Frage zur Zapfwelle/Gelenkwelle/ Freilauf D6806

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    • Frage zur Zapfwelle/Gelenkwelle/ Freilauf D6806

      hallo,
      Es geht um einen 1976 D6806 und das Thema ob ich eine Gelenkwelle mit Freilauf benötige.
      Bin bissl verwirrt. Wenn die Zapfwelle läuft und man plötzlich vom Gas gehen will oder beim Anbaugerät etwas passiert, was muss ich dann haben?
      1. Freilauf damit das Getriebe geschützt ist?
      2. Schnell die Zapfwellenkupplung betätigen, damit das Getriebe geschützt ist?
      3. Kann überhaupt etwas passieren?

      Einem bekannten hat es unsere Gelenkwelle zerlegt als die Presse verstopft war. Er fährt keinen Deutz, irgendwas älteres, IH oder so.

      Danke schon mal :)
    • Guten Morgen,

      das Thema sollte unabhängig vom Traktortyp sein ^^

      Wenn du eine Maschine mit großer Schwungmasse antreibst, zB. einen Trommelmäher, ggf. Kreiselschwader, etc. macht ein Freilauf Sinn. Maschine ist auf Drehzahl, du schaltest Zapfwelle ab, dann kann die Maschine in Ruhe austrudeln. Ganz besonders dann wichtig, wenn der Schlepper eine Zapfwellenbremse hat (Zapfwelle bleibt nach dem Abschalten schlagartig stehen).


      Jockelflo wrote:

      Einem bekannten hat es unsere Gelenkwelle zerlegt als die Presse verstopft war.
      Das hört sich für mich nach fehlender Überlastsicherung an, Sprich Rutschkupplung oder Scherbolzen. Die widerum begrenzt das Drehmoment was übertragen werden kann. Sowas sollte "eigentlich" an jeder Maschine vorhanden sein, es sein denn die Maschine selbst hat irgendwo noch eine eigene Überlastsicherung.

      Freilauf und Rutschkupplung haben generell erstmal nichts miteinander zu tun, 2 verschiedene Paar Schuhe. Natürlich kann auch beides kombiniert werden.

      Was passieren kann wenn die Überlastsicherung fehlt, hast du ja schon beschrieben. Je nach Leistungsbedarf der Maschine und Leistung des Traktors würgt es dir auch einfach nur den Motor ab. Oder es dreht eben der Zapfwelle den Hals ab. Oder sonst irgendeinem Teil im Antriebstrang was halt grad den Schwachpunkt darstellt, im schlimmsten Fall dem Getriebe.
      Fehlender Freilauf bei Zapfwellenbremse könnte quasi das gleiche passieren, Traktorseitig "blockiert" die Welle plötzlich durch Ausschalten, Maschine will nachlaufen ==> das Schwächste Glied in der Kette gibt nach.

      Gruß, Holger
    • Moin,

      gerade bei der Presse sollte sowas nicht passieren, die hat Rutschkupplungen damit bei Verstopfung die Maschine stehenbleibt. Wenn die Rutschkupplung fest ist passiert aber das von oben, schwächster Punkt ist dann meist die Gelenkwelle, gerade bei den langen an der Presse. Das Getriebe sollte für die Leistung des Motors ausgelegt sein, wird also eher die Maschine zerlegen statt dem Trecker.

      Und Freilauf bringt ja nichts wenn die Presse verstopft ist. Dann steht die Presse und der Trecker dreht gegen evtl. Freilauf, im Zweifelsfall bis er auch steht (abwürgt).

      Gruß,
      Josef
    • Moin,

      an der AP51 gibts auch vorn am Antriebseingang eine bzw. sogar 2 Rutschkupplungen. Wenn die fest sind geht was anderes zu Bruch. Die BA sagt jährlich auseinanderbauen und im Zweifelsfall blank schleifen.

      Anleitung der AP42/AP52 hab ich per Google irgendwo auf lely.com gefunden, sollte sich also auch für die AP51 finden lassen.

      Gruß,

      Josef