Hydroblocklenkung undicht am Mantelrohr

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    • Hydroblocklenkung undicht am Mantelrohr

      Hallo werte Deutzfreunde,

      nach Einbau der Hydroblocklenkung und schamloser Freude über das tolle Fahrverhalten meines Deutz 5006, bin ich seit gestern leider wieder im Tal der Tränen angekommen :S :(
      Die Lenkung schmeist am oberen Ende des Mantelrohres - also direkt unter dem Lenkrad - mindestens zeitweise ordentlich Öl raus.
      Nach Blick in die ETL musste ich zunächst feststellen, dass keinerlei Größen bei Simmerringen oder O-ringen angegeben sind :/ Mein Hauptverdächtiger ist nun die Nr 62ig ein Wellendichtring im oberen Bereich, vermutlich in Höhe des Mantelrohr-Flansches.
      Was meint Ihr liege ich richtig? Hat schonmal jemant den Ring dort gewechselt? Kann ich den Flasch einfach abschrauben und das "Hütchen" dann abziehen oder muss man etwas beachten?

      Vielen Dank für eure Hinweise
      Beste Grüße
      Theo
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    • Die vier Inbusschrauben lösen und das Mantelrohr abnehmen.Du siehst dann eine Nadelhülse,die in einer verstemmten Büchse sitzt.Mit Innenauszieher beides herausziehen,vorsichtig,die Nadelhülse ist meines Wissens nicht mehr lieferbar ( ZF).Dann kommt der We.di.und noch eine Stützscheibe. Ist die Lenkspindel eingelaufen,wird's etwas größeres.Habe die Lenkungen 40 Jahre repariert.Gruß Euerl.
    • Vielen Dank Euerl für deine Hinweise!
      Am WE habe ich zunächst einen Anlauf gestartet, das Mantelrohr ohne Tankausbau abzunehmen - leider keine Chance, da eine Schraube zu schlecht zu erreichen ist und bomben fest sitzt (wär ja auch zu schön gewesen :( !!).
      Aktuell kommt kein Öl mehr oben heraus, warum kann ich nicht sagen, aber dem muss ich noch einmal nachgehen, dass wird sicherlich wieder passieren. Dumm ist, dass der Schlepper aktuell ständig benötigt wird..da muss ich jetzt ein Zeitfenster abpassen um ans Werk zu gehen :/ viel arbeit :thumbdown:
      Ich melde mich wieder.

      Beste Grüße
      Theo
    • Hallo Euerl,
      hilfe!! Habe das Mantelrohr abgenommen und das Lager auch gezogen bekommen. Doch nun scheint man an den Simmerring immer noch nicht heranzukommen. Ich befürchte den verstemmten Lagersitz muss man auch noch ziehen? Wie? Ich fürchte der sitzt ordentlich fest durch die Verstemmung :(
      Gruß Theo
    • Mit einem wirklich gutem Innenabzieher der paßt,sollte das kein Problem sein,so fest sitzt der Ring nicht.Die Verstemmung im Mantelrohr ist weich.Du kannst dann auch von oben mit einer dünnen Stange gegen den Außzieher schlagen,das geht auch,viel Erfolg,das klappt schon.Das ganze machst Du auch mit dem Wedi,und denke auch an die Scheibe vor dem Wedi. Gruß Euerl.
    • Hallo Euerl,
      vielen Dank! Ich sehe, dass das Bild gestern nicht mitgekommen ist (Anbei nun denn für alle).

      Nervlich bin ich schon ziemlich am Ende, da ich von dem Erfolg der Sache immer noch nicht überzeugt bin und mir die Aussicht die alte manuelle Lenkung wieder einzubauen extrem schwerfällt. Ob ein neuer Wellendichtring alles wieder dicht macht, muss ich wohl probieren. Leider läuft mir die Zeit davon - wie das nunmal so ist - der Trecker wird gebraucht!
      Zum Zustand: die Lenksäule war vermutlich durch oben eindringendes Wasser+Staub sehr rostig. Das könnte den Tod des WeDi wohl erklären. Mein Teiledealer hat sich noch nicht zurückgemeldet, ob es überhaupt noch Ersatzteile gibt ?( . Maße für Wedis und O-Ringe sucht man in der ETL leider vergebens 8| . Das Lager ist - nun ja - nicht mehr schön aber wohl noch brauchbar nach einer intensiven Reinigung. Die Lager/Wedi-Auflage an der Lenkstange ist ebenfalls in einem "es geht so" Zustand - ich muss noch einmal nachmessen wo der wedi genau aufgelegen hat, ich habe an einer Stelle Riefen, kann mir aber nicht vorstellen, dass der Wedi das verursacht hat.
      Mit schmirgelleinen habe ich jetzt erstmal alles übergeläppt und den rostigen Teil der Lenksäule mit Rostumwandler behandelt. Jetzt werde ich zunächt einen größeren Innenabzieher für den Lagersitz warten und mein Glück versuchen...

      Frage an alle: Gibt es irgendwo noch Firmen, die diese Lenkungen überholen/instandsetzen können? GGF Ersatzteile haben? ZF - so habe ich dem Archiv entnommen - gibt es ja scheinbar nicht mehr.

      Zwischenfazit: Ich kann aktuell nicht empfehlen eine gebrauchte HB-Lenkung einzubauen, so schon original das auch ist. Ich denke, das alle nach 50 Jahren in diesem Zustand sein dürften - das Geld für die Anschaffung hätte ich besser gespart!
      :/
      Beste Grüße
      Theo
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      • HydroblocklenkungLenkstange.jpg

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      • Lagerrung_WellendichtringMantelrohr.jpg

        942.47 kB, 1,836×3,264, viewed 51 times
    • Hallo Theo,

      Mich würde mal interessieren, ob du für den Einbau eine andere Schubstange eingebaut hast, weil ja die konische Bohrung im Lenkhebel 2mm größer ist wie bei der mechanischen Lenkung. Mir steht der Austausch der Lenkung noch bevor, hab die Hydroblocklenkung hier liegen... deshalb kann ich mit dir fühlen, ich hoffe, du kriegst die Lenkung wieder dicht.

      Gruß
      Björn
    • Hallo,

      es hat tatsächlich funktioniert, der Ring ist draußen, Dank Innenabzieher. Aufgrund der Deformationen durch die Körnerschläge hätte ich nicht gedacht, dass sich da so schnell was tut.
      Den Dichtring auszubauen war dann kein Thema mehr.
      Wer hier die Daten des Dichtrings braucht, abgelesen: KACO DG 22.35.7/893 ;Gemessen: Außendurchmesser 35mm, Innen 22mm, Tiefe ca. 6,9mm.

      @Euerl: Ich habe den Wedi noch nicht bestellt, lediglich den O-Ring (ich hoffe ich habe da richtig gemessen). Könntest du mir eine persönliche Nachricht mit deiner Preisvorstellung u. ggf. Kontoverbindung zukommen lassen? Benötige das Teil kurzfristig und mein Teiledealer rührt sich bislang noch nicht :/ .

      Beste Grüße
      Theo
    • Hallo Björn,

      bei dem besagten Konus hatte ich das Glück des Dummen. Der vordere Lenkhebel an der Achse war scheinbar in der Vergangenheit schon einmal aufgerieben und die Lenkstange getauscht worden. Dadurch hatte ich keinen Stress. Bevor ich das bemerkt habe, hatte ich allerdings schon alle möglichen Freunde verrückt gemacht bzgl. des aufbohrens in Kegelform! :D Letzteres erscheint für mich der einzig gangbare Weg. Eine Hülse drehen (in Kegelform) oder sonstiges ist einfach zu aufwändig (vor allem wenn kein dreher mit seiner maschine in Sicht ist) und aus Stabilitätzgründen (dünnere Zapfen) auch schwierig.

      Gruß
      Theo
    • @ Björn,
      dafür gibt es eine konische Reibahle. Die hab ich liegen.
      Meine Lenkschubstange hat sich trotz verstärkter Version auch schon wieder verformt.
      Das fängt mit den Klemmungen zum Einstellen an. Die sind den auftretenden Kräften, z.B. bei weichem Boden und großer Belastung der Vorderachse durch FL Betrieb,
      nicht gewachsen.
      Ich werde mir eine neue anfertigen lassen. Meine neue soll einseitig Gewinde zum präziesen Einstellen haben.
      Gruß Felix
      Organspende aktuell: Stell Dir vor, Du brauchst dringend ein neues Hirn
      und der Einzige,
      der an diesem Tag stirbt, ist der mit der Pferdelocke von der anderen Seite des großen Teiches...
    • Hallo Felix,
      Das ist ja Mist, dass die Lenkschubstange so schnell verbiegen kann. Immerhin noch besser so, als dass Lenkhebel oder Lenkstockhebel etwas abkriegen...

      Die neue, die du dir anfertigen lässt, wo lässt du das machen? Hat die dann einen besonders großen Durchmesser?

      Und hast du dann den vorderen Lenkhebel mit Standbohrmaschine und Reibahle aufgebohrt?

      Gruß
      Björn
    • Moin Björn,
      der Austausch seht noch bevor.
      Meine ( fast ) original Lenkschubstange kannst auf dem Bild sehen.
      So kann das aussehen, wenn eine Hydroblocklenkung auf eine original Lekschubstange wirkt.


      Die ich danach eingesetzt habe ist nur leicht verbogen.
      Wie ich die aufreibe, weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich mit der Machine.
      Die lenkung vom D 50 1.S oder 5505 ist echter Labberkram.
      Wenn da größere seitliche Kräfte auf das Vorderrad wirken, kann einem Angst und bange werden.
      Das haben viele andere Hersteller besser gelöst. Zum beispiel mit beidseitiger Anlenkung der Vorderachse.
      Ich schau schon immer aufs Vorderrad, ob es ja nicht zu viel von der Seite belastet wird.
      Gruß Felix
      Organspende aktuell: Stell Dir vor, Du brauchst dringend ein neues Hirn
      und der Einzige,
      der an diesem Tag stirbt, ist der mit der Pferdelocke von der anderen Seite des großen Teiches...
    • Hallo Felix,
      Mein lieber Schwan, das ist heftig... ich nehme an, das ist passiert, als du den riesigen Stamm auf der Gabel hattest? Hattest du ein Heckgewicht am Kraftheber? Das ist wirklich der Nachteil dieser Art der Lenkkonstruktion.
      Ich hatte auch mal so einen Megastamm am Frontlader- mit Heckgewicht, aber mit mechanischer Lenkung. Da kann man am Lenkrad direkt das Gewicht spüren...
      Gruß
      Björn