Radschrauben, Getriebeölwechsel u.s.w.

    • F3L 514/51

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    • Radschrauben, Getriebeölwechsel u.s.w.

      Einen guten Abend wünsche ich allen Forumsmitgliedern.
      Ich benötige mal wieder eure Hilfe.
      Seit 2 Monaten bin ich stolzer Besitzer eines F3L514/51 mit dem Stahldeutzgetriebe. Er hat die Fahrgestell-Nr. 7706/91 und wurde 1955 gebaut. Einen Fahrzeugbrief habe ich leider nicht.
      Dem Deutz sind die harten Einsatzzeiten - auch wenn sie sicher schon viele Jahre zurück liegen - deutlich anzusehen. Auch wenn das leider jetzt erst bei der Demontage zum Vorschein kommt. Aber diese Traktoren wurden eben nicht zum Heu wenden gebaut, sondern haben auf größeren landwirtschaftlichen Betrieben schwerste Zugarbeiten verrichten müssen. Bei meinem war schon mal die komplette Ackerschiene abgerissen. Auch schon mal mit der kompletten Wanne an der Getriebbefestigung. Auf der rechten Seiten wurde die Nabe - ich hoffe, das ich das richtig bezeichnet habe - an der Verzahnung schon mal wieder zusammen geschweißt. Das rechte Vorderrad hat einen negativen Sturz. Obwohl die Buchsen nicht ausgeschlagen sind. Die Spurstange ist krumm. usw, usw.

      Nun zu meinen Fragen:
      a) 2 Radbolzen sind abgerissen. Die werden von außen durchgesteckt und innen an der Nabe festgeschraubt. Leider habe ich die weder im www noch sonst bei den Teilehändlern finden können. Hat von den Forumsmitgliedern jemand eine Bezugsadresse oder vielleicht noch 2 Stück liegen?
      b) Nach der Recherche hier im Forum kommen auf das Stahldeutzgetriebe ca. 65 ltr. Öl der Viskosität 80W90 Gl4 oder Gl5. Ist das zutreffend?
      c) Hat von den Forumsmitgliedern noch jemand einen Peilstab für das Getriebeöl? Der ist an der linken Seite in einer Öffnung der Verkleidung unter dem Tank.
      d) Gibt es die sehr große Papierdichtung an dem hinteren Getriebedeckel noch irgendwo zu kaufen? Oder wird von den Forumsmitgliedern auch gern eine flüssige Abdichtung verwendet? Wenn ja, welches Produkt? Dichtungspapier in verschiedenen Stärken habe ich. Aber bisher nicht in der für den Getrieböldeckel benötigten DIN A3 Größe.

      Ansonsten habe ich viele Teile wie Bremsbelege, Dieselhahn, Dichtungssätze Zylinder, Kotflügeldeckbleche usw bei Delegro gefunden.

      Vielen Dank schon mal im voraus für Eure vielen sachdienlichen Antworten.

      VG
    • Hallo Rolf,

      in Sachen F3L514 kenn ich mich leider nicht soo gut aus....wäre aber, wie sicher einige andere hier auch, an Bildern von deiner Maschine interessiert.

      Vielleicht können dir diese Adressen einwenig weiterhelfen:

      lanzenberger-traktorteile.de/

      traktorenteile-segger.de/

      treckergarage.de/

      Gruss Andreas
      "Er hat geschweisst, man sieht es kaum, lasst uns schnell noch einen Niet reinhau`n!" ;(
    • Hallo Andreas,

      die Dokumentation ist leider immer mein Problem. Heute habe ich mal ausnahmsweise einige Fotos von dem zerlegten Deutz gemacht. Wenn ich die morgen von der Kamera auf den PC geladen habe, werde ich mal versuchen die hier hoch zu laden. Bisher habe ich das noch nicht gemacht.

      Gruss Rolf
    • Hallo ,

      also dein Modell kenne ich so
      nicht . Also was ich schreibe
      mit Vorsicht bedenken .

      Der Traktor ist zu einer Zeit gebaut
      worden in der Getriebeöl mit
      GL 4 , GL 4-5 und GL 5 nicht gab .
      In der BA steht vermutlich GL 3.
      Also ein Einbereichsöl SAE 90
      oder so . Bitte in der BA prüfen .
      Wenn es ein SAE 90 sein soll
      hat man die Wahl zwischen ein
      SAE 90 und ein Mehrbereichsöl
      SAE 80/90 GL4 .
      Von GL 4-5 oder 5 würde ich
      die Finger lassen .

      Wenn man ein Mehrbereichsöl
      verwenden möchte , stellt sich die
      Frage : Ist Buntmetall im Getriebe
      verbaut ?
      Also dann nur Öl mit entsprechender
      Freigabe .

      Falls eine Dichtung nicht mehr zu
      bekommen ist , kann man sich die
      selber aus entsprechenden
      Material anfertigen .
      Aber das Material ist teuer .
      Deswegen wird häufig ein
      Flächendichtmittel verwendet .
      Nachteil : Manchmal wird das dann
      nicht dicht , zu uneben .
      Selbst die Dichtung wird ja von
      beiden Seiten mit Dichtmittel
      behandeln .

      Gruß Eckard
      Meine Schlepper :
      Deutz D15 ( 712 ) , Deutz D40L / 40.2 ( 812 ) , Deutz 4005
      und zwei Standmotoren Type F1l712 .
    • Hi Rolf,
      ich benutze Hylomar an den Getrieben. Bisher sind alle dicht die ich gemacht habe.
      Allerdings schleife ich die Flächen vor dem Zusammenbau bis sie blank sind.
      Hylomar empfiehlt die Schrauben nach einigen Tagen nach zu ziehen, da sich das Mittel rausdrückt und so minimalst Spannung in den Schrauben verloren geht.
      Gemacht habe ich das, aber viel nachziehen konnte ich nicht.
      Egal, auch Hylomar geht gut.
      Allerdings waren das alles Gussgehäuse. Ob sich Dein Stahlgetriebe mehr verzieht ... keine Idee dazu.
      Mein Nachbar schneidet die Dichtungen aus Packpapier und fettet die Flächen ein vor dem Zusammenbau ... auch das wird dicht (ich glaube weil das Fett das Papier quellen lässt).

      Dichtungspapier ist preiswert als Meterware im Kfz Zubehör Laden zu bekommen. Ich habe vor einigen Jahren 30€ für 2m x 1m x 0,25mm dick bezahlt. Das reicht bis heute.
      Mit einem öligen Händedruck

      Ralf
      _______________________
      LANZ D1616 und Deutz F2L514
    • Zunächst vielen Dank für die Rückmeldungen.
      Getriebeöl habe ich SAE90 Gl3 gekauft.
      Eine Spurstange brauche ich auch noch. Auf der linken Seite war die Mutter am Spurstangenhebel so festgeschweißt, dass ich zur Demontage den Konus durchflexen musste. Das ist natürlich die verpresste Seite.

      Hier mal 2 Fotos von dem Deutz.
      Ich glaube, dass das Format zu groß ist. Da muss ich zukünftig noch etwas ändern.

      Die Schlussformulierung von Pauly "mit einem öligen Händedruck" gefällt mir sehr gut. Meistens stimmt es ja.

      Rolf
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