F2L612 wie dicht muss/soll/kann Motor wirklich sein? Gibt es überhaupt komplett dichte Motoren?

    • Ach ja, habe die neue Buchse nun ohne Bearbeitung des Kipphebels so direkt eingesetzt. Sitz wie ne EINS! hat kein Spiel.
      Buchse in Gefrierschrank, Kipphebel mit Heißluftföhn erhitzt und dann schnell ineinander gesteckt und einen kurzen Schlag mit Hammer und Kantholz verpasst. ist direkt reingeflutscht.
    • Hallo,

      schau mal in [Werkzeug & Wartung]. In dieser Rubrik findet sich vielleicht was!

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    • Hallo zusammen,

      muss leider wieder etwas zurück rudern. Der zuvor gefeierte EinlassKipphebel ist doch nicht eins A. Zwar hat er kein seitliches Spiel, jedoch sitzt die Buchse nicht 100% im Kipphebel. Somit lässt sich diese leicht verdrehen, was dazu führen könnte dass das Loch zur Schmierung nicht mehr oben sitzt.

      Jetzt bin ich hin und her gerissen. Soll ich die Buchse wieder entfernen? Dann muss ich wirklich wie schon von euch beschrieben den Hebel aufbohren und ein Buchse maßanfertigen lassen.

      Was würdet ihr tun?
    • Servus Tom,

      ich würd die Buchse einkleben. Da gibts sicher was temperaturfestes von Loctite.

      Und nach einigen (ca. 5) Betriebstunden den Sitz der Buchse kontrollieren, gerne danach auch noch auch öfter, bei jedem Ölwechsel zum Beispiel. Wenn er noch passt ists gut, wenn nicht, kannst immer noch aufbohren. Oder in der Zwischenzeit nach nem guten, gebrauchten Kipphebel suchen. Wenn du einen findest und die geklebte Buchse hält, dann hast einen auf Reserve. Haben ist besser als brauchen.

      Grüße vom
      Reini
      Bevor i mi d'rüber aufreg', is's ma liaba Wurscht.

      Post was edited 1 time, last by krammerreini ().

    • Moin,

      Okay Loctite könnte ich noch probieren.
      Hab gestern noch die verbleibenden 3 Kipphebel gemacht. Leider ist hier genau das Gegenteil vom ersten Hebel festzustellen. Nach dem einpressen der Lagerbuchsen lässt sich ein Kipphebel nur sehr schwergängig bewegen trotz Bad in Motoröl. Die anderen beiden sitzen absolut stramm, aber bewegbar. Müssen sich die Buchsen erstmal einlaufen?
      Können z. B. die Stösselstangen Schäden davontragen?

      Naja, wenigstens ist Zylinder 1 jetzt wieder komplett zusammen.
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    • So, OP beendet.

      Euch allen vielen lieben Dank für die großartige Unterstützung, und den seelischen Beistand :D :thumbsup:

      Brillendichtungen sind eingebaut. Stößelrohre mit neuen Federn und Dichtungen versehen.
      Kipphebelbuchsen+Achsen neu eingebaut.
      Ventilspiel eingestellt.
      Abknickendes Kupplungspedal mit Führung gepimpt.

      Motor springt auf anhieb an :thumbup:

      hier ein paar Videos:









      Was sagt ihr?

      Sieht und hört sich das normal an?
      Ist der Ölfluss, der überwiegend an den Stößelstangen runter läuft normal?

      Gruß

      Tom
    • Hallo,
      meiner Meinung nach hört er sich normal an,
      und das Öl an den Stößelstangen haben meine auch,
      an den Kipphebelbuchsen kommt in der Tat bei meinem mehr Öl durch,
      aber das heißt nix,
      die Buchsen können ja auch nur sehr passgenau sein und das Öl in deinem Video war noch kalt,
      dann gehe ich davon aus das bei warmen dünnen Öl mehr rauskommt.
      Die Schmierölbohrung hast du ja in die Richtige Stellung eingepresst,
      falls die Kipphebel vom 712 sowie die von 912 eine bestimmte Stellung haben,
      habe meine nämlich auf 912 umgebaut?

      Gruß Markus
    • Servus Tom,

      irgendwo hab ich mal gelesen, dass das Öl ganz gezielt von den Stößeln über die Stößelstangen nach oben gepumpt wird. Und wenn es oben angekommen ist läufts eben wieder runter. Bei höheren Drehzahlen und erwärmtem Öl verteilt sich dann noch ein bischen Öl, das dann zumindest zu einem kleinen Teil zur Schmierung des Ventiltriebs beiträgt.

      Falls die Quelle dieser Aussage gewünscht wird, mach ich mich auf die Suche danach.

      Grüße vom
      Reini
      Bevor i mi d'rüber aufreg', is's ma liaba Wurscht.
    • Moin Reini,

      krammerreini wrote:

      Falls die Quelle dieser Aussage gewünscht wird, mach ich mich auf die Suche danach.
      die würde mich allerdings interessieren. Ja es ist so, dass das Öl über die Stößel in die Kipphebel gepumpt wird.
      Dort soll es allerdings der Schmierung der Kipphebellagerung dienen und auch dort in gewissem Maß austreten. Allerdings habe ich noch nicht gesehen, dass so viel Öl zwischen Kugelkopf und Stößel austritt, das kommt mir spanisch vor...

      Die Menge würde ich als normal erachten:
      youtube.com/watch?v=R3ZbFzDup9o


      MfG Kai
    • Moin,

      krammerreini wrote:


      irgendwo hab ich mal gelesen, dass das Öl ganz gezielt von den Stößeln über die Stößelstangen nach oben gepumpt wird. Und wenn es oben angekommen ist läufts eben wieder runter. Bei höheren Drehzahlen und erwärmtem Öl verteilt sich dann noch ein bischen Öl, das dann zumindest zu einem kleinen Teil zur Schmierung des Ventiltriebs beiträgt.
      im FL812-WHB Seite 107 (auf die Schnelle im FL612/712-WHB nicht gefunden) : "Die Schmierung der Kipphebel und Ventile erfolgt durch in den Stößeln und Stoßstangen hochgepumptes Schmieröl. Das austretende Öl fließt in den Stoßstangenschutzrohren zurück in den Ölsumpf." Da gibts auch die Grafik wie der Ölkreislauf konkret aussieht.

      Eigentlich sollte an den Stößelrohren nicht viel rauskommen, eher an der Kipphebelwelle. Hast Du mal nachgesehen ob die Kipphebelbohrungen durchgängig sind? (von der Stößelrohraufnahme über den Kipphebel an die Kipphebelwelle sollte Durchgang sein.) Sind die Löcher in den Kipphebellagerbuchsen oben, d.h. zeigen die auf das Loch im Kipphebel? (WHB 812 S. 31, WHB 6/712 S. 14)

      Gruß,

      Josef
    • Motorenhandbuch D20 für FL612/712 Seite 14.

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Servus,

      hier einmal Friedhelms Beitrag zu den Kipphebeln

      Bei meinem F2L712 kommt an den Stößelstangen (bis auf bei einem) genausoviel Öl an und an den Kipphebelbuchsen dafür etwas mehr.
      Auf einem der Videos kann man alle 2-3 Sekunden einen Öltropfen zählen. Ich denke die Menge passt so.
      Man kann ja nichts einstellen, weil die Öldosierschrauben nicht verbaut sind wie beim 912er.
      D30S-NFG, BJ 62 und F2L612/6-N, BJ 57
    • Servus miteinander,

      @swd40 und @Obrschwob, danke euch beiden für die Quellenangabe. Genau das hab ich gemeint.
      Ich hab das wohl in Gedanken mit dieser hübschen Grafik vermischt, in der, wenn ich mich recht erinnere (bin immer noch auf Reha und kann nirgends nachschlagen), rote Pünktchen einen Ölnebel /-dunst darstellen, der im Kipphebelraum rumschwirrt und auch ein bischen schmiert, indem er alles mit Öl benetzt, auch die Druckpilze und die Ventilschäfte.

      Desweiteren muss ich gestehen, dass mir die Menge an austretendem Öl beim betrachten des Videos mit dem Handy gar nicht soo sehr aufgefallen ist. Erst beim zweten ansehen am Tablet in Vollbildschirmansicht hab ich es dann auch gesehen. Und ich schließe mich den Vorrednern an, das ist wohl etwas zuviel des guten. Ich tippe auf: entweder Buchse verdreht oder Ölbohrung dicht.

      Grüße vom
      Reini
      Bevor i mi d'rüber aufreg', is's ma liaba Wurscht.