 - 1,6 mm liegen
      Das Spaltmaß liegt bei 1,45mm und 1,48mm

      Er qualmt beim anspringen die ersten zwei, drei Umdrehungen schwarz wie man es vom starten kennt. Zylinder 2 hört dann direkt auf zu qualmen und Zylinder 1 stößt mit jeder Zündung eine bläuliche Fahne aus.

      Am Förderbeginn wurde bei der Reparatur nichts geändert.
      Der Förderbeginn müsste dann in meinem Fall ja zu früh sein denn dadurch entsteht ja eine höhere Hitzeentwicklung was vielleicht auch die Flammen erklären würde.

      Lorenz
    • Hallo Lorenz

      Dann halte ich mich ab jetzt zurück.

      Förderbeginn, wie Rudi es schreibt, klingt für mich plausibel.

      Nur eins noch,
      es wurde schon öfter geschrieben das neue Laufgarnituren sich einlaufen müssen und ein
      bläuliches Qualmen erst einmal normal sein kann, wie stark das dann ist oder sein darf, kann ich nicht beurteilen.

      Ich wünsche dir noch viel Erfolg mit dem Kramer

      Viele Grüße
      Thomas
    • Hallo,
      am besten du machst mal ein Video, das sagt mehr als 1000 Worte.
      Weißer Qualm = unverbrannter Kraftstoff
      Schwarzer Qualm = zuviel Diesel oder zuwenig Luft
      Blauer Qualm = verbrennt Öl ( Kolbenringe, Ventilschaftdichtungen oder Führungen)

      Gruß Markus
    • Moin Lorenz,

      ich weiß nicht wie viel Erfahrung der Instandsetzer des Motors hatte, aber wurden die Kolbenringe vom Spalt her versetzt eingebaut oder wurde gar nicht auf die Richtung geachtet?

      Der Förderbeginn hat meines Erachtens gar nichts mit dem Blauqualm zu tun. Ob der jetzt früh oder spät ist, dadurch gelangt nicht mehr oder weniger Öl in den Brennraum.

      Wie sahen die Zylinderköpfe aus? Hatten diese Risse?

      MfG Kai
    • Die Kolbenringe wurden alle richtig verdreht, so das kein Spalt über einen anderem liegt.
      Die Zylinderköpfe hatte Risse diese wurden aber vom Instandsetzer zu gemacht da diese nur oberflächlich waren und nicht tiefer in den Kopf gingen

      Die Ventile sind absolut trocken wenn man in den Einlass und Auslass guckt. Es sind auch 2 von 4 Ventilführungen neu gekommen und Ventilschaftdichtungen hat der Motor ja nicht.

      Mit freundlichen Grüßen
    • Hallo Lorenz,
      • richtiger Förderbeginn 22-24° vor OT
      • ein F2L712 hat keine Ventilschaftdichtungen
      • zu früher oder meist später Förderbeginn verursachen Hitzeprobleme - hatten wir mal an einem F4L1011 mit 6° Förderbeginn - der wurde richtig heiß. Bei zu später Einspritzung ist die Zeit zum Verbrennen zu kurz, deshalb evtl. auch die Flammen.
      • aufgearbeitete Köpfe dürften eigentlich hier kein Ölproblem haben, aber wurden auch die Kipphebelbuchsen erneuert und eingestellt bzgl. Öldurchfluß?
      • sind dieselben Köpfe verbaut oder unterschiedliche? Zum F2L712 gehören optimal die 41R ohne Kipphebelraumbelüftung (gibt es selten auch mit) - es gehen aber auch 48R oder 35R. Gießzeichen sind lenkradseitig.
      • Kompression messen - Werte über 20 bar sind o.k., aber sie sollten nicht unterscheidlich sein, also lieber beide mit 21, als einer mit 20, der andere mit 26
      • Kolbenringe hat Kai schon angesprochen - sind die richtig herum aufgezogen, Reihenfolge korrekt, Versatz Spalt?
      • Köpfe müßten soweit rißfrei sein, wenn der ohne Vorglühen startet
      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Hallo Kai,

      ja, denn der Einspritz-Winkel gegenüber 41R ist um 1° verändert worden, ebenso der Düsenstock an sich, auch die Düse 261 statt der 211.

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Servus Lorenz,

      Lorenz29 wrote:

      Ich werde jetzt demnächst mal nach dem Förderbeginn sehen und mich dann nochmal melden
      jetzt mach das als erstes einmal, dann hast du evtl. den Fehler schon gefunden. Falls nicht, würde ich als nächstes die Einspritzdüsen untereinander tauschen, um zu sehen, ob der Fehler mitwandert. Und dann kann man weiter sehen, ob es dann an den Köpfen, der Einspritzung oder wo auch immer liegt. Wichtig ist nur, konsequent einen Schritt nach dem anderen zu gehen.
      Und ob der Rauch bläulich (verbranntes Öl) oder eher doch schwarz (zu viel Diesel, schlechte Düsen, etc.) ist, denke ich hängt auch stark von der Erfahrung des Beobachters ab...

      Also: prüf mal den Förderbeginn und melde dich dann wieder.
      LG

      Emanuel



      D30S-NFG, BJ 62 und F2L612/6-N, BJ 57
    • Vielen Dank für alle Nachrichten:

      Die Nockenwelle sieht sehr gut aus und hat keinen Verschleiß auf den Nocken ( konnte man beim Abnehmen der Pumpenplatte sehen)

      Die Kipphebelbuchsen wurden alle erneuert und nach WHB eingestellt.

      Es sind zwei gleiche 35R Köpfe verbaut mit Kipphebelraumbelüftung.

      Ich probiere den Förderbeginn noch diese Woche zu prüfen und melde mich dann noch mal.

      Gruß
      Lorenz
    • Hallo, habe den Förderbeginn mal provisorisch eingestellt, da mir die einstellscheiben ausgegangen sind.
      Der Förderbeginn war auf jeden Fall viel zu früh.
      Jetzt qualmt er viel weniger und läuft auch viel leiser und nagelt weniger.

      Ich lasse das jetzt mal so weiter laufen bis ich noch ein paar einstellscheiben habe und stelle dann nochmal auf den optimalen Förderbeginn ein.

      Gruß Lorenz
    • Servus,

      freut mich, dass du den Fehler vermutlich gefunden hast.
      Kann es sein, dass du bei der Reparatur die Pumpenplatte demontiert hattest und jetzt keine Dichtung dafür verwendet hast?
      Das würde das Verstellen erklären.
      LG

      Emanuel



      D30S-NFG, BJ 62 und F2L612/6-N, BJ 57
    • Ich kenne das nur von den Reiheneinspritzpumpen,das es da die Überlaufmethode gibt. Etwas Druck (vielleicht 0,1Bar) in der Leitung zur Pumpe, den Einspritzbeginn auf xGrad vor o.T., dann muss da gerade das überlaufen aufhören und das ist dann Förderbeginn. Wenn man nun umgedreht bei mehr Grad vor o.T. schaut, ist dann der Förderbeginn, wenn es aufhört überzulaufen. Im Prinzip genau so
      Die Einstellung dann nicht mit verdrehen,sondern unterlegen der Scheiben.

      Rudi