Schleifgeräusch Deutz F2L612/5-NK Anfahren Fahrt

    • F2L 612/5

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    • Schleifgeräusch Deutz F2L612/5-NK Anfahren Fahrt

      Guten Morgen liebe Deutzfreunde,

      nach Reparaturen an Bremsen, WeDi, Kugellager an der Hinterache, konnte ich gestern die erste Probefahrt mit meiner Neuerwerbung machen. Leider ist ein Schleifgeräusch zu hören, von dem ich hoffte, dass es durch das Reinigen/ Erneuern der Bremse etc. weggeht. Nun ja, wie das so ist, ist es noch da. Leider kann ich es nicht zuordnen. Ich habe ein Video gemacht, das ich verlinken werde und bin für jeden Tipp dankbar. Am besten hört man das Geräusch beim zweiten Anfahren auf dem Video. (Ab Sekunde 10)

      Lieben Dank schonmal im Voraus.

      MfG Richard

      youtube.com/watch?v=QwGdk-q8awg

      Post was edited 2 times, last by Richard.K. ().

    • Hallo Richard,

      aus dem Video kann man nicht explizit auf die Bremse schliessen, sorry. Ein Getriebegeräusch liesse sich evtl. auch nicht ausschliessen (beim zuhören).

      Hast du den Traktor mal aufgebockt und an den H-Rädern gedreht und gelauscht?
      Da das Geräusch nur beim anfahren (wie du schreibst) auftritt tippe ich eher auf Kupplung oder Getriebe....

      Aus der Ferne schwer zu sagen.

      Gruss Andreas
      "Er hat geschweisst, man sieht es kaum, lasst uns schnell noch einen Niet reinhau`n!" ;(
    • Ich denk....das du die Bremse auch richtig eingestellt hast. (?)

      Hast du Daten zur Kupplung, ob die schonmal gemacht worden ist?
      Ich hör da so ein "Rupfen".....kann mich natürlich auch irren, wohlgemerkt.

      Bedenke: Onlinefehlersuche hat Grenzen ;) Wie fit bist du in Traktoren?

      Gruss Andreas
      "Er hat geschweisst, man sieht es kaum, lasst uns schnell noch einen Niet reinhau`n!" ;(
    • Hallo Richard,

      die Bremsbacken müssen evtl., abhängig vom Belag, zentriert werden in der Trommel. Nachgestellt wird am Bremsgestänge. Außerdem sind die Belagsträger u.U. verkehrt herum eingebaut. Die halbmondförmigen Ausbuchtungen am jeweiligen Ende desselben sind nämlich nicht gleich groß! Der kleinere Halbmonausschnitt gehört zum Ausrückhebel, der größere zum runden Umlenkstück. Vertauscht eingebaut ergibt sich ein größerer Backendurchmesser in der Bremstrommel!

      Das Flanschlager (siehe Anhang) ist einseitig mit einem Langloch montiert, das zum Einstellen der Zentrierung der Backen dient.

      Der 612/5 hat einen Rohr-Kogellagerausrücker.

      Der Rest wurde bereits erklärt.
      HANDBÜCHER besorgen!!!

      Griaßle
      Martin
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      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Normal wird das Flanschlager mittig im Langloch befestigt. Je nach Belagsart kann es aber sein, daß man das halt ändern muß, weil es Auswirkung auf die Grundstellung der Backen hat. Eigentlich dürfte nach gewissenhafter Handbucharbeit in der Tat kein Problem bestehen.

      Ich lese nochmals nach, um das korrekt widerzugeben...
      EDIT: Schau den Abschnitt im Werkstatthandbuch auf den (Druck-)Seiten 85 und 86 (im PDF bei mir Seite 91/92) zu den Bremseinstellungen an, da steht das bzgl. Flanschlager.

      Am besten den Schlepper aufbocken und die drehbaren Teile abhören:
      • Kupplungsausrücker ansehen - linkes Luftgitter dazu entfernen
      • Hinterräder drehen
      • Handbremse / Zwischenwelle abhören - evtl. schleift das Bremsband irgendwo
      • Sitz Bremstrommeln prüfen - evtl. schief? Rad müßte dann aber auch eiern
      • Bremsen zu knapp/eng eingestellt?
      • lose Bremsankerplatte?
      • Lagersitz korrekt?
      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
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      Post was edited 1 time, last by Obrschwob ().

    • Moin Richard,

      das Geräusch kenne ich.
      Schau mal ins Zwischengetriebe, ob da noch genug Öl drauf ist.
      Es besteht nämlich die Möglichkeit, dass das Getriebeöl des Zwischengetriebes durch einen undichten Wellendichtring langsam ins Schaltgetriebe abfließt. Ohne Öl wird es dann lauter.
      Das Problem hat mein Schlepper auch, und ich muss alle halbe Jahr einen Liter Öl aus dem Schaltgetriebe absaugen und ins Zwischengetriebe einfüllen. Dann ist Ruhe.
      Könnte man reparieren, aber der aufwand zum Nutzen steht da in keinem Verhältnis. Wenn man das Schaltgetriebe wegen einer wirklichen Reparatur mal öffnen muss, würde ich das mitmachen.
      Schöne Grüße
      aus Bremen

      Götz


      Deutz F2L 612/5-NK
      Motor F2L 712
      Baujahr 1957
      Schlepper Nr. 7461/167
    • Das Geräusch was ich da höre kommt vom Getriebe (Differential)
      und wirst du nicht begbekommen,
      das ist bei einem lauter beim anderen leiser,
      bei deinem ist es halt lauter,
      aber Öl ist noch im Getriebe?
      Bock ihn mal hoch und Dreh am Rad,
      mal mit angezogener Handbremse,
      mal ohne und hör mal ob sich was verändert!

      Gruß Markus
    • Moin Richard,

      siehe Foto, da sind zwei Stopfen zum Schrauben übereinander. In die obere Schraube einfüllen, unten ablassen. Wenn beim Einfüllen überläuft ist voll ;)
      17er Schlüssel. Zum Befüllen verwende ich immer eine Halbliter Hydrauliköl-Quetschflasche mit ausziehbarem Rüssel und Schlauchverlängerung. Ist ein bisschen fummelig und man kleckert auch immer etwas mit Öl, aber geht ganz gut.
      Images
      • DSCN0109.1.jpg

        1.62 MB, 2,816×2,112, viewed 154 times
      Schöne Grüße
      aus Bremen

      Götz


      Deutz F2L 612/5-NK
      Motor F2L 712
      Baujahr 1957
      Schlepper Nr. 7461/167
    • Moin Richard,

      sehr schön, dann hatte ich das Geräusch ja richtig erkannt. ;)
      Fülle das Getriebe mit dem gleichen Öl wie im Schaltgetriebe auf. 1,5 Liter gehen rein.
      Beobachte den Ölstand anfangs wöchentlich. Ich nehme dazu ein Stück Draht als Peilstab, den man schräg ins Einfüllloch steckt. So kann man ungefähr peilen was Sache ist.
      Es könnte bei Deinem Schlepper auch so sein, dass die Wellendichtung zum Schaltgetriebe schlapp gemacht hat, und sich das Öl des Zwischengetriebes in das tiefer gelegene Schaltgetriebe verabschiedet. Mehr als 1 Liter läuft aber nicht ab, so dass eine gewisse Notschmierung immer erhalten bleibt - solange die Ablassschraube fest drin ist ;) .
      Da ich meinen Schlepper immer im April und Oktober - also alle halbe Jahr - brauche, um mein Boot zu ziehen, kann ich in dem Zeitraum ca. 0,75 Liter nachfüllen.
      Schöne Grüße
      aus Bremen

      Götz


      Deutz F2L 612/5-NK
      Motor F2L 712
      Baujahr 1957
      Schlepper Nr. 7461/167
    • Morgen,

      es waren noch gute o,2 Liter im Zwischengetriebe. Wurde also Zeit, dass da was gemacht wird. Danke für den Tipp. Leider ist das Schleifgeräusch noch da. Ich hab ihn gestern aufgebockt, Räder gedreht, Geschaut ob die große Feder der Kupplung noch funktioniert. Das geht alles noch. Nach mehreren Runden, glaube ich das Geräusch wirklich im Differential verorten zu können. Deswegen nochmal @Replay geht da wirklich gar nichts zu machen? Nervt schon hart und man macht sich Sorgen.

      MfG
    • Hallo Richard,

      ans Differential kommt man nur dran, wenn man den Schleper trennt und die Getriebehalbschalen teilt, also komplett zerlegt. Das ist ordentlicher Aufwand. Das Differential wird nur mäßig geschmiert und die Schicht gegen Korrosion aus Molykote Rapid ist natürlich längst runter. Weiß der Deibel, was da noch schmierend vorhanden ist.
      Als ich meinen vergangenen Sommer aufgemacht habe, kam da eine rote Pampe raus, die sich gewaschen hatte.... Derzeit wird er Stück um Stück wieder zusammengesetzt. So recht will ich aber dort nicht an Schleifgeräusche glauben... Außer: an meinem war das Differentiallager 6217 (75€ je Stück) rechts gänzlich fest! Was sich da noch gedreht hatte, weiß ich nicht. Du könntest hinten mal den Zugmaulbock abbauen und reinschauen, was los ist. Zumindest sieht man, ob es verdreckt ist. Kann Dir Bilder von meinem zeigen, wie der ausgesehen hatte, aber erst kommende Woche...komme grad nicht dran. Die Ablaßschrauben bekommen noch Neodymmagnete verpaßt.

      Griaßle
      Martin
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    • Hallo,
      nein außer zerlegen und schauen ob ein Lager defekt ist und das Spiel vom Differential einstellen kann man da von außen nichts machen.
      Bei meinem einen Deutz ist es auch was lauter,
      bei meinem anderen ist es leise.
      Habe mir auch erst Sorgen gemacht aber wenn du dir andere Trecker mit dem Getriebe bei YouTube oder auf Treffen anhörst haben das sehr viele und ist bei dem Alter unserer Trecker mehr oder weniger normal!
      Wie du ihn hochgebockt hast,
      bei angezogener Handbremse ist das Geräusch weg und wenn du an einem Rad drehst ist es da und wenn du schnell genug drehst, (beide Räder in der Luft) wird es auch leiser. ( wenn ich das noch richtig im Kopf habe ist bei mir schon ein paar Jahre her das ich mir wegen dem Geräusch Sorgen gemacht habe)

      Gruß Markus