Hydraulik ausser Betrieb setzen

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    • Hydraulik ausser Betrieb setzen

      Hallo,

      Foren sind für mich Neuland und die Anschaffung eines 5506 (BJ. 73) noch weitaus mehr! Erbitte Hilfe von Erfahrenen - ein Steuerventil der Hydraulik leckt bei zunehmender Erwärmung des Oels - eher Sinnflut. Was muss ich beachten beim Abbau der Steuerventile (betroffen ist scheinbar der Übergang des am Hydrauliktank Nächstliegenden Steuerventils zur Steuerung des Arbeitsgerätes am Frontlader - zum Folgenden für die Hebe- und Senkfunktion des Frontladers. Es ist noch ein folgendes Drittes verbaut für den Anschluss externer Geräte).
      Ich möchte in den nächsten Tagen die Wiesen abschleppen und werde wohl mehr Zeit für die Instandsetzung brauchen (Anfänger mit implodiertem Geldbeutel). Ist es möglich die Hydraulik vorübergehend ausser Betrieb zu setzen?

      Für Hinweise bezüglich älterer Forenbeiträge oder Sachverstand wäre ich sehr dankbar!

      Eric
    • Hallo Eric,
      du kannst das Zahnrad, das die Hydraulikpumpe antreibt abziehen und die Pumpe wieder einbauen, dann funktionieren allerdings deine Dreipunkt auch nicht mehr. Falls eine Lenunterstützung eingebaut ist, funtioniert das sowieso nicht. Es gibt noch mehrere Möglicheiten, allerdings zu riskant.
      Ehrlich gesagt machst du dir damit unnötige Arbeit. In der Zeit, in der die Pumpe bzw. das Antriebszahnrad abgebaut wird, hast du die Ventile schon halb abgedichtet. Am Besten ist es tatsächlich, wenn du den Hydraulikbereich reinigst, das Öl rausläßt, die Ventile abbaust, prüfen, im Normalfall neue O-Ringe rein (Centartikel), zusammenbauen, freuen. Wenn du dir das nicht zutraust, unterstützt dich vielleicht jemand, wenn du sagst wo du wohnst.

      Gruß
      Gerhard
    • Hallo, du kannst dir vorübergehend behelfen, indem du die Hydraulik drucklos machst. Alle Hydraulik ablassen, Steuerventile auf Schwimmstellung.
      Die Frontlader Schwinge musst du dann abnehmen, sonst kannst du nicht fahren.
      Norbert

      PS: natürlich nicht das Öl ablassen, sondern die Hubarme ....
    • Hallo, wenn du die Wiese abschleppen musst wirst du um das abdichten nicht herum kommen.

      Vielleicht reicht es schön wenn du die 3 schrauben, die durch die Steuergeräte gehen nachziehst.

      Wo kommt denn das Öl her? Drückt es zwischen den Steuergeräten raus oder am Betätigungshebel?

      Die o rings zwischen den Steuergeräten sind Normteile. 1x 22x2 und 2x 18x2.
      Mit freundlichen Grüßen
      Michael
    • Hallo Gerhard, Norbert und Michael,

      danke für die Handlungsempfehlungen und mit diesen das Wachsen von Zuversicht! Nun werde ich es wagen, die Steuerventile vorerst auf feste Verschraubung zu prüfen und ggf. demontieren, um die Dichtungen zu prüfen. Das Öl tritt nicht am Steuerhebel aus, sondern zwischen den Ventilen und an einer Schraube, welche rückseitig am 1. Steuerventil verschraubt ist.
      Des Weiteren scheint der Öl Stand sehr niedrig und die Empfehlung einen Ölwechsel (und in diesem Zuge auch des Filters) ist wohl angebracht.

      Nun dann ans Werk und wenn ich in einen Jammerzustand gerate werde ich mich melden und Rat suchen!

      Ich bin im Nordosten in der Nähe von Neubrandenburg zu Hause. Eher wohl ein Landstrich bewährter sowjetrussischer und tschechoslowakischer Landtechnik.

      Danke nochmals für die gespendete Zeit!

      Bis bald - Eric
    • Hallo,

      nachdem Ihr mir Mut gemacht habt, habe ich die Steuerventile demontiert. Die O - Ringe waren vollständig und alles wirklich fest verschraubt. Bei dem vermutet betreffenden 1. Steuerventil konnte ich eine Fehlerquelle ausfindig machen. Im demontierten Zustand bei Betätigung des Hebels drückte es Luft und Öl aus dem rückseitig montierten Aufsatz und einer ebenfalls vorhandenen Stellschraube (wobei der Ölaustritt zuvor sichtbar war und evtl. auch aus dem montierten Aufsatz stammen könnte).

      Kann ich das Wagnis unternehmen und als Laie diesen demontieren und ggf. mögliche Leckage instandsetzen und worauf muss ich achten?

      Danke!

      Eric
    • Hallo,

      jenes Foto zeigt besagtes Steuerventil, viel mehr noch jenes Anbauteil. Habe mich gewagt es zu demontieren und bin auf sehr verschmutztes Öl gestoßen, welches dort wohl eher nicht hingehört. Verborgen hat sich dahinter eine ziemlich starke Feder und ein Kolben.


      Mfg. Eric
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    • Hallo Eric,
      ich kann es nicht genau genug erkennen, denke aber, dass es sich bei der Feder um eine Rückstellfeder handelt. Der Kolben ist vermutlich der Steuerschieber, der den Ölfluß regelt. Der Steuerschieber ist nach Aussen, also in Richtung Feder mit einem O-Ring abgedichtet.
      Du mußt den Steuerkolben rausbekommen, um den O-Ring zu erneuern. Wie gesagt, eher auf Verdacht. Wenn du es schaffst Bilder von dem Ventil von mehreren Seiten, oder eine Teilenummer einzufügen, wird dir sehr detailliert geholfen werden.
      Gruß
      Gerhard
    • Hallo Gerhard und die weiteren Unterstützer,

      vorerst meinen herzlichsten Dank! Es beeindruckt mich, das Ihr mit Eurem Sachverstand und der Zeit die Ihr zur Verfügung stellt - mir und mit Sicherheit auch Anderen Mut macht, sich den Dingen zu stellen. Ihr vermögt es, mich Schrittweise weiterzuführen, so dass etwas, was zuvor nicht lösbar (nur durch Fachwerkstatt)deutzforum.de/index.php?attach…be20b9d133a40079ac6b0fdb8, sich sortiert, konkret wird und dadurch handhabbar.

      An bei die Fotos zur Ermittlung des Typ`s von Steuerventil. Habe ausser das geprägte Logo keine anderen Hinweise finden können.
      Der Kolben hat eine Schlitzung (womöglich für Schraubendreher zum Lösen?)

      Wie kann ich weiter fortfahren mit der Demontage?

      Mit freundlichen Grüßen

      Eric


      Weiterführend würde ich gern noch wissen, welches Hydrauliköl verwendet werden muss. Normales Motorenöl 15 W 40 möchte ich gern vermeiden, aufgrund evtl. zu erwartenden weiterer Leckkatastrophen auf den Wiesen, welche meinen Tieren Nahrung bieten sollen (Hydrauliköl = Umweltverträglicher???)
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    • wolkenfischer wrote:

      (Hydrauliköl = Umweltverträglicher???)
      Hallo,

      nein, ob du ein Motorenöl oder Hydrauliköl auf Mineralölbasis nimmst spielt keine Rolle. Das Hydrauliköl ist dünnflüssiger und es kommt eher zu Leckagen.
      Es gibt aber synthetische Hydrauliköle, die z.B. auch Harvester im Wald einsetzen. Wenn denen mal ein Schlauch platzt sind schnell ein paar Liter im Waldboden.
      oelbaron24-shop.de/hydraulik-i…es-46-biologisch-abbaubar

      Ich denke aber bei einem Schlepper ist abdichten die erste Maßnahme.
      Gruß, Harm

      DX4.31 und D4005
    • Hallo
      Anstatt das Leck abdichten, den Krabbeltierchen im Wald leckeres
      Bioöl auf den Waldboden zu kleckern, finde ich ist schon ein komischer Ansatz.
      Gibt es da nichts auf Honigbasis oder so, weil die Bienen leiden besondere Not..!!
      Nis

      PS: als Vorbeugung für ein plötzlich und unerwartet auftretendes Leck in der Hydraulik ist ein Bioöl natürlich gut.