D4005 - Zapfwelle spring bei Belastung raus

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    • D4005 - Zapfwelle spring bei Belastung raus

      Hallo zusammen,
      bin sozusagen als "Frischling" gerade hier im Forum angekommen.
      Ich erhoffe mir Hilfe bzw. von Euren Erfahrungen lernen zu können.
      Nun kurz zu meinem Problem: bei meinem 4005 springt die Zapwelle bei Last immer wieder raus. Zuerst hatte ich den Einschalthebel festgebunden (notgedrungen). Das ging jedoch auch nur eine Weile gut. Jetzt hält sie gar nicht mehr.
      Nun habe ich letzten Samstag mal den Hydraulikkopf runter genommen. Was da zu sehen ist, weist, soweit ich das beurteilen kann, erst mal auf keinen größeren Schaden hin. Lediglich an der Schaltmuffe, sowie an der Antriebswelle ist die Verzahnung leicht "angenagt" (ca. 1-2mm--siehe Bilder). Die Schaltmuffe sollte jedoch (wie ich meine) viel weiter (ca. 2-3 cm) auf die Antriebswelle geschoben sein. Auch die Schaltwelle (Schaltgabel) ist abgenutzt (siehe Bilder). Aber auch diese Abnutzung halte ich für zu gerig um diese Auswirkung zu zeigen.
      Hat auf Anhieb vllt. jemand eine Idee oder Erfahrung mit diesem Problem ?
      Bin für alle Tipps dankbar :)
      Gruß Peter
    • Hallo Thomas, der Hebel wird außen am segment arretiert. Die Muffe müsste aber trotsdem weiter drauf gehen und ohne Arretierung halten. bei unserem 4006 ist die Aretierung auch hin, geht trotsdem.

      Dein Schalthebel ist ja auch schon abgenutzt. den würde ich auf jeden Fall wieder aufschweißen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Michael
    • Moin Peter,

      der Schalthebel ist schon deutlich verschlissen, dadurch geht dir Schaltweg verloren. In Kombination mit Verschleiß an deiner Muffe (Verzahnung und Schathebelnut) sowie der Welle, könnte sich die Zapfwelle rausdrücken. Weiterhin solltest du mal die Lager der Antriebswellen prüfen, wenn diese zu viel Spiel haben, bzw. Wandern kann es ebenfalls zu den Symptomen kommen.

      Beachte bitte beim Einbau, dass zwischen der Antriebswelle (in der Hohlwelle) und der Antriebswelle zur Zapfwelle ein axiales Spiel vorhanden sein muss. Beim D4005 wird die hintere Welle nach der Montage mit einem Werkzeug durch die Bohrung des Verschlussdeckels nach hinten gezogen.

      Gruß
      Maximilian
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    • Erstmal vielen Dank für die blitzschnellen Antworten.

      Hallo Thomas,

      wie Michael schon richtig bemerkt hatte, arretiert wir durch das "Hebelführungsblech" außen.

      Hallo Maximilian,

      deine Ausführungen decken sich exakt mit meiner Vermutung. Das Zusammenspiel mehrere Kleinigkeiten wirkt sich dann in Summe im großen Stil aus.

      habe gerade vorhin nochmal dran gebastelt und festgestellt dass die Befestigung des ZafwellenSchalthebels (außen) auf der Stirnseite des Schalthebels (der, der die Muffe verschiebt) ebenfalls etwas Spiel hatte (ca. 5-10 mm). Nachdem ich dieses Problem gelöst hatte (einfach die 13er Schraube kräftig angezogen--siehe Bild), schiebt sich die Muffe nun auch deutlich weiter (ca. + 1cm) weiter auf die Antriebswelle.
      Ich werde nun den Betätigungshebel der Muffe ausschweissen, alles mal zusammenbauen und testen.
      Hast Du evtl. Erfahrung mit dem Schweissen ? ist das Teil aus irgendeiner Gusslegierung oder lässt sich das standardmässig aufschweissen ?
      Ich denke, ich werde es einfach mal versuchen.
      Nochmal vielen Dank.
      Ich halte Euch auf dem Laufenden :)



      Gruß Peter
    • D_4006 wrote:

      Beachte bitte beim Einbau, dass zwischen der Antriebswelle (in der Hohlwelle) und der Antriebswelle zur Zapfwelle ein axiales Spiel vorhanden sein muss. Beim D4005 wird die hintere Welle nach der Montage mit einem Werkzeug durch die Bohrung des Verschlussdeckels nach hinten gezogen.
      Hallo Maximilian,

      ich kann mich nur noch dunkel an meine Instandsetzung am 4005 erinnern. Das ist aber nur der Fall wenn man beide Antriebswellen ausgebaut hatte odeR?
      Gruß, Harm

      DX4.31 und D4005
    • @Harm: Prinzipiell geht es dabei nur um die hintere Welle. Bei neueren Schleppern der D-06er ist es zum Beispiel nichtmehr nötig, da Konstruktiv der Deckel geändert wurde und damit entfiel auch die Bohrung. Ich habe es bisher immer gemacht wenn ich die hintere Welle ausbauen musste. Dazu reicht eine Gewindestange und eine Stecknuss.

      @Peter: Ich bin mir bei dem Material nicht sicher, du solltest es aber mit einem herkömmlichen Schutzgasschweißgerät aufschweißen können. Zuviel dran rumzubraten macht es aber auch nicht besser. Anschließend kannst du das ganze wieder rund schleifen. Den passenden Durchmesser kannst du an den guten Stellen noch abnehmen. Ansonsten hilft nur tauschen. Gute gebrauchte Hebel sind zwar selten, neu kostet der Schaltfinger um die 100€ netto. Die Welle und Muffe bekommt man gebraucht fürn schmalen Euro.

      Gruß
      Maximilian
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      Auf derartige Anfragen wird nicht mehr reagiert.
    • Hallo nochmal,

      kurzer Statusbericht zu heute:
      - Kopf provisorisch wieder aufgesetzt
      - Hydraulikleitungen wieder angeschlossen
      - Probelauf mit Zapwelle- auch unter Last

      Ergebnis: sieht alles wieder gut aus: Zapwelle lässt sich wieder schalten wie "früher", mit etwas Geduld sogar ohne "Zähneknirschen" :-). Und sie hält auch wieder unter Last.

      Resumee: das war ein guter Tag :)

      So, jetzt Kopf wieder runter, alles neu abdichten, wieder zusammen, dann sollte das "Projekt Zapfwelle" erfolgreich beendet sein.

      Im Anschluss geht es dann weiter mit dem/den Hydraulksteuergerät(en).
      Ich denke, dazu werden ich sicher auch nochmal euren Rat zu schätzen wissen !