Restauration von Papa's D25.2

    • D 25.2

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    • Restauration von Papa's D25.2

      Hallo zusammen!
      Ich bin neu hier im Forum und würde mich gerne -wie es sich gehört- als erstes einmal vorstellen. Mein Name ist Thomas aus Niederkassel bei Bonn und ich habe letzte Woche mein erstes Traktor-Projekt angefangen ;) Mein Papa hat früher bei Deutz gearbeitet und ich glaube, da ist es Usus, dass jeder Mitarbeiter auch privat einen Traktor besitzt. Bei uns ist es ein D25.2, der leider aber ziemlich mitgenommen aussieht. Mein Dad kann oder will nichts mehr dran machen, ganz nach dem Motto: "wieso denn, er fährt doch". Immerhin konnte ich ihn überzeugen, dass ich das Heft jetzt mal in die Hand nehme, um ihn wieder flott zu machen. Ein paar Fotos vom Ist-Zustand habe ich angehängt. Wenn es interessiert, werde ich auch nach und nach neue Bilder posten.

      Da ich mit Blick auf Traktoren absoluter Anfänger bin, hätte ich aber mal zwei Fragen. Vielleicht kann mir ja jemand helfen... Ich habe die vordere Verkleidung, Lampen und den Tank bereits demontiert. Allerdings bin ich nicht ganz sicher, wie ich den hinteren Teil der Verkleidung (also den, wo die Gitter drin sind) abnehmen kann. Sehe ich es richtig, dass ich dafür sämtliche Kabel und die Hydraulikschläuche vorher entfernen muss? Und falls die Hydraulik ab muss: kann ich die Pumpe und die Schläuche einfach abschrauben oder läuft mir dann nicht die Hydraulikflüssigkeit aus? Gibt es da einen Trick?
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    • Marcus Göbel wrote:

      versuch den Zustand so zu konservieren und verpasse ihm keine neue Farbe.
      Hallo,

      dazu würd ich auch raten. Du bist in der glücklichen Lage, das der Schlepper in der Vergangenheit nicht schonmal übergejaucht wurde.
      Die Patina ist absolut brauchbar.

      Gruss Andreas
      "Er hat geschweisst, man sieht es kaum, lasst uns schnell noch einen Niet reinhau`n!" ;(
    • Hallo und Willkommen erstmal, schön das du dich "wie es sich gehört" vorstellst, noch dazu gleich mit Bildern.

      Darf man wissen wie alt du bist oder hab ich das überlesen ?

      Zum Schlepper:

      Der Kabelbaum muß sicher weg wenn du die Verkleidung abnehmen willst, bei den Hydraulikleitungen würd ich mal annehmen das die vorerst bleiben können, bin mir aber auch nicht sicher. Mehr Detailbilder wären hilfreich. Die Hydraulik hat jedenfalls einen eigenen Ölhaushalt mit etwa 5-7 Liter schätzungsweise. Schau mal nach ob der Hydraulikblock der als Öldank dient außer der Saugleitung noch eine andere Ablassmöglichkeit hat.


      Das "D25" Emblem ist zumindest schon mal übertünscht worden und auch der Rest des Schleppers scheint mir oberfächlich schon einmal aufgehübscht. Die beiden Sitzgelegenheiten und auch die Begrenzungs-/Blinkleuchten trüben das Erscheinungsbild doch sehr.

      Ansonsten jedoch recht ordentlicher Zustand.

      Ich kenne deine Möglichkeiten nicht, ich würde ihn bis auf den Rumpf nackisch machen, durchreparieren (zB. Dichtringe, Bremsbeläge, bewegliche Bauteile instandsetzen oder ggf. erneuern ) und ihm ein neues Farbkleid in passendem Farbton verpassen.

      Drehstromlima und Auspuff passen auch nicht so recht zusammen. Da gibt es sicher schönere Lösungen, zB. würde mir ein Auspuff nach oben besser gefallen, wenn auch nicht original. Ein Sicherheitsbügel oder Überrollbügel macht auch an Schleppern Sinn die nicht landw. genutzt werden, also dran lassen.

      Gruß Thomas
    • Hallo zusammen ,
      hallo Thomas ,

      Bitte lege dir zumindest die
      passende Bedienungsanleitung und
      eine Ersatzteilliste zu .
      Unter dem Lenkrad ist ein Lager ,
      dieses auch gelegentlich abschieren .
      Ich mache das alle 2 Jahre zum TÜV.

      In der Hydraulik ist Motorenöl.
      Z.B 15W40 CF4 B3
      Preisgünstig und gut .
      Wenn du viel im Winter fahren
      möchtest , ist ein 10W40 die
      besser Wahl.

      Es gibt ein Werkstatthandbuch zum Motor und ein allgemeines Werkstatthandbuch zur D-Serie .
      Ob man die braucht ist eine Frage
      im Einzelfall .

      Zum Abschmieren verwende ich ein
      Lagerfett eines bekannten Lagerhersteller .

      Falls du spezielle Anbauteile/Geräte hast versuche auch hier Unterlagen zu bekommen .

      Gruß Eckard
      Meine Schlepper :
      Deutz D15 ( 712 ) , Deutz D40L / 40.2 ( 812 ) , Deutz 4005
      und zwei Standmotoren Type F1l712 .

      Post was edited 2 times, last by EckardderWaldbauer ().

    • Hallo zusammen!
      Vielen Dank für die nette Aufnahme und die vielen Tipps!
      Tatsächlich sieht der Deutz "live" schlimmer aus als auf den Bildern. Er ist vor Jaaahren schonmal überlackiert worden und dabei hat man sich leider nicht sehr viel Mühe gegeben. D.h. die Embleme (sofern sie überhaupt noch vorhanden waren) wurden einfach überlackiert. Außerdem ist der Lack nicht gut aufgetragen worden und hat jede Menge Risse. Das muss in jedem Fall neu gemacht werden.

      Am Wochenende gehts weiter, dann werde ich mal prüfen, ob ich das Hydrauliköl ablassen kann. Bin mal gespannt, ob überhaupt noch was drin ist, denn die Hydraulik funktioniert nicht mehr. Solange ich mich erinnere hat die auch noch nie funktioniert. Scheinbar waren irgendwelche Dichtungen undicht und das Öl ist beim Betrieb der Hydraulik "herausgespritzt", also hat man sie einfach stillgelegt. Mal sehen, vielleicht bekomme ich das auch wieder hin.

      Danke auch für die Hinweise bzgl. Werkstatthandbuch und Lager der Lenkstange. Eine Betriebsanleitung und Teileliste habe ich sogar gefunden, WHB werde ich mal schauen, ob ich das etwas im Internet finde. Bei ebay sind die ja recht teuer...

      VG
      Thomas

      PS: ich bin 41, also auch schon seit einigen Jahren Oldtimer ;)
    • Hallo Thomas,

      bevor Du mit "schwerem Gerät" an den Lack gehst, evtl.ein Tipp bzgl. Trockeneisstrahlen um den Lack erst mal zu reinigen - sprich den ganzen Schlepper. Das nimmt losen Lack und den ganzen Fettdreck runter, ohne den intakten Originallack zu schädigen- und es ist kein Wasser dabei, das die Elektrik irgendwie zu Kurzschlüssen zwingt ;) .

      Bzgl. WHB zum D25.2 meldest Du Dich bitte bei mir mal per Mail.

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Hallo Thomas,

      von mir auch erstmal ein Willkommensgruß!

      So einfach "stillegen" kan man die Hydraulik nicht.
      Die Pumpe ist ja fest angflanscht und über Zahnrad von der Nockenwelle angetrieben.
      Bei den Vorgängern konnte man einfach den Keilriemen runternehmen.
      Wenn die Anlage wirklich ohne Öl gelaufen ist, kannst Du dich schonmal auf die Suche nach einer neuen Hydraulikpumpe machen.
      Die mag nämlich keinen Trockenlauf...

      Gruß Martin
      D6006 Bj. 1974 :love: Wer braucht schon 6 Zylinder?

      Wer im Westerwald kaan Bulldog hot, de werd im Dorf ned ernst genomme!

      "Free as in free speech, not as in free beer"
      Richard Stallman
    • Naja man kann die Hydraulik nur ausser Funktion setzten wenn man die Pumpe demontiert und eine Blindplatte montiert. Die Pumpe längere Zeit ohne Öl zu fahren stelle ich mir schlecht vor, die frisst in kurzer Zeit und dann gibt es einen größeren Schaden.
      Vorsicht bei der Lenkrad Demontage das muss nämlich auch runter bei Deinem Vorhaben. Hier mal bitte die Suche verwenden.
      Ansonsten gutes Gelingen.
      Gruß Norbert
    • Hallo Norbert,

      Norbert Spiegel wrote:

      man kann die Hydraulik nur ausser Funktion setzten wenn man die Pumpe demontiert und eine Blindplatte montiert.
      Da hast Du wohl Recht.
      Nur sieht das auf den vierten Bild oben nicht danach aus.
      Daher mein Hinweis...

      Gruß Martin
      D6006 Bj. 1974 :love: Wer braucht schon 6 Zylinder?

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    • So, Hydraulikpumpe und -leitungen habe ich letzte Woche demontiert. Wie Ihr schon richtig geschrieben habt, war die tatsächlich nicht komplett außer Kraft gesetzt. Allerdings war auch nur noch sehr wenig Hydraulikflüssigkeit in Pumpe und Leitungen. Würde mal schätzen, dass es nicht mehr als ein halber Liter war. Ob die Pumpe das überlebt hat... werde sie bei Gelegenheit mal auseinandernehmen und mir das Innenleben anschauen. Ansonsten ist das gute Stück inzwischen schon erfreulich weit demontiert. Warte im Moment noch auf einen Abzieher, um das Lenkgestänge auseinander zu bekommen. Mit Hammer und dem Vorkriegs-Abzieher aus Opas Werkzeugkeller ist da nix zu machen ;)

      Und dann habe ich in einem Stall noch eine alte Kiste mit Originalteilen gefunden. Zumindest eine Original-Lampe für hinten inkl. Blech war dabei und das Original-Traktormeter. Beides muss überholt werden, aber immerhin...

      Eine Frage an die anderen D25.2 Besitzer: weiß zufällig jemand die Abmessungen für die Halter der Rückstrahler? Die fehlen bei mir und ich würde mir die Bleche gerne zurecht schneiden (lassen).
    • Gestern habe ich wieder ein wenig weiter gemacht. Das Lenkgestänge habe ich leider immer noch nicht abbekommen. Das ist so dermaßen fest drauf, dass mein eigens dafür angeschaffter Abzieher gestern dabei kaputt gegangen ist... Ich denke, da muss schwereres Gerät ran.
      Da ich also an der Karosserie nicht weitermachen konnte, habe ich schonmal ein paar Teile ultraschallgereinigt und die Ventildeckel poliert. Keine wichtige Sache, aber macht Spaß und sieht hübsch aus ;)
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    • Hallo Thomas,

      wo an der Lenkung "klemmt" es denn? Geht's um das Audrücken der Kugelgelenke oder um den Lenkhebel am Lenkgetriebe selber, der von der Lenkwelle runter soll?

      Den Ventildeckel bzw. dessen Dichtungsfrage hätte man auch hier diskutieren können, ohne einen zusätzlichenTrööt öffnen zu müssen - gehört ja zu diesem Schlepper.

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
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      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii
    • Hallo Martin,

      es geht um den Lenkhebel, der von der Welle abgezogen werden muss. Die Mutter war schon ziemlich fest drauf, aber am Hebel selber verzweifel ich gerade. In anderen Beiträgen hatte ich gelesen, dass man hier ruhig auch mal mit dem Hammer gegenhauen soll. Aber ganz ehrlich: keine chance ;) Hast Du vielleicht noch einen anderen Tipp?

      Das mit dem Ventildeckel hatte ich in einen separaten Trööt ;) gepackt, weil ich dachte, dass andere vielleicht auch mal danach suchen könnten. Und so findet man es besser als hier im übergreifenden Restaurationsthreat, wo es schnell untergeht.

      Gruß
      Thomas
    • Die schonendste Vorgehensweise für Mensch & Material:

      • Abzieher aufsetzen, stramm anziehen
      • Prellen — bedeutet: Hammer#1/Fäustel gegenhalten und mit Hammer#2 von der gegenüberliegenden Seite aus klopfen (nicht schlagen)
      Dann ist es allein eine Frage der Geduld bis der Lenkstockhebel (meist mit einem sanften Knall) kommt.
      Rostlöser zwischendurch auf den Hebel/die Welle schadet natürlich auch nie.

      Grüße,
      Hannes
    • ThomasNdk wrote:

      Das mit dem Ventildeckel hatte ich in einen separaten Trööt ;) gepackt, weil ich dachte, dass andere vielleicht auch mal danach suchen könnten. Und so findet man es besser als hier im übergreifenden Restaurationsthreat, wo es schnell untergeht.
      Kann man natürlich so machen, nicht ganz falsch. :)

      Zum Lenkhebel:
      Das kenne ich von meinem 612/5er. Der Lenkhebel ist aus Stahlguß. Ich bin zum LaMa, um das Ding ordentlich heiß zu machen mit angesetztem Abzieher plus Prellen. Danach sprang der Hebel runter. Am besten schon unter kräftiger Vor-Spannung des Abziehers (einen verwenden, den man zusammenziehen kann, sonst rutscht der ab, evtl. sogar Dreiarm) erhitzen. Dann sollte es schnell gehen, ein Schlag und er springt.

      Schau auch nach einem Kerbschlag für die identische Wiedermontage!

      Griaßle
      Martin
      Beim Griff in die eigene Tasche stellt man immer wieder fest, dass die "Öffentliche Hand" bereits vorher drin war...
      Da es förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein. (Voltaire)
      Ich kann, weil ich will, was ich muss! (Immanuel Kant)
      Wenn man bei einem anderen Menschen erfolgreich Fehler finden möchte, so verwende man nicht eine Lupe, sondern besser einen Spiegel.

      Der Oberschwabe: homo erectus spaetzlei-maultaschii