F2L612 wie dicht muss/soll/kann Motor wirklich sein? Gibt es überhaupt komplett dichte Motoren?

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    • F2L612 wie dicht muss/soll/kann Motor wirklich sein? Gibt es überhaupt komplett dichte Motoren?

      Hallo liebe Deutz-Freunde,

      wir bekommen unseren Deutz nicht dicht. Es treten immer wieder neue Stellen auf an denen Öl austritt.
      Ich bin jetzt erstmalig eine längere Tour (ca. 1h) gefahren und am Motor auf der rechten Seite war deutlich Öl zu sehen.
      Habe dies dann erstmal abgewischt. Beim nächsten Gebrauch kann dann aber direkt Öl nach.



      Hatte jetzt erstmal die Stoßstangenschutzrohre in Verdacht. Es entstehen auch Blasen, wenn der Motor läuft zwischen dem Motorblock und dem Flansch in den die zwei Rohre enden.



      Muss ich jetzt den Zylinderkopf runter bauen, oder kann ich die Rohre so ausbauen und abdichten?

      Post was edited 3 times, last by DeutzTom80 ().

    • Hallo Tom,

      die Motoren sind komplett dicht zu bekommen.

      In Bild 111302 stimmt die Montage der Stößelrohr-Dichtungen nicht, denn die sind eigentlich nicht sichtbar. Zudem steht das Stößelrohr ganz links an Zylinder 1 nicht gleich wie die anderen 3 - viel zu hoch! Man kann die Montage der Stößelrohrdichtungen ohne Demontage der Köpfe erledigen. Es müssen nur die Kipphebelganz runter und die Stößel selber raus - Achtung: Stößel ABSOLUT identisch wieder einsetzen!!!! Ideal sind das die Federspanner....so man sie hat.

      Öl in diesem Bereich kann auch vom Kurbelwellensimmering kommen! Wenn, dann bläst das Kühlgebläse das Öl hoch und zwischen die Zylinderkühlrippen. (Bild 111714) Dann wäre der Kurbelwellensimmering hinüber - Schlepper trenneeeeennnnnn........

      An der Pumpenplatte gibt es nur die beiden O-Ringe 4*35 an den Steckpumpen und noch je 2 an der Gashebelwelle sowie an der Abstellwelle - Maße müßte ich nachsehen - etwa 2*8. Dann ist noch die Plattendichtung, mehr nicht.

      Der Einfüllstutzen an der Pumpenplatte hat eine eingepreßte Deckelführung - die müßte so dicht sein. Die Deckeldichtung mal inspizieren. Den Einsatz könnte man rausziehen, entfetten und mit Dichtmasse wieder einsetzen. (Bild 111229)

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Hallo Martin,

      danke für die schnelle Antwort!
      Dann werde ich erstmal an den Rohren anfangen. Wo bekomme ich die Dichtungen den her? Landmaschinenhändler?
      Zur Demontage der Kipphebel muss ja der Deckel runter.


      Daran ist mit Dichtpaste dran rumgewerkelt wurden.


      Gehören da auch noch Dichtungen rein?
      Oder kann ich die Deckel einfach abschrauben?

      Was meinst du mit: "Ideal sind das die Federspanner....so man sie hat."?
      Gibt es da spezielle Federspanner?

      Post was edited 1 time, last by DeutzTom80 ().

    • Hallo,

      wie Martin schon erwähnte.....dicht bekommst du den bestimmt . Es sind meist alte Dichtungen die jetzt hart und spröde sind und nicht mehr das tun was sie sollen...
      Es sieht meist schlimmer aus als es ist.... im Grunde genommen.

      Für deinen Typ gibt es soweit ich denke auch komplette Oberdichtsätze für den Motor, wie z.b. bei :

      firlbeck-ersatzteile.de/

      traktorenteile-segger.de/

      treckergarage.de/contents/de/d…_F1L_F2L_F3L_F4L_612.html

      Eine Deutz LAMA-Werkstatt "könnte" auch noch weiterhelfen bzgl. Dichtsätze.

      Gruss Andreas
      "Er hat geschweisst, man sieht es kaum, lasst uns schnell noch einen Niet reinhau`n!" ;(

      Post was edited 1 time, last by Pumpe ().

    • Hallo Tom,

      da gehörten früher Korkdichtungen rein. Ist wohl ziemlich vermurkst worden...

      Der komplette Oberdichtsatz ohne Brillendichtung:

      shop.delegro.nl/Kolben-Zylinde…08-815-816-1163-1648.html

      mit Brillendichtung:
      traktorenteile-segger.de/Dicht…-D15-D25-D30-D40-D50.html

      Die beiden Lieferanten schenken sich da nicht viel... Die meisten Dichtungen erhält man auch einzeln.
      z.B.:
      traktorenteile-segger.de/Venti…2-Motor-Zylinderkopf.html

      oder:

      shop.delegro.nl/Kolben-Zylinde…799-808-815-816-1647.html


      Griaßle
      Martin
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    • Hallo Martin,

      dann bestell ich am besten direkt den ganzen Satz.
      Bei Segger steht jetzt aber 712. Passt der auch für 612?

      Ja, leider ist der ganze Trecker total verbastelt.
      Jetzt muss ich schauen, was noch zu retten ist.

      Würdest du denn auch mit den Dichtungen anfangen? Oder macht es mehr Sinn nach dem Simmerring zu schauen?
    • Tom,

      schau das Motortypenschild an - neben dem Anlasser zu finden. Die Zylinderfußdichtung (der große aber sehr dünne O-Ring, 95*4 beim 712) ist bei 712 und 612 nicht gleich, der Rest schon. Einziger Unterschied bei 612 und 712 sind die Zylinderbohrungen: 612: 90mm, 712: 95mm.

      Was Du sicher brauchst, sind die 4 grünen Stößelrohrdichtungen, die große Kopfdeckeldichtung und die Brillendichtung.

      Griaßle
      Martin
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    • DeutzTom80 wrote:

      Oder macht es mehr Sinn nach dem Simmerring zu schauen?
      Wenn du auf Dauer Ruhe haben willst, mach ihn komplett. Den Zustand vom S-Ring kannst nur du beurteilen......

      Besser jetzt einmal in den sauren Apfel gebissen, als nochmal in zwei o. drei Jahren den Bock zerpflücken.
      Obwohl....wenn du einmal angefangen hast, macht das ganze sogar Spass.

      Genug Teileadressen hast du denk ich jetzt. Hier wäre noch eine:

      motoruf.de/n/classicparts.html?id=3220006

      Gruss Andreas
      "Er hat geschweisst, man sieht es kaum, lasst uns schnell noch einen Niet reinhau`n!" ;(

      Post was edited 1 time, last by Pumpe ().

    • Der Simmerring ist ein 60*80*10, also ohne Problem zu bekommen - Vitondichtung wegen der Temperaturfestigkeit!

      z.B.:
      agrolager.de/product_info.php?products_id=31002322

      Ich kann die Ausführungen von Andreas unterstützen.

      Edit: der von Kai angesprochene Ring gehört zum Stößelrohr und rückt die Dichtung mit der Feder in ihren Sitz. In Deinen Bildern dürften das die braun-orangen Ringe über den grünen Dichtringen 18*3 der Stößelrohre sein. Siehe auch ETL H 1155-3/2 Seite 24 unter der Nummer 1141. Ein Maß ist nicht angegeben.

      Griaßle
      Martin
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      Post was edited 1 time, last by Obrschwob ().

    • Hallo Tom,

      ich möchte noch einen anderen Punkt zu bedenken geben - ohne zu wissen, ob er für Dich von Belang sein kann:

      Auch bei meinem Deutz kam immer wieder Öl aus allen möglichen kleinen "Undichtigkeiten". Wir haben uns "nen Wolf gesucht", und konnten doch nichts finden.

      Die Lösung war schließlich die Federdichtung auf dem Öleinfüllstutzen. Jemand hatte - wahrscheinlich beim Auswechseln des Schraubverschlusses - eine viel zu feste Federdichtung verbaut, so dass der Motor den Überdruck im Kurbelgehäuse nicht über die Entlüftung loswerden konnte - und daher immer neue Undichtigkeiten auftraten. Letztendlich hat es nur einen neuen Schraubverschluß gebraucht - und alles war gut!

      Gruß

      Ralf
      Gruß von RB7862
      F2L514, D50.1S, D6807
    • Hallo Ralf,

      interessanter Aspekt. Tom sollte auch mal die Kurbelgehäuseentlüftung ansehen bzw. durchblasen oder auf Durchgang hin prüfen! Interne Gehäuse-Druckprobleme könnten in der Tat auch vorliegen.

      Tom
      Gemeint ist das nach unten verlaufende Rohr links an der Pumpenplatte.

      Griaßle
      Martin
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    • Hallo zusammen,

      danke für die vielen Ratschläge. Da ich jedoch neu im Schlepper-Business bin, bin ich unsicher ob ich alles richtig verstehe.
      Ich werde mir erstmal ein WHB besorgen. Habe heute das Dieselmotor-WHB H199-5 runter geladen. Leider kann man auf den Zeichnungen nicht alles erkennen :( .

      Wie kann ich denn das Entlüftungsrohr prüfen? Druckluft? Muss ich die Pumpenplatte abbauen?
      Was sollte ich auf keinen Fall machen, um nicht eine gravierenden Fehler zu begehen?
      Oder, nach welchen Arbeiten muss etwas neu eingestellt/justiert oder mit Spezialwerkzeug bearbeitet werden?

      Wo kann ich einen neue Öldeckel bestellen? Oder welche Deckel sind baugleich? D30?
    • Hallo Tom,

      erst mal das Handbuch zu den jeweiligen Themen lesen. Ein Neukauf eines gedruckten Exemplars hilft deutlich, die sind qualitativ wesentlich besser!
      deutz-buch.de/epages/62634282.…ategories/Deutz_Literatur

      Am Lüftungsrohr kann ein laues Lüftchen zu spüren sein im Betrieb des Motors. Es ist in die Pumpenplatte nur eingesteckt. Die Pumpenplatte (spezielle Anleitungen dazu gibt es hier von mir im Forum) bleibt drauf, die Steuerzeiten sind auf der Nockenwelle fix.

      Wenn Du die Stößelrohre ausgebaut hast (Motorenhandbuch D20 Seite 18), müssen nachher die Ventile wieder eingestellt werden (Motorenhandbuch D20 Seite 14a). Dazu braucht es die Fühlerlehren. Sollwert beider Ventile ist 0,1-0,15mm.

      Ich glaube nicht, daß der Öldeckel da was hat. Alle Deckel vom F1/2L612/712/812 sind gleich. siehe auch Austauschbarkeit von Bauteilen im Motorenhandbuch D20 ab Seite 142.

      Mach eines nach dem anderen, wir helfen dann gerne, wenn wir Bilder dazu haben, wenn's unklar ist.

      Griaßle
      Martin
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    • Hallo,

      ich habe noch ein paar Fragen!

      Die WHB´s sind angekommen und ich habe schon etwas darin gestöbert.


      Es gibt da ja noch die angesprochene Scheibe (1141), die ich gerne mit den Dichtungen bestellt hätte.


      Leider steht in der ETL nur "Ring". Kann mir jemand sagen, wo ich den Ring bekomme?

      Dann hat mir die unterschiedliche Position der Rohre keine Ruhe gelassen (Bild 111302).

      Wie kann dies unterschiedlich sein. Ist dies wirklich von diesem Deutz oder von einem anderen mit kürzerem Rohr?

      Die Feder hat ja auch weniger Windungen. Da stimmt doch was nicht!!!


      Im Bild 194329 ist kein Unterschied zu sehen. Somit muss das Rohr ja kürzer sein.

      Und die anderen Rohre hat der Vorbesitzer mit seinem Lieblingsmittel "SCHWARZE DICHTPASSTE" verfeinert!

      Worauf muss ich bei rausnehmen der Stoßstangen achten? Welche wo drin war?
      Images
      • IMG_20190628_194315.jpg

        3.41 MB, 3,648×2,736, viewed 30 times

      Post was edited 1 time, last by DeutzTom80 ().

    • Moin zusammen!

      Wie sieht´s aus? Keiner einen Tipp zum meinen vorab gestellten Fragen!!!


      Es gibt's zusätzlich zu den Brillendichtungen auch schon die nächste Undichtigkeit.



      Da wird es dann richtig spannend.

      Hat jemand eine Zeichnung, wie die Glühkerze im Zylinderkopf verbaut ist? Ich finde da im WHB nix detailliertes.

      Anscheinend ist dort nicht direkt ein Gewinde im Zylinderkopf, sondern nochmal eine Passhülse!??

      Oder wie kann da sonst Öl/Luft entweichen?

      Wer kann mir da weiter helfen?
    • Hallo Tom,

      die Gewinde in den Alugußköpfen sind alle mit/aus Stahleinsätzen eingegossen. Ich habe dazu einen Schnitt eines Kopfes, den ich Dir aber erst am Montag zeigen kann, weil ich derzeit nicht an die Daten komme (Geschäft). Das Glühkerzengewinde muß ich mir erst noch ansehen, ob konisch oder mit Dichtring oben - bevor ich Mist schreibe... Es muß aber dicht sein.

      Die Stößelrohre werden durch die Federn nach oben gedrückt, also Federn zusammendrücken, Stößelrohre nach unten drücken und seitlich ausschwenken, dann herausziehen. Logo, daß die Stößel natürlich zuerst raus müssen, nachdem die Kipphebelböcke auch runter sind!!! Für die Federn gibt es Halteklammern mit Griff. Ich habe die, kann man sich aus großen, das Stößelrohr umfassenden, aufgeschnittenen U-Scheiben selber basteln. die Maße könnte ich bebildert nachmessen und weitergeben.

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii